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  1. Registriert seit
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    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn ihr nicht fühlt, ihr werdet’s nie erjagen...

    .
    Sehr geil! Das dachte ich auch grad zum Post - und du schreibst es @TT

    @Smirkster

    Intros ziehen bessere/größere/effektivere Regeneration aus sich selber
    Extros ziehen bessere...... aus dem Kontakt mit anderen

    NICHT: ausschließlich und einzig jeweils. NUR: "mehr"

    Am liebsten über sich selber nachdenken und die eigenen kleinen Befindlichkeiten immer größer und größer werden zu lassen, tun ALLE. Alle Menschen und viele mir bekannte Katzen

    Es ist übrigens wie immer technisch quasi unmöglich, dass man entweder/oder ist.

    Wenn überhaupt ist der Mensch situativ mal mehr so, mal mehr anders. Also Schwerpunkthaft. Aber sicher nicht: 100 pro Intro, 0 Extra...

    Das gibts nicht. So ist man nicht mal Mann oder Frau. Man ist alles immer nur "tendenziell, zur Zeit, mehrheitlich"

    Absolute Sachen gibt es bei Lebewesen nicht. (ich glaube, nicht mal bei Gesteinen oder?)

    Alles ist immer relativ.

    Du @Smirkster bist z. B. auch sehr extrovertiert. Doch! Doch, doch....
    Sonst hättest du nämlich nicht in dem Maße das Bedürfnis uns hier wieder und wieder zu schildern, WIE du BIST.

    Verstehst? Bei totaler Introvertiertheit ist es einem komplettamente Wurscht, ob man anderen sonst was erklärt, damit die Anderen einem verstehen. Weil einem die anderen k. W. sind

  2. Avatar von huppsi
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    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    In mich gekehrt beschäftigte ich mich sehr viel mit anderen Menschen und nicht nur mit mir. Ich bin definitiv hochensibel. Ich denke viel über Andere nach, kann Andere spüren, ihre Launen und Wünsche und kann mich sehr schwer abgrenzen. Auch deshalb brauche ich Zeit alleine. Und nein: Introvertiertheit heißt nicht, dass einem Andere egal sind. In sich gekehrt heißt nicht einzig um sich selber kreisen sondern einfach: in sich gekehrt, mit sich und in sich leben und nicht nach außen

    Großstadt und Parties ging früher gut, heute nicht mehr. Ich konnte auf ner Party stehen und still beobachten bzw. zuhören und mich wohl fühlen. Es sei denn, jemand kam mir mit blöden Sprüchen.


  3. Registriert seit
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    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    Ich glaube auch dass Introvertierte nicht nur um sich selbst kreisen.
    In meiner Alleinzeit denke ich über die verschiedensten Menschen und Dinge nach.


  4. Registriert seit
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    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    Zitat Zitat von huppsi Beitrag anzeigen
    : in sich gekehrt, mit sich und in sich leben und nicht nach außen
    Was sich aber mit "zum 100.000 x erklären (egal was) damit die anderen verstehen (auch egal was)" beißt.

    Das Bedürfnis sich der Welt erklären zu wollen ist Extravertiertheit oder Sendungsbewusstsein.

    Je mehr die Intro-Anteile (temporär) überwiegen, desto weniger hat man das Bedürfnis, sich der Welt zu erklären bzw. zu zeigen.

    Zwischen "nachDENKEN" und "sich einen Wolf posten" darüber wie man ist (ganz besonders ) und wie schröcklich die anderen Gleichaltrigen sind, liegt ein Unterschied


  5. Registriert seit
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    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    [QUOTE=R_Rokeby;34463235]Was sich aber mit "zum 100.000 x erklären (egal was) damit die anderen verstehen (auch egal was)" beißt.

    Das Bedürfnis sich der Welt erklären zu wollen ist Extravertiertheit oder Sendungsbewusstsein.

    ----
    hm, okay. Aber wenn die anderen Tag für Tag ihre Kommentare über einen loslassen und man das immer wieder mitbekommt und eigentlich doch nur an diesem Ort einer gewissen Tätigkeit nachgehen will, ganz in Ruhe und für sich selbst, dann fühle ich mich extrem in meinem Ruhebedürfniss gestört. Dann kann ich das doch nur lösen, indem ich mich erkläre, sonst bekommen ich doch nie meine Ruhe....?

  6. Avatar von huppsi
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    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    Rokeby: Du hast Dich auf Smirkster bezogen, ja, aber Du hast auch den generellen Kommentar abgegeben, dass Introvertiertheit heißt, es ist einem egal was Andere denken. Und das ist so überhaupt gar nicht der Fall. Ob Smirkster nun intro- oder extrovertiert ist, hat für diesen Strang glaub ich keinen Belang.


  7. Registriert seit
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    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    Das stimmt!

    Ich bin ja der Ansicht, dass man eh nur 40/60 intro oder extra sein kann und dass dies auch noch Schwankungen unterliegt (Tagesform, Gegenüber, Situation, Hormonlage, Motivation....)


  8. Registriert seit
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    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    Bei meinem letzten Test kam ich bei Introversion auf 86%.

    (Und ja, solche Fragebögen aus dem Netz mache ich hauptsächlich aus Langeweile, erst nehmen sollte man das gewiss nicht.) Aber ich denke, die Tendenz stimmt schon.
    Wenn du das Radio ausmachst, wird die Scheißmusik auch nicht besser.

    Kettcar, Trostbrücke Süd

  9. Moderation Avatar von Marie-Madeleine
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    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    Zitat Zitat von Mediterraneee Beitrag anzeigen
    Ich habe mir irgendwann angewöhnt, zu sagen "Ich kann leider nicht, ich bin heute Abend mit mir verabredet."
    Das ist gut! Wie sind denn die Reaktionen darauf?

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Ja, kenne ich, Reizüberflutung auch. Wenn ich gestresst bin, kann ich auch Geräusche ganz schlecht ausblenden. Seid ihr eigentlich auch lärmempfindlich?
    Ja!!! Ich könnte partymachende Nachbarn erwürgen, wenn ich gemütlich auf dem Sofa was lesen möchte und wenige Meter entfernt miese Partymucke hämmert (selbst wenn das nur einmal im Jahr vorkommt und mein Verstand weiß, dass das denen gerade Spaß macht und auch mal sein darf). Ich hasse auch lärmende Garten- und Heimwerkergeräte und kann störende Geräusche generell schlecht ausblenden.

    Zitat Zitat von Mediterraneee Beitrag anzeigen
    Ich bin mir da bei mir selbst manchmal nicht sicher. War ich als Kind so gern allein, weil ich es wirklich wollte oder bin ich z.T. ins Alleinsein geflüchtet, um den Einflüssen von außen (dysfunktionales Elternhaus) zu entgehen.
    Ich war einfach schon immer so. Manchmal habe ich es als Teenager vielleicht etwas zu sehr gelebt und mich hinter einem "die anderen sind eh alle doof" zurückgezogen (wobei ich schon Freundinnen hatte), aber grundsätzlich scheint das wirklich mein Naturell zu sein.

    Zitat Zitat von Emullia Beitrag anzeigen
    Aber erst jetzt, ich bin Ü 50, traue ich mich dazu zu stehen.
    Ich hab es immerhin mit Mitte 30 endgültig kapiert, dass das okay ist. Und, auch eine wichtige Erkenntnis: dass es nicht entweder/oder sein muss, dass ich auch _mal_ was mit anderen machen und daraus Gewinn ziehen kann und nicht immer nur für mich sein möchte, aber eben die Ruhe und Me-Time definitiv brauche.

    Interessant ist, dass meine beste Freundin, mit der ich seit 40 Jahren eng befreundet bin, das genaue Gegenteil von mir ist.
    Sie beschwert sich sofort über Einsamkeit wenn sie einmal 2 Stunden allein ist.
    Sie lernt ständig neue Leute kennen und kommt mit allen sofort ins Gespräch.
    Unserer Freundschaft tut das keinen Abbruch.
    Die unterschiedlichen Persönlichkeiten können sich ja auch gegenseitig bereichern.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, wenn mein Menschen-um-mich-rum-ertragen-Kontingent erschöpft ist, halte ich nur noch absolute Stille aus. Seltsamerweise geht dann auch keine Musik, TV ist Folter - lesen, schreiben, Sterne gucken und still sporteln geht dann noch. Alles andere ist zuviel und ich werd unleidig, wenn ich dem trotzdem ausgesetzt sein sollte. Hab dann das Gefühl, dass meine akustische Einflugschneise total verstopft ist.
    Schön ausgedrückt. Allerdings brauche ich nicht zwingend absolute Stille, mir reicht es schon, die Geräuschkulisse selbst gestalten zu können. Gute Musik hören oder Filme schauen geht auch dann, mistige Musik oder schlechtes Fernsehen nervt fürchterlich. Als ich noch regelmäßig Bus gefahren bin, war es für mich immer Folter, wenn der Busfahrer einen schrecklichen Radiosender hörte. Ich bin auch froh, dass bei uns im Büro kein Radio läuft.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Oh ja Bei Fortbildungen passiert mir das immer öfter. Da stehen in der Pause lauter Grüppchen beisammen, schreien sich (gefühlt ) gegenseitig an und ich schleich mich einfach nur raus, damit mich keiner am Ärmel zupft und fröhlich „Hey TT lange nicht gesehen, wie gehts dir denn?“ flötet... nur raus an die frische Luft und um den Block spazieren.
    Das erinnert mich an eine Geschichte aus "Still". Es ging um einen Professor, der regelmäßig Vorträge hielt und das auch gerne tat, aber immer in den Pausen die Krise kriegte und sich schlimmstenfalls auf dem Klo versteckte. Mit hochgezogenen Füßen, damit ihn keiner dort sitzen sah

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wobei du da nur einen winzigen Teil von dem beschrieben hast, was Introversion ausmacht.
    Das bedeutet nämlich nicht Egozentrik sondern vielmehr, dass das Gehirn Energie tankt durch Ruhe und Alleinsein statt wie bei Extraversion durch permanenten Input von anderen Menschen. Das introvertierte Gehirn braucht mehr oder weniger häufig Pausen vom Input, sonst erschöpft es sich. Und diese Pausen werden oft aber nicht notwendigerweise (!) mit Selbstreflexion gefüllt. Manche Introvertierte können auch einfach nur sitzen, atmen und sein, ohne beständig um die eigene Befindlichkeit zu kreisen
    Genau so isses
    May you be surrounded by friends and family,
    and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.

    Leonard Cohen


    Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
    Erich Kästner

  10. Avatar von huppsi
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    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Oh ja Bei Fortbildungen passiert mir das immer öfter. Da stehen in der Pause lauter Grüppchen beisammen, schreien sich (gefühlt ) gegenseitig an und ich schleich mich einfach nur raus, damit mich keiner am Ärmel zupft und fröhlich „Hey TT lange nicht gesehen, wie gehts dir denn?“ flötet... nur raus an die frische Luft und um den Block spazieren. Nett auch, wenn man Gleichgesinnte „trifft“, wie man sich dann bewusst nicht anschaut und sich gegenseitig in Ruhe lässt, das mag ich besonders
    Oh ja, wie ich das kenne leider sinds bei mir firmeninterne Veranstaltungen wo wegschleichen nicht gut kommt: Networking ist ja so wichtig Ich habe eigentlich auch Null Problem, mich zu den Grüppchen zu gesellen...nur will ich halt lieber zuhören statt zu erzählen oder wichtige Fragen zu stellen da zwinge ich mich dann zur Konversation weil "was denken die sonst von mir?!" Aus der Schiene muss ich vermutlich noch besser rauskommen

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