Professionell ist hier das Stichwort.
Sonst untergräbt es das Selbstbewusstsein noch mehr.
Warum ist es so schwer, den anderen anzunehmen, wie er ist? Und das, womit die TE - vielleicht - heraussticht ("Bildungsdeutsch"), als Asset zu nehmen, als zu nivellieren?
An der eigentlichen Arbeit mit den Kindern gab es ja keine Beanstandung.
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26.02.2020, 17:08Inaktiver User
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
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26.02.2020, 17:11
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
Der soziale Bereich scheint schon schwierig zu sein für ArbeitnehmerInnen.... wir haben doch hier immer mal wieder den sehr ähnlichen Fall, wo eine TE in der Altenpflege tätig ist, aber mit ihren Kolleginnen und Vorgesetzten überhaupt nicht zurecht kommt (bzw. diese mit ihr).
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26.02.2020, 17:33Inaktiver User
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26.02.2020, 17:41
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
Was du konfliktscheu nennst, nenne ich klug....

zu Obigem. Ich weiß ja nicht
Für mich klingt das wie die Anleitung zum Unglücklichsein - Vor allem dieses offensive "der und der haben gesagt, dass DU"
Puh.
Ich kenne Belegschaften wo sowas zur totalen Eskalation führen würde. Gerade im ÖD. Da kenne ich Kolleginnen, die sofort zur Gleichstellungsbeauftragten gingen und dort den Chef, der so über sie redet ("Sagt Frau X....") anzeigten. Wegen Bossing.
Mobbing und Bossing sind in D im ÖD Straftaten.
Ich kann mir daher nicht vorstellen, dass es realistisch ist, dass eineR zugibt, irgendwas über wen gesagt zu haben.
Und dann? Dann steht der Fragesteller da als der, der Ärger macht.
Dann sind zwar die Dinge offen ausgesprochen und auf dem Tisch und man kann sich ein Bild machen - und kündigen.
Ich agiere anders. Ich mache mir ein Bild, ziehe meine Schlüsse - und gehe, wenn ich das für richtig halte.
Ich bin sicher nicht konfliktscheu. Ich bin nur der Ansicht, dass sich manche Konflikte nicht lohnen.
Und hier im Thread würde ich mir als TE überlegen, was MEIN Anteil sein könnte. Sie vermutet ihre Herkunft und Sozialisation.
Kann sein. Kann auch nicht sein.
Ich finde nicht, dass es hier, so wie die TE es schilderte zu Mobbing kam.
Ich habe mal wen noch in der Probezeit gekündigt, weil sie mir nicht belastbar genug schien. Weil sie bei mir den Eindruck erweckte, schnell an der Belastungsgrenze zu sein. Nervlich und organisatorisch. Und das Team dadurch zu schwächen.
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26.02.2020, 18:44Inaktiver User
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Konflikte werden direkt besprochen, nicht über andere. Alternative: zu dem Gespräch wird derjenige, der sich beim Chef beschwert hat, dazugebeten. Das ist die normale Vorgehensweise.
Meine Erfahrung ist, dass sich 95 % der Fälle in Luft auflösen, in denen der Chef versucht sich auf andere zu beziehen. Gleichzeitig hat man sich positioniert: kein hintenrum, nur direkte Kommunikation. Das bringt Respekt und Klarheit und bremst Leute aus, die unlautere Motive haben.
Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht, in dem Sinne, dass es auch genug Mitarbeiter gibt, die sich nicht vom Chef instrumentalisieren lassen wollen. Oder, dass Mitarbeiter gemerkt haben: anschwärzen funktioniert nicht. Oder, dass es sich herausstellte: es gibt keinen Konflikt und das Gespräch hat dem Kollegenverhältnis gut getan. Mir ist noch kein Fall eskaliert, so dass irgendwelche Beauftragten gebraucht wurden, ganz im Gegenteil.
Ich habe keine Erfahrung im ÖD. Ich habe in einer Branche gearbeitet, in der sehr viel Geld umgesetzt wird, die sehr konservativ ist, sehr männerdominiert, ein Haifischbecken. Da musste man sich sehr klar und deutlich positionieren, sonst wurde man durch Machtspielchen sofort ausgebootet und hat kein Fuß mehr auf den Boden bekommen.
Der Vorteil war: man wusste, in welchem Umfeld man sich bewegt und kannte die ausgefahrenen Ellenbogen. Soziale Einrichtungen und ÖD kenne ich nur vom Hören-Sagen, mMn keinen Deut besser, nur anders (konfliktscheu mit allen zugehörigen Problemen).
Wenn man die Situation einschätzen kann und für sich den Schluss zieht, dass es gut ist zu gehen, gibt es auch keine Unsicherheiten. Mit der Zeit und Berufserfahrung lernt man auch, wo es sich lohnt ein Fass aufzumachen und wo nicht.
In dem Thread weiß M. nicht woran es lag, sie ist unsicher, wo ihre Anteile lagen und kann die Situation nicht richtig einschätzen. Ob es Mobbing war, sie an ihrem Verhalten arbeiten muss (gehört zum Berufserfahrung sammeln dazu) oder ob sie einfach nicht ins Team passte, weiß sie nicht. Jetzt ist sie verunsichert und deshalb habe ich geschrieben, dass es in diesem Fall besser gewesen wäre für Klarheit zu sorgen. Für sich selbst und für ihre Zukunft.Geändert von Inaktiver User (26.02.2020 um 19:01 Uhr)
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26.02.2020, 19:41
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
Für Klarheit zu sorgen klingt, in der Theorie, erstmal wie ein (folge)richtiger Schritt.
Aber in der Praxis wage ich zu bezweifeln, dass ihr das gelungen wäre, auch wenn sie
sich dem Konflikt gestellt hätte.
Denn erstens gab es im Vorfeld keine Abmahnung (die hätte sogar während der Probezeit
erfolgen können) und damit keine faire Chance auf Korrektur, sondern gleich die Rote Karte.
Und zweitens hätte sie nie und nimmer Mobbing eindeutig beweisen können. Ebenso wenig
dürfte ein defizitär ausgeprägter soft skill wie mangelnde Teamfähigkeit im Nachhinein zu belegen sein.
Diese Sache ist wirklich ausgesprochen blöd gelaufen, dazu noch beim aller ersten Job.
Aber ich bin sicher, dass sich auch nachträglich mit den Fakten "arbeiten" lässt, um sie für
zukünftige Arbeitsstellen inkl. deren Fallstricke besser zu wappnen.
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26.02.2020, 22:18
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
hallo Leute,
danke für die Rückmeldungen. Ich habe alles überflogen und werde mich nächste Woche ausführlich zurückmelden, fahre morgen erstmal für ein paar Tage weg.
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26.02.2020, 22:27Inaktiver User
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26.02.2020, 22:31
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
Das kann auch sein.
***
Zum Thema Sprache, #1:
Eine Bekannte von mir, die nie Zeit gehabt hatte, einen Dialekt zu lernen (sie hatte zeitlebens nur in Hochdeutsch-Gegenden verbracht, der "Dialekt" wäre Niederdeutsch gewesen, also (je nach Standpunkt) eine andere Sprache, und das hätte in der Situation nicht geholfen) und hatte nach einem Ortswechsel Richtung Süden ständig Streß mit ihrer Chefin, weil sie die Kunden angeblich über ihre "arrogante Sprache" beschwerten. Sie war zu stolz oder zu wenig sprachbegabt oder sich zu bewußt, wie peinlich es werden kann, wenn das schiefgeht, um sich ein Komödienbayerisch zuzulegen, was in solchen Fällen oft gut funktioniert.
Manchmal geht's einfach nicht.
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Zum Thema Sprache, #2:
Sächsisch? War mal Standarddeutsch, hab ich gerade gelesen, aber das ist ein bißchen her.Geändert von wildwusel (26.02.2020 um 22:40 Uhr)
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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26.02.2020, 23:11Inaktiver User
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
Warte Mal, Deine Idee war, sie hätte sich bayrisch aus dem bayrischen Sendungen abschauen sollen und das dann.....nachmachen?
Obwohl sie wüsste, dass es die "falsche" Sprache ist?
Und das hätte geklappt?
Wie sieht das aus, angenommen sie hätte von Haus aus sächsisch, kölsch oder berlinerisch gesprochen, wäre das dann bei den bayrischen Kunden weniger arrogant rübergekommen?
Manchmal geht's einfach nicht.



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