Aber eben viele. Das ist ein Mengen-Problem. Und ich vermute mal, dass, wer sich schon auf Partnerschaft/Hochzeit/Familiengründung eingeschossen hat, auch gar nicht so sehr auf das Erweitern des eigenen Freundeskreises aus ist - warum auch, man ist ja schon angekommen. Das dürfte auch viele in deinem Umfeld betreffen.
Die einzige Lösung ist aus meiner Sicht, auf Leute zuzugehen, die gerade auch in einer Umbruchphase sind - also so was wie "new in town". Oder ebene andere "Einsame". Ggf findet man so was bei einem Single-Stammtisch, oder durch das Andocken an größere Gruppen, wo es eine gewisse Bandbreite an Leuten gibt.
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Ergebnis 21 bis 23 von 23
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21.05.2020, 17:09Inaktiver User
AW: Probleme, neue Freundschaften zu knüpfen?
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21.05.2020, 17:16Inaktiver User
AW: Probleme, neue Freundschaften zu knüpfen?
Das kann ich nur vollumfänglich bestätigen, war bei mir auch exakt so. Ich habe keine "beste Freundin" mehr, sondern eben ganz viele "gute Freunde". Es gibt keinen außer Herrn Thrace, der "alles von mir weiß", aber zusammengenommen wissen alle diese guten Freunde sehr viel über mich (und ich über sie).
Die "guten Freunde" haben sich bei mir im Wesentlichen über soziale Sichtbarkeit etabliert. Rausgehen, was machen, sich engagieren, Verantwortung übernehmen. Plötzlich wollten viel mehr Leute mit mir befreundet sein, als ich überhaupt sinnvoll bedienen konnte.
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24.05.2020, 10:24Inaktiver User
AW: Probleme, neue Freundschaften zu knüpfen?
Liebe Sihena, ich bin vermutlich um etliches älter als du (60+). Ich habe im Leben mehrfach die Erfahrung gemacht, dass Freundschaften zu Ende gehen - vor allem dann, wenn sich im Leben eines der Beteiligten etwas gravierendes ändert. (neue Partnerschaft, Geburt eines Kindes, große berufliche Veränderung...)
Seither bin ich mit dem Begriff "Freundschaft" sehr sparsam und verwende ihn nur, wenn es um wirklich gute, enge Freunde geht. Bei mir lässt sich das auf ein knappes Dutzend eingrenzen.
Alle anderen sehe ich als Wegbegleiter (was nichts daran ändert, dass ich sie zeitweilig sehr gern haben kann): Man geht ein Stück seines Lebensweges miteinander. Und dann ändert sich das halt. Mir war und ist es immer wichtig, mit diesen Menschen trotzdem im losen Kontakt zu bleiben und nicht im Bösen auseinanderzugehen. Ein Beispiel: Als meine Kinder sehr klein waren, gab es eine andere Mutter, alleinerziehend wie ich, mit der ich sehr eng war. Wir haben gegenseitig die Kinder betreut. Auch mal ein ganzes Wochenende lang, haben uns unterstützt, wo nötig. Nun sind die Kinder erwachsen. Wir mögen uns immer noch. Aber wir leben jede ihr eigens Leben...
Es wurde hier ja schon thematisiert: Neue Freunde findet man vor allem dort, wo es ohnehin schon Gemeinsamkeiten gibt. Was machst Du gerne? Wie verbringst Du Deine Freizeit? Was würdest Du gerne häufiger tun? - Ohne Deinen Freund!
Hier kannst Du ansetzen: In einem Chor mitsingen, in einer Fotogruppe anmelden, ein Ehrenamt übernehmen. So kommst du in Kontakt mit Menschen, mit denen du schon mal was gemeinsam hast. Und wer weiß? Vielleicht entstehen so Freundschaften? Allerdings solltest du deine Erwartungen nicht zu hoch stecken: Wirkliche Freundschaften müssen wachsen. Das geht nicht von heute auf morgen. Aber für mich sind auch gute Bekanntschaften wertvoll - mit denen man ein Hobby ausüben kann, mal weggehen kann (zum Konzert eines anderen Chores, zur Ausstellung einer anderen Fotogruppe...).



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