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  1. Registriert seit
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    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    Spiel mit den anderen habe ich als Kind auch immer gehört.
    Wollte ich nie, da habe ich lieber gelesen.


  2. Registriert seit
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    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    oh ja, sehr schönes Thema :-)

    Ich muss im Job auch sehr viel kommunizieren - das ist soweit auch ok - aber abends ist mein Kommunikationstopf übergelaufen. Ich brauche keine Telefonate mehr, ich möchte keine Smalltalk betreiben (ok, den möchte ich eigentlich nie betreiben, aber dann halt gar nicht mehr). Ich möchte den Abend in Ruhe für mich verbringen.

    Momentan treibt es mich schon sehr um, warum man sich eigentlich immer rechtfertigen muss, wenn man Zeit für sich verbringen will. Ich habe ein Pferd, das steht in einem Stall, wo auch andere Einsteller sind. Ich gehe zu meinem Pferd, um Zeit mit meinem Tier zu verbringen, dabei kann ich abschalten. Ich gehe nicht dorthin, weil ich mit anderen über oberflächliche Themen sprechen will. Das sorgt bei manchen echt für Unmut. Es wird gleichgesetzt damit, dass man die anderen ablehnt. Das ist in keinster Weise so. Wenn es im Einzelgespräch um vernünftige Themen geht, dann unterhalte ich mich gerne. Tratsch & Klatsch saugen mich aus, will ich nicht.

    Wie geht ihr mit solchen Situationen um? Einer Person, die das sehr persönlich nimmt, habe ich das neulich auch erklärt, aber für einen Extro ist das wohl nicht verständlich und wird als faule Ausrede abgestempelt.

  3. Avatar von Blila1
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    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    Stichwort Party: Gibt wenig, wozu ich weniger Lust habe


  4. Registriert seit
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    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    Was für ein schönes Thema.

    Ich finde mich in so vielen Beiträgen wieder... Auch ich habe einen Beruf, in dem ich irrsinnig viel mit Menschen reden muss - und ich liebe meinen Beruf. Ich bin recht bekannt dafür, gut zuzuhören und empathisch zu sein. In meinem Job ist das Gold wert... Und eine schöne Belohnung für mein „so-sein“... Es erfüllt mich.

    Aber wenn ich heim komme, will ich einfach nur meine Ruhe und Stille. Das Buch von Susan Cain hab ich auch gelesen und noch so einige Blogs im Netz über Introversion. Hat mir auch sehr geholfen, dass ich mich selbst nicht merkwürdig finde. Was andere von mir denken, ist allerdings manchmal noch immer eine Herausforderung für meine „Ich brauch das jetzt genau SO“-Fähigkeit. Da gibt es permanente Einladungen zu Stammtischen unter Kollegen, die recht pikiert reagieren, wenn ich zum x-ten Mal absage oder gar nicht drauf reagiere. Allein die Vorstellung, dort ineffizient Smalltalk betreiben zu sollen - heftig. Es laugt mich aus. Ich werde zwar nicht körperlich krank aber sehr gereizt und das trifft dann blöderweise nicht die entfernteren Leute (da beherrsche ich mich) sondern meine Lieblingsmenschen.

    Mein Lieblingsmann ist Gottseidank auch so, und da ich mittlerweile extrem darauf schaue, dass ich genug Ruhe bekomme, nimmt er sogar immer öfter mich als Ausrede her, dass er bei diesem oder jenem leider nicht mitmachen kann, weil die Frau... Ich hab mir breite Schultern wachsen lassen und hab gelernt, mir all die Meinungen von extrovertierten Bekannten am Popöchen vorbei gehen zu lassen... und doch muss ich das noch üben.

    Und lesen, malen, Musik hören, meditieren, allein oder mit dem Liebsten in die Natur - Best ever!!! Auf einer Party war ich ewig nicht und ich kann nicht behaupten, dass mir was fehlt.

    Haltet die Ohren steif und lasst euch nicht unterkriegen! Wir sind nicht so wenige, wie man glauben mag!

  5. Avatar von huppsi
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    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    bevor ich Kinder hatte, bin ich durchaus gerne abends unterwegs gewesen, aber immer eher so, dass es entweder mit engen Freundinnen war, die mich gut kannten, oder so oberflächlich/große Gruppen dass ich mich im Hintergrund halten konnte.
    Früher habe ich immer gedacht, ich MUSS mich in größeren Runden an Gesprächen beteiligen sonst denken die Anderen, ich bin komisch. Aber in großer Runde quer über den Tisch zu quatschen geht gar nicht. Mit dem Sitznachbarn, wenns passt: ja, aber vor vielen Leuten: neh! Ich fühle mich wohl wenn ich einfach nur zuhöre. Mich haben früher öfter mal Leute als arrogant bezeichnet, weil ich nicht richtig "mitmachte". Das hat mich dann schon verletzt. Vermutlich war es aber dann so, wie Kathi schreibt: die fühlten sich auch durch mich abgelehnt.
    berufliche Abendveranstaltungen hasse ich auch....nach nem langen Arbeitstag noch mit den Kollegen weggehen: neh! Ich nehme dann oft die Kinder als Ausrede. Ich tanke gut auf beim Laufen, das ist genau mein Ding. Alleine und langweilig durch die Gegend traben. Natur ist auch prima! leider ist mein Mann da genau gegenteilig unterwegs: der liebt die Großstadt, Kultur etc. Aber wir haben uns da zurechtgeruckelt. was bei uns anfangs für Konflikte sorgte: er findet Lösungen oft durch Reden und quatscht mich dann voll ohne dass ich folgen kann. Ich genau das Gegenteil: brüte vor mich hin und präsentiere dann so kurz und knapp meine Lösung, dass er nicht folgen kann.


  6. Registriert seit
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    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    Wir sind sogar recht viele- auch hier im Forum!
    Das Problem ist, dass das heutige Idealbild eines Menschen jemand ist, der irrsinnig viele Freunde hat, in echt und / oder auf FB, und der irrsinnig viel unternimmt.
    Meine Mutter ist so ein Typ.
    Sie ist immer äußerst besorgt um meine Ehe und Familie, wenn ich ihr erzähle dass ich alleine spazieren oder in der Therme war und es genossen habe.
    Sie fürchtet dann, ich sei " einsam".
    Dabei fühle ich mich nur einsam, wenn ich in einem großen Rudel Leute bin, die für mich uninteressante Themen haben, oder in einer Familienfeier, wo alle durcheinschreien.
    Wenn ich alleine bin, fühle ich mich nie einsam.

  7. Avatar von huppsi
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    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    Oh ja, alleine spazierengehen ist toll Hm, ich war früher durchasu einsam....so in meinen 20ern, als ich fast durchgängig Single war. Aber da fehlten mir eben nicht irgendwelche menschen sondern es fehlte mir geborgenheit. heute wo ich meinen mann und die Kinder habe brauche ich nicht mehr Menschen und bin auch wahnsinnig gerne alleine. Alleine ein WE wegfahren ist mein Highlight.
    Ich habe manchmal ein schlechtes Gewissen den Kindern gegenüber, weil wir eben nicht wie andere Familien uns am WE mit befreundeten Familien treffen oder mit solchen in Urlaub fahren (letzteres wäre für mich megaanstrengend). Ich bin nicht gut im neue Freundschaften knüpfen und unter anderen Müttern werde ich schnell zum Alien, weil ich so anders bin und lebe. Das ist vermutlich schade für die Kinder....
    meine wirklich engsten Freundinnen wohnen entweder sehr weit weg oder sind kinderlos.


  8. Registriert seit
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    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    Meine Tochter ist 17 und organisiert sich ihre Sozialkontakte alleine.
    Aber als sie im Kindergarten- und Volksschulalter war habe ich mich massiv gezwungen, mit anderen Eltern Kontakt zu halten.
    Einladungen hin und her, gemeinsam schifahren und wandern, sogar gemeinsame Kurzurlaube... ich habe es gar nicht hinterfragt, sondern gedacht es muss so sein.
    Mit einer Mutter bin ich heute noch gut befreundet, alle anderen Kontakte habe ich mit Freude auslaufen lassen.

  9. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    Zitat Zitat von Emullia Beitrag anzeigen
    Hi, nachden ich in der Suchfunktion nichts gefunden habe, würde ich gerne einen Thread erstellen in dem sich Introvertierte austauschen können- hoffentlich besteht Interesse.
    Ich fange mit mir an: stark introvertiert, aber keinesfalls schüchtern.
    Mit Familie ( Mann und Tochter) und kleinem Freundeskreis, aber dennoch am liebsten allein.
    In einem Beruf, in dem ich ständig kommunizieren muss ( telefonisch, persönlich, schriftlich) und den ich mag; wenn nach einem starken Arbeitstag abends das Telefon läutet hebe ich aber nur widerwillig ab ( manchmal auch gar nicht).
    Täglicher Kontakt mit der besten Freundin per WA, Treffen aber höchstens 2 -3 mal im Monat.
    Wem kommt das bekannt vor?
    Ich zitiere das Eingangsposting voll, weil ich schonmal sehr gut fand, dass introvertiert nicht mit schüchtern gleichgesetzt wurde. Das passiert sonst häufig und das finde ich schade, ist mMn etwas vollkommen Unterschiedliches. Ich habe mich auch im EP gut wieder erkannt, denke aber nicht, dass ich wirklich ein klarer Introvert (heißt das so?) bin. Ich bin eher ein ambivertierter Mensch, anscheinend sind das auch andere hier im Thread, wenn nicht sogar die Mehrzahl? Ich brauche viel Zeit für mich alleine und das wird stärker, je älter ich werde. Ich kann aber durchaus extrovertiert sein, wenn ich will, beispielsweise weil ich mir einen Vorteil davon verspreche. Dass man besser Karriere macht, wenn man bei einer mehrtägigen Firmenveranstaltung abends auch mitmacht, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Dann kann ich auch mehrere Tage am Stück ständig mit anderen zusammen sein und aktiv Beiträge leisten - bin dann aber auch danach fix und alle und sorge für Zeit alleine, um mich zu regenerieren. Empfindet sich noch jemand als ambivertiert oder gibt’s bei euch allen alle ganz klare Tendenz?

    Ich bin früher sehr gerne auf Partys gegangen, aber mal ehrlich, sowas nutzt sich doch auch ab. Irgendwann hatte ich das Gefühl, jetzt ist das meiste schon zig mal gesagt worden, von mir und von anderen. Dazu kommt, dass man von vielen schon weiß, was sie so in letzter Zeit beschäftigt hat, denn das haben sie ausführlichst in den Sozialen Medien gepostet und auch sowas wie Informationsaustausch über schöne Reiseziele wird weniger, weil man das alles viel individueller auf einen zugeschnitten im Internet findet. Kann das was Wahres dran sein?
    Gute Nachricht: ich bekomme den obersten Knopf meiner Jeans wieder zu.
    Schlechte Nachricht: ich habe sie nicht an
    .


  10. Registriert seit
    28.03.2018
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    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    Ich kenn schon gleich gar niemanden, der überhaupt auf (private) Parties einlädt.

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