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    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    Zitat Zitat von matsuyama Beitrag anzeigen
    Meine Schwierigkeit besteht darin, dass ich mit den Leuten nicht warm werde, obwohl ich mich wirklich bemühe aufgeschlossen, freundlich, etc. aufzutreten.
    Möchtest Du denn wirklich (!) mit den Leuten warm werden?
    Welchen gefühlten Vorteil würde Dir das bringen?

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    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    Der Stallgeruch oder auch "Habitus" ist etwas, was wir nie ganz verleugnen können. Für weitere Infos empfehle ich Bourdieu zu lesen, der hat mit seiner Theorie von der "Kapitalienausstattung" viel erklärt.

    Es sind minimale Kleinigkeiten, wie man das Besteck hält z.B., oder dass man nie aus der Flasche trinkt, die Art, eine gepflegte Sprache zu haben. Die Schmuckauswahl oder oder....

  3. gesperrt

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    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Möchtest Du denn wirklich (!) mit den Leuten warm werden?
    Welchen gefühlten Vorteil würde Dir das bringen?
    Dass man den grössten Teil seiner Zeit gefühlt eher mit Freunden statt Fremden verbringt?
    Gegenseitige Unterstützung? Hilfe, wenn man mal welche braucht - oder geben kann?
    angenehmes Arbeitsklima?
    ein gewisses Mass an Geborgenheit?

    ich würde machen, was Saetien vorschlägt: mal eine Weile beobachten und zuhören, und dann den Kommunikationsstil kopieren.

    gruss, barbara

  4. Inaktiver User

    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    ich glaube auch, das hat man nicht in der hat mit der sozialen herkunft.

    für die aktuelle situation wäre meine empfehlung, sich möglichst zurückzuhalten. viel beobachten, viel nachfragen, viel zuhören.

    meine erfahrung ist, menschen mögen denjenigen, von dem sie sich akzeptiert und geschätzt fühlen.
    dann bleibt vielleicht die sonderrolle, aber die integration findet trotzdem statt.

  5. Inaktiver User

    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    Mein Hintergrund ist klassisch bildungsbürgerlich. Während des Studiums und auch danach habe ich mehrere Jahre an unterschiedlichen Orten und in unterschiedlichen Branchen gejobbt und z.T. auch länger gearbeitet. Die Leute, die mit mir arbeiteten, waren immer nett zu mir, niemals habe ich mich irgendwo ausgeschlossen gefühlt oder überhaupt im Verhalten anderer zu mir oder in meinem zu anderen irgendwelche "sozialen Unterschiede" auf dem Schirm gehabt oder haben müssen.

    Die von dir geschilderte Situation kommt mir sehr fremd, konstruiert und unglaubwürdig vor. Ich kann mir das alles überhaupt nicht vorstellen und kann das auch nicht wirklich glauben.

    Wie stellst du dir die Welt vor? Jeder lebt in seiner Sozialblase, und wenn einzelne Blasen aneinanderditschen, kommt es zu feinseligem Ausgrenzen? Hat mir der Wirklichkeit nichts zu tun.

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    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Dass man den grössten Teil seiner Zeit gefühlt eher mit Freunden statt Fremden verbringt?
    Gegenseitige Unterstützung? Hilfe, wenn man mal welche braucht - oder geben kann?
    angenehmes Arbeitsklima?
    ein gewisses Mass an Geborgenheit?
    Danke - aber ich hatte die TE gefragt.

    In dem Sinne, ob es ihr das Zugehörigkeitsgefühl wirklich ein inneres Anliegen ist.


    mal eine Weile beobachten und zuhören, und dann den Kommunikationsstil kopieren.
    So, wie @matsuyama sich selbst beschreibt, kann ich mir beim besten Willen nicht
    vorstellen, dass ein derartiges Verbiegen - verbunden mit gleichzeitiger Verleumdung des
    Eigenen - in ihrem Sinn sein könnte.

  7. Inaktiver User

    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    Zitat Zitat von matsuyama Beitrag anzeigen
    Seit über 3 Jahren bin ich also in einem Umfeld, in dem fast alle meine peers einen anderen "sozio-ökonomischen Hintergrund" haben, wie Soziologen das, glaube ich, nennen.
    Kannst du erklären, was genau das bedeuten soll?

    Ich denke auch, dass Anpassung an die Umgebung wichtig ist - hier wird dann aufmerksames Beobachten wichtig, denn vieles fällt uns gar nicht auf.
    Gleichzeitig ist deine eigene innere Haltung wichtig.
    Möchtest du mit diesen Menschen eine Gemeinschaft bilden?

    Die Umstände verhindern gerade eine Annäherung und damit positive Erlebnisse......eine unschöne Spirale.

    Welche Art von Kontakt möchtest du? Geht es nur um eine lockere Gemeinschaft oder würdest du auch gerne echte Freundschaften schließen? ist das für dich überhaupt vorstellbar?

  8. Inaktiver User

    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Leute, die mit mir arbeiteten, waren immer nett zu mir, niemals habe ich mich irgendwo ausgeschlossen gefühlt oder überhaupt im Verhalten anderer zu mir oder in meinem zu anderen irgendwelche "sozialen Unterschiede" auf dem Schirm gehabt oder haben müssen.

    Die von dir geschilderte Situation kommt mir sehr fremd, konstruiert und unglaubwürdig vor. Ich kann mir das alles überhaupt nicht vorstellen und kann das auch nicht wirklich glauben.

    Wie stellst du dir die Welt vor? Jeder lebt in seiner Sozialblase, und wenn einzelne Blasen aneinanderditschen, kommt es zu feinseligem Ausgrenzen? Hat mir der Wirklichkeit nichts zu tun.
    Dann bist du halt ein ganz besonders sympathischer Mensch.

    Ganz ehrlich, was Abwehrverhalten ist zeigt dein Post sehr deutlich. Abgesehen davon, dass nicht alles was du dir nicht vorstellen kannst nicht existiert.

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    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die von dir geschilderte Situation kommt mir sehr fremd, konstruiert und unglaubwürdig vor. Ich kann mir das alles überhaupt nicht vorstellen und kann das auch nicht wirklich glauben.

    Wie stellst du dir die Welt vor? Jeder lebt in seiner Sozialblase, und wenn einzelne Blasen aneinanderditschen, kommt es zu feinseligem Ausgrenzen? Hat mir der Wirklichkeit nichts zu tun.
    Meines Erachtens geht es nicht zwangsläufig um "feindseliges" Ausgrenzen (wobei sowas am Arbeitsplatz ja leider auch vorkommen kann, hat dann aber nicht unbedingt was mit der Herkunft zu tun), aber wenn jemand "anders" ist kann sich das durchaus bemerkbar machen.

    Ich habe ebenfalls einen bildungsbürgerlichen Hintergrund, bin in der Großstadt aufgewachsen, habe studiert und arbeite jetzt öfter mit Leuten zusammen, die deutlich anders sozialisiert sind (ländlich aufgwachsen, handwerklich-technisch ausgebildet und auch entsprechender familiärer Hintergrund). Es macht sich im Arbeitsalltag halt schon bemerkbar, dass wir (oft) in ganz anderen Lebens- und Gedankenwelten unterwegs sind.

    Wobei es hier explizit nicht um "besser" oder "höhergestellter" geht - einfach "anders". So ein bisschen wie wenn man in einem Freundeskreis bestimmte Insiderwitze hat, die außerhalb des Kreises nur für hochgezogene Aufenbrauen sorgen.
    Ich fühle mich mit meinen Kollegen trotzdem wohl, aber ich kann mir vorstellen, dass ich mich in jungen Jahren in so einer Situation auch noch schwerer getan hätte.

    Solche Gedanken zum Thema Vielfalt etc. halte ich aber nicht für hilfreich. Selbst im sozialen Arbeitsfeld entscheidet vermutlich die Sympathie, nicht irgendein abstraktes Diverstitätskonzept.

    Es kann auch sein, dass du schlicht und einfach Pech hast mit deiner jetzigen Ausbildungs- oder Arbeitssituation.

  10. gesperrt

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    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    In dem Sinne, ob es ihr das Zugehörigkeitsgefühl wirklich ein inneres Anliegen ist.
    Sie ist ein Mensch. Menschen sind soziale Wesen.

    Da müsste man eher erklären, warum es KEIN inneres Anliegen sein sollte.



    So, wie @matsuyama sich selbst beschreibt, kann ich mir beim besten Willen nicht
    vorstellen, dass ein derartiges Verbiegen - verbunden mit gleichzeitiger Verleumdung des
    Eigenen - in ihrem Sinn sein könnte.
    Wir reden hier nicht davon, dass sie sich exotische kannibalistische Bräuche aneignen soll, sondern mit Menschen vertraut werden kann, die ein kleines bisschen anders reden und sich verhalten...?

    man kann "bildungsbürgerlich-volkstümlich" ähnlich betrachten wie das Lernen einer Fremdsprache. Du verbiegst und verleugnest dich doch nicht, wenn du mit jemandem in einer Fremdsprache sprichst? - sondern machst schlicht Kommunikation und Verstehen möglich?

    gruss, barbara

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