Ich sitze am liebsten am Gang.
Ich weiß nicht.... Ich bin eierlegend und wollmilchgebend
Einerseits bin ich das lesende und malende Kind mit 2 handverlesenen Freundinnen (die habe ich immer noch, das ihr auch beschreibt. Brödelnd und autark von Anfang an.
Satz meiner Kindheit: "Geh raus, draußen scheint die Sonne" + "Du machst dir noch die Augen kaputt"
Als Teen saß ich lieber in Cafes als in Clubs (mir war immer alles zu laut und zu spät)
Und als Erwachsene bin ich sehr gerne alleine. Wenn ich alleine bin, bin ich nie einsam. Einsamkeit und Isolation ist bei mir geknüpft an die Anwesenheitanderer Menschen.
Befund: ich habe eine Bindungsstörung verpasst bekommen.
ABER
Ich bin null schüchtern. Frei und spontan oder vorbereitet vielen anderen das Ohr abkauen ist für mich: Schön
Ich kann, egal wo ich bin, Kontakte knüpfen, wenn ich mag - mag halt nicht immer, weiß aber, dass ich es kann.
Ich kann ohne zögern, zaudern oder so auf andere zugehen und denen das Ohr abkauen. Gerne auch ungefragt und ungebeten.
Ich wüsste auch gar nicht, was unterm Strich überwiegtDas ist so wie bei diesem Vexierbild junge/alte Frau...
Je nachdem wie man mich gerade erlebt, bin ich coole Rampensau oder distanzierter einsamer Wolf
Sehen diese "Einordnungen" eigentlich Hybriden vor?
Bei Einordnungen, die einem hierarchisch-archaisch-beruflichen Zwecke dienen - wäre ich vorsichtig.... Diese Theorien mögen fundiert sein und auch auf individual- oder sozialpsychologischen Erkenntnissen fussen, aber sie dienen ihrem Herrn: dem Cheffe. Der möchte seine Schafe halt gerne sortenrein einpferchen....![]()
Antworten
Ergebnis 121 bis 130 von 134
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17.01.2020, 14:28
AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte
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17.01.2020, 14:56
AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte
Was ich überhaupt nicht kann, ist vor einer Gruppe frei zu sprechen. Da fehlt mir das Rampensau-Verbalfeuerwerks-Gen (im kleinen vertrauten Kreis kann ich allerdings auch recht unterhaltsam sein). Wenn ich meinen Text ablesen oder mich zumindest stark auf Notizen stützen kann, ist es was anderes. Und was mir gar nichts ausmacht: öffentliches Vortragen von literarischen oder sakralen Texten oder auch Singen. Letzteres habe ich mich früher nie getraut, mache inzwischen aber in unserer Kirchengemeinde Kantorinnendienst.
Bei mir kommt's drauf an, wie ich gerade drauf bin. Manchmal habe ich gar keine Lust, mit Leuten zu reden, manchmal stört's mich nicht. Im Zweifelsfall sitze ich im Bus aber auch lieber alleine oder mit einer Person, die ich kenneNee, das ist bei mir nicht so. Busse etc sind schon mal zu voll, aber ich nehme sie, um schneller zu Hause zu sein. Im Flugzeug immer den Fensterplatz zum Rausgucken. Ich habe kein Problem damit, Leute anzusprechen.
Ich würde das auch unter relativ typisches Intro-Verhalten einordnen. Ich muss auch nicht ständig im Rampenlicht stehen. 15 minutes of fame nehme ich durchaus auch mal gerne, aber ansonsten halte ich mich eher im Hintergrund.May you be surrounded by friends and family,
and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.
Leonard Cohen
Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
Erich Kästner
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17.01.2020, 15:00
AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte
Ja, Convallaria, da finde ich mich auch wieder. Ich kann durchaus gut präsentieren, bekomme gutes Feedback. Aber ich muss mich auch gut vorbereiten, um mich sicherer zu fühlen. Frei auf einer Bühne sprechen, puh, nö
In größeren Runden meine Beiträge anbringen traue ich mich mittlerweile, aber ich bin dabei immer noch kurz und knapp. Viele schätze gerade das an mir (Laberer gibts ja schon genug), aber ich würde mir noch mehr Mut wünschen, meinen Worten auch mehr Raum zu geben, mich mehr zu präsentieren.
Meine Klasse habe ich leider nicht als gute Bekannte empfunden, sondern war da sehr unsicher. Da waren mir zu viele Coole, Laute....heute würde ich das alles ganz anders einschätzen. Überhaupt denke ich so oft: hätte ich meine heutige Sicherheit doch früher gefunden
Aber das gehört wohl zum Leben dazu.
Rokeby: jemandem ein Ohr abkauen würde ich glaub ich nie niemals im Leben ;-)
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17.01.2020, 15:01
AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte
Das mache ich auch, wenn ich alleine reise. Man wird dann auch nicht so häufig vollgelabert

Das geht mir ähnlich. Es wäre mir lieber, es nervte mich nicht, aber ich kann mir noch so gut zureden ... ES NERVT!!!Aber geräuschempfindlich, überhaupt empfindlich gegenüber (starken?) Reizen bin ich auch, sowas empfinde ich schnell als störend, beispielsweise wenn der Nachbar im Garten Musik hört. Andere stört das nicht, mich nervt sowas und das finde ich selber blöd.
Derartige Erkenntnisse sind wirklich ein großer Vorteil beim Älterwerden!
Klar. Die wenigsten sind zu 100% das eine oder das andere, die Anteile sind halt unterschiedlich. Und intro heißt überhaupt nicht menschenscheu oder Gesprächen abgeneigt. Wenn ich zu lange mit mir alleine war, fange ich an, Supermarktkassiererinnen vollzutexten. Ein gewisses Maß an Austausch brauche ich, und ich habe ja schon weiter vorne geschrieben, dass ich auch nie einen Job im stillen Kämmerlein gewollt hätte.
Aber wenn ich's mir aussuchen kann, verbringe ich meine freie Zeit zu 90% lieber intro-typisch.
Das finde ich auch problematisch.Bei Einordnungen, die einem hierarchisch-archaisch-beruflichen Zwecke dienen - wäre ich vorsichtig.... Diese Theorien mögen fundiert sein und auch auf individual- oder sozialpsychologischen Erkenntnissen fussen, aber sie dienen ihrem Herrn: dem Cheffe. Der möchte seine Schafe halt gerne sortenrein einpferchen....
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Leonard Cohen
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Erich Kästner
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17.01.2020, 15:43Inaktiver User
AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte
Geändert von Inaktiver User (17.01.2020 um 16:40 Uhr)
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17.01.2020, 16:10Inaktiver User
AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte
Ja, das hatten wir hier im Thread auch schon mehrfach. Ich glaube nicht an die „reinrassigen“ Intro- oder Extrovertierten, ich denke, jeder ist eine Mischform mit mehr oder weniger ausprägten Anteilen in die eine oder andere Richtung, auch situativ.
Nein. Ich verstehe aber auch nicht, was du mit „sorgenfreien einpferchen“ meinst.
Sowas kommt häufiger von HR/Personal/Recruiting. Man möchte bestehende und zukünftige Mitarbeiter eben entsprechend ihrer Fähigkeiten und Persönlichkeiten optimal einsetzen, eventuell auch gemeinsam daran arbeiten, das Verständnis für andere Persönlichkeitstypen als den eigenen aufzubringen, davon haben doch alle was. Ich weiß aber sowieso nicht, warum man bei allem, was von Seiten des Arbeitgebers oder von anderen Abteilungen kommt, immer gleich etwas Negatives vermutet.
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17.01.2020, 16:30
AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte
Wenn man es vernünftig einsetzt, ist das schon okay, aber ich bin mir da nicht immer so sicher, ob das tatsächlich getan wird. Leider sind nicht alle Chefs wirklich am Wohl ihrer Mitarbeiter interessiert, und ich würde auch nicht jeder Führungskraft zutrauen, solche Persönlichkeitstestergebnisse richtig zu deuten bzw. daraus die richtige Vorgehensweise abzuleiten. Bei einigen, die ich in meinem Arbeitsleben kennengelernt habe, würde ich wirklich befürchten, dass man anhand des Ergebnisses manche Mitarbeiter in Negativschubladen steckt und genau das Gegenteil von dem passiert, was Du beschreibst.
Würde man die Tests so nutzen wie beschrieben, könnten sicher alle davon profitieren.May you be surrounded by friends and family,
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Erich Kästner
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23.01.2020, 15:03
AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte
Eine Frage ist mir noch eingefallen für diesen schönen Strang: wie ist das eigentlich bei Euch mit den Urlaubsvorlieben?
Ich finde allein schon die Vorstellung von Gruppenreisen grauslich, Mehrbettzimmer oder Hüttenübernachtungen finde ich fürchterlich und mag inzwischen am allerliebsten Ferienhausurlaub. Hotel ist mal für ein verlängertes Wochenende okay, aber "für länger" sind mir da zu viele andere Leute
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23.01.2020, 15:17
AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte
Naturnah und am liebsten Ferienhaus/Wohnung. Wegen der Kinder aktuell meist Bauernhof. Ich bin da auch voll und ganz glücklich! Gruppenreisen könnte ich auch gar nicht und Städtereisen brauche ich aktuell auch nicht, kommt aber vermutlich wieder nach der Kinderphase. Ich war aber schon immer dann mehr für mittelgroße Städte, die ganz großen lieber nicht. Ein Trip nach New York würde mich total stressen! Die ganzen Leute da und was man dann alles abarbeiten müsste, neh! Clubhotel mit Bespassung und Riesenrestaurant: puh, nein Danke! Hotel ist okay für Geschäftsreise oder mal mit dem Mann alleine, aber mehr als 2 Tage lieber nicht.
Urlaub ist momentan für mich hauptsächlich die Suche nach Ruhe, soweit halt mit Kindern möglich
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23.01.2020, 15:23
AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte
Cluburlaub hat mich noch nie gereizt, für mich eine ganz grauenhafte Vorstellung. Irgendwelche Animateure, die ständig rumhüpfen und einen zu irgendwelchen Aktivitäten bewegen wollen, schrecklich! Wenn ich was machen will, möchte ich das ganz alleine selbst entscheiden. Am liebsten sind wir im Urlaub draußen (wandern oder Strand) oder bummeln durch entspannte kleinere Orte/Städte, so ein schöner Mix eben.
Ich meide selbst bei der Ferienhaussuche die klassischen Ferienanlagen. In unserer Lieblingsurlaubsregion gibt es zum Glück viele Alternativen.May you be surrounded by friends and family,
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Das ist so wie bei diesem Vexierbild junge/alte Frau...
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