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17.03.2020, 23:05
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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18.03.2020, 09:40
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
Danke an Saetien2 und wildwusel für die Antworten, das mit dem gut durchmischten Verein werde ich angehen sobald Corona mich lässt (und ich im neuen job angekommen bin).
Ich möchte an dieser Stelle sagen, dass ich lange über den threadtitel nachgedacht habe, um keine negative Bewertung oder Überheblichkeit zu vermitteln. Ich denke, das was ich sagen wollte, dasss ich aus einem überwiegend akademischen Umfeld komme und jetzt in einem Nichtakademischen Umfeld bin, ist angekommen. Das ist aus rein bildungstechnischer Sicht, ganz sachlich gesehen, ein Abstieg, ich persönlich empfinde das aber nicht als etwas Schlechtes; im Gegenteil, soziale Mobilität ist in Deutschland weniger ausgeprägt als in anderen Gesellschaften und daher begrüßenswert.
Ich habe aber das subjektive Gefühl, dass zwar der Underdog der's an die Uni/in einen gut bezahlten Job schafft gefeiert wird, das Gegenteil (also meine Situation) aber irgendwie mit Stirnrunzeln quittiert wird.
Universitäres Lernen ist nicht jedermanns Sache, und ich persönlich halte es für wenig bereichernd, wenn ich jetzt mit Ach und Krach und vielen Nachhilfelehrern (Ghostwirter sollen ja auch beliebt sein) doch irgendwie zum akademischen Abschluss gehievt werde, und damit jemand geeigneterem den Platz wegnehme.
Das ist jetzt alles nicht mein eigentliches Thema beschäftigt mich aber eben doch. Könnt ihr das ein klein wenig nachvollziehen?
LG
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18.03.2020, 09:43
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
@ akzent: Tut mir leid, aber deine Zitate sind falsch. Ich habe nie eine "große Gesellschaft" oder "kleine überschaubare Gesellschaft" erwähnt.
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18.03.2020, 10:19
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
Du bist wenig glaubwürdig mit deiner Vorstellung. Hast du hier nicht von kleineren Gesellschaften und größeren Gesellschaften geschrieben? Eigener Gesellschaft im kleinen Projekten sind doch möglich. Auch größere Einheiten teilen sich doch meist in kleiner auf. Das ist an sich alles was ich dazu schreiben möchte. Verkompliziere ich das Wesen von Gemeinschaften, wenn sich einzelne ausgegrenzt fühlen und nicht wissen warum?
Sind doch nur Ansichten wie ich dich verstehe bis zu einem gewissen Grad.Geändert von Akzent (18.03.2020 um 10:28 Uhr)
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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18.03.2020, 10:24
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
Davon abgesehen ist es, sich in nichtakademischen Gesellschaften nicht wohl zu fühlen, kein Grund andere für nicht geeignet zu halten, kommunizieren zu können. Suche dir halt dann die Abgenzung in der Gemeinschaft. Dann beklag dich aber nicht über Ausgrenzung, wie du sie im Eingangspost beschreibst.
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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18.03.2020, 10:44
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18.03.2020, 10:56Inaktiver User
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
matsuyama,
vielleicht machst Du Dir auch einfach zu viele Gedanken darüber, dass es an etwas sozioökonomischem hängen könnte und in Wirklichkeit passt ihr aus ganz anderen Gründen nicht zusammen? Ich finde, Du misst dieser dieser Mobilität nach unten sehr viel Bedeutung bei, mehr vielleicht, als gut ist. Meinst Du, Du wärst in einem Team glücklich, in das Du nur passt, weil Du die ganze Zeit "so tust als ob"?
Ich denke nicht, dass man sich in ungewohntem Umfeld verbiegen oder verstellen sollte (Es sei denn der Job erfordert es. Unterschichtensprech in der Vorstandsetage wäre eher unüblich, egal ob vom Vorsitzenden oder seiner Sekretärin). Damit ist keinem gedient. Eher würde ich die gewohnte Ausdrucksweise beibehalten und mich ironisch selbst auf die Schippe nehmen (und nehmen lassen). Das geht auch.
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18.03.2020, 11:06
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
@ Pia: das mag wohl sein, ich habe einfach gerade auch zu viel Zeit, da kommt man auf allemöglichen gedanken.
DSanke für den Hinweis mit der Selbstironie, das wurde mir hier schonmal angeraten und ich hoffe, dass ich ein Händchen dafür hab ;)
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18.03.2020, 11:07
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
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18.03.2020, 11:42Inaktiver User
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
Ich kann aber verstehen, wie dieser Eindruck entsteht: die Rückmeldungen bekommt man ja oft von eher näherstehenden Personen, also z.B. aus der Familie, und wenn die eben alle Akademiker sind und nichts anderes kennen, sehen die Rückmeldungen entsprechend aus. Dass es trotzdem den meisten anderen völlig wurscht ist (da gebe ich Dir Recht!) sieht man dann u.U nicht mehr.
Ich haben Freunde, die seit Generationen höhere Positionen einnehmen. So mit Haus in guter Gegend von Brüssel, Prof. Dr. soundso, beratend bei Regierung und EU tätig, oder führende Positionen in Unternehmen. Die können sich tatsächlich nicht vorstellen, dass man auch mit einem normalen Ausbildungsabschluss ein glückliches Leben führen kann. Nette, liebenswerte Leute, aber für die Kinder, von denen eines nicht so der Schulüberflieger ist, ist das nicht einfach.
Da lobe ich mir meinen heterogenen Hintergrund. Vom Hartz 4 Empfänger bis zum Multimillionär ist alles dabei, und ich kann mir für mich aussuchen, was passt



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