Dass es eine Gruppe aber durchaus eint, sich auf einen vermeintlichen Außenseiter einzuschießen, der dann Sündenbock für alles ist, doch, das find ich ein gängiges Muster.
Das ist die Grundlage für jedes Mobbing - einer ist irgendwie anders.
Mir ist das in jungen Jahren auch so ähnlich passiert, einmal - und nie mehr wieder. Daraus schließ ich nun auch nicht, dass es an mir gelegen haben muss.
Das Thema war klar Rauchen, hab ich nicht mitgemacht und Saufen, der Chef meinte Freitags gerne: so eine Scheißwoche, ich kauf mir am Wochenende nen Kasten Bier und sauf mich zu. Worauf zustimmendes Grölen folgte - meins war das nicht so, und das wusste auch jeder, musste ich gar nicht dazusagen.
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26.02.2020, 13:06Inaktiver User
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
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26.02.2020, 13:21
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
@Pantanal
Ich verstehe, deine Gedanken.
Was, wenn auf konkrete Nachfragen geblockt wird?
Also seitens der MA?
Einen Chef, der sich nicht zu blöd ist, zu sagen "Frau Meier, die Frau Huber und die Frau Müller finden auch, dass Sie..."
ist eh indiskutabel.
Da würde ich mir meinen Teil denken und Bewerbungen schreiben. Denn der ist immer ein Totalausfall.
Ich denke aber, dass viele - und seien wir ehrlich - noch mehr Frauen - nicht in der Lage sind, auf direkte Konfrontation zu antworten. Die sagen dann "Wieso? Weiß gar nicht was du meinst"
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26.02.2020, 13:41
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
Aber manchmal wissen Leute wirklich nicht, was gemeint ist. Manchmal versteht man sich eben nicht und mehr reden macht es eher noch schlimmer. Dann ist "sich seinen Teil denken und Bewerbungen schreiben" schon die gesündeste Lösung.
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26.02.2020, 14:04Inaktiver User
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
Ich denke, (auch aus den Reaktionen hier im Strang), dass viele zu konfliktscheu sind, wirklich nachzufragen und der Sache auf den Grund zu gehen.
Die Mitarbeiter reden meist, wenn wirklich etwas Konkretes vorgefallen ist.
Wenn es nur Stimmungsmache Einzelner war, kommt man am ehesten dahinter, wenn man die Leute einzeln anspricht und sie Stellung beziehen müssen. Wenn dann die Antwort ist: "Weiß gar nicht, was du meinst", dann kann man nachhaken: "Die Chefin hat gesagt, dass DICH xy stört, stimmt das?. Wenn dann immer noch die Antwort ist, "weiß nicht", dann kommt die Ankündigung, das der Chefin so zurückzumelden. Siehe auch mein Post zum Ablauf.
Wichtig ist, die Dinge für sich zu klären und nach außen klarzumachen: ich gehe der Sache auf den Grund. Das ist die beste Strategie, um nicht zum Mobbingopfer zu werden und um für sich klarzuwerden, wer welchen Anteil an der Misere hat, auch für spätere Jobs.
Wer konfliktscheu ist und sich an Spielchen beteiligt oder sie toleriert, tut sich selbst keinen Gefallen.
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26.02.2020, 14:13Inaktiver User
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
Hier nochmal das Post von M.
Die Chefin versteckt sich in ihrer Beurteilung hinter den Aussagen anderer, auch von Kollegen, mit denen M fast nichts zu tun hatte. Welche konkreten Probleme es gab, wurde wohl nicht angesprochen.
Ja, das ist hintenrum und das sind Spielchen. Muss man nicht mitmachen und mit sich machen lassen.
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26.02.2020, 14:43Inaktiver User
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
Zum Thema Konfliktscheu:
Man sollte an die Sache neutral herangehen und nicht davon ausgehen, dass man die Belegschaft gegen sich hat. Wenn man die Leute einzeln fragt (nicht konfrontiert), dann erlebt man auch, dass diese mit den vermeintlichen Konflikten nichts zu tun haben, sie sind nur instrumentalisiert worden. Nicht selten kommt es auch vor, dass die Kollegen selbst unter der miesen Kommunikation bzw. Stimmungsmache leiden und froh sind, dass jemand mal direkt mit ihnen spricht. Man kann also auch Vertraute und Verbündete finden.
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26.02.2020, 15:09
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
Hallo Matsuyama,
reine Frauengruppen sind die schlimmsten, und je pädagogischer das Umfeld ist, desto übler können sie sein (nach meiner anekdotischen Erfahrung). Nimm' es Dir nicht zu Herzen. Möglicherweise war es schon so, dass die Truppe lieber eine andere auf der Stelle gehabt hätte, die aus dem Umfeld kommt, so dass Du schon von Anfang an schlechte Karten gehabt hast, weil man irgendwas finden wollte, was nicht passt. Manchmal kann man nicht gewinnen.
Allerdings ist es schon gut, wenn man sich an Gruppen einigermaßen anpassen kann. Am besten geht das, wenn man sich für die Menschen interessiert und fragt (die meisten reden ja gerne über sich). Einer aus meinem früheren Umfeld, ein Adliger, konnte mit einfach jedem, egal welcher Hintergrund, er hat das "sich ehrlich interessieren" perfekt beherrscht, es kam nie aufgesetzt oder dünkelhaft rüber. Und er hat erfrischend normal gesprochen, nicht grammatikalisch falsch oder im Dialekt, aber nicht "gebildungsbürgert".
Ich bin zwar hauptsächlich in einem sehr akademischen Umfeld unterwegs - die einzige Gruppe Leute, mit denen ich trotzdem Schwierigkeiten habe, sind solche, die aus Generationen von Akademikern (Graecum obligatorisch) stammen und sich sehr gedrechselt ausdrücken, und zwar immer. Da habe ich schon beim Antwortversuch den Eindruck, meine Zunge verknotet sich und jedes dritte Wort ist ein "äh".
Was einen auch pieken kann - keine Ahnung, ob Du das tust - wenn Leute die Gelegenheit suchen, Dinge zufällig "einfließen" zu lassen. Was eine ehemalige Bekannte mal brachte, als jemand in ihrer Wohnung etwas zu einem Möbelstück bemerkte "ja, das hat meine Mutter aus der Deutschen Botschaft in Buenos Aires gerettet, die wollten das schon wegwerfen". Schon wusste die Besuchtertruppe, dass sie aus einer Diplomatenfamilie kommt. Wenn man da nicht selbstsicher ist, sondern darüber nachdenkt, dass man bezüglich eigener Möbelprovenienzen Dinge sagen müsste wie "das habe ich vom Flohmarkt in Niederpieselbach", kann man sich schon mal unwohl fühlen.
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26.02.2020, 15:46
AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit
Dass dir in der Probezeit nicht unbedingt gesagt werden muss, warum man dir kündigt, ist arbeitsrechtlich gesehen in Ordnung. Menschlich nicht. Denn auch wenn derjenige nicht zum Team passt oder sich fachlich nicht als geeignet zeigt, so bin ich davon überzeugt, dass es denjenigen weiterbringt, wenn man ihm sagt, wo es denn hakt und was er möglicherweise verbessern sollte.
Ich gehe hier bei dir jedoch stark davon aus, dass du nicht in das Team gepasst hast. Das muss nicht grundsätzlich dich negieren, sondern kann genauso gut aufzeigen, dass dieses Team sich schon soweit geformt hat, dass ein Außenstehender mit neuen Impulsen oder Eigenschaften grundsätzlich die (Arbeits-)Harmonie stört. Du, der dann mangelnde Integrität oder Fachkompetenz vorgeworfen wird, fällt aus allen Wolken.
Dann bewirbst du dich und kommst in einer neuen Einrichtung unter und siehe da: man akzeptiert dich, man integriert dich, man ist froh, dich als neue Kollegin gewonnen zu haben.
Was heißt das für dich? Nicht du bist falsch, auch wenn es vielleicht gar nicht schlecht ist, sich selbst einmal auf den Prüfstand zu stellen, sondern die Gruppe hat nicht zu dir gepasst, der Arbeitgeber war falsch.
Ich kann dir daher nur empfehlen, nicht den Kopf in den Sand zu stecken und an dir zu zweifeln, auch wenn ich das erstmal nachvollziehen kann, sondern tatkräftig weiter zu suchen. Noch kannst du auch gut diese kurze Station im Lebenslauf damit erklären, dass du dich dort nicht wohlgefühlt hast und du dich daher neu orientieren möchtest. All das kann passieren und ein potentieller neuer Arbeitgeber würde dies erst einmal nicht in Frage stellen.Der Humor ist die Maske der Weisheit. Maskenlos ist die Weisheit unerbittlich. - Dürrenmatt -
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26.02.2020, 16:12
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26.02.2020, 17:01Inaktiver User



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