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    AW: Probleme, neue Freundschaften zu knüpfen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das fasst es doch ganz gut zusammen. Ich sehe bei dir eine recht große Erwartungshaltung, was andere angeht. Wenn du dich davon frei machen kannst und die Dinge so nimmst, wie sie sind, geht‘s dir besser . Am besten im Moment leben und nicht in „es wäre so schön, wenn...“ Du möchtest gern Festigkeit in Kontakten; zu Zeiten, wo viele Leute 200-300 FaceBook-Follower haben, würde ich mal behaupten, dass man an „Festigkeit“ nicht mehr so interessiert ist, denn es kommen ja immer wieder neue dazu.
    Wie soll ich das sagen... das ist schwer, wenn man das schon kennt und so eine tiefe, freundschaftliche Verbundenheit hatte und man dann am Ende rausgeschmissen und regelrecht 'geächtet' wird, obwohl man nichts böses getan hat, außer sich halt mal für sich selber Zeit zu nehmen, um glücklicher zu werden und an sich zu wachsen... Zum Einen wünscht man sich dieses vertraute, freundschaftliche Verhältnis (nur eben mit anderen Menschen) zurück und zum Anderen hat man aber wieder Angst, dass man wieder rausgeekelt wird und man wieder alleine da steht.

    Zitat Zitat von sunflower1976 Beitrag anzeigen
    Diese Stabilität in den Freundschaften hat sich - bis auf einzelne Ausnahmen - bei mir erst so ab Mitte 30 entwickelt. Einige gute Bekanntschaften/Freundschaften haben sich einfach schleichend entwickelt. Wenn ich drüber nachdenke, bin ich bei meinen beiden (jetzt) engsten Freundinnen anfangs sehr in „Vorleistung“ gegangen, aber nicht mit dem Ziel, eine Freundschaft aufzubauen. Wir hatten nur losen Kontakt (Mutter eines Kindergarten-Freundes meines Sohnes / neue Arbeitskollegin), als deren Ehemänner an Krebs erkrankt und daran auch gestorben sind. Ich hab einfach regelmäßig das Kind betreut oder Arbeitsaufgaben meiner Kollegin übernommen. Einfach um sie ein kleines bisschen zu entlasten. Dadurch ist ein sehr regelmäßiger und enger Kontakt entstanden und mittlerweile eine sehr, sehr gute Freundschaft. Nicht aus irgendeiner Verpflichtung heraus, sondern weil wir uns sehr nah stehen.

    Aber es war schon auch bei mir mit Mitte 20 so eine Umbruchsphase zwischen „Jugend- und Erwachsenenfreundschaften“. Die selbstverständlichen Unternehmungen am Wochenende gab es nicht mehr und alte Freundschaften sind weggebrochen. Und mit neuen Leuten blieb es erstmal oberflächlich und ist oft wieder im Sande verlaufen. Da ging es mir eigentlich ähnlich, wie dir jetzt.

    Aber wenn ich jetzt an Nicht-Corona-Zeiten denke, treffe ich schon zwei bis drei Mal pro Woche Freundinnen. Und wenn es nur die gemeinsame „Hunderunde“ ist und manchmal hinterher ein Kaffee.
    Unabhängig davon habe ich mit meiner Kollegin fast täglich telefonischen Kontakt, auch wenn wir trotz des gemeinsamen Projekts i.d.R. an verschiedenen Orten arbeiten und ein täglicher Austausch nicht sein muss. Gespräche über Privates gehören dazu (wir können unsere Arbeitszeit sehr frei einteilen, das geht also nicht zu Lasten des Arbeitgebers), sodass sie irgendwie zu meinem Alltag gehört.

    Früher hätte ich mir nicht vorstellen können, jemals einen so stabilen und guten Freundeskreis zu haben.

    Ich glaube, dass in jedem Alter enge Freundschaften entstehen können, aber vielleicht nicht mehr so einfach, wie in der Schule, Ausbildung oder Uni, wo man automatisch täglich oder zumindest regelmäßig die gleichen Leute trifft.
    Ich hätte schon gerne, dass sich in der Zeit, wo ich eben noch genug Zeit habe, auch Freundschaften mit der Zeit entwickeln. Mit Mitte 30 sehe ich mich bereits verheiratet und mit einem kleinen Kind, wo ich mehr als Genug Zeit für die Erziehung investieren werde... da glaube ich, käme es mit den Freunden eher zu kurz bzw. Freundschaften aufzubauen und zu festigen.

    Zitat Zitat von annakathrin Beitrag anzeigen
    Ich kann da so mitfühlen! Ich habe schon ein paar Mal meinen ganzen Freundeskreis verloren. Einmal, weil mein Freund sich sehr plötzlich von mir getrennt hat. Da bin ich in's Ausland gezogen (wollte ich sowiso und er nicht) und dann ein paar Jahre später, weil eine gute Freundin einen guten Freund von mir geheiratet hat (ja, ich habe gekuppelt) und sie wollte mich aus dem Freundeskreis raus haben, weil ich ein paar Sachen über ihn wusste, die geheim bleiben sollten. Als ob ich das nicht für ihn getan hätte.

    Und dann, drei Mal neue Freundeskreise und immer wieder ist jemand sauer auf mich geworden oder hat mich gemobbt oder was auch immer.

    Ich bin schliesslich zu einem Therapeuten und habe festgestellt: ich suche immer nach Freunden unter Menschen, die ich schon kenne. Und er meinte, wenn es da noch nicht "gefunkt" hat, dann kann man das auch nicht nachholen.

    Ich sollte nicht versuchen, Leute, die ich schon kenne, zu Freunden zu machen sondern lieber in neuen Gruppen nach netten Leuten suchen. Ich helfe in einem Wohnheim für schwangere Obdachlose - habe da noch niemand gefunden die so richtig als Freunde passen. Egal, die Arbeit ist lustig. Aber jetzt suche ich nach einem Lesezirkel. Und eine Gruppe, bei der ich oft mitgeholfen habe (kochen für Obdachlose) die haben jetzt Parties über Zoom, da könnte ich mich auch mal sehen lassen. Ich muss mir da einfach mehr Mühe geben. Wie früher, wenn ich ausgegangen bin um vielleicht einen Partner kennen zu lernen.
    Oh, Hallo Leidensgenossin! :')

    In erster Linie tut es mir Leid, dass du so was sogar schon mehrfach erleben musstest! Aber da hat dein Therapeut Recht. Im Besten Fall kennt man die Leute eben nicht. Die neuen Bekanntschaften, die sich bei mir entwickelt haben, habe ich auch nur durch Hobbies kennengelernt. Nur ist da leider auch nicht mehr geworden... jetzt zu Corona fällt das eh weg. Gemeinsam in großen Gruppen Softball oder Badminton zu spielen wird etwas schwierig. :')

    Aber eines muss ich hier vorweg nehmen: Ich persönlich musste mich um einen Partner gar nicht bemühen. Es ergab sich rein zufällig. Man fand sich, ohne sich zu suchen. Wäre natürlich auch für Freundschaften ideal, aber ich glaube, für Freundschaften sind die Menschen doch zu oberflächlich. Bei der Partnersuche ist es ja ohnehin für viele Singles schwer, da ist es ja auch oberflächlich. Aber bei Freundschaften ist es glaube ich sogar einen ticken schwieriger, da viele ihre festen kreise haben und sich eher nach einem Partner als nach neuen Freundschaften sehnen.

    Zitat Zitat von wildflower_85 Beitrag anzeigen
    @Sihena:
    Ich habe das gleiche Problem seit ich mit dem Studium fertig bin. Vorher war es einfacher und es hat sich alles von alleine ergeben, sei es in der Schule, in der Ausbildung oder im Studium. Jetzt im Job fällt es mir sehr schwer überhaupt noch Bekanntschaften in Freundschaften umzuwandeln. Freunde aus Studium usw. wohnen zu weit weg, sodass wir uns nicht schnell verabreden können. Man trifft sich eher so 1-2 mal im Jahr und ansonsten passiert nicht viel. Ich hätte gerne vor Ort einige Menschen, mit denen ich etwas unternehmen kann und die auch für mich da sind, wenn ich sie brauche und umgekehrt ich auch für sie da bin. Ich habe einige Bekannte durch bestimmte Freizeitgruppen gefunden, aber einige davon sind wieder verschwunden (es hat nicht gepasst oder jeder fand wieder andere Leute für sich) und mit den anderen geht es einfach nicht über Bekanntschaft hinaus. Eine davon kenne ich 3 Jahre und irgendwie kenne ich sie dennoch zu wenig, weil sie wenig von sich preis gibt und mich nicht richtig an ihrem Leben teilhaben lässt. Das fängt damit an, dass ich nie bei ihr und dem Freund eingeladen werde oder wir uns nur oberflächlich auf einen Kaffee treffen. Ich sehne mich nach richtiger Verbundenheit mit Menschen, wie ich sie im Studium oder der Ausbildung hatte. Das fühlte sich anders an. Man hatte mehr Kontakt und auch so, dass man miteinander auf Reisen ging oder gegenseitig beim anderen übernachtete, verschiedene Dinge unternahm-weitaus mehr Erlebnisse und Eindrücke miteinander teilte. Es ist so schwierig in der heutigen Zeit und bei mir jetzt seit ich ü30 bin. Viele sind einfach bereits gut versorgt, haben Familie oder anderweitig Freunde oder es reicht ihnen nur die Familie und eine Person oder Bekannte. Ich hoffe, dass es irgendwann besser wird. Vielleicht muss man erst 40 werden , wenn es viele Trennungen gibt oder Kinder älter werden. Damals hätte ich nicht gedacht, dass das so problematisch in diesem Alter ist. Mna hat gefühlt den Eindruck überall Leute kennenlernen zu können, dank Internet z.B., aber das ist alles doch zu oberflächlich. Wenn ich nun daran denke, wer von diesen ganzen Leuten aus den Foren/Freizeitgruppen blieb, dann ist das 1 Person, die nicht einmal von mir als Freundin bezeichnet werden kann. Ich könnte mir auch vorstellen durch den Job mit jemand befreundet zu sein, aber ich habe eher ältere Kollegen und die jüngeren wohnen entweder weiter weg oder haben Familie/Haus usw- und haben kaum Zeit.
    Dann befindest du dich wirklich genau in der selben Situation wie ich... nur dass wir vom Alter her etwas unterschiedlich sind. Aber ja, mit Ende 20 fangen die Leute sich an zu festigen und mit mitte 30 haben die meist schon alles. Das ist die Zeitspanne, wo es wirklich am schwierigsten ist. Ich kann alles komplett nachvollziehen und empfinde es genau so. :/

  2. Inaktiver User

    AW: Probleme, neue Freundschaften zu knüpfen?

    Zitat Zitat von Sihena Beitrag anzeigen
    Wie soll ich das sagen... das ist schwer, wenn man das schon kennt und so eine tiefe, freundschaftliche Verbundenheit hatte und man dann am Ende rausgeschmissen und regelrecht 'geächtet' wird, obwohl man nichts böses getan hat, außer sich halt mal für sich selber Zeit zu nehmen, um glücklicher zu werden und an sich zu wachsen... Zum Einen wünscht man sich dieses vertraute, freundschaftliche Verhältnis (nur eben mit anderen Menschen) zurück und zum Anderen hat man aber wieder Angst, dass man wieder rausgeekelt wird und man wieder alleine da steht. :/
    Das liest sich für mich wie ein permanenter Blick in den Rückspiegel. Die Welt hat sich weiter gedreht, du bist älter geworden und deine Peers auch. Du schreibst ja weiter unten selbst, dass du in ein paar Jahren meinst, keine Zeit für den Aufbau von Freundschaften zu haben (was ich ein bisschen schräg finde, ehrlich gesagt ). Viele deiner Peers sind aber genau jetzt in dieser Situation, oder kurz davor. Trotzdem fühlst du dich zurückgewiesen, obwohl du vorhast, es eigentlich ähnlich zu machen - wenn die Familienphase da ist, willst du keinen mehr „ran“ lassen, überspitzt formuliert. Du misst da ein bisschen mit zweierlei Maß , scheint es mir .

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    AW: Probleme, neue Freundschaften zu knüpfen?

    Zitat Zitat von Sihena Beitrag anzeigen
    Ich hätte schon gerne, dass sich in der Zeit, wo ich eben noch genug Zeit habe, auch Freundschaften mit der Zeit entwickeln. Mit Mitte 30 sehe ich mich bereits verheiratet und mit einem kleinen Kind, wo ich mehr als Genug Zeit für die Erziehung investieren werde... da glaube ich, käme es mit den Freunden eher zu kurz bzw. Freundschaften aufzubauen und zu festigen
    Dafür ergeben sich da auch wieder andere Möglichkeiten, neue Leute kennenzulernen, die ähnliche Interessen haben bzw. in einer vergleichbaren Lebensphase stecken.
    Mein großer Sohn ist fast 15 und ein Teil der Krabbelgruppen-Eltern trifft sich nach wie vor sehr regelmäßig und es haben sich enge Freundschaften entwickelt. Ich habe mich da aber schon lange ausgeklinkt.
    Freundschaften verändern sich immer wieder in den verschiedenen Lebensphasen. Einige bleiben, andere werden lockerer oder brechen ganz weg. Zum Beispiel, wenn die einen das erste Kind bekommen und die anderen lieber am Wochenende um die Häuser ziehen oder shoppen gehen wollen. Plötzlich gibt’s weniger gemeinsame Interessen und Freundschaften, die vorher eng waren, verlaufen sind im Sande. Muss nicht so sein, ist aber nicht selten.
    Auch verheiratet und mit Kind lassen sich neue Freunde finden - genauso wie jetzt.

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    AW: Probleme, neue Freundschaften zu knüpfen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das liest sich für mich wie ein permanenter Blick in den Rückspiegel. Die Welt hat sich weiter gedreht, du bist älter geworden und deine Peers auch. Du schreibst ja weiter unten selbst, dass du in ein paar Jahren meinst, keine Zeit für den Aufbau von Freundschaften zu haben (was ich ein bisschen schräg finde, ehrlich gesagt ). Viele deiner Peers sind aber genau jetzt in dieser Situation, oder kurz davor. Trotzdem fühlst du dich zurückgewiesen, obwohl du vorhast, es eigentlich ähnlich zu machen - wenn die Familienphase da ist, willst du keinen mehr „ran“ lassen, überspitzt formuliert. Du misst da ein bisschen mit zweierlei Maß , scheint es mir .
    Mein Gedanke ist einfach, bevor ich eine Familie etc. habe, ich Freundschaften entwickle und festige und dann meinen festen Freundeskreis habe und wenn mal Zeit ist, immer wieder was mit denen unternehmen kann.
    Das ist was Anderes, als wenn man frisch gebackene Mutter ist und viel Zeit aufbringen müsste, neue Menschen kennenzulernen....

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    AW: Probleme, neue Freundschaften zu knüpfen?

    Zitat Zitat von sunflower1976 Beitrag anzeigen
    Dafür ergeben sich da auch wieder andere Möglichkeiten, neue Leute kennenzulernen, die ähnliche Interessen haben bzw. in einer vergleichbaren Lebensphase stecken.
    Mein großer Sohn ist fast 15 und ein Teil der Krabbelgruppen-Eltern trifft sich nach wie vor sehr regelmäßig und es haben sich enge Freundschaften entwickelt. Ich habe mich da aber schon lange ausgeklinkt.
    Freundschaften verändern sich immer wieder in den verschiedenen Lebensphasen. Einige bleiben, andere werden lockerer oder brechen ganz weg. Zum Beispiel, wenn die einen das erste Kind bekommen und die anderen lieber am Wochenende um die Häuser ziehen oder shoppen gehen wollen. Plötzlich gibt’s weniger gemeinsame Interessen und Freundschaften, die vorher eng waren, verlaufen sind im Sande. Muss nicht so sein, ist aber nicht selten.
    Auch verheiratet und mit Kind lassen sich neue Freunde finden - genauso wie jetzt.
    Bei meiner Mutter habe ich erlebt, dass sie kaum richtige Freundschaften aufbauen konnte. Sie hatte nur eine beste Freundin für sich gewonnen, die sie jedoch kaum getroffen hat, heute sieht sie die Freundin vielleicht mal alle paar Jahre 1 Mal. Dabei ist sie wesentlich offener und kommunikativer als ich (bin eher sehr schüchtern ). Deswegen glaube ich selber einfach, dass es wirklich schwierig ist, neue Freundschaften zu knüpfen, wenn man Mutter ist. Vielleicht, wenn die Kinder was älter sind eher, aber ich möchte ja schon noch als junge Frau neue Freundschaften knüpfen und nicht viele Jahre später.

  6. Inaktiver User

    AW: Probleme, neue Freundschaften zu knüpfen?

    Zitat Zitat von Sihena Beitrag anzeigen
    Mein Gedanke ist einfach, bevor ich eine Familie etc. habe, ich Freundschaften entwickle und festige und dann meinen festen Freundeskreis habe und wenn mal Zeit ist, immer wieder was mit denen unternehmen kann.
    Das ist was Anderes, als wenn man frisch gebackene Mutter ist und viel Zeit aufbringen müsste, neue Menschen kennenzulernen....
    Du hast mich nicht verstanden. Mein Punkt ist: viele deiner Peers sind doch schon an dem Punkt, „wo sie Familie haben“, oder eben kurz davor (feste Partnerschaft etc). Das Verhalten, das du ein bisschen kritisierst (dass keiner sich so richtig einlassen will), das ist doch genau dasjenige, von dem du später sagst, dass du es auch an den Tag legen wirst (= zu beschäftigt sein, um Kontakt mit neuen Leuten aufzubauen ). Und nun finde den Fehler .

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    AW: Probleme, neue Freundschaften zu knüpfen?

    Zitat Zitat von Sihena Beitrag anzeigen
    Bei meiner Mutter habe ich erlebt, dass sie kaum richtige Freundschaften aufbauen konnte. Sie hatte nur eine beste Freundin für sich gewonnen, die sie jedoch kaum getroffen hat, heute sieht sie die Freundin vielleicht mal alle paar Jahre 1 Mal. Dabei ist sie wesentlich offener und kommunikativer als ich (bin eher sehr schüchtern ). Deswegen glaube ich selber einfach, dass es wirklich schwierig ist, neue Freundschaften zu knüpfen, wenn man Mutter ist. Vielleicht, wenn die Kinder was älter sind eher, aber ich möchte ja schon noch als junge Frau neue Freundschaften knüpfen und nicht viele Jahre später.
    Vielleicht ist es auch gar nicht so schwer, in Krabbelgruppe & Co. Kontakte zu knüpfen? Ein gemeinsames Interessensgebiet gibt es doch schon 😉 Und wenn dir eine andere Mutter sympathisch ist, frag sie, ob sie Lust hat, ne Runde mit dem Kinderwagen spazieren zu gehen oder die Kleinen auf der Krabbeldecke im Garten für die Kinder kugeln zu lassen, während ihr einen Kaffee trinkt.
    Nur weil das bei deiner Mutter nicht so einfach war, heißt das noch lange nicht, dass das bei dir ähnlich ist!

    Ich war früher furchtbar schüchtern und unsicher. Neue Leute kennenlernen ist mir sehr schwer gefallen. Das hat sich aber einfach so verändert. Mein „früheres Ich“ hätte sich nicht getraut, Freundschaften mit denjenigen zu knüpfen, die jetzt meine engsten Freundinnen sind. Da hätte ich nur sowas gedacht wie...“die haben so gute und langjährige Freunde und sind so selbstsicher. Warum sollten die mich sympathisch finden und Zeit mit mir verbringen wollen?!?“ Und jetzt bin ich einfach froh, diese Menschen in meinem Leben zu haben (und umgedreht genauso).

    Früher hab ich immer gedacht, dass ich mit Sicherheit keine Leute über‘s Internet kontaktieren möchte. Nach einem beruflich bedingten Umzug kannte ich niemanden in der Gegend und hab dann doch versucht, über das Internet Frauen für gemeinsame Unternehmungen kennenzulernen. Bei einigen blieb es bei einer losen Bekanntschaft, dafür hat sich mit einer eine gute Freundschaft entwickelt. Wir kennen uns jetzt seit 20 Jahren...
    Früher wollte ich Beruf und Privatleben trennen. Und trotzdem hat sich zu zwei (ehemaligen) Kolleginnen eine so enge Freundschaft entwickelt, dass wir jeweils Paten eines unserer Kinder sind. Durch sich sehr veränderte Lebensumstände hat sich der Kontakt mittlerweile sehr gelockert (ohne Streit). Aber ich würde sie jetzt nur noch als Bekannte bezeichnen. Dafür sind zwei meiner jetzigen langjährigen Kolleginnen zu engen Freundinnen geworden.

    Lass es auf dich zukommen. Zu jeder Zeit lassen sich Freundschaften knüpfen!

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    AW: Probleme, neue Freundschaften zu knüpfen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du hast mich nicht verstanden. Mein Punkt ist: viele deiner Peers sind doch schon an dem Punkt, „wo sie Familie haben“, oder eben kurz davor (feste Partnerschaft etc). Das Verhalten, das du ein bisschen kritisierst (dass keiner sich so richtig einlassen will), das ist doch genau dasjenige, von dem du später sagst, dass du es auch an den Tag legen wirst (= zu beschäftigt sein, um Kontakt mit neuen Leuten aufzubauen ). Und nun finde den Fehler .
    Nein, du hast mich nicht verstanden. Es ist ja kein Fehler von mir, wenn ich es so entscheide. Wie es für Andere auch kein Fehler ist, darüber beschwert habe ich mich auch nicht, ich verstehe das ja auch. Nur so können keine engen Freundschaften in meinen Augen entstehen. Deswegen möchte ich in der Zeit, wo ich noch keine Familie habe gute Freundschaften mit Menschen knüpfen, die auch selber die Zeit aufbringen können und möchten. Also auch noch keine Familie haben am besten.

    Wo ist da darin der Fehler? Sind ja nicht alle um mich herum mit einer Familie unterwegs.

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    AW: Probleme, neue Freundschaften zu knüpfen?

    Zitat Zitat von sunflower1976 Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist es auch gar nicht so schwer, in Krabbelgruppe & Co. Kontakte zu knüpfen? Ein gemeinsames Interessensgebiet gibt es doch schon �� Und wenn dir eine andere Mutter sympathisch ist, frag sie, ob sie Lust hat, ne Runde mit dem Kinderwagen spazieren zu gehen oder die Kleinen auf der Krabbeldecke im Garten für die Kinder kugeln zu lassen, während ihr einen Kaffee trinkt.
    Nur weil das bei deiner Mutter nicht so einfach war, heißt das noch lange nicht, dass das bei dir ähnlich ist!

    Ich war früher furchtbar schüchtern und unsicher. Neue Leute kennenlernen ist mir sehr schwer gefallen. Das hat sich aber einfach so verändert. Mein „früheres Ich“ hätte sich nicht getraut, Freundschaften mit denjenigen zu knüpfen, die jetzt meine engsten Freundinnen sind. Da hätte ich nur sowas gedacht wie...“die haben so gute und langjährige Freunde und sind so selbstsicher. Warum sollten die mich sympathisch finden und Zeit mit mir verbringen wollen?!?“ Und jetzt bin ich einfach froh, diese Menschen in meinem Leben zu haben (und umgedreht genauso).

    Früher hab ich immer gedacht, dass ich mit Sicherheit keine Leute über‘s Internet kontaktieren möchte. Nach einem beruflich bedingten Umzug kannte ich niemanden in der Gegend und hab dann doch versucht, über das Internet Frauen für gemeinsame Unternehmungen kennenzulernen. Bei einigen blieb es bei einer losen Bekanntschaft, dafür hat sich mit einer eine gute Freundschaft entwickelt. Wir kennen uns jetzt seit 20 Jahren...
    Früher wollte ich Beruf und Privatleben trennen. Und trotzdem hat sich zu zwei (ehemaligen) Kolleginnen eine so enge Freundschaft entwickelt, dass wir jeweils Paten eines unserer Kinder sind. Durch sich sehr veränderte Lebensumstände hat sich der Kontakt mittlerweile sehr gelockert (ohne Streit). Aber ich würde sie jetzt nur noch als Bekannte bezeichnen. Dafür sind zwei meiner jetzigen langjährigen Kolleginnen zu engen Freundinnen geworden.

    Lass es auf dich zukommen. Zu jeder Zeit lassen sich Freundschaften knüpfen!
    Ja, das mag ja alles stimmen, was du sagst. Das streite ich auch nicht ab. Nur stelle ich mir das alles so...schwierig vor. :') Ich möchte am liebsten so Freundinnen haben, mit denen ich meine Hobbies teilen kann. Ich möchte sie nicht erst dann kennenlernen, wenn das Wichtigste in meinem Leben meine eigene Familie ist, da weiß ich nicht mal, ob ich da noch Kopf für Freundinnen hätte. Wenn es sich schon sehr gefestigt hatte mit den Jahren ist es denke ich für mein Gegenüber verständnisvoller, wenn man weniger Zeit hat (gerade wenn sie selber dann auch Familie haben) aber wenn es gerade im Aufbau ist...

    Ich hab bei meiner Mutter auch gemerkt, dass es in die Hose ging. Als sie familiäre Probleme hatte (Scheidung) haben die anderen Hausfrauen/Mütter ihr vorgeworfen, warum sie nie Zeit hätte. So was will ich auch nicht haben. :')

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    AW: Probleme, neue Freundschaften zu knüpfen?

    Zitat Zitat von Sihena Beitrag anzeigen
    Ich hab bei meiner Mutter auch gemerkt, dass es in die Hose ging. Als sie familiäre Probleme hatte (Scheidung) haben die anderen Hausfrauen/Mütter ihr vorgeworfen, warum sie nie Zeit hätte. So was will ich auch nicht haben. :')
    Genau das kann (nicht muss!) doch genauso mit Freunden passieren, mit denen man vor der Familiengründung ein gemeinsames Hobby hatte. Plötzlich hat man viel weniger Zeit, die Wichtigkeit mancher Themen ändert sich usw.
    Es muss gar nicht anstrengend sein, „neue“ Menschen zunehmend ins eigene Leben zu lassen. Irgendwann wird einem bewusst, dass aus einer sympathischen Bekannten eine liebe Freundin geworden ist. Das kann in jeder Lebensphase passieren. Und in schwierigen Zeiten sind nicht immer die „ältesten“ Freunde die hilfreichste Unterstützung.

    Ich werde nie den Anblick einer sehr alten Dame im Rollstuhl bei der Beerdigung ihrer besten Freundin (Mutter einer meiner Freundinnen) vergessen. Die beiden haben sich kennengelernt, als ihre Kinder Babys waren. Auch dann können sich wunderbare Freundschaften entwickeln, die alle Höhen und Tiefen des Lebens (hab ich jetzt bewusst so formuliert) überstehen und dadurch noch tiefer werden lassen.

    Ich weiß, dass ich mit Anfang/Mitte 20 auch noch eine andere Einstellung dazu hatte und den Wunsch nach einem festen und langjährigen Freundeskreis hatte. Aber damit stand ich mir selbst oft um Weg und habe in „Bekanntschaften“ mehr reininterpretiert, als es letztendlich war.
    Seitdem ich mit mir zufriedener bin und keine Erwartungshaltung beim Kennenlernen neuer Leute habe, haben sich Freundschaften von ganz alleine entwickelt.

    Das wünsche ich dir auch.

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