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  1. Registriert seit
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    AW: Mein Leben gefällt mir nicht.

    Ich habe gerade gelesen, dass es bei dir hauptsächlich von der Fahrtzeit her zu viel ist und nicht an den Aufgaben. Ist das so?
    wenn du unterfordert bist und im Boreout, dann kann das krank machen. Da solltest du wirklich etwas anderes suchen. Das Argeument: näher am Wohnort arbeiten, ist für mich ausreichend. Ich stelle Personal ein und ich denke so ab 2 Jahren Erfahrung kannst du dich ohne schlechtes Gewissen bewerben. Halte noch das halbe Jahr durch.


  2. Registriert seit
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    AW: Mein Leben gefällt mir nicht.

    Liebe Fife,

    konkrete Tipps habe ich nicht. Aber ich möchte Dir die letzten beiden Strophen aus einem Gedicht von Rilke ("Über die Geduld") hier lassen, die mir selbst geholfen haben/helfen, wenn ich ratlos bin, vielleicht kannst Du was damit anfangen:

    ...
    Man muss Geduld haben

    Mit dem Ungelösten im Herzen,
    und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
    wie verschlossene Stuben,
    und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
    geschrieben sind.

    Es handelt sich darum, alles zu leben.
    Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich,
    ohne es zu merken,
    eines fremden Tages
    in die Antworten hinein.

  3. Avatar von Klecksfisch
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    AW: Mein Leben gefällt mir nicht.

    Du hast das Glück eine Arbeit zu haben, mit der Du gut klarkommst. Mit den Arbeitskollegen gibt es auch keine Probleme. Das ist sehr viel wert. Das könnte ganz anders aussehen.

    Hättet du die Möglichkeit in die Nähe deiner Arbeit zu ziehen?
    Ich bin eine Raupe und du ein Reh. Doch ich werd ein Schmetterling und du wirst Filet.

    Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch (Dalai Lama)

    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)

    Geändert von Klecksfisch (05.02.2020 um 12:52 Uhr)

  4. Avatar von auxout
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    AW: Mein Leben gefällt mir nicht.

    Zitat Zitat von Fife Beitrag anzeigen
    Man darf mir ruhig sagen, dass ich nicht so viel rumjammern soll. Ich frage mich einfach – wie wird man zufrieden?
    Jedenfalls nicht durch jammern. Du siehst ja vor lauter Jammerwald den Baum nicht.

    Zitat Zitat von Fife Beitrag anzeigen
    Zudem könnte ich in Zukunft vielleicht einen Posten mit mehr Verantwortung übernehmen. Ich weiß noch nicht genau, wie ich das finde und ob ich das überhaupt will.
    Mit der Haltung wird das nix. Kümmer Dich um ein vernünftiges CV, sonst brauchst Du dich nicht wundern, wenn Arbeitgeber an Dir kein Interesse haben oder Dich erst mal umsonst arbeiten lassen.
    Die Chance hast Du ja jetzt bei Deinem Arbeitgeber.
    Der wird nicht zu Dir umziehen, damit Du ein besseres Leben hast.
    Vollkasko war gestern - ab heute zählt Verantwortung und Solidarität.


  5. Registriert seit
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    AW: Mein Leben gefällt mir nicht.

    Hallo Fife,
    wenn man das alles so liest, hast Du doch schon ganz viel geschafft ! Von daher: lass auch mal ein bisschen Stolz auf Dich zu.

    Ich bin persönlich ein Freund von baby steps und greifbaren Ergebnissen. Wie andere vor mir schon geschrieben haben, scheint der Job ja ein Kapitel zu sein, wo du möglicherweise schon kurzfristig eine Verbesserung erreichen kannst. Ich würde dir raten, mal eine Selbst-Coaching-Übung von Sabine Asgodom zu machen: Das Rad der Möglichkeiten.
    Dazu schreibst du mal mindestens 10 Möglichkeiten auf, wie du deine berufliche Situation verbessern kannst. Wichtig ist, dass du erst aufhörst, wenn du 10 Punkte aufgeschrieben hast (oder auch acht, aber jedenfalls nicht bei drei oder vier aufhören!). Dabei solltest du nicht werten - auch "unsinnige" Optionen im Sinne von: ich kündige morgen, ohne was Neues zu haben sollten Eingang finden. In einem nächsten Schritt legst du den Zettel ein paar Tage beiseite und schaust nächste Woche wieder drauf. Dann kannst du mal die Augen zumachen, die Möglichkeiten Revue passieren lassen und überlegen: welche Möglichkeiten (am besten mehrere) sprechen dich am meisten an? In einem dritten Schritt schreibst du auf, was du alles tun müsstest, um dahin zu kommen. Am besten auch mit ein paar Tagen Abstand.

    Es spricht auch überhaupt nichts dagegen, ein paar Optionen parallel zu verfolgen - zB ein paar Wohnungen anzuschauen, die näher an deinem Arbeitsort sind, und gleichzeitig mal auszuloten, was dir in Richtung Wohngeld etc zustehen würde, wenn du dich entscheiden würdest, deine Stunden zu reduzieren.

    Was du aber nicht tun solltest, ist, dich an Denkbarrieren aufzuhalten - "ich muss mindestens 5 Jahre in dem Job bleiben" ist so eine Denkbarriere. Dreh das gleich mal um in "ich möchte 5 Jahre in dem Job bleiben" - das hat eine aktive Komponente. Oder auch: "Ich will keine Beziehung mit einem "Kranken", aber auch nicht mit einem "Gesunden"" - und was wäre jetzt, wenn du jemanden triffst, der nur ein kleines bisschen krank ist? Oder "ich will auf keinen Fall Sozialleistungen beziehen" - Aufstocken ist doch nicht das Gleiche wie "Vollversorgung", und wenn es dazu dient, deine Arbeitsfähigkeit zu erhalten, ist das doch völlig in Ordnung. Also: Denkbarrieren schön beiseite legen .Alles Gute für Dich!
    "Battlestar Galactica: The Eye of Jupiter (#3.11)" (2006)
    __________________________________________________ ______________
    Captain Kara 'Starbuck' Thrace: Can I make a suggestion that you won't like?
    Major Lee 'Apollo' Adama: Do you make any other kind?

    Life should not be a journey to the grave with the intention of arriving safely in a well preserved body, but rather to skid in broadside, totally worn out, and loudly proclaiming "Wow!" (Hunter S. Thompson)

  6. Avatar von Hair
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    AW: Mein Leben gefällt mir nicht.

    Zitat Zitat von auxout Beitrag anzeigen
    Jedenfalls nicht durch jammern. Du siehst ja vor lauter Jammerwald den Baum nicht.



    Mit der Haltung wird das nix. Kümmer Dich um ein vernünftiges CV, sonst brauchst Du dich nicht wundern, wenn Arbeitgeber an Dir kein Interesse haben oder Dich erst mal umsonst arbeiten lassen.
    Die Chance hast Du ja jetzt bei Deinem Arbeitgeber.
    Der wird nicht zu Dir umziehen, damit Du ein besseres Leben hast.
    Was ist ein CV?

  7. Avatar von agathe13
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    AW: Mein Leben gefällt mir nicht.

    Zitat Zitat von Hair Beitrag anzeigen
    Was ist ein CV?
    Curriculum Vitae. Ein Lebenslauf.
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

  8. Avatar von Mendo
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    AW: Mein Leben gefällt mir nicht.

    Warum geht die Stundenreduzierung nicht? Weil das Geld dann nicht zum leben reicht oder weil der Arbeitgeber nicht mitmacht?
    Der weiß doch von Deiner Erkrankung. Ist der so unsozial?

    Ich finde jeden Tag 12 Stunden zuviel. Da wäre ich auch zu kaputt, um mich um Freunde oder Beziehung kümmern.
    Too blessed to be stressed


  9. Registriert seit
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    AW: Mein Leben gefällt mir nicht.

    Vielen lieben Dank für eure Antworten. Ihr habt mir weitergeholfen und ich habe in den letzten Tagen schön nachdenken können.

    Für das Jobthema zitiere ich jetzt niemanden einzeln, sondern fasse mal zusammen, was ich mir in den vergangenen Tagen für Gedanken darum gemacht habe.

    Ich bin auch der Meinung, dass das zurzeit das Hauptthema ist. Ich werde mich um einen Umzug kümmern, das ist wirklich die beste Idee von allen. Geht nicht von heute auf morgen, aber so habe ich wenigstens ein Ziel, das die Situation in relativ absehbarer Zeit entschärfen wird.
    Ich will dem Job noch eine Chance geben, bevor ich mich weiterbewerbe, er hat einfach zu viele Vorteile. Auch der kleinen „Beförderung“; ab und an ist mir schon mal langweilig und damit kann ich nicht gut umgehen. Ich denke, dass mir mehr Aufgaben gut tun werden, weil das auch bedeutet, dass ich selbstständiger agieren kann. Liegt mir mehr, als mir für alles Mögliche immer Instruktionen einholen zu müssen. Wird in der Anfangszeit sicher noch einmal anstrengend, aber da werde ich mich schon einfinden. Die neuen Aufgaben, die dann auf mich zukommen, sind trotzdem noch übersichtlich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass mich das langfristig überfordern wird.
    Zudem bindet die Beförderung mich mehr an einen Ort. Momentan pendle ich zwischen zwei Arbeitsorten, ca. 80% in einem, 20% im anderen. Das macht es dann mit dem Umzug auch sinniger. Werde trotzdem noch im anderen Ort einspringen müssen, aber insgesamt werden das hoffentlich weniger Tage mit viel Fahrerei werden.

    Ich probiere das jetzt einfach so. Sollte es alles schief gehen, dann ist bis dahin auch noch mal etwas Zeit vergangen und dann bemühe ich mich eben um eine andere Arbeitsstelle.

    Ein bisschen tut die Umzugsidee noch weh, ich mag meine Wohnung und ihre Lage. Und sie ist schön günstig. Aber gut, irgendein Opfer muss man wohl bringen.

    Mit der Arbeitszeitverkürzung kann ich mich jedenfalls noch weniger anfreunden. Ich werde das im Hinterkopf behalten für den Fall, dass es wirklich unaushaltbar wird, aber solange es noch irgendwie geht, will ich kein Geld vom Amt. Es war so ein riesiges Ding für mich, mich endlich wieder selbst finanzieren zu können. Mein Ego verkraftet das gerade nicht, dass ich das wieder aufgebe.

    Zitat Zitat von kaffeewasser1 Beitrag anzeigen
    Vielleicht kannst Du einfach die Dankbarkeit bewahren, dass Ihr Euch überhaupt so lange hattet.
    Danke für diesen Satz, das klingt so schön und bringt auf den Punkt, wie es sich anfühlt.

    Zitat Zitat von kaffeewasser1 Beitrag anzeigen
    Kannst Du Dir vorstellen, dass eine Freundschaft zwischen Euch möglich wäre?
    Mein Wunsch wäre es. Kurz nach der Trennung war das für ihn nicht möglich. Mittlerweile ist aber auch viel Zeit vergangen. Vielleicht sollte ich ihn einfach noch mal kontaktieren und danach fragen. So wie ich ihn kenne, wäre da wohl die Briefform am besten. Für ein Nein hätte ich immer noch Verständnis. Ein Ja würde mich verdammt glücklich machen, das ist klar. Und auch falls er eine neue Beziehung führt, dann wird sich das bestimmt kurz seltsam anfühlen, aber ich bin mir sicher, dass ich mich trotzdem aufrichtig für ihn freuen kann.

    Zitat Zitat von Vogalonga Beitrag anzeigen
    zumindest in deinem Eingangspost schreibst du so, als ob deine psychische Erkrankung für dich auch eine gewisse Identifikation ist
    Das ist meine Hauptidentifikation. Es ist schwer zu erklären, aber ich will es mal versuchen. Hoffentlich kriege ich das einigermaßen verständlich hin.

    Ich hatte das schon immer, ich kenne mich nicht ohne die Krankheit. Das mag sich deshalb noch von Leuten unterscheiden, denen es lange gut ging und plötzlich gab es einen Einbruch und sie wurden krank. Die haben ein Ich-Gefühl losgelöst vom Kranksein. Ich habe das nicht.

    Ich bin damit aufgewachsen, es hat von Anfang an meinen Charakter geformt. Und definitiv nicht zum Guten. Auch nicht zum Opfer. Klar, die armen, labilen, leidenden Seiten gibt es. Aber auch die egozentrischen, die narzisstischen, die empathielosen, die anti-sozialen Seiten. Das alles hat jeder Mensch. Aber bei mir ist alles davon potenziert. Innerlich habe ich immer in Extremen gelebt.

    Irgendwann wird man dann darauf gestoßen, dass das nicht der Norm entspricht. Sich das einzugestehen hat schon viele Jahre gedauert. Bis Mitte/Ende Zwanzig war ich mir zwar dann sicher, dass ich psychisch aus der Reihe tanze, aber fest in der Überzeugung, dass das eigentlich nur daran liegen kann, dass der Rest der Welt spinnt und nicht ich.

    Erst so um die 30 rum hat es Klick gemacht und ich konnte erkennen, dass meine eigene Zufriedenheit in meiner Verantwortung liegt. Und dass das so mit meinen Glaubenssätzen nicht hinhaut. Dass ich Umdenken muss. Klingt einfach, ist es aber nicht. Ich kam auch mit den typischen Selbstliebe-Ansätzen der Therapien nicht weiter. Ich brauchte erst einmal eine harte Hand, Erziehung und Disziplin. Teilweise war das … Kriegsführung gegen sich selbst und wirklich widerlich, aber trotzdem versöhnlich. Ich musste mich quasi erst einmal auseinandernehmen, um mich dann anders wieder zusammensetzen zu können. Zu jemanden, den ich dann auch aufrichtig mögen kann.

    Und ich bin damit ja längst nicht fertig. Es wird nur, glücklicherweise, immer einfacher. Und mit manchen Seiten habe ich wohl zu leben, ob die mir nun gefallen oder nicht.

    Das ist (bislang zumindest) mein „Lebenswerk“. Für Menschen, die so etwas nicht haben, mag das albern oder traurig oder gruselig oder was weiß ich was sein. Für mich bin das halt ich. Alles, was ich an mir nicht mag, hat damit zu tun. Alles, was ich an mir toll finde, auch. Vor allem habe ich das Gefühl, dass ich mich sehr genau kennengelernt habe. Das ist aber ein stärkendes Gefühl, meistens.

    Zitat Zitat von Vogalonga Beitrag anzeigen
    Wie viel Kontakt zu Freunden möchtest du bei deiner introvertierten Art? Wann wird es dir zu viel, wann ist es noch in Ordnung?
    Das ist personenabhängig.
    Meinen Jugendfreund möchte ich gern recht häufig sehen. Mindestens einmal monatlich. Muss kein kompletter Tag sein, lieber so ein gemeinsamer Abend in einer Bar, Essen gehen, Wandern gehen. Ich rede sehr gern mit ihm, er ist erholsame Gesellschaft. Es wäre wirklich ein herber Verlust, wenn er sein Interesse an mir als Frau nicht ablegen kann.

    Die anderen je nachdem, was sich organisieren lässt. Alle vier bis acht Wochen, kombiniert mit irgendeiner netten Unternehmung - besagtes Hobby, Konzertbesuche o.ä.

    Meine Mutter möchte ich auch regelmäßig sehen. Das geht aber auch gut quasi nebenbei, also für ein bis zwei Stunden auf einen Kaffee bei ihr vorbeischauen. Muss kein Ganztags-Event sein.

    Ein Wochenende im Monat muss für mich allein bleiben. Nicht nur zu Erholungszwecken; ich schätze manche Dinge, die ich allein mache, auch sehr.
    Allerdings sollte es meiner Erfahrung nach auch nicht mehr als ein Wochenende sein. Ich neige sehr dazu, mit mir allein zu versacken. Je seltener ich unter Leuten bin, desto weniger habe ich Lust dazu unter Leuten zu sein. Ich muss quasi im „Sozialtraining“ bleiben, um soziale Interaktion überhaupt genießen zu können. Da muss ich wirklich aufpassen, das reißt bei mir schnell ein.

    Zitat Zitat von wildflower_85 Beitrag anzeigen
    Man muss auch dazu sagen, dass sich Problemfälle gegenseitig anziehen. Gesunde Männer würden dich vielleicht nicht wählen-so hart es klingt. Ich hoffe, dass du das nicht als Kritik auffasst.
    Keine Sorge, das fasse ich nicht als Kritik auf. Und ich denke auch, dass du recht damit hast. Mit beidem.

    Ich fasse zu kranken Leuten schneller Vertrauen, komme mit ihnen leichter ins Gespräch, bzw. die Gespräche werden schneller persönlich. Natürlich redet man nicht 24/7 nur über Probleme oder nennt sofort jedes fiese Detail. Und die Gespräche darüber sind auch nicht tottraurig und am Ende weint einer. Schon gar nicht beim Kennenlernen.
    Aber wenn man sich in so einem Rahmen kennenlernt, wie es bei beiden Exfreunden und mir der Fall war, dann kommt es einfach früh auf den Tisch. Die wissen also von Anfang an, wo sie bei mir dran sind und ich im Gegenzug bei ihnen eben auch. Das beruhigt mich, lässt mich offener werden und schafft Grundlage für mehr. Und ich möchte, gerade in sich anbahnenden Partnerschaften, nicht aufpassen müssen, was ich sage und was ich von mir erzähle.

    Habe auch schon gesunde Männer gedatet, aber bei denen komme ich mir vor, als sei ich so eine Art „Mogelpackung“. Man sieht mir nicht an, dass ich so anders ticke als die meisten. Gut, die Introversion ist sofort bemerkbar, aber scheinbar ist das auch nicht selten genug, als dass sich davon allein schon alle abschrecken lassen. Die können halt leider nicht auf den ersten Blick ahnen, wen die sich da anlachen.

    Und die ersten Dates sind in der Regel ja auch noch lockere, nette Geschichten. Aber mich gruselt es davor, wie es wäre, wenn man sich wirklich gut gefallen würde und es ernster wird. Was soll ich so jemandem über mich erzählen? Irgendwann käme ja mal der Punkt, an dem man mehr von der Lebensgeschichte des anderen wissen will.
    Ich habe definitiv einen Minderwertigkeitskomplex gegenüber gesunden Männern mit normalem Leben, aber ich finde halt, dass ich damit auch nicht so Unrecht habe. Da gibt es keine gemeinsame Wellenlänge.

    Das alles bezieht sich aber wirklich nur auf potentielle Partner. Bei Freundschaften ist es mir egal, ob krank oder gesund. Aber Freunde müssen mich halt auch nur mögen und mich nicht attraktiv finden. Ich glaube, da liegt der Knackpunkt.

    Zitat Zitat von wildflower_85 Beitrag anzeigen
    Sind deine Kumpels denn auch erkrankt oder wo lernst du die denn kennen?
    Wo hast du denn generell diese Männer kennengelernt?
    Einer ist ein Freund aus meiner Jugendzeit. Der Kontakt ging in meiner schlechten Phase verloren und ich habe ihn wieder aufleben lassen, als es mir besser ging. Er hat aufgrund eines schweren Schicksalsschlags Erfahrung mit Depression, leidet aber akut nicht mehr darunter.

    Die anderen habe ich über ein Hobby kennengelernt. Es ging mir erst rein um die Hobbyausübung, aber da wir uns als Gruppe so gut verstanden haben, haben wir dann den Kontakt ausgeweitet und unternehmen mittlerweile auch andere Dinge zusammen. Die kannten sich untereinander schon länger und haben keine psychischen Probleme.

    Exfreund Nr.1 habe ich in einer stationären psychiatrischen Einrichtung kennengelernt. Den anderen in einer Art Selbsthilfegruppe.

    Zitat Zitat von wildflower_85 Beitrag anzeigen
    -unter der Woche kannst du schlecht neue Hobbys anfangen oder irgendetwas machen. Wäre es möglich für dich am Wocbhenende irgendwelche Kurse zu machen und neue leute kennenzulernen? möchtest du etwas ausprobieren? Sport? Sprache?
    Neue Hobbys brauche ich gar nicht so sehr, da bin ich schon gut ausgelastet. Ich müsste eher schauen, dass ich meine aktuellen Hobbys sozialer gestalte. Bin recht sportlich, aber das mache ich bisher immer allein. Klettern würde mich reizen, da könnte ich vielleicht mal einen Kurs besuchen. Will nur nicht die einzige Ältere zwischen Kiddies sein, aber vielleicht gibt es da ja auch was für meine Altersklasse.
    Ansonsten bliebe ja auch noch das Hobby, über das ich meinen aktuellen Freundeskreis gefunden habe. In der „Szene“ ist es alterstechnisch auf jeden Fall gut durchgemischt.

    Also falls sich das mit meinen jetzigen Freunden wirklich zerschlagen sollte. Falls es sich wieder einrenkt, würde ich gerne bei denen bleiben, die reichen mir von der Anzahl her und ich finde, dass es interessante Charaktere sind.

    Vielleicht gehe ich in den nächsten Tagen noch auf andere Antworten ein und ich werde sicher auch noch die PN beantworten, die ich erhalten habe. Aber nun muss ich erst einmal ins Bett.

    Danke nochmal.
    Geändert von Fife (08.02.2020 um 00:59 Uhr)

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