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25.02.2020, 16:49
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
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25.02.2020, 16:54
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
eh
und dann noch aus Schweizer Munde...
Aber ich bin da milde, weil ich das Heidi-Deutsch so niedlich finde. Das ist so süß, also wenn ich so Schweizer höre, wenn sie sich eh schon zusammen reißen und unter Schweißausbrüchen versuchen Hochdeutsch zu reden. So süß.
Ich höre das gern. Zwar immer etwas zum grinsen, aber niedlich.
Eine Schweizerin, die sich abmüht mit einem Sachsen sächsisch zu reden, weil sie das für höflich hält, ist aber eher ein Fall für's Kabarett
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25.02.2020, 16:57
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
Du sprichst also mit einem Franzosen deutsch und "bekommst" dann automatisch einen französischen Akzent? Du redest mit einem Bündner und "kannst" plötzlich bündnern?
Schwer zu glauben.
Nein, das machen nicht alle so. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie jemanden getroffen, der das so macht und wenn, würde ich mich ziemlich verarxxt fühlen.
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25.02.2020, 16:57
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25.02.2020, 17:00
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
Bae ist ein Ausnahmetalent und müht sich nicht ab, das geht ganz automatisch. Die kann das einfach und hat in 40++ Jahren noch nicht gemerkt, dass die weniger geistig fitte Restwelt meist bei ihrer Muttersprache/-dialekt bleibt.

Nachtrag: Ich hab das jetzt mal gegoogelt. Dieser Nachahmungszwang wird in einem Aspergerforum besprochen. Anscheinend gibt es das tatsächlich.
Automatisches imitieren von Dialekten/Sprechweisen? - Neurologische Vielfalt - aspies.de Selbsthilfeforum
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25.02.2020, 17:21
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
Hallo,
natürlich prägt das Elternhaus stark das eigene Verhalten. Ganz ablegen lässt sich das wahrscheinlich nicht oder nur schwer. Trotzdem glaube ich, dass die Herkunft eine geringere Rolle spielt, als das eigene Verhalten bzw. Einstellung.
Meine Eltern haben auch beide studiert, mein Vater war lange Leiter eines Amtes etc. Und „trotzdem“ habe ich nach dem Abi eine schulische Berufsausbildung (im therapeutischen Bereich) gemacht. Es hat absolut keine Rolle gespielt, aus welchem Umfeld man kam bzw. welchen sozialen Status die Eltern haben. Wichtig war einzig und allein das eigene Verhalten. Ich stand mir nur selbst im Weg, weil ich zu schüchtern war. Aber das war ganz allein mein Ding und hatte nichts mit meiner Familie zu tun.
Eine Cousine von mir hat sich früher mir gegenüber sehr wohlwollend freundlich verhalten. Seltsamerweise hat sich das geändert, nachdem ich nochmal studiert habe. Ich bin mir noch nicht mal sicher, ob ihr das wirklich bewusst war. Aber das spiegelte durchaus die Haltung ihres Vaters („Deine Eltern haben dir erlaubt, nicht zu studieren!? Das ist für mich nicht nachvollziehbar!“
Du schreibst, dass du dich bemühst, aufgeschlossen und freundlich aufzutreten. „Bemühen“ heißt für mich, dass es nicht unbedingt authentisch ist oder wirkt. Wenn man echtes Interesse an dem anderen Menschen hat, muss man sich nicht bemühen, freundlich zu sein. Dann ist man es einfach.
Ich weiß ja auch nicht, wie du in den ersten Wochen deiner Ausbildung auf die anderen gewirkt hast. Falls du da zum Beispiel durch deine Wortwahl ungewollt so wahrgenommen worden sein solltest, dass du „was Besseres“ bist, lässt sich das nur ganz schwer ausbügeln.
Wenn du schon über drei Jahre der Ausbildung geschafft hast, ist dein Abschluss vermutlich absehbar. Danach hast du die Möglichkeit, neu zu starten!
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25.02.2020, 17:33
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
Deine Ansicht impliziert, dass Menschen, die Sozialberufe ausüben, grundsätzlich am Existenzminimum leben und zur Wahl eines solchen Berufes dringend abgeraten werden muss. In Zeiten, in denen genau diese Berufe unterbesetzt sind, ein doch sehr anmaßender und im Übrigen auch sehr arroganter Hinweis. Was bedeutet "einfacher" Ausbildungsberuf für dich? Meinst du, eine Krankenschwester, eine Altenpflegerin, eine Erzieherin sind in ihrer Ausbildung eher einfach gebildet worden? Gerade im Zusammenhang mit dem Umgang mit Menschen?
Bei dieser Ansicht wundert es mich nicht, dass Studiengänge überfüllt sind und Ausbildungsberufe unterbesetzt. Die Generation wird sich im Alter wundern, dass niemand mehr da ist, der ihnen die Schnabeltasse reicht oder nach einer OP pflegt, ganz zu schweigen, wer all die Kinder betreuen soll (wenn dann überhaupt noch welche geboren werden).
Ich bin tatsächlich erschüttert, wie du mit diesem Thema umgehst und hier der TE einen Vorwurf konstruieren willst, weil sie anhand ihres familiären Backrounds nicht studiert hat. Im Gegenteil, ich habe Hochachtung davor, dass sie einen Sozialberuf gewählt hat. Die angeblichen Konsequenzen sehe ich hier nicht, außer der mögliche Aspekt des sorgenfreien Lebens hinsichtlich des Einkommens. Wenn jedoch das hohe Einkommen das Einzige Lebensziel ist, dann liegt das jedoch in deiner persönlichen Ansicht. Sozialberufe sind im Gegensatz zur Leistung definitiv unterbezahlt, ja, im Gegensatz zu manchen Studiengängen und den nachfolgend ausgeübten Jobs. Nur sind sie grundsätzlich nicht so unterbezahlt, dass man sich nicht ein sorgenfreies und zufriedenes Leben daraus konstruieren kann.
Deine Bedenken kann ich also nicht nachvollziehen.
Der Zweck diente wohl im Zusammenhang mit ihrer Fragestellung, damit wir uns ein besseres Bild machen können, wo es eventuell hakt.
Und ja, ich stelle ebenso fest, dass Allgemeinwissen offenbar bald ein geschütztes Gut sein wird, da es vom Aussterben bedroht ist. Wenn sich der Diskussionsinhalt nur noch dahingehend ergießt, dass nur noch gejammert wird und bei tieferen Fragen, man keine wirkliche Begründung noch Abhilfeideen dafür erfährt, ist dies ermüdend und ich kann die TE verstehen, dass man sich wie ein Alien vorkommt. Die genaue Diskussionsgrundlage kenne ich natürlich nicht.
Was ich jedoch nicht bestätigen kann (mein ganz persönlicher Eindruck), dass Allgemeinbildung ausschließlich der höheren Schicht vorbehalten ist. Der Unterschied ist nur, dass in einem höher gebildeten Umfeld die Allgemeinbildung quasi in die Wiege gelegt wird und Teil des Ichs wird (so sie denn "aufgenommen werden kann") und in "niederen" Schichten, diese - wenn vorhanden - erarbeitet wurde, weil Interesse da war und ist. Aber auch das ist nicht in Stein gemeißelt und als Absolutismus anzusehen, die Wahrscheinlichkeit liegt aber nahe.Der Humor ist die Maske der Weisheit. Maskenlos ist die Weisheit unerbittlich. - Dürrenmatt -
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25.02.2020, 17:34Inaktiver User
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25.02.2020, 18:04
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
Ginge mir auch so.
Es gibt ja so ein paar Sachen, die man bei der Kommunikation durchaus beachten darf um sich positiv gesehen anzupassen. Regionale Begrifflichkeiten nutzen (Sahne / Rahm, Brot / Stulle), im Fußballstadion auf einem anderen Niveau zu sprechen, als im Job (überspitztes Beispiel: geht mir am Arsch vorbei / tangiert mich peripher), mit alten Menschen anders als mit jungen... Alles sinnvolle Maßnahmen. Aber Akzente annehmen oder bei Nicht-Muttersprachlern einen fehlerhaften Satzbau zu übernehmen - ich käme mir veräppelt vor, würde das z.B. im englischen jemand mit mir machen.
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25.02.2020, 18:21Inaktiver User
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
Ich spiele gelegentlich Online-Spiele. Da wird auch gechattet.
Über die Zeit habe ich mir ganz automatisch den Gamerslang inklusive nicht ganz ordentlichem Englisch angewöhnt - obwohl ich es auch richtig kann. Aber während eines solchen Spiels in normalem Englisch zu chatten, käme unfassbar gestelzt rüber.
Das ist grundsätzlich gar nicht so unüblich, nur bei Dialekten ist es selten.




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