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  1. Avatar von guerteltier
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    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    Zitat Zitat von Mediterraneee Beitrag anzeigen
    Aber wo gibt es das denn heutzutage? Auf dem Gymnasium findet man Schüler aus allen Gesellschaftsschichten, im Studium auch, Bildung ist keine Angelegenheit für "höhere Töchter" mehr. Nachbarschaft ist auch selten strikt getrennt, die wenigsten wohnen in reinen Villenvierteln. Das durchmischt sich doch alles.
    Mmmh. Unsere Schule war wie gesagt sehr divers aufgestellt. Meine beiden besten Schul-Freundinnen sind tatsächlich beide aus der "Arbeiterschicht" (vermutlich nennt man das heute nicht mehr so). Aber: sie kommen beide aus einem bildungsinteressierten Elternhaus, haben eben eine höhere Schulbildung durchlaufen...Da empfinde ich trotz unterschiedlicher familiärer Herkunft keine große Diskrepanz. Vermutlich spielen da noch andere Faktoren mit rein.


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    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    Zitat Zitat von Mediterraneee Beitrag anzeigen
    Aber wo gibt es das denn heutzutage? Auf dem Gymnasium findet man Schüler aus allen Gesellschaftsschichten, im Studium auch, Bildung ist keine Angelegenheit für "höhere Töchter" mehr. Nachbarschaft ist auch selten strikt getrennt, die wenigsten wohnen in reinen Villenvierteln. Das durchmischt sich doch alles.
    Doch das gibt es.
    Wenn man z.B. ein humanistisches oder musisches Gymnasium besucht, wird man dort eher auf Kinder aus dem Bildungsbürgertum treffen.
    Dazu noch Reiten, Tennis, Klavier oder Ballett als Hobby und man bleibt immer innerhalb einer bestimmten sozialen Schicht.

    Mit anderen Schichten käme man nur zusammen, wenn man z. B. in einen Fußballverein eintritt.

  3. Avatar von luftistraus
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    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    Zitat Zitat von matsuyama Beitrag anzeigen
    Ich vermute aber, dasss man mir mein "Anderssein" an der Art zu reden anmerkt. Ein Thema in der Ausbildung war mal "Bildungssprache vs Alltagssprache" und eine Mitschülerin meinte (scherzhaft ?) "Bildungssprache ist das was matsuyama grundsätzlich von sich gibt". Außerdem verfüge ich über ein großes Allgemeinwissen.
    Diese zwei Sätze haben mich hier aufhorchen lassen.

    Wenn eine Mitschülerin so etwas sagt, scheint es doch recht offensichtlich zu sein.
    Auf Sie macht es scheinbar den Eindruck und da wird sie nicht allein damit sein.


    Man passt sich seiner Umgebung an - auch sprachlich. Das ist eine sehr wichtige Fähigkeit.....

    ------

    Die Ablehnung in dem Umfeld deiner Familie....

    Ich persönlich bin allergisch auf Weltverbesserer, die ständig damit prahlen. "Nur Secondhand Klamotten wegen Nachhaltigkeit usw." Kann jeder machen wie er möchte aber wenn es mir unter die Nase gerieben wird....

    Dir standen die Türen offen, zu studieren ohne finanzielle Sorge. Das ist natürlich deine freie Entscheidung und auch ok. Aber da wird es einige Leute geben (mit mehr Lebenserfahrung) die da einfach den Kopf schütteln.
    Weil ein einfacher Ausbildungsberuf, das spätere Leben in mehreren Bereichen anders beeinflussen wird.
    Das heißt nicht, das dein Job unwichtig ist oder falsch. Aber er wird Konsequenzen ziehen, die du vielleicht gar nicht auf dem Schirm hast.

    ------

    "Außerdem verfüge ich über ein großes Allgemeinwissen"

    Ich finde es seltsam, dass man das erwähnt. Entweder jemand hat es oder halt nicht - das kriegt man automatisch mit.
    Was bezweckst du mit dieser Aussage?
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.

    Grab nicht zu weit in dem Mist rum, dann stinkt's nur noch mehr. Geh davon weg, und merk dir, wie's gerochen hat, damit du beim nächsten Verlierer früher Lunte riechst. (Zitat Wildwusel)

  4. Avatar von Prilblume
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    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    Zitat Zitat von Mediterraneee Beitrag anzeigen
    Aber wo gibt es das denn heutzutage? Auf dem Gymnasium findet man Schüler aus allen Gesellschaftsschichten, im Studium auch, Bildung ist keine Angelegenheit für "höhere Töchter" mehr. Nachbarschaft ist auch selten strikt getrennt, die wenigsten wohnen in reinen Villenvierteln. Das durchmischt sich doch alles.
    Eben.
    Was im EP beschrieben wird, ist für mich ein Konstrukt. Ich finde das weltfern.
    Auch kommt mir der Threadtitel in dem Zusammenhang irreführend vor. Er suggeriert, dass hier über sozialen Abstieg und damit verbundene Ängste diskutiert wird. Das ist aber im EP nicht Thema, jedenfalls nicht vorrangig oder ausdrücklich.
    >>Auf die Bitte seiner Frau, ihr doch ein wenig beim Abwasch zu helfen, nahm Werner Hubschmidt unverzüglich und außerordentlich konzentriert die Yogaposition „Bogenschütze“ ein, um so seiner Liebsten für die schwere Hausarbeit möglichst viel geistige Kraft zu schicken.<< (Bernd Pfarr)


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    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    Meiner Erfahrung nach ist die Fähigkeit zur sozialen Mobilität hauptsächlich eine Persönlichkeitsfrage. In beide Richtungen.

    Es gibt hochgebildete Menschen aus gutem Elternhaus, die überhaupt keine Probleme damit haben, sich auch mit sozial wesentlich niedrigergestellten Menschen perfekt zu verstehen, umgekehrt gilt das ebenfalls.

    Ich kenne auch Menschen ohne akademische Bildung und aus sozial eher schwachem Elternhaus, die regelmäßig anecken, weil sich selbst viel Wissen und eine gepflegte Sprache angeeignet haben und nicht (mehr) in der Lage sind, sich dem Umfeld anzupassen.

    Je natürlicher, authentischer und mit Gespür für das Gegenüber ausgestattet jemand ist, desto leichter fällt es der Person, sich in verschiedenen Schichten ganz selbstverständlich zu bewegen.

  6. Avatar von Blila1
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    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    unterschreibe ich genau so, wort für wort
    und auch umgekehrt wird ein Schuh draus: wenn der Tunnelblick nur noch die selektive Wahrnehmung zulässt, wer mich grade nicht umarmen möchte. Dass das die Allermeisten sind, ist in jedem Leben normal
    Das ist ein Experiment. Gespannt erwarte ich, was die Autokorrektur aus meinem Text macht

  7. gesperrt
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    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    Zitat Zitat von Azilal Beitrag anzeigen
    Je natürlicher, authentischer und mit Gespür für das Gegenüber ausgestattet jemand ist, desto leichter fällt es der Person, sich in verschiedenen Schichten ganz selbstverständlich zu bewegen.
    Was der Person, die das eben nicht hat, auch nicht hilft.

    aber eben: man kann andere Dialekte / Sprachen lernen. Soll man auch. zuhören, nachsprechen, copy & paste.

    und halt, wenn man als Grundlage das Bildungsbürgerliche hat, keine Hemmungen davor haben, gelegentlich die Grammatik zum Teufel zu jagen.

    gruss, barbara


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    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Was der Person, die das eben nicht hat, auch nicht hilft.
    Worauf ich hinaus will ist, dass das Problem der TE meiner Ansicht nicht an ihrer Herkunft liegt, sondern an ihrer Persönlichkeit. Wenn sie nun mal eine eher introvertierte, eher gestelzte und sozial nicht so flexible Person ist, dann wird es schwer, das zu ändern.

    Den Trottel zu spielen und falsche Grammatik zu benutzen oder irgendwelchen Slang nachzusprechen finde ich einen ziemlich dämlichen Rat . Auch weniger gebildete Menschen sind nicht völlig auf den Kopf gefallen und wenn das auffällt, dann hat die TE noch viel größere Probleme. Bei Menschen mit wenig Wortschatz darauf zu achten, nicht die aller ausgefallendsten Fremdwörter zu benutzen reicht völlig aus.

  9. gesperrt
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    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    Zitat Zitat von Azilal Beitrag anzeigen
    Worauf ich hinaus will ist, dass das Problem der TE meiner Ansicht nicht an ihrer Herkunft liegt, sondern an ihrer Persönlichkeit. Wenn sie nun mal eine eher introvertierte, eher gestelzte und sozial nicht so flexible Person ist, dann wird es schwer, das zu ändern.
    nochmals "Find dich damit ab, dass du ein Loser bist und das nicht ändern kannst" halte ich nicht für einen sinnvollen Tip.

    Den Trottel zu spielen und falsche Grammatik zu benutzen oder irgendwelchen Slang nachzusprechen finde ich einen ziemlich dämlichen Rat . Auch weniger gebildete Menschen sind nicht völlig auf den Kopf gefallen und wenn das auffällt, dann hat die TE noch viel größere Probleme.
    Sich an lokale (gelegentlich grammatikalisch falsche gemäss Hochsprache) Manierismen zu halten, geht kaum je schief in meiner Erfahrung.

    Es geht ja nicht drum, sich blöd zu stellen - sondern darum, sich an lokale Bräuche anzupassen. Den Römern sei ein Römer, den Grieche ein Grieche...

    erlauben, dass die Umgebung ein bisschen auf einen abfärbt.

    Bei Menschen mit wenig Wortschatz darauf zu achten, nicht die aller ausgefallendsten Fremdwörter zu benutzen reicht völlig aus.
    offensichtlich reichts bei der TE nicht aus.

    gruss, barbara

  10. Avatar von starsandstripes
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    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    Ich glaube, ich hab noch nie jemanden im Alltag getroffen, der so hochgestochen spricht, dass es auffällt und andere sich deswegen abgrenzen möchten. Ich habe Freunde mit verschiedenen Backgrounds (Hauptschule bis promoviert) und der Wortschatz ist in der Alltagssprache relativ gleich.

    Also wenn die TE nicht nur mit Leuten zusammen arbeitet, die eher den Assi-Slang draufhaben, ist es für mich auch schwer nachzuvollziehen, dass das sooo einen großen Unterschied macht.

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