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  1. gesperrt

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    AW: Sich nicht einlassen können...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Will heißen: Es ist sicherlich bis zu einem gewissen Punkt gut, Dich selbst kennenzulernen - aber zuviel Wühlerei im Innersten macht depressiv, unzufrieden oder andere Probleme.
    Bei einer Person, die seit Jahrzehnten vor jeder Introspektion geflüchtet ist, ist diese Gefahr wohl eher gering.

    Wichtig ist: immer die gewonnen Erkenntnisse aufs Hier und Jetzt anzuwenden. praktisch umsetzen

    Also zB aus der Familiengeschichte lernen und die Fehler der Vorfahren NICHT zu wiederholen, sondern alternative Handlungsmöglichkeiten (bzw Nicht-Handlungsmöglichkeiten, Möglichkeiten, Handlungen zu unterlassen) finden.

    gruss, barbara

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    AW: Sich nicht einlassen können...

    Zitat Zitat von daisymiller2 Beitrag anzeigen
    Vielleicht hast du Recht und das Ganze ist normal.... vielleicht habe ich das als Kind auch deshalb als so positiv erlebt und das Problem ist nur dadurch entstanden, dass ich mich in eine zu enge Gemeinschaft gezwängt habe. JEDER will doch eine Familie, JEDER baucht doch Gemeinschaft... das ist jedenfalls die Stimme im Hinterkopf, die mich diszipliniert hat.
    Ich bin mir sicher dass es viele Menschen gibt die das nicht unbedingt BRAUCHEN. Ich z.b brauche keine Familie. Ich liebe es zeitweise alleine zu sein...brauche das auch obwohl ich Menschen im grossen und ganzen mag. Ich mag auch keine enge Gemeinschaft...das gibt mir das Gefühl zu ersticken.
    Also find ich dieses sich zurück ziehen völlig normal um dann gestärkt wieder zurück zu kommen und Gemeinschaft zu ertragen.
    Lara55

  3. gesperrt

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    AW: Sich nicht einlassen können...

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Es nimmt einem auch den letzten Rest von Leichtigkeit.
    So wenig, wie da an Leichtigkeit vorhanden ist, bringt es auch nichts, sich an einen eventuell vorhandenen letzten Krümel zu klammern.

    Eventuell wäre es auch an der Zeit, sich auf den Ernst des Lebens einzulassen? Es muss nicht immer alles leicht, schön, fluffig und Ponyhof sein.

    gruss, barbara

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    AW: Sich nicht einlassen können...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Ich bin irgendwann mal dazu gekommen, für mich die Maxime zu formulieren: "Ich bin, wie ich bin, ich akzeptiere das, ich bin gut zu mir selbst, ich weiß um meine Bedürfnisse, Fähigkeiten und auch Unfähigkeiten, und ich gehe so gut mit mir um, wie ich kann." Sehr, sehr viel erfolgversprechender und heilsamer als der Versuch, anders zu werden - oder die Verlockung, mich selbst zu zerfleischen.

    Will heißen: Es ist sicherlich bis zu einem gewissen Punkt gut, Dich selbst kennenzulernen - aber zuviel Wühlerei im Innersten macht depressiv, unzufrieden oder andere .
    Geh ich total mit dir einig. Für mich der Schlüssel zu einem zufriedeneren Leben.
    Darum mag ich es älter zu werden...ich darf alles und muss weniger.
    Gruss
    Lara55

  5. Inaktiver User

    AW: Sich nicht einlassen können...

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Bei einer Person, die seit Jahrzehnten vor jeder Introspektion geflüchtet ist, ist diese Gefahr wohl eher gering.
    Ich schrieb ja auch "ZUVIEL". Nicht: überhaupt. Und volle Zustimmung übrigens zu Deinen Beiträgen.

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    AW: Sich nicht einlassen können...

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Eventuell wäre es auch an der Zeit, sich auf den Ernst des Lebens einzulassen?
    Das, was Du Ernst des Lebens nennst, ergibt sich aus dem Leben
    als solchem.

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    AW: Sich nicht einlassen können...

    Liebe Daisy,

    ein Satz in deinem ET hat mich angesprungen, ich hab gleich gedacht "ja, das kenne ich"

    Zitat Zitat von daisymiller2 Beitrag anzeigen
    ....Also suchte ich mir einen Mann, der ganz im Außen agierte und von dem ich mich "geerdet" fühlte.
    Ich war als junge Frau auch lange mit einem Mann zusammen, nur weil ich bei ihm genau DAS fand (wie eine Ertrinkende konnte ich mich da an seiner Geerdetheit "festhalten" oder eben ablenken lassen von meiner eigentlichen, inneren Verlorenheit).

    Ich kenne dieses Angepasstsein auch (nicht Auffallenwollen als Kind, dazugehören wollen und doch immer Außenseiter bleiben), bei mir war es das christliche und systemverachtende Elternhaus und die Verachtung bis Bekämpfung dieser Werte in Kindergarten und Schule im (angeblichen) Kommunismus.

    Ich kenne die Verlorenheit und die Angst, die sie macht (ist es die Angst, innerer Hilflosigkeit zu begegnen?) aber schon aus meinen allerfrühesten Kindheitserinnerungen.

    Manchmal denke ich, ich hab viel davon schon mitgebracht.
    Manchmal bin ich neugierig, wer ich geworden wäre, hätten mich präsente Eltern ermutigt, (m)eine ganz eigene Persönlichkeit zu entwickeln.

    Manchmal sehe ich aber auch, was mir diese Vermeidung - obwohl sie blöd ist - im Ergebnis alles Gutes gebracht hat (bei Dir: Kinder durch den 1. Mann).
    Also was da Gutes gewachsen ist. Das ist meine Art, mich damit zu arrangieren.

    Insgesamt bessert sich das Verlorenheitsgefühl mit dem Älterwerden bei mir.
    Ich hab auch eine stark lebensfrohe Seite in mir, die wächst über die Jahre (oder hat einfach mehr Platz durch mich bekommen, keine Ahnung ob sowas auch innere Entscheidungen sind oder ein Geschenk ist, was man nicht beeinflussen kann.)

    Vielleicht hast Du so eine Seite auch in Dir, geh mal suchen.🍀🌻

    Dass einen keiner versteht, hab ich auch erlebt.
    Ich hab immer wieder versucht, davon Leuten zu erzählen und ähnliche Reaktionen erhalten wie Du mit Deiner Freundin.
    Dadurch...hab ich mich noch mehr als Außenseiter gewusst, toller Teufelskreis 🤣😂

    Zitat Zitat von daisymiller2 Beitrag anzeigen
    ..in diesem Zusammenhang fällt mir eine Geschichte ein, die sie mal erzählt hat, als ich ein Teenager war... ... diese Geschichte erzählte sie immer wieder als abschreckendes Beispiel für "Egoismus", so würde es einem halt am Ende gehen, wenn man nicht bereit wäre, seine Interessen hintenanzustellen und sich um eine Familie zu kümmern.
    Boah, Gruselgeschichten der damaligen Zeit eben.
    Sitzt bei mir auch tief (die Angst genau davor - dabei hat mir nie jemand so eine Geschichte erzählt, aber die Hexen waren damals eben die alleinlebenden älteren Frauen. Nie geachtet, immer bemitleidet und das Schicksal gefürchtet).
    Wie gemein, so was als Warnung zu erzählen und wie dumm (etwa bloß zur Vermeidung dieses Szenarios am Ende des Lebens auf ein vorher erfülltes, buntes Leben mit Studium, Reisen und Selbstverwirklichung zu verzichten. Aus Angst.).


    Ich kriege es gerade nicht zitiert, aber Print schrieb:

    "Ambivalenz ist auch etwas, was zum Leben gehören kann. Sich gleichzeitig nach Verbindung sehnen und nach dem Für sich sein. Es geht nicht gleichzeitig - aber abwechselnd schon.
    [/QUOTE]

    Super Gedanke! 🌷


    Also - echte Tipps an Dich hab ich nicht.
    Aber dass ich Dich in manchen Empfindungen der Grundverlorenheit verstehe, das irgendwie kenne, das wollte ich Dir erzählen. ☺

    Zusammengefasst:
    Sehnsucht danach, authentisch zu leben statt ein Plagiat auszufüllen (und gleichzeitig Angst davor zu haben, weil das Authentische nur eine Leere zu sein scheint)...das ist es, oder?

    Liebe Grüße
    Kaffeewasser
    Das Leben ist schön.

  8. Inaktiver User

    AW: Sich nicht einlassen können...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich schrieb ja auch "ZUVIEL". Nicht: überhaupt.
    Dann ist es wohl die Kunst, den Punkt zu erkennen wann es zu viel ist.

    Wann ist es zu viel?
    Wenn da Schmerz und Angst aufkommt - dann gleich wieder zumachen, die Tür nach innen?
    Oder wenn man merkt, man dreht sich nur im Kreis?

    Die Innenschau ist "nur" Erkenntnis, aber nicht (Er)Lösung.
    Dann folgen Akzeptanz und/oder Veränderung.
    Auch nicht unbedingt einfach.

    Gar nie nach Innen schauen, aus Angst da kommt ein Abgrund der Fremdheit - kann man auch machen.
    Könnte aber mit zunehmendem Alter hart werden, für das Wegschauen braucht es Energie, die in jungen Jahren endlos ist und später nicht mehr.

    Das Gefühl, sich selbst fremd zu sein bzw. das Leben um einen herum fühlt sich nicht richtig an oder passend - das stelle ich mir als Dauerzustand nicht sehr angenehm vor.

    Vielleicht können auch manche besser verdrängen oder besser die Vorteile wahr nehmen und schätzen, die das "fremde Leben" eben auch bringt: eine liebevolle Partnerschaft, Familie etc.

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    AW: Sich nicht einlassen können...

    Zitat Zitat von daisymiller2 Beitrag anzeigen
    Aber irgendwie berührt mich das alles so wenig. Manchmal habe ich das Gefühl, wenn ich meine Sachen morgen packen und verschwinden würde, würde ich nichts vermissen . Und wahrscheinlich würde auch keinem auffallen, dass ich nicht da bin...

    Und tatsächlich nervt und erschreckt mich das ganz schön. Mein Leben zieht an mir vorbei und ich habe das Gefühl, was hat das mit mir zu tun?? Wenn ich mir jetzt überlege, was ich machen möchte... es ist nicht so, dass ich keine Ideen hätte (werde auch tatsächlich noch ein paar Monate verreisen... mal sehen, ob sich da was tut). Aber ich habe immer wieder das Gefühl, ich würde das vor allem deswegen machen, weil es dazugehört, weil "man" das so macht
    Ehrlich gesagt habe ich nicht die geringste Ahnung, wo ich anfangen könnte, diese Situation, dieses Gefühl zu verändern.
    Hallo daisymiller,

    ich beziehe mich auf diesen Teil erstmal - als ich das gelesen habe, hat es einfach peng gemacht bei mir.
    Du hast das geschrieben wie ich mich fühle.

    Ich hab versucht mir Mühe zu geben um es eben nicht so zu machen wie "man" es macht. Also z.b. kein Eigenheim und auch keine Karriere in dem Sinne.
    Aber es fühlt sich trotzdem an wie in Pleasantville.
    Ein Leben zu leben und trotzdem nicht zu leben - ein unerklärliches Gefühl. Und wie du ja auch bestätigst versteht das kaum einer..

    Ich habe keine Idee, du bist aber nicht allein.

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    AW: Sich nicht einlassen können...

    Ich habe mal gelesen, dass Menschen die viel Energie schenken auch viel Ruhe und Zurückgezogenheit brauchen um im Alleinsein zu tanken damit sie wieder Energie schenken können. Es wurde von geistiger Energie geredet...also zuhören..reden...eher Coaching.
    Trifft das auf euch zu Daisymiller und roternagellack?

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