Ich hatte dich so verstanden, daß du wichtige (und für dich positive!) Sachen zu tun hattest, und die schaffen einen emotionalen Rahmen, wo die Verarbeitung von Gefühlen über Vergangenheit oder Verlust einfach erst mal warten muß.
Und solange man das nicht in einem Ausmaß betreibt, daß man über Jahre gar nicht verarbeitet und nichts heilen läßt, ist das auch gut und richtig, finde ich.
Bei mir kommt in Zeiten, wo ich anderweitig unglücklich und verunsichtert bin, die halb verdaute Vergangenheit immer "seitwärts" raus, in Form von Panikanfällen, Stimmungsschwankungen, oder Alpträumen. Bevorzugt nachts um drei.
Das kann natürlich bei anderen Leuten ganz anders sein.
Aber ich bleibe bei meiner Hypothese, daß die Wellen so lange kommen, bis sie fertig sind -- man kann sie verschieben (auf nächstes Jahr, oder auf nachts um drei), aber sie kommen und irgendwann sind sie fertig. Und da ich mich bemühe, Sachen positiv zu sehen, würde ich der Sorge, "Was ist, wenn es wiederkommt?" antworten: "Dann kommt es wieder. Und dann geht es wieder. Und irgendwann ist es alte Geschichte."
Mit zu viel Analyse grübelt man sich oft nur eine Frikadelle ans Ohr. Ehe man das tut, sollte man sich fragen, was man sich davon erhofft.
Antworten
Ergebnis 11 bis 12 von 12
-
09.05.2020, 11:22
AW: Frieden im Herzen nach einigen schwierigen und anstrengenden Jahren und nun?
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
-
19.05.2020, 01:19
AW: Frieden im Herzen nach einigen schwierigen und anstrengenden Jahren und nun?
Danke für deine guten Wünsche. Ich bin bis jetzt im hier und jetzt geblieben und ich geniesse weiterhin diesen echt chilligen Zustand. Ich weiss gar nicht genau was sich da in mir umgeschaltet hat vor einigen Wochen . Ich mag das auch nicht tiefgründig analysieren. Solch eine Erfahrung habe ich schon lange nicht mehr gemacht. Ich kenne es sonst nur aus Gesprächen oder emotionalen Sessions allein, dass da ein Knoten platzt und plötzlich einiges klarer wird. Diesmal habe ich es einfach nur zugelassen aus tiefster Seele zu weinen. Das Kind in mir vermisste ihn und hatte Sehnsucht und trauert(e) noch.
Das Gute was uns verbunden hat, was ich an ihm so mochte und was auch ein Teil von mir ist leb ich jetzt wieder aus. Das hatte ich vorher auch schon zum Teil, aber eher auf Sparflamme, getan, aber jetzt fühle ich mich wieder vollständig, da ich das zulasse.
Im Moment denke ich nicht darüber nach, ob es noch mal wieder kommt , sondern eher was ich jetzt weiter machen soll. ich kenne das gar nicht mehr so richtig so ein Gefühl völligen Friedens. Hier stünde so einiges an im Haus an aufräumen, aussortieren, renovieren vielleicht. Am Anfang dieses Hypes war ich sehr fleissig, hab im Garten einiges gemacht und auch in der Wohnung. Im Moment fühle ich mich sehr chillbedürftig, da so vieles unbewusst in mir vorgeht. Ich spüre es, aber ich nehme es nicht bewusst wahr. Da sortiert sich wohl etwas um was Kraft kostet.Geändert von strandkatze (19.05.2020 um 01:25 Uhr)
Was bleibt sind nicht die Tage und Jahre und Stunden, was bleibt sind die kleinen Augenblicke
Du wirst keine neuen Meere entdecken,
solange du nicht den Mut hast, die Küste aus den Augen zu verlieren.



Zitieren
