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  1. Registriert seit
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    AW: Andere Menschen.....

    Zitat Zitat von Zilia_2 Beitrag anzeigen
    Individualität und Individualisierung sind nur auf der Folie von Sozialität, d.h. auf der Grundlage von Gemeinschaftlichkeit und Gesellschaftlichkeit möglich.

    Die Soziologie begreift den Menschen als soziales Wesen. Gesellschaft bzw. Sozialität ermöglicht überhaupt erst Individualität."
    Wobei so eine Aussage es leider dem einzelnen im Kontakt mit anderen Menschen nicht automatisch leichter macht


  2. Registriert seit
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    AW: Andere Menschen.....

    Liebe Kenzia,

    eine stabile Verfassung ist immer wichtig.

    Und darum ging es mir auch in meinem Post an Pantanal.
    An seiner Robustheit oder Stabilität kann man arbeiten.

    Grundsätzlich bringe ich Menschen Vertrauen entgegen - und das Gefühl: die meinen das nicht so.
    Das Gegenteil: die sind rücksichtslos, gemein verstärkt eben nur das Gefühl dem allen nicht gewachsen zu sein.

    Meine grundsätzliche Auffassung wäre: mit Anderen auskommen zu können.

    Und dann eben die finden- mit denen es passt.
    Wo meine Vorlieben, mein Charakter eben nicht auf Gegenwehr stösst. Wo man sich austauscht - und inspiriert - im positiven Sinne.
    Der Mensch ist nichts
    anderes, als wozu
    er sich macht
    Jean Paul Sartre


  3. Registriert seit
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    AW: Andere Menschen.....

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Wobei so eine Aussage es leider dem einzelnen im Kontakt mit anderen Menschen nicht automatisch leichter macht.
    Ja, das stimmt ... leider

  4. Avatar von Mediterraneee
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    AW: Andere Menschen.....

    Zitat Zitat von Scheherezade Beitrag anzeigen
    Ich glaube, du verwechselst da was. (...)
    Selten einen so unempathischen Post gelesen.
    Ich nehme an, wir können davon ausgehen, dass Pantanal sich selbst etwas besser kennt, als Du sie.
    Manche Menschen leben so vorsichtig, die sterben wie neu.


  5. Avatar von Akzent
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    AW: Andere Menschen.....

    Zitat von kenzia https://bfriends.brigitte.de/foren/i...post-right.png
    Wie kann es sein, dass wir einerseits soziale Wesen sind und Kontakt suchen und gleichzeitig oft Verhalten geschieht, was Distanz und Ablehnung auslöst?
    Zitat Zitat von Zilia_2 Beitrag anzeigen


    Vielleicht kann uns da der Soziologe Heinz- Günter Vester weiterhelfen:

    Auszug
    Ich glaube: Genau so ist es!
    Erklärt aber noch nicht ein DistanzVerhalten. Wenn Individualität als Verhalten erkannt wird, was nicht in dem Textauszug beschrieben ist. Wie wird denn ablehnendes Verhalten in der Soziologie erklärt.
    Ist Ablehnung schon Distanz. Gibt es in der Soziologie ein wirkliches (grundloses) Ablehnungsverhalten im miteinander. Kaum, die Schnittpunkte dürften bei den meisten Menschen ähnlich sein.
    Wenn die Chemie nicht stimmt, redet man eigentlich nur anders miteinander.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee

    Geändert von Akzent (15.02.2020 um 09:07 Uhr)


  6. Registriert seit
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    AW: Andere Menschen.....

    Für mich hat der Thema Verbindung zu anderen Menschen an diesem Punkt hier 2 Aspekte:

    Als erstes brauche ich eine Verbindung zu mir selbst. Die bekomme ich, in dem ich mich mit mir selbst auseinandersetze und verstehe, wie ich gestrickt bin. Welche Eigenschaften habe ich und wie kann ich sie gut für mich einsetzen, dass sie mir nutzen und ich ein erfülltes Leben habe. Kenne ich mich nicht gut genug, bewerte ich meine meine Eigenschaften als negativ oder hinderlich, verliere ich die Verbindung und fühle mich einsam.
    Das heißt auch im Umkehrschluss, dass ich meinen eigenen Weg finde und mich nicht notwendigerweise nach den Bewertungen anderer richte.

    Ein anderer Aspekt ist die Normierung, die jede Gesellschaft vornimmt, meist gemessen an dem was wünschenswert ist und was die meisten Leute miteinander verbindet. Früher wurde mehr Wert auf eine Anpassung gelegt, zB Rechtshänder war die Norm, Linkshänder möglichst umerzogen. Heute versteht man besser, dass individuelle Neigungen zur menschlichen Variation gehören und man fördert sie.

    Emotional ist es trotzdem für viele wichtig, Gemeinsamkeiten zu finden und sie zu betonen. Wenn sich dann Unterschiede auftun, reagieren die Leute oft ähnlich.

    Meine Erfahrungen mit den Reaktionen auf das Thema Reizsensibiltät:
    Einige kennen das "Phänomen", weil sie Bekannte haben, die ähnlich strukturiert sind oder finden das Thema interessant und wollen mehr wissen (aus Neugier, Interesse oder weil sie selbst betroffen sind).

    Andere reagieren ablehnend, weil es "Humbug" ist, sie Reizsensibilität als Schwäche einsortieren mit der Aufforderung robuster zu werden oder sie befürchten, es könne als Ausrede dienen und die Betroffenen erwarten Sonderrechte. Darunter liegt wohl die Angst, dass die Abweichung von der Norm anderen Nachteile bringen oder die Gruppe schwächen könnte.

    Manche empfinden es auch als Bedrohung aus verschiedenen Gründen.
    Es ist selten, also exotisch und damit interessant. Interessantes bringt (kurzzeitig) Aufmerksamkeit, die den anderen dann fehlt, das piekst.
    Leute, die ihre eigenen Eigenschaften als Begründung/Ausrede für ihren persönlichen Misserfolg nehmen, fühlen sich manchmal ihrer Argumente beraubt, wenn andere einen guten Umgang mit ihren Neigungen pflegen.
    Manche sehen Reizsensibiltät als Krankheit (was es nicht ist) und fürchten dann, dass die Betroffenen in den Genuß eines sekundären Krankheitsgewinns kommen: Aufmerksamkeit, Rücksicht, Sonderrechte.

    Das sind menschliche Empfindungen, die wir alle in Variationen haben, die uns also alle verbinden. Zu sehen, dass jeder mal diese Ängste hat, andere als Bedrohung für das eigene Ich empfinden oder dem anderen mit Empathie wahlweise Abneigung begegnet, findet ich sehr tröstlich und verbindend. Der Mensch ist nicht edel, hilfreich und gut, sondern die ganze Gefühlspalette gehört dazu, alle Gefühle haben ihren Sinn und das verbindet uns.
    Geändert von Pantanal (15.02.2020 um 14:22 Uhr)

  7. Avatar von Sprachlos
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    AW: Andere Menschen.....

    Super Post, @Pantanal!
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)


  8. Registriert seit
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    AW: Andere Menschen.....

    Zitat Zitat von Pantanal Beitrag anzeigen
    Meine Erfahrungen mit den Reaktionen auf das Thema Reizsensibiltät:
    Einige kennen das "Phänomen", weil sie Bekannte haben, die ähnlich strukturiert sind oder finden das Thema interessant und wollen mehr wissen (aus Neugier, Interesse oder weil sie selbst betroffen sind).

    Andere reagieren ablehnend, weil es "Humbug" ist, sie Reizsensibilität als Schwäche einsortieren mit der Aufforderung robuster zu werden......... Darunter liegt wohl die Angst, dass die Abweichung von der Norm anderen Nachteile bringen oder die Gruppe schwächen könnte.

    Manche empfinden es auch als Bedrohung aus verschiedenen Gründen.
    Es ist selten, also exotisch und damit interessant. Interessantes bringt (kurzzeitig) Aufmerksamkeit, die den anderen dann fehlt, das piekst.
    Leute, die ihre eigenen Eigenschaften als Begründung/Ausrede für ihren persönlichen Misserfolg nehmen, fühlen sich manchmal ihrer Argumente beraubt, wenn andere einen guten Umgang mit ihren Neigungen pflegen.
    Manche sehen Reizsensibiltät als Krankheit (was es nicht ist) und fürchten dann, dass die Betroffenen in den Genuß eines sekundären Krankheitsgewinns kommen: Aufmerksamkeit, Rücksicht, Sonderrechte.
    Damit ist aber die Palette der Reaktionen noch lääääängst nicht erschöpft.

    Ich kann die Ablehnung dieses Themas genauso verstehen, dass es schlicht nervt, wenn jemand das als ständiges Argument für alles und jedes bringt!
    Damit lehnt man nicht das Thema ab, jedoch wie der Mensch damit umgeht.
    Es ist nicht selten, dass Menschen so eine Definition ihres Lebens wie eine Fahne vor sich hertragen und das ein Dauerthema bei ihnen ist.
    Und dann wird sich gewundert, dass sich die dauerhafte Zuhörerschaft abwendet......

    Hier denke ich, dass eigene Beobachtung gut tun würde. Sich fragen, ob es mööööööööglicherweise ein wenig häufig ist, dass man immer nur vom Selben redet.
    Das könnte helfen (womit ich nicht dich meine Pantanal sondern generell als Umgang mit so einem Thema).

    Zitat Zitat von Pantanal Beitrag anzeigen
    Das sind menschliche Empfindungen, die wir alle in Variationen haben, die uns also alle verbinden. Zu sehen, dass jeder mal diese Ängste hat, andere als Bedrohung für das eigene Ich empfinden oder dem anderen mit Empathie wahlweise Abneigung begegnet, findet ich sehr tröstlich und verbindend. Der Mensch ist nicht edel, hilfreich und gut, sondern die ganze Gefühlspalette gehört dazu, alle Gefühle haben ihren Sinn und das verbindet uns.
    Da bin ich ganz bei dir!


  9. Registriert seit
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    AW: Andere Menschen.....

    Schönes Thema von dir kenzia,
    ich glaube - wir brauchen alle unsere Herde, denke da an das Märchen vom hässlichen Entlein.

    schönes Wochenende von mir
    Der Mensch ist nichts
    anderes, als wozu
    er sich macht
    Jean Paul Sartre


  10. Registriert seit
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    AW: Andere Menschen.....

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Damit ist aber die Palette der Reaktionen noch lääääängst nicht erschöpft.

    Ich kann die Ablehnung dieses Themas genauso verstehen, dass es schlicht nervt, wenn jemand das als ständiges Argument für alles und jedes bringt!
    Damit lehnt man nicht das Thema ab, jedoch wie der Mensch damit umgeht.
    Es ist nicht selten, dass Menschen so eine Definition ihres Lebens wie eine Fahne vor sich hertragen und das ein Dauerthema bei ihnen ist.
    Und dann wird sich gewundert, dass sich die dauerhafte Zuhörerschaft abwendet......

    Hier denke ich, dass eigene Beobachtung gut tun würde. Sich fragen, ob es mööööööööglicherweise ein wenig häufig ist, dass man immer nur vom Selben redet.
    Das könnte helfen (womit ich nicht dich meine Pantanal sondern generell als Umgang mit so einem Thema).
    Danke Kenzia. Also erweitern wir die Liste und fügen Ablehnung durch irrationale Ängste und Verallgemeinerung hinzu: ständiges Argument, Definition ihres Lebens, wie eine Fahne vor sich hertragen, Dauerthema.
    Zur Rechtfertigung der eigenen Ablehnung nimmt man an, das der Betroffene sicher einsam ist (Zuhörerschaft wendet sich ab), woran er natürlich selbst schuld ist (immer nur vom Selben redet). Ein ungefrager Ratschlag noch zum Ende: eigene Beobachtung würde guttun.

    Meine Aufzählung der Reaktionen legte keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber ich bin sicher, dass noch mehr Gründe für Ablehnung dazukommen werden.


    Eine andere Reaktion, die in meinem Erfahrungsbericht fehlt: es interessiert die Leute nicht (gar nicht mal so selten).

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