Das sehe ich ganz genauso. Beim Flirt, der nur dann einer ist wenn er freiwillig, ohne Machtdifferenzen auf Augenhöhe stattfindet, geht es nicht um Sexismus oder Feminismus.
Das sieht aber offensichtlich nicht jeder so. Es gibt durchaus auch stimmen die mich als chauvinistisch-plump oder allgemein unangemessen wahrnehmen. Das Wort Sexist ist bisher noch nicht gefallen. Auch wenn mir bereits einige abgesprochen haben, ernsthaftes Interesse an der Gleichberechtigung zu haben.
Wir haben uns an dem Abend noch weiter unterhalten, ich bin dann aber auch mit anderen Leuten in Gespräch gekommen. Kein Treffen ausgemacht, kein Sex auf der Toilette oder sonstige Sündenfälle![]()
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Thema: Bin ich ein Sexist?
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27.02.2020, 18:19
AW: Bin ich ein Sexist?
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27.02.2020, 18:30
AW: Bin ich ein Sexist?
Bin ich das? Ich denke eher, dass wie ich vermutete hier ein Konflikt entsteht. Ein heterosexueller Mann, der offen zugibt auszugehen um mit Frauen zu schlafen, ist gleichzeitig überzeugt von der Gleichberechtigung. Ich weiß, dass die "großen Womanizer" hochgradig sexistisch sind. Ich bin das aber nicht, trotzdem will ich auch als männlicher Feminist regelmäßig mit verschiedenen Frauen schlafen. Für mich besteht darin überhaupt kein Widerspruch.
Auch wenn ich durchaus eine gewisse Abneigung durch einige Wenige wahrnehme, die darauf schließen lässt, dass ein Frauenforum wohl doch nicht so bedingungslos offen für männlich-heterosexuelle Feministen, mit etwas häufiger wechselnden Sexpartnern, ist.
"sexsüchtig"; "chauvinistisch"; "beziehungsunfähig" sind jetzt nicht unbedingt Adjektive mit denen ich mich schmücken würde.
Letzlich scheint die Vermutung meiner Freundin, ich würde von fast allen als Sexist wahrgenommen werden, falsch zu sein.
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27.02.2020, 18:33
AW: Bin ich ein Sexist?
Die Frage ist ja auch, wie häufig es vorgekommen ist, dass dich eine der Frauen, die du angesprochen hast, als plump oder chauvinistisch oder unangemessen bezeichnet hat - evtl. dies auch nonverbal ausgedrückt hat.
Okay.Wir haben uns an dem Abend noch weiter unterhalten, ich bin dann aber auch mit anderen Leuten in Gespräch gekommen.
Mit wie vielen verschiedenen Frauen hattest du denn in den letzten 12 Monaten Sex?Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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27.02.2020, 18:40
AW: Bin ich ein Sexist?
Das ist natürlich immer schwer zu sagen, wie andere Menschen einen wahrnehmen. Ich würde aber behaupten, dass ich ein gesunder Mensch mit gesundem Empathievermögen bin. Mir fällt es natürlich auf, wenn etwas vielleicht unangenehm oder störend aufgefasst wurde. Das ist mir aber dann bewusst. Das heißt ich entschuldige mich und widme mich einer Dame, die mir mehr zugeneigt ist.
Ich würde an dieser Stelle auch gerne noch ergänzen, dass ich nie betrunken bin. Das heißt ich bin mir stets im Klaren darüber was ich gerade sage, was ich tue und wie mein Gegenüber das wahrnimmt.
Mit vier verschiedenen Frauen.
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27.02.2020, 18:47
AW: Bin ich ein Sexist?
Vielleicht ist diese Bezeichnung auch ein wenig zu plakativ?
Die Welt wird immer komplexer, Gesellschaft wird immer komplexer, Menschen werden individueller/individualisierter.
Wer kann da schon noch von sich sagen, er/sie sei ein (lupenreiner) --- ...ist im Sinne einer Weltanschauung, Lebensweise oder Ideologie.
Ich für mich sage bspw., dass ich feministisch inspiriert bin - nicht mehr, aber auch nicht weniger.Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
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Daniel Kahneman
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27.02.2020, 18:57
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27.02.2020, 19:13
AW: Bin ich ein Sexist?
Es gibt da so ein Gerücht, warum man Psychologie studiert ....

Um deine Frage ernsthaft zu beantworten:
Ja, aus meiner Sicht bist du ein Sexist und auf keinen Fall ein Feminist.
Ein schönes Beispiel für eine Fehleinschätzung.
Unter Beziehungsfähigkeit versteht man in der Psychologie die Kompetenz, mit anderen Menschen Kontakt aufzunehmen und diese aufgebaute Beziehung zu ihnen auch zu erhalten. Die Grundlagen für die Beziehungsfähigkeit werden in der Regel in der frühen Kindheit gelegt, etwa im Kontakt mit Eltern oder anderen nahen Bezugspersonen. In diesen Situationen lernen Menschen, anderen Menschen zu vertrauen oder zu misstrauen, wobei sich die verschiedenen Ausprägungen der Beziehungsfähigkeit häufig in der Partnerschaft auswirken. (Stangl, 2020).
Verwendete Literatur
Stangl, W. (2020). Stichwort: 'Beziehungsfähigkeit'. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik.
WWW: https://lexikon.stangl.eu/8073/beziehungsfahigkeit/ (2020-02-27)
Die Definition müsste dir ja bekannt sein.
Wegen mir kannst du rumvögeln so viel du willst, vorausgesetzt es geschieht im beiderseitigen Einvernehmen. Das ist jedoch kein Zeichen für Beziehungsfähigkeit und schon gar nicht für Feminismus.
Ein Feminist spricht auch anders über Frauen und wertet sie nicht verbal ab. So wie z. B. In dem Beispiel mit den Chucks. Hinzukommt, dass du für mich völlig langweilig und uninteressant rüberkommst.
Wenn es für dich gut ist, dann bleibe so.
Wenn du was ändern willst, dann höre besser zu und werte dein Gegenüber nicht ab.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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27.02.2020, 19:23
AW: Bin ich ein Sexist?
Hört sich doch ganz gut an.
Danke für die Antwort.Mit vier verschiedenen Frauen.
Alles noch im grünen Bereich aus meiner Sicht.
Wie kam es eigentlich dazu, dass du dich mit Feminismus beschäftigst? Durch das Studium?
Und was waren deine Schwerpunkte im Studium? Sorry, wenn ich direkt frage, interessiert mich.
Ich selbst habe Psychologie im Nebenfach studiert, allerdings deutlich mehr im Bereich Sozialpsychologie, vorwiegend Milieu- und Mentalitätenforschung.
Aber Freud fand ich auch ganz unterhaltsam.
Nichts deutet gem. dieser Definition darauf hin, dass man den Threadersteller gem. seiner Beiträge als 'beziehungsunfähig' bezeichnen könnte - außer man deutet diese Definition fälschlicherweise dahingehend um, dass Beziehungsfähigkeit gleichzusetzen ist mit der Fähigkeit eine langjährige (monogame) Zweierbeziehung zu führen. Und selbst wenn man eine längerfristig angelegte Zweierbeziehung führt, heißt das noch lange nicht, dass man beziehungsfähig ist.
Im übrigen ist es praktisch unmöglich, einem anonymen User in einer Internetcommunity mit nur wenigen Beiträgen mal eben so Beziehungsunfähigkeit zu attestieren - das gleiche gilt natürlich auch für das Gegenteil.Geändert von VanDyck (27.02.2020 um 19:47 Uhr)
Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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27.02.2020, 19:49
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27.02.2020, 19:50
AW: Bin ich ein Sexist?
Danke für deine ehrliche Antwort. Anhand deines Profils vermute, dass du dich wohl schon länger mit dem Feminismus auseinander setzt und ich deine Meinung wohl oder übel als sehr repräsentativ für aktive FeministInnen ansehen muss. Gerade war ich dabei den Thread auszudrucken um meiner Freundin zu zeigen, dass sie mit ihrer Einschätzung über FeministInnen völlig falsch liege - und dann kam schon dein Statement. Auch wenn meine Frage eigentlich beantwortet ist, würde ich dennoch gerne Stellung dazu beziehen.
(1) Selbstverständlich habe ich ausschließlich nur einvernehmlichen Sex. Ich finde es schockierend, dass du es für möglich hälst, ich sei ein Vergewaltiger. Und das auch noch expilizit formulierst.
(2) Ich habe nie behauptet, ich sei Feminist weil ich mit verschiedenen Frauen schlafe. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass ich mich für feministisch halte, weil ich feministisch-politische Überzeugungen teile. Und höchstwahrscheinlich teile ich nicht nur diese Position mit Feministinnen sondern auch viele andere in anderen politschen Fragen. Aber scheinbar ist das wohl nicht so ganz im Sinne der aktiven FeministInnen.
(3) Ob es auch problematisch gewesen wäre, wenn ein Mann mir sagt ich solle ihm mal einen ausgeben und ich darauf lächelnd antworte, ich würde ihm erstmal lieber vernünftige Schuhe kaufen?
(4) Mich würde noch interessieren was genau dich zu der Aussage verleitet ich könne kein Feminist sein, sondern müsse ein Sexist sein. Ist es das gezielte Ansprechen von Frauen mit sexuellem Hintergedanken? Meine Sichtweise über Sexualität und Werbung? Meine Antwort auf die Anfage für ein Getränk? Oder gar alles zusammen?
(5) Hälst du es du es für strategisch geschickt, mich auf die selbe Stufe mit einem "echten" Sexisten zu stellen, der als Chef seine weiblichen Angestellten belästigt? Du nennst diesen Chef sicher genauso einen Sexisten wie mich. Gibt es da für dich eine Begriffliche Unterscheidung oder ist das für dich beides eindeutiger Sexismus?
Vielleicht findet sich ja noch die ein oder andere Stimme, die deine Aussage über mich etwas relativiert. So ganz glauben mag ich das eigentlich nicht, dass mich überzeugte Feministen bereits als Sexisten betiteln. Ich habe zwar mit Kritik an meiner Person gerechnet, aber nicht damit als Sexist bezeichnet zu werden.



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