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  1. Inaktiver User

    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    Zitat Zitat von Azilal Beitrag anzeigen
    Dass in einem Arbeitsumfeld restlos alle fies, unprofessionell und völlig grundlos gegen eine TE eingenommen sind, halte ich für sehr unwahrscheinlich.
    Dass es eine Gruppe aber durchaus eint, sich auf einen vermeintlichen Außenseiter einzuschießen, der dann Sündenbock für alles ist, doch, das find ich ein gängiges Muster.

    Das ist die Grundlage für jedes Mobbing - einer ist irgendwie anders.

    Mir ist das in jungen Jahren auch so ähnlich passiert, einmal - und nie mehr wieder. Daraus schließ ich nun auch nicht, dass es an mir gelegen haben muss.

    Das Thema war klar Rauchen, hab ich nicht mitgemacht und Saufen, der Chef meinte Freitags gerne: so eine Scheißwoche, ich kauf mir am Wochenende nen Kasten Bier und sauf mich zu. Worauf zustimmendes Grölen folgte - meins war das nicht so, und das wusste auch jeder, musste ich gar nicht dazusagen.


  2. Registriert seit
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    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    @Pantanal

    Ich verstehe, deine Gedanken.

    Was, wenn auf konkrete Nachfragen geblockt wird?

    Also seitens der MA?

    Einen Chef, der sich nicht zu blöd ist, zu sagen "Frau Meier, die Frau Huber und die Frau Müller finden auch, dass Sie..."
    ist eh indiskutabel.
    Da würde ich mir meinen Teil denken und Bewerbungen schreiben. Denn der ist immer ein Totalausfall.

    Ich denke aber, dass viele - und seien wir ehrlich - noch mehr Frauen - nicht in der Lage sind, auf direkte Konfrontation zu antworten. Die sagen dann "Wieso? Weiß gar nicht was du meinst"


  3. Registriert seit
    19.02.2020
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    25

    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    Aber manchmal wissen Leute wirklich nicht, was gemeint ist. Manchmal versteht man sich eben nicht und mehr reden macht es eher noch schlimmer. Dann ist "sich seinen Teil denken und Bewerbungen schreiben" schon die gesündeste Lösung.


  4. Registriert seit
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    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    @Pantanal

    Ich verstehe, deine Gedanken.

    Was, wenn auf konkrete Nachfragen geblockt wird?

    Also seitens der MA?

    Einen Chef, der sich nicht zu blöd ist, zu sagen "Frau Meier, die Frau Huber und die Frau Müller finden auch, dass Sie..."
    ist eh indiskutabel.
    Da würde ich mir meinen Teil denken und Bewerbungen schreiben. Denn der ist immer ein Totalausfall.

    Ich denke aber, dass viele - und seien wir ehrlich - noch mehr Frauen - nicht in der Lage sind, auf direkte Konfrontation zu antworten. Die sagen dann "Wieso? Weiß gar nicht was du meinst"
    Ich denke, (auch aus den Reaktionen hier im Strang), dass viele zu konfliktscheu sind, wirklich nachzufragen und der Sache auf den Grund zu gehen.

    Die Mitarbeiter reden meist, wenn wirklich etwas Konkretes vorgefallen ist.
    Wenn es nur Stimmungsmache Einzelner war, kommt man am ehesten dahinter, wenn man die Leute einzeln anspricht und sie Stellung beziehen müssen. Wenn dann die Antwort ist: "Weiß gar nicht, was du meinst", dann kann man nachhaken: "Die Chefin hat gesagt, dass DICH xy stört, stimmt das?. Wenn dann immer noch die Antwort ist, "weiß nicht", dann kommt die Ankündigung, das der Chefin so zurückzumelden. Siehe auch mein Post zum Ablauf.

    Wichtig ist, die Dinge für sich zu klären und nach außen klarzumachen: ich gehe der Sache auf den Grund. Das ist die beste Strategie, um nicht zum Mobbingopfer zu werden und um für sich klarzuwerden, wer welchen Anteil an der Misere hat, auch für spätere Jobs.

    Wer konfliktscheu ist und sich an Spielchen beteiligt oder sie toleriert, tut sich selbst keinen Gefallen.


  5. Registriert seit
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    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    Zitat Zitat von matsuyama Beitrag anzeigen
    Mit den Eltern und Kindern war alles ok, die Chefin hat sich in ihren Ausführungen ausschließlich auf Aussagen anderer gestützt (mir wurde berichtet/zugetragen/ich habe gehört...)
    Wie gesagt, dieses hintenrum verletzt mich am meisten und auch die Tatsache, dass sich wohl auch viele Kolleginnen, mit denen ich fast nichts zu tun hatte, haben hinreißen lassen.
    Hier nochmal das Post von M.
    Die Chefin versteckt sich in ihrer Beurteilung hinter den Aussagen anderer, auch von Kollegen, mit denen M fast nichts zu tun hatte. Welche konkreten Probleme es gab, wurde wohl nicht angesprochen.

    Ja, das ist hintenrum und das sind Spielchen. Muss man nicht mitmachen und mit sich machen lassen.


  6. Registriert seit
    11.11.2016
    Beiträge
    1.232

    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    Zum Thema Konfliktscheu:

    Man sollte an die Sache neutral herangehen und nicht davon ausgehen, dass man die Belegschaft gegen sich hat. Wenn man die Leute einzeln fragt (nicht konfrontiert), dann erlebt man auch, dass diese mit den vermeintlichen Konflikten nichts zu tun haben, sie sind nur instrumentalisiert worden. Nicht selten kommt es auch vor, dass die Kollegen selbst unter der miesen Kommunikation bzw. Stimmungsmache leiden und froh sind, dass jemand mal direkt mit ihnen spricht. Man kann also auch Vertraute und Verbündete finden.


  7. Registriert seit
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    330

    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    Hallo Matsuyama,

    reine Frauengruppen sind die schlimmsten, und je pädagogischer das Umfeld ist, desto übler können sie sein (nach meiner anekdotischen Erfahrung). Nimm' es Dir nicht zu Herzen. Möglicherweise war es schon so, dass die Truppe lieber eine andere auf der Stelle gehabt hätte, die aus dem Umfeld kommt, so dass Du schon von Anfang an schlechte Karten gehabt hast, weil man irgendwas finden wollte, was nicht passt. Manchmal kann man nicht gewinnen.

    Allerdings ist es schon gut, wenn man sich an Gruppen einigermaßen anpassen kann. Am besten geht das, wenn man sich für die Menschen interessiert und fragt (die meisten reden ja gerne über sich). Einer aus meinem früheren Umfeld, ein Adliger, konnte mit einfach jedem, egal welcher Hintergrund, er hat das "sich ehrlich interessieren" perfekt beherrscht, es kam nie aufgesetzt oder dünkelhaft rüber. Und er hat erfrischend normal gesprochen, nicht grammatikalisch falsch oder im Dialekt, aber nicht "gebildungsbürgert".

    Ich bin zwar hauptsächlich in einem sehr akademischen Umfeld unterwegs - die einzige Gruppe Leute, mit denen ich trotzdem Schwierigkeiten habe, sind solche, die aus Generationen von Akademikern (Graecum obligatorisch) stammen und sich sehr gedrechselt ausdrücken, und zwar immer. Da habe ich schon beim Antwortversuch den Eindruck, meine Zunge verknotet sich und jedes dritte Wort ist ein "äh".

    Was einen auch pieken kann - keine Ahnung, ob Du das tust - wenn Leute die Gelegenheit suchen, Dinge zufällig "einfließen" zu lassen. Was eine ehemalige Bekannte mal brachte, als jemand in ihrer Wohnung etwas zu einem Möbelstück bemerkte "ja, das hat meine Mutter aus der Deutschen Botschaft in Buenos Aires gerettet, die wollten das schon wegwerfen". Schon wusste die Besuchtertruppe, dass sie aus einer Diplomatenfamilie kommt. Wenn man da nicht selbstsicher ist, sondern darüber nachdenkt, dass man bezüglich eigener Möbelprovenienzen Dinge sagen müsste wie "das habe ich vom Flohmarkt in Niederpieselbach", kann man sich schon mal unwohl fühlen.

  8. Avatar von Admaro
    Registriert seit
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    3.261

    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    Zitat Zitat von matsuyama Beitrag anzeigen

    Zum Ende der Probezeit wurde mir gekündigt, mit der Begründung, dass ich keine Teamakzptanz/Teamintegration entwickelt hätte, viele Kollegen hätten sich über mein Auftreten bzw. meine Komunikation beschwert (alles hinten rum bei der Chefin wohlgemerkt, nur eine einzige hat mich persönlich angesprochen).
    Als ich nach Beispielen gefragt habe, wurden nur sehr ausweichende Antworten gegeben.
    Ich habe erst sehr spät gemerkt, dass etwas nicht stimmt und war dann dementsprechend überrumpelt, als mir die Chefin im Zwischenstandsgespräch dann (in höflicher und abgemilderten Form natürlich) geschildert hat, dass ich quasi im ganzen Haus unten durch bin.
    Das hat mich sehr mitgenommen und auch jetzt, etwa 5 Wochen später, kommen mir noch die Tränen an die Zeit in der Kita.
    Mein Selbstbewusstsein ist im Keller, ich kann mich noch nicht dazu aufraffen Bewerbungen zu schreiben und weiß einfach nicht, warum bei mir Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung so weit auseinandergehen.
    Dass dir in der Probezeit nicht unbedingt gesagt werden muss, warum man dir kündigt, ist arbeitsrechtlich gesehen in Ordnung. Menschlich nicht. Denn auch wenn derjenige nicht zum Team passt oder sich fachlich nicht als geeignet zeigt, so bin ich davon überzeugt, dass es denjenigen weiterbringt, wenn man ihm sagt, wo es denn hakt und was er möglicherweise verbessern sollte.

    Ich gehe hier bei dir jedoch stark davon aus, dass du nicht in das Team gepasst hast. Das muss nicht grundsätzlich dich negieren, sondern kann genauso gut aufzeigen, dass dieses Team sich schon soweit geformt hat, dass ein Außenstehender mit neuen Impulsen oder Eigenschaften grundsätzlich die (Arbeits-)Harmonie stört. Du, der dann mangelnde Integrität oder Fachkompetenz vorgeworfen wird, fällt aus allen Wolken.

    Dann bewirbst du dich und kommst in einer neuen Einrichtung unter und siehe da: man akzeptiert dich, man integriert dich, man ist froh, dich als neue Kollegin gewonnen zu haben.

    Was heißt das für dich? Nicht du bist falsch, auch wenn es vielleicht gar nicht schlecht ist, sich selbst einmal auf den Prüfstand zu stellen, sondern die Gruppe hat nicht zu dir gepasst, der Arbeitgeber war falsch.

    Ich kann dir daher nur empfehlen, nicht den Kopf in den Sand zu stecken und an dir zu zweifeln, auch wenn ich das erstmal nachvollziehen kann, sondern tatkräftig weiter zu suchen. Noch kannst du auch gut diese kurze Station im Lebenslauf damit erklären, dass du dich dort nicht wohlgefühlt hast und du dich daher neu orientieren möchtest. All das kann passieren und ein potentieller neuer Arbeitgeber würde dies erst einmal nicht in Frage stellen.
    Entscheide lieber ungefähr richtig, als genau falsch. - Goethe -

  9. Avatar von Marta-Agata
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    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    Zitat Zitat von Niehagen Beitrag anzeigen
    Wenn man den Unterschied zwischen Berlinerisch und Mecklenburger Platt und Sächsisch nicht hört/hören will, fehlt es nicht an geographischen Referenzen, sondern an ganze anderen Sachen.
    Das habe ich spontan auch gedacht.

    Aber Bae sprach nicht von den neuen Ländern, sondern von den Gebieten, deren Postleitzahl mit 0 anfängt - und das ist weder in Berlin noch in Mecklenburg der Fall.

  10. Avatar von Niehagen
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    Beiträge
    340

    AW: soziale Moblität nach unten - wie geht's euch damit

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Das habe ich spontan auch gedacht.

    Aber Bae sprach nicht von den neuen Ländern, sondern von den Gebieten, deren Postleitzahl mit 0 anfängt - und das ist weder in Berlin noch in Mecklenburg der Fall.
    Oooh, stimmt, da hast Du ja Recht. 😃
    Da hab ich gar drauf geachtet.

    Möglicherweise denkt Bae aber ebenfalls, dass alle Regionen im Osten eine 0 vorn haben. Dann wäre es wieder sehr pauschal. 😉

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