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  1. Registriert seit
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    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    Aber was willst du denn mit "Kontakten", wenn du dich für diejenigen doch gar nicht interessierst und dich nicht freust sie zu sehen? Das hab ich immer noch nicht verstanden.


  2. Registriert seit
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    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das klingt gut, wenn ich das könnte wäre alles ok, mir fehlen eben auch die Kontakte die ich mir wünsche, es ist mir mein Leben lang nicht gelungen die zu finden, herzustellen, ein passendes soziales Umfeld zu finden.
    Sei doch einmal ehrlich!

    Dir fehlen keine "Kontakte" - dir fehlt eine Partnerin zum Sex haben.

    Sobald du dazu stündest. Würde sich der Knoten lösen.

    Du hast unlängst irgendwo geschrieben, du bräuchtest "Berührung". Und zwar nur Berührung. Das meinst du ja zu 90% konkret. Also anfassen.

    Weißt, "Freunde" berührt man nicht in dem Maße körperlich wie man es mit Partnern tut. Ich nehme meine besten Freunde zur Begrüßung / Abschied in den Arm und Bussi a la francaise/russe - aber das ist es.....

    Du suchst doch was anderes. Steh doch dazu.

  3. Moderation Avatar von Marie-Madeleine
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    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    Zitat Zitat von _vorbei Beitrag anzeigen
    Was mich interessieren würde, wenn es jemand beantworten mag: mögt ihr Wettbewerb, etwa im Sport? Mögt ihr euch gerne messen mit anderen oder die "besiegen"?
    Ich mag generell keinen Sport Das einzige, womit ich mich richtig gut anfreunden kann, ist Yoga und Pilates. Wohl auch, weil man das prima "jeder für sich" oder gar zu Hause ganz alleine machen kann. Auf Mannschaftssport habe ich überhaupt keinen Bock. Sowohl vom Sport- als auch vom Mannschaftsaspekt her Und Angst vor Bällen habe ich auch.

    Wettbewerbsehrgeiz entwickle ich tatsächlich höchstens mal bei Gesellschaftsspielen.

    Zitat Zitat von Saruma Beitrag anzeigen
    Mir auch. Überhaupt dieser ständige Wettkampf, das Vergleichen, das Beurteilen. Auch in anderen Lebensbereichen.
    Fürchterlich. Ich mag auch das ewige Karrieredenken nicht und den (gefühlten?) Anspruch, dass man stets und ständig die Karriere im Blick haben muss und wo man sich in zehn Jahren sieht und was man für Ziele hat. Ich will überhaupt keine Karriere machen. Ich will einen Job, der mir Spaß macht und sich in einem personell angenehmen Umfeld abspielt, ich will gerne zur Arbeit gehen und in meinem eigenen Stil arbeiten können.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    habt ihr euch verändert mit den jahren? also, ist es "schlimmer" geworden?
    Schlimmer im Sinne von stärker eher nicht, aber ich bin mir dessen bewusster und lebe auch mehr danach. Sprich, ich erlaube mir auch einfach, Dinge nicht zu tun oder anders zu machen. Ich muss nicht ständig so tun, als sei ich extrovertiert, weil das die Gesellschaft von mir erwartet.

    Zitat Zitat von Mediterraneee Beitrag anzeigen
    Früher - vor allem in meinen Zwanzigern - habe ich mich oft als defizitär empfunden, wenn ich nicht einen Riesenfreundeskreis und tausende Verabredungen und Einladungen vorweisen konnte, weil ich a) dachte, das müsse so sein und b) noch nicht das Selbstbewusstsein hatte, zu meinem Bedürfnis nach Alleinsein zu stehen.

    Heute ist das anders, ich weiß, was ich brauche und nehme mir das. Ich muss weder mir noch jemand anderem beweisen, dass ich sozial kompatibel bin und komme gut damit klar, dass ich es eben oft auch nicht bin. Ich bin mein Maßstab.
    Sehr schön ausgedrückt! Ich fand mich auch immer seltsam, weil ich eher wenig Freundinnen hatte und auch gar kein großes Bedürfnis verspürt habe, sie außerhalb der Schule und gelegentlichen gemeinsamen Unternehmungen zu treffen oder anzurufen - aber wenn ich ganz ehrlich war, hatte ich auf mehr gar keine Lust. Ich bin auch als Jugendliche tatsächlich wenig weggegangen, weil mir laute Discos oder Kneipen, in denen man vor lärmiger Musik sich kaum unterhalten konnte, einfach nichts gegeben haben.
    May you be surrounded by friends and family,
    and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.

    Leonard Cohen


    Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
    Erich Kästner

  4. Inaktiver User

    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    Aus einigen Beiträgen hier (und Facebookgruppen zum Thema) entnehme ich daß definitiv ein starker Zusammenhang zwischen Introversion und Anzahl sozialer Kontakte, Freundschaften besteht.
    Einige haben hier geschrieben - habe eigentlich nur Bekannte, meine einzige Freundin ist mir abhandengekommen - woran liegt das ? Kein Interesse ? (wie das angeblich bei mir der Fall ist)
    Doch Schüchternheit, mangelnde soziale Fähigkeiten ?
    Andere haben offenbar trotz Sozialverhalten das fast misanthropisch ist oder an Sozialphobien grenzt kein Problem zumindest einige gute, tiefe Freundschaften zu pflegen.

    Daß introvertiert bedeutet daß man seine Energie durch Alleinsein wieder auflädt ist imo nur ein Teilaspekt.

    Wozu ich Freundschaften brauche ist eine gute Frage.

    Sowas wie Gruppendruck, was die anderen denken war nie ein Thema (gab ja keine anderen und ich hatte keinen Status in der Gruppe, nach der Schule, ab 18 gab es auch kein soziales Umfeld mehr.)
    Naja die Rückmeldung von Therapeuten, Coaches, wie wichtig soziale Einbindung ist, daß ich keine Partnerin suchen soll sondern erstmal Netzwerke aufbauen - nicht zuletzt auch hier im Form, wo viele sehr klar sagten sie würden niemanden daten der nicht ein reges, aktives Sozialleben hat weil mit dem ja offenbar etwas gröber nicht stimmt.
    Viele Bücher darüber daß der Mensch angeblich ein soziales Tier wäre und Einsamkeit gemäß jahrzehntelanger Studien schlechter für die Gesundheit ist als Rauchen, Saufen, Fressen zusammen.

    Und natürlich ist es nicht schön mit dem Gefühl zu leben komplett alleine auf der Welt zu sein, als einziges seiner Art, all die Dinge die mich begeistern mit niemandem teilen zu können, niemand da der die Welt so sieht, so fühlt wie ich.
    Geändert von Inaktiver User (16.01.2020 um 16:55 Uhr)

  5. Avatar von Mediterraneee
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    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Und natürlich ist es nicht schön mit dem Gefühl zu leben komplett alleine auf der Welt zu sein, als einziges seiner Art, all die Dinge die mich begeistern mit niemandem teilen zu können, niemand da der die Welt so sieht, so fühlt wie ich.
    Was Du da beschreibst, ist aber Einsamkeit, nicht Introversion. Einsam kann man als Intro-, Extro- und Sonstwievertierter sein. Das ist ein anderes Thema.
    Manche Menschen leben so vorsichtig, die sterben wie neu.



  6. Registriert seit
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    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    als einziges seiner Art, all die Dinge die mich begeistern mit niemandem teilen zu können, niemand da der die Welt so sieht, so fühlt wie ich.
    Ich denke nicht, dass irgendwer derartig einzigartig ist. Und da du ja auch gar keine Freunde und Bekannten hast wirst du auch gar nie herausfinden, wie die sind und wie die ticken.


  7. Registriert seit
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    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    @Smirkster - mich hat das Post von dir gerade sehr berührt.

    Da bist du mal bei dir - ohne diesen Schutzschild "Smirkster der Jungspund, alle anderen fade Spießer", den du sonst so gerne vor dir herträgst.

    Das klingt arg

    Ich komm dir nicht mit Ratschlägen! Ich habe einfach das Gefühl, wenn du es öfters schaffen könntest sowohl dich selber als auch die anderen so zu sehen, wie die auch sind, dann wärst du nicht so alleine.

    Zuzulassen, dass du neben deiner inneren Jugend und Besonderheit ein ganz normaler, alleinlebender, über 50jähriger Musikliebhaber bist. Und die anderen, ganz normale, auch einsame und auch nicht total verknöcherte andere Menschen sind.

    Und dass du dir nicht "Freunde" wünscht, sondern vorrangig eine Partnerin mit der du Sex haben kannst.

    Ich reite da drauf rum, weil ich überzeugt davon bin, dass man leichter zum Ziel kommt, wenn man sein Ziel klar ausspricht.
    Daran ist auch gar nix verwerfliches oder ehrenrühriges. Ich fände es ungewöhnlicher, wenn du dir statt einem Weib ein Pony wünschen würdest (sorry, fiel mir grad ein, die 12jährige geistert noch durch meinen Kopf - außerdem wird's sonst schon wieder so tragisch-ernst )


  8. Registriert seit
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    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    Zitat Zitat von _vorbei Beitrag anzeigen
    Was mich interessieren würde, wenn es jemand beantworten mag: mögt ihr Wettbewerb, etwa im Sport? Mögt ihr euch gerne messen mit anderen oder die "besiegen"?

    Mir ist das z.B. völlig fremd.

    Ich sollte als Kind Tennis spielen, aber ich fand das total aggressiv, dieses mit aller Kraft auf den Ball dreschen. Gar nicht meins.
    Ich mache auch lieber etwas zusammen als gegeneinander, bin also nicht so super kompetitiv. Aber ich kann es sein, wenn es irgendwie dazu gehört. Einen gewissen Ehrgeiz besitze ich durchaus, aber häufig eher auf andere Aktivitäten begrenzt (ein Instrument beherrschen; einen Punkt ergründen; Experte in etwas werden). Bin keine Rampensau (überhaupt nicht), aber wenn es sein muss und ich mich in dem Thema auskenne, kann ich auch vor vielen Leuten sprechen (habe lange als Dozentin an der Uni gearbeitet).

    Zitat Zitat von Emullia Beitrag anzeigen
    Wer von euch lässt schon einmal einen Bus oder eine Straßenbahn fahren, wenn darinnen zu viele Leute, laute Schüler oder Mütter mit Kleinkindern im Buggy sind?
    Ich mache das regelmäßig, in der Hoffnung, dass der nächste Bus/ die nächste Straßenbahn leerer ist.
    Außerdem setze ich mich nicht bei Doppelsitzen an den Fensterplatz , ich möchte den außen sitzenden Passagier nicht anreden müssen, wenn ich früher aussteigen muss.
    Im Flugzeug nehme ich immer den Gangsitz.
    Möchte niemanden bitten müssen, dass ich aufs WC kann.
    Nee, das ist bei mir nicht so. Busse etc sind schon mal zu voll, aber ich nehme sie, um schneller zu Hause zu sein. Im Flugzeug immer den Fensterplatz zum Rausgucken. Ich habe kein Problem damit, Leute anzusprechen.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn das schon mal als Erfahrungsaustausch betitelt ist...

    ...mich interessiert wie ihr es als Introvertierte geschafft habt trotz wie hier mehrmals beschrieben Aussenseitertum schon seit der Jugend und sehr zurückhaltendem Sozialverhalten tw. Hochsensibilität trotzdem zumindest einige Freunde oder wie gerade im vorigen Beitrag beschrieben Gruppen zu finden. Eure Leute zu finden.

    Irgendwo habe ich mal das Zitat (ich glaube aus einem Gedichtband) gelesen:

    "He who cannot howl will not find his pack"
    Das sehe ich nicht so negativ. Schrieb schon, ich mag Menschen generell. Ich höre auch gerne zu und bin, ja, empathisch. Bin zwar nicht laut oder so, aber treffe viele Leute und es ergeben sich Bindungen, wenn es passt. Ich rede eher mit 1,2 Personen als mit vielen, aber dann intensiv. Ich wüsste nicht, warum man da sein Pack nicht finden sollte.


  9. Registriert seit
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    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und natürlich ist es nicht schön mit dem Gefühl zu leben komplett alleine auf der Welt zu sein, als einziges seiner Art, all die Dinge die mich begeistern mit niemandem teilen zu können, niemand da der die Welt so sieht, so fühlt wie ich.
    Hm. Dieses Gefühl hatte ich gelegentlich als kleines Kind, wenn meine sturköpfige Mutter nicht das getan hat was ICH gerade wollte:

    "Sie wagte es doch tatsächlich, sich der Verantwortung für MEIN Glücklichsein zu entziehen und ließ mich damit ganz klar im Stich. Die Gemeine."

    Mein Gott was war ich einsam...

    Dem Himmel sei gedankt, dass mich diese kluge Frau immer wieder mal "im Stich" ließ, sonst hätte ich wohl zu spät gerafft, dass ich nicht der Nabel der Welt bin, um den sich alles und jeder zu drehen hat.

    Und dass etwas "miteinander teilen" auch bedeutet, dass ich meinen Anteil (pfui, Eigenengagement = eine unzumutbare Leistungsanforderung, gell Smirkster?) zum "Miteinander" beizutragen habe.

    Zu dieser Erkenntnis gelangen übrigens auch die meisten introvertierten Menschen.

    Falls sie ihre Introvertiertheit nicht als Ausrede für puren Egoismus benutzen wollen, um aus anderen Menschen eine Art Fußvolk zu machen, das sich gefälligst um sie (die nehmen aber nichts geben wollen) zu kümmern hat.

    Solch eine Haltung nennt sich dann eher "unsoziales und unfreundliches Verhalten" und hat mit Introvertiertheit nichts, aber auch gar nichts, zu tun, Smirkster.

    (Ist allerdings auch nicht die beste Voraussetzung um echte Freunde zu finden. Merkst du ja allmählich selbst, wie mir scheint. )

    Freundliche Wochenend-Grüße an alle
    von Zilia

  10. Inaktiver User

    AW: Erfahrungsaustausch für Introvertierte

    Ich mach das mit "Freunden" so wie ich es hier oft über Beziehungen lese: Wenn es mein Leben nicht wirklich besser macht bleibe ich lieber alleine und mach das was mich happy macht alleine.
    (Anstatt irgendwas mit irgendwem zu teilen weil ich nicht alleine sein kann.)
    Schöner wärs trotzdem zu zweit. (oder eventuell manchmal in einer kleinen, passenden Gruppe)

    Ums Geben mach ich mir keine Sorgen, ich habe in all meinen Beziehungen mehr gegeben als "bekommen". (Wenn mir auch inzwischen klar ist daß die Partnerinnen etwas anderes wollten als ich geben konnte, und umgekehrt.

    Ich bin ein ur freundlicher, warmherziger, liebevoller, zugewandter Mann. (Allerdings - wie man in den Wald ruft...)

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