Sehr geil! Das dachte ich auch grad zum Post - und du schreibst es @TT
@Smirkster
Intros ziehen bessere/größere/effektivere Regeneration aus sich selber
Extros ziehen bessere...... aus dem Kontakt mit anderen
NICHT: ausschließlich und einzig jeweils. NUR: "mehr"
Am liebsten über sich selber nachdenken und die eigenen kleinen Befindlichkeiten immer größer und größer werden zu lassen, tun ALLE. Alle Menschen und viele mir bekannte Katzen
Es ist übrigens wie immer technisch quasi unmöglich, dass man entweder/oder ist.
Wenn überhaupt ist der Mensch situativ mal mehr so, mal mehr anders. Also Schwerpunkthaft. Aber sicher nicht: 100 pro Intro, 0 Extra...
Das gibts nicht. So ist man nicht mal Mann oder Frau. Man ist alles immer nur "tendenziell, zur Zeit, mehrheitlich"
Absolute Sachen gibt es bei Lebewesen nicht. (ich glaube, nicht mal bei Gesteinen oder?)
Alles ist immer relativ.
Du @Smirkster bist z. B. auch sehr extrovertiert. Doch! Doch, doch....
Sonst hättest du nämlich nicht in dem Maße das Bedürfnis uns hier wieder und wieder zu schildern, WIE du BIST.
Verstehst? Bei totaler Introvertiertheit ist es einem komplettamente Wurscht, ob man anderen sonst was erklärt, damit die Anderen einem verstehen. Weil einem die anderen k. W. sind![]()
Antworten
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11.01.2020, 13:22
AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte
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11.01.2020, 18:48
AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte
In mich gekehrt beschäftigte ich mich sehr viel mit anderen Menschen und nicht nur mit mir. Ich bin definitiv hochensibel. Ich denke viel über Andere nach, kann Andere spüren, ihre Launen und Wünsche und kann mich sehr schwer abgrenzen. Auch deshalb brauche ich Zeit alleine. Und nein: Introvertiertheit heißt nicht, dass einem Andere egal sind. In sich gekehrt heißt nicht einzig um sich selber kreisen sondern einfach: in sich gekehrt, mit sich und in sich leben und nicht nach außen
Großstadt und Parties ging früher gut, heute nicht mehr. Ich konnte auf ner Party stehen und still beobachten bzw. zuhören und mich wohl fühlen. Es sei denn, jemand kam mir mit blöden Sprüchen.
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11.01.2020, 19:23
AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte
Ich glaube auch dass Introvertierte nicht nur um sich selbst kreisen.
In meiner Alleinzeit denke ich über die verschiedensten Menschen und Dinge nach.
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12.01.2020, 16:42
AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte
Was sich aber mit "zum 100.000 x erklären (egal was) damit die anderen verstehen (auch egal was)" beißt.
Das Bedürfnis sich der Welt erklären zu wollen ist Extravertiertheit oder Sendungsbewusstsein.
Je mehr die Intro-Anteile (temporär) überwiegen, desto weniger hat man das Bedürfnis, sich der Welt zu erklären bzw. zu zeigen.
Zwischen "nachDENKEN" und "sich einen Wolf posten" darüber wie man ist (ganz besonders
) und wie schröcklich die anderen Gleichaltrigen sind, liegt ein Unterschied
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12.01.2020, 22:34
AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte
[QUOTE=R_Rokeby;34463235]Was sich aber mit "zum 100.000 x erklären (egal was) damit die anderen verstehen (auch egal was)" beißt.
Das Bedürfnis sich der Welt erklären zu wollen ist Extravertiertheit oder Sendungsbewusstsein.
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hm, okay. Aber wenn die anderen Tag für Tag ihre Kommentare über einen loslassen und man das immer wieder mitbekommt und eigentlich doch nur an diesem Ort einer gewissen Tätigkeit nachgehen will, ganz in Ruhe und für sich selbst, dann fühle ich mich extrem in meinem Ruhebedürfniss gestört. Dann kann ich das doch nur lösen, indem ich mich erkläre, sonst bekommen ich doch nie meine Ruhe....?
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13.01.2020, 08:08
AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte
Rokeby: Du hast Dich auf Smirkster bezogen, ja, aber Du hast auch den generellen Kommentar abgegeben, dass Introvertiertheit heißt, es ist einem egal was Andere denken. Und das ist so überhaupt gar nicht der Fall. Ob Smirkster nun intro- oder extrovertiert ist, hat für diesen Strang glaub ich keinen Belang.
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13.01.2020, 10:44
AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte
Das stimmt!
Ich bin ja der Ansicht, dass man eh nur 40/60 intro oder extra sein kann und dass dies auch noch Schwankungen unterliegt (Tagesform, Gegenüber, Situation, Hormonlage, Motivation....)
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13.01.2020, 13:25Inaktiver User
AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte
Bei meinem letzten Test kam ich bei Introversion auf 86%.

(Und ja, solche Fragebögen aus dem Netz mache ich hauptsächlich aus Langeweile, erst nehmen sollte man das gewiss nicht.) Aber ich denke, die Tendenz stimmt schon.
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13.01.2020, 14:40
AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte
Das ist gut! Wie sind denn die Reaktionen darauf?
Ja!!! Ich könnte partymachende Nachbarn erwürgen, wenn ich gemütlich auf dem Sofa was lesen möchte und wenige Meter entfernt miese Partymucke hämmert (selbst wenn das nur einmal im Jahr vorkommt und mein Verstand weiß, dass das denen gerade Spaß macht und auch mal sein darf). Ich hasse auch lärmende Garten- und Heimwerkergeräte und kann störende Geräusche generell schlecht ausblenden.
Ich war einfach schon immer so. Manchmal habe ich es als Teenager vielleicht etwas zu sehr gelebt und mich hinter einem "die anderen sind eh alle doof" zurückgezogen (wobei ich schon Freundinnen hatte), aber grundsätzlich scheint das wirklich mein Naturell zu sein.
Ich hab es immerhin mit Mitte 30 endgültig kapiert, dass das okay ist. Und, auch eine wichtige Erkenntnis: dass es nicht entweder/oder sein muss, dass ich auch _mal_ was mit anderen machen und daraus Gewinn ziehen kann und nicht immer nur für mich sein möchte, aber eben die Ruhe und Me-Time definitiv brauche.
Die unterschiedlichen Persönlichkeiten können sich ja auch gegenseitig bereichern.Interessant ist, dass meine beste Freundin, mit der ich seit 40 Jahren eng befreundet bin, das genaue Gegenteil von mir ist.
Sie beschwert sich sofort über Einsamkeit wenn sie einmal 2 Stunden allein ist.
Sie lernt ständig neue Leute kennen und kommt mit allen sofort ins Gespräch.
Unserer Freundschaft tut das keinen Abbruch.
Schön ausgedrückt. Allerdings brauche ich nicht zwingend absolute Stille, mir reicht es schon, die Geräuschkulisse selbst gestalten zu können. Gute Musik hören oder Filme schauen geht auch dann, mistige Musik oder schlechtes Fernsehen nervt fürchterlich. Als ich noch regelmäßig Bus gefahren bin, war es für mich immer Folter, wenn der Busfahrer einen schrecklichen Radiosender hörte. Ich bin auch froh, dass bei uns im Büro kein Radio läuft.
Das erinnert mich an eine Geschichte aus "Still". Es ging um einen Professor, der regelmäßig Vorträge hielt und das auch gerne tat, aber immer in den Pausen die Krise kriegte und sich schlimmstenfalls auf dem Klo versteckte. Mit hochgezogenen Füßen, damit ihn keiner dort sitzen sah
Genau so isses
May you be surrounded by friends and family,
and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.
Leonard Cohen
Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
Erich Kästner
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13.01.2020, 14:51
AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte
Oh ja, wie ich das kenne
leider sinds bei mir firmeninterne Veranstaltungen wo wegschleichen nicht gut kommt: Networking ist ja so wichtig
Ich habe eigentlich auch Null Problem, mich zu den Grüppchen zu gesellen...nur will ich halt lieber zuhören statt zu erzählen oder wichtige Fragen zu stellen
da zwinge ich mich dann zur Konversation weil "was denken die sonst von mir?!" Aus der Schiene muss ich vermutlich noch besser rauskommen






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