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  1. Inaktiver User

    AW: zu viele "Freunde"??

    Zitat Zitat von starsandstripes Beitrag anzeigen
    Sehr schön! Wie läuft es für dich bisher, jetzt fast eine Woche später? Konntest du konsequent bleiben? Fühlst du dich schon besser?
    Hey, ja, ich glaube, ich bin auf einem guten Weg. Als erstes hab ich mal diese LED-Benachrichtigungslampe vom Handy deaktiviert. das hat mich auch immer nervös gemacht, wenn ich gesehen habe, dass da wieder eine Nachricht gekommen ist, die beantwortet werden will. Jetzt sehe ich einfach nicht mehr so oft rein ins Handy und ich antworte dann automatisch erst später und auch kürzer. Treffen hatte ich inzwischen keine bzw. habe zwei abgesagt. Mal sehen, wie es weitergeht.

    @Kara_Thrace, ich glaube bei mir ist es einfach das, dass ich wirklich gut zuhören kann, das schätzen die meisten an mir, sagen sie jedenfalls :-)

  2. Inaktiver User

    AW: zu viele "Freunde"??

    Zitat Zitat von Kara_Thrace Beitrag anzeigen
    Hat was mit "sozialer Sichtbarkeit" zu tun.
    Sehr guter Text, schade daß das nicht im Erfahrungsaustausch für Introvertierte Thread ist, dazu fällt mir viel ein.
    Sollen Intros sich entgegen ihrer Natur zu sozialer Sichtbarkeit zwingen um den unsensiblen Extros zu helfen von leisen Menschen mehr wahrzunehmen als daß die "auch dabei" sind.
    Das haben mir tatsächlich zwei aus diesem Grund ehemalige Therapeuten empfohlen. Sei extrovertierter, gesell dich zu Gruppe, lach mit der Gruppe mit, erzähle und zeige was du machst, kannst und weisst.
    Sei kein Fisch, sei ein Vogel.

  3. Avatar von Kleinfeld
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    AW: zu viele "Freunde"??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sollen Intros sich entgegen ihrer Natur zu sozialer Sichtbarkeit zwingen um den unsensiblen Extros zu helfen von leisen Menschen mehr wahrzunehmen als daß die "auch dabei" sind. .
    Nein. Ich hab damit familiär Erfahrung und kann nur sagen, das funktioniert nicht. Im Gegenteil führte es hier zu noch mehr Zurückgezogenheit.
    Ich mache heute was für Bauch, Beine, Po.
    Pfannkuchen mit Nutella.

  4. Avatar von silberklar
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    AW: zu viele "Freunde"??

    Ich finde Kara_Thrace Beitrag auch super !

    Soziale Sichtbarkeit, Interesse an den Menschen haben .. das wird schon so sein.

    Wenn alles was ich von den anderen will ist, dass sie mich sehen sollen ist das in gewisser Weise ein Vampirinteresse. Ich will von ihnen an sich nichts, ich will von ihnen etwas für mich.

    Das Ding mit den zuvielen sozialen Kontakten kann ich SheSays nachfühlen. Ab einem gewissen Punkt im Leben muß man sich fokussieren. Ich kann auch nicht mit sehr vielen Menschen regelmäßig und eng in Kontakt sein, dass geht mit ein paar engen Freunden, die anderen sind "treffen wenns paßt".

    Ob man genug Freunde, Bekannte, findet die an einem interessiert sind … meiner Erfahrung nach hat es auch nicht nur mit den eigenen sozialen Fähigkeiten zu tun - die allerdings mal Grundvoraussetzung sind - es braucht auch das Glück auf Menschen zu treffen mit denen man gleich tickt, wo man sich mag. Es ist wie mit der Partnersuche. Mit Glück trifft man DIE Person, aber es kann auch sein, das nicht.
    Durchsage:

    "Achtung, es wurde eine herrenlose Damenhandtasche gefunden ..."

  5. Moderation
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    AW: zu viele "Freunde"??

    Zitat Zitat von Kleinfeld Beitrag anzeigen
    Nein. Ich hab damit familiär Erfahrung und kann nur sagen, das funktioniert nicht. Im Gegenteil führte es hier zu noch mehr Zurückgezogenheit.
    Für mich hat das gut funktioniert. Ich konnte die Gruppen betrachten, genug Leute wollten mich kennenlernen, weil ich die "Mystery Woman" war, die nicht viel sagte (schwer zu glauben, wenn man mich hier liest ) und irgendwie so wirkte als wäre sie total klug und würde viele interessante Sachen machen, und ich konnte mir in Ruhe aussuchen, mit wem ich wirklich was zu tun haben wollte.

    Aber diese SocialMedia-"Freunde", die passen oft eher in die Kategorie "Leute, deren Newsletter ich abonniert habe". Davon zu viele zu haben und diese Newsletter dann auch noch zuzulasen, daß die Newsletter beim Ankommen "hier bin ich!" rufen, und sich berufen zu fühlen, sie alle zu lesen und dann noch zeitnah Leserbriefe zu schreiben -- das ist für jemanden, der nicht so viele Leute um sich braucht eher ein besonders nerviger Zweitjob als ein netter Zeitvertreib. Einen nervigen Zweitjob kann man mal machen, wenn man dadurch kriegt, was man haben will (aber nicht länger). Bei SocialMedia "Freunden" allerdings scheint mir, daß man davon höchstens "viele Social Media-Freunde" kriegt. Das ist schön gradlinig, aber nur beschränkt nützlich.

    Was Kara sagt: Leute die "die Einsamkeit in sich tragen" -- das sind, habe ich den Eindruck, oft Leute, die nicht sehen, welche Anknüpfungspunkte sie den Leuten geben können, weil sie die, die sie haben als uninteressant oder als gefährlich für sich bewerten. Das kann ein Stachelschweindilemma sein: Biete ich Anknüpfungspunkte, könnte mir jemand näher kommen, und das wird total anstrengend, nähergekommene Leute zu haben. Und die inhärente Einsamkeit -- dieses Mangelempfinden -- führt dazu, daß man vergißt: Man muß nicht jeden nehmen muß, der "klopft", sondern nur die, die man will.

    Und: Nur daß ich zu diversen Minderheiten (oder übersehenen Mehrheiten) gehöre, macht mich nicht zum Erklärbär vom Dienst!

    Wobei ich mich frage, ob "Introvertiertheit" da wirklich das Thema oder eine brauchbare Kategorie ist. Es sind Extrovertierte, die es brauchen, sich permanent in den Augen anderer zu sehen und für die "für sich sein" Dauerstreß bedeutet.


    Zitat Zitat von silberklar Beitrag anzeigen
    Wenn alles was ich von den anderen will ist, dass sie mich sehen sollen ist das in gewisser Weise ein Vampirinteresse. Ich will von ihnen an sich nichts, ich will von ihnen etwas für mich.
    Ja, so geht's mir mit Leuten, die unbedingt wollen, daß man ihre (siehe oben) Newsletter liest und Leserbriefe schreibt. Vorgeblich bieten sie was an, aber tatsächlich wollen sie was verkaufen. (Das denke ich, wenn ich einen misanthropen Abend habe, weil ständig das ver***e Smartphone fiept. Wenn ich es ausstelle, bin ich menschenfreundlicher.)

    Und, ja, Glück braucht man immer, wenn irgendwas klappen soll. Aber Glück ist statistisch verteilt. Wenn man oft genug würfelt, fällt auch mal eine Sechs.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  6. Registriert seit
    20.05.2016
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    3.010

    AW: zu viele "Freunde"??

    Zwei Gedanken:
    a) „introvertiert sein“ ist kein „Null oder eins“-Zustand, sondern ein Spektrum. Wenn man eher in Richtung der Mitte des Spektrums angesiedelt ist, ist es jetzt kein Ding zu Unmöglichkeit, ein paar Verhaltensweisen zum eigenen Vorteil zu ändern, wenn man das will. Es gibt ein gutes Buch von Devorah Zack: „Networking für Networking-Hasser“. Beziehungen aufzubauen ist letztlich auch Networking.
    b) Zum Thema Glück und Zufall“ gibt es einen exzellenten Beitrag auf dem Blog von Alain Veuve. Zwar im Business-Kontext, aber auch da könnte man „Beziehung“ drüber schreiben.
    "Battlestar Galactica: The Eye of Jupiter (#3.11)" (2006)
    __________________________________________________ ______________
    Captain Kara 'Starbuck' Thrace: Can I make a suggestion that you won't like?
    Major Lee 'Apollo' Adama: Do you make any other kind?

    Life should not be a journey to the grave with the intention of arriving safely in a well preserved body, but rather to skid in broadside, totally worn out, and loudly proclaiming "Wow!" (Hunter S. Thompson)

  7. Moderation
    Registriert seit
    20.08.2010
    Beiträge
    34.876

    AW: zu viele "Freunde"??

    Zitat Zitat von Kara_Thrace Beitrag anzeigen
    Zwei Gedanken:
    a) „introvertiert sein“ ist kein „Null oder eins“-Zustand, sondern ein Spektrum.
    Mehrdimensional, wenn es beinhaltet "Leute brauchen" *und* "sich nicht mit Leuten abgeben mögen".
    Das ist eine Kombi, die ganz fürchterliche Probleme macht.
    Wobei ich da das E/I Spektrum nicht überfordern möchte. Ich denke, daß Ansprüche oder Verhalten, mit denen man sich das Leben unnötig schwer macht, kein Teil des Spektrums sind, sondern Fehlbewältigungen. Vorteil: Fehlbewältigungen kann man um-lernen. Kann aufwendig, aber leichter, meines Wissens, als seinen Platz auf dem E/I-Spektrum zu ändern.

    Und manchmal ist es nicht aufwendig. Shesays ist ja schon dabei, eine Strategie umzsetzen, die für sie hilfreich aussieht.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **
    Geändert von wildwusel (25.01.2020 um 21:02 Uhr) Grund: Tippfehler, & aktive Form


  8. Registriert seit
    08.08.2016
    Beiträge
    1.933

    AW: zu viele "Freunde"??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich frage mich immer noch wie das geht daß jemand kein Interesse hat, das auch zeigt und sich trotzdem viele Leute um sie bemühen - und andererseits Leute jahrelang nach Freunden suchen, dazu zB Sportvereine oder sonstige Gruppen besuchen und dann berichten daß nach der Aktivität alle sofort verschwinden und niemand Zeit und Interesse für darüber hinausgehenden Kontakt hat.

    Die TE muß eine unglaublich anziehende Persönlichkeit sein.
    Das Problem verstehe ich natürlich auch nicht. Einfach nein sagen, keine Zeit.
    Wie kommen die überhaupt an deine Telefonnummer, ich würde keine Kontaktdaten autauschen wenn ich kein Interesse habe.
    Das frage ich mich allerdings auch.
    Ich bin auch ein Einzelkind und habe viele soziale Kontakte. Das hängt wahrscheinlich damit zusammen bei mir, dass ich offen auf Menschen zugehen musste, sonst hätte ich ja keine Freunde gehabt. Allerdings bin ich überhaupt nicht interessant. Denn bei mir funktioniert das ganz gut. Es will mich nicht jeder treffen. Und ich habe auch Phasen, wo ich meine Ruhe haben möchte und die nehme ich mir auch. Und dann kommen Phasen, wo ich was Schönes vorhabe, auch das geniesse ich. Ich werde auch nicht ständig über Whatsapp vollgequatscht. Es ist alles im Rahmen.
    Aber, wenn ich ganz ehrlich bin, ich finde es wahnsinnig anstrengend, wenn ich nicht weiss, woran ich bin. Zum Beispiel, wenn mir jemand ständig absagt, spüre ich ja irgendwann, dass derjenige das nicht möchte. Und selbst, wenn es eine wahre Freundschaft wäre, würde ich das tatsächlich dann selbst auslaufen lassen. Es hat nichts damit zu tun, dass wahre Freunde dann bleiben. Warum sollte man das tun?
    Ich kann das verstehen und auch akzeptieren, das natürlich. Aber ich möchte auch nicht "hervorgekramt", bzw.bereit stehen müssen, wenn der Andere plötzlich wieder Lust verspürt, sich zu treffen. Ich z.B.bin beruflich so eingespannt, dass ich eh schon gucken muss, wie ich mit meiner Freizeit umgehe. Und da würde ich das gar nicht schaffen und fände es einfach nur anstrengend.
    Mir sind generell da ehrliche Worte lieber, als dass jemand vorgibt, sich treffen zu wollen und er das in Wirklichkeit gar nicht möchte.
    Liebe TE, was mich etwas wundert, Deinen Partner möchtest Du sehen? Und für ihn gehst Du Kompromisse ein? Was mich etwas wundert, denn ein Partner fordert Dich doch auch, da hast Du doch auch keine Ruhe.


  9. Registriert seit
    11.06.2019
    Beiträge
    1.409

    AW: zu viele "Freunde"??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich frage mich immer noch wie das geht daß jemand kein Interesse hat, das auch zeigt und sich trotzdem viele Leute um sie bemühen - und andererseits Leute jahrelang nach Freunden suchen, dazu zB Sportvereine oder sonstige Gruppen besuchen und dann berichten daß nach der Aktivität alle sofort verschwinden und niemand Zeit und Interesse für darüber hinausgehenden Kontakt hat.

    Die TE muß eine unglaublich anziehende Persönlichkeit sein.
    Das Problem verstehe ich natürlich auch nicht. Einfach nein sagen, keine Zeit.
    Wie kommen die überhaupt an deine Telefonnummer, ich würde keine Kontaktdaten autauschen wenn ich kein Interesse habe.
    Kein Interesse wird ja so auch nicht stimmen.
    Nur eben Interessant.

    Das hat hier auch nichts mit richtig oder falsch zu tun - eher mit Beschreibung von gewissen Dynamiken.

    Wer sich bemüht wirkt eben leider oft nicht so interessant.
    Und, ich glaube, allen Menschen ist es in die Wiege gelegt worden, sich auch selber bemühen zu wollen.

    Das soll jetzt kein Umkehrschluss sein: schlecht sein zu sollen.
    Aber, eben einfach das machen was man will - und darauf vertrauen, dass es schon wird.

    Kannste mir glaube, jeder Mensch bekommt dadurch ne ganz andere Ausstrahlung.

    So sagen wir mal "interessante" Menschen müssen sich eben mehr abgrenzen.

    Mehr und nicht nur.
    Smirkster, du wirst ja nun auch nicht mit Hinz und Kunz Kontakt haben wollen.
    Wie viele andere Menschen eben auch....
    Der Mensch ist nichts
    anderes, als wozu
    er sich macht
    Jean Paul Sartre

  10. Avatar von Spatz22
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    Beiträge
    4.182

    AW: zu viele "Freunde"??

    Zitat Zitat von Scheherezade Beitrag anzeigen
    Wer sich bemüht wirkt eben leider oft nicht so interessant.
    Das würd ich nicht unterschreiben.
    Ein bemühter Gastgeber, ein bemühter Zuhörer, einer der bemüht ist, seine Story knapp und witzig auf den Punkt zu bringen, der bemüht ist, andere ihr Gesicht wahren zu lassen, ist ein sehr angenehmer Zeitgenosse.
    Oder hab ich ein anderes Verständnis von "bemüht" als du?
    ...von Zeit zu Zeit denke ich über's Dickwerden nach...... wieviel Badewasser könnte ich jährlich sparen....!

    "Aus der Kindheit kommt so einiges, aber man könnte die auch mal beenden und JETZT für sich einstehen."
    (von Rotweinliebhaberin)

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