Ich finde kenzias Post auch sehr treffend. Ich gebe aber zu Bedenken, dass die Beschäftigung mit Tieren eben nicht zur Flucht werden darf vor der Familie und der Auseinandersetzung mit den Schwierigkeiten, die die TE mit ihr hat.
Hätte die TE geschrieben, dass sie überfordert ist und sich nach Zuwendung sehnt, hätte das sicherlich jeder sofort verstanden.
Aber schon der Strangtitel lässt ahnen, dass die Tiere hier etwas "gutmachen" sollen, das die TE eigentlich im Dialog mit ihrer Familie klären muss. Und das halte ich für keinen guten Weg.
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27.12.2019, 09:41
AW: Tieren näher als den Menschen?
Wir werden weitermachen!
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27.12.2019, 09:52
AW: Tieren näher als den Menschen?
Ich denke auch, dass sind eingefahrene Strukturen, wie es sie in vielen Familien gibt.
Und - entschuldige - deine Kinder sind auch Produkt eurer/deiner Erziehung.
Haben sie von dir als Kinder gelernt sich bei dir, bei der Haushälterin, beim Au-pair zu bedanken? Haben sie gelernt, dass in einer Familie/Gemeinschaft jeder Aufgaben hat? Oder wurden sie als Kinder geschont und sind es zuhause einfach so gewohnt, dass jemand anders alles macht? Wenn sie etwas machen, ist es dir gut genug oder willst du schon, dass alles so ist, wie du es haben willst?
Welche Rolle spielt dein Mann in eurem Konstrukt?
Dieses Jahr ist es ja nun vorbei.
Erhol dich erst mal vom Stress. Geh auf einen langen Waldspaziergang, Tanke Kraft.
Und dann mach eine ehrliche Bestandsaufnahme, was du wirklich willst.
Und dann frage - erst dich - ehrlich, was du meinst, dass die anderen wollen?
Seht ihr euch nur Weihnachten? Wie weit lebt ihr alle auseinander? Zu welchen Gelegeneheiten trefft ihr euch sonst? Wie läuft es dann ab?
Kannst du dir vorstellen, dass Weihnachten weiterhin bei euch stattfindet, aber mit "verteilten" Rollen?
Bist du in der Lage zuzulassen, dass jemand anders den Baum mitbringt und ihn schmückt, auch wenn er nicht so aussieht, wie sonst? Dass jemand anders für das Essen zuständig ist, auch wenn es dann statt Gans mit allem eben Kartoffelsalat mit Würstchen gibt? Dass es eben man ein paar Tage weniger aufgeräumt ist?
Vielleicht hilft es wenn du einfach mal ein Weihnachten ausfallen lässt und schaust, ob es dir - und den anderen - wirklich fehlt und stattdessen gibt es ein Familientreffen Ende Januar.Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
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27.12.2019, 09:54
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27.12.2019, 10:01
AW: Tieren näher als den Menschen?
Hm. Muss man da als Gast auch nicht berücksichtigen, dass Aunti gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe ist und sich durch eine Einladung nur entlasten wollte? Andernfalls hätte sie ja wieder am Herd gestanden und das wollte sie mit einer Einladung in ein Gasthaus vermeiden.
Den Verwandten hätte es aber gut angestanden, die Rechnung des Wirtshauses zu übernehmen.
Wie auch immer es gelaufen ist, wenn man auf Kosten anderer isst, gehört sich ein "Danke" einfach. Ob es nicht geschmeckt oder nicht gepasst hat, finde ich dabei völlig unerheblich.
Aunti, ich kann Dich so gut verstehen, bei uns war und ist es manchmal noch in manchen Dingen ähnlich. Nicht mehr so drastisch wie bei Dir, dafür bin ich dann doch zu wehrhaft gewesen, aber im Kleinen durchaus noch so. Wie Du, so fühle ich mich auch oft Tieren näher, weil man Liebe so rückhaltlos fließen lassen kann und auch nur Liebe zurückbekommt, aber niemals Achtlosigkeit oder Grenzübertritte.
Wenn ich Gast bin, benehme ich mich entsprechend. Ich achte meinen Gastgeber dahingehend, dass ich seine Grenzen wahre, nicht ohne zu fragen, irgendwelche Schränke öffne, nicht mein Gepäck und Gelump irgendwo im Haus verteile, nicht unnötige Arbeit verursache, meine Hilfe ernstgemeint anbiete und vor allem aber auch von selber mal sehe, was gerade zu tun ist und das dann auch, ggf. nach Rücksprache, erledige. Wer mir schöne Stunden oder Tage bereitet oder bereiten will, dem steht meine volle Unterstützung zu.
Meiner Meinung nach gehört es sich so.Geändert von Mayali (27.12.2019 um 13:07 Uhr)
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27.12.2019, 10:03Inaktiver User
AW: Tieren näher als den Menschen?
Ich gehe davon aus, dass das der TE selbst nicht klar ist.
Und- für mich liest es sich danach- es ist letztlich erst einmal eine Spekulation- die TE müsste das erst einmal bestätigen
Gleichzeitig ist es für den, der in sowas drin steckt viel schwerer durchzublicken, wie einer von außen.
Daher ist nachfragen häufig gut.
Würde ich weder ahnen noch verstehen.
Ich verstehe die Tiere nicht als "Austausch" für die Menschen sondern eine Alternative- die zumindest ich gut verstehen kann.
Geht es dem Hund in der Familie nicht meistens am besten von allen?
Während alle sich anzicken, wird er von jedem gestreichelt und mit einem lieben Wort begrüßt.....will nicht wissen, wie oft DAS Normalzustand in Haushalten ist!
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27.12.2019, 10:05Inaktiver User
AW: Tieren näher als den Menschen?
Ich sehe das auch eher so.
Ich finde einfach diesen Vergleich "Tieren näher als Menschen" schwierig. Warum soll man das in einen Zusammenhang stellen?
Ich halte das für eine ungesunde Struktur, wenn es in Richtung Flucht, Vermenschlichung etc geht.
Natürlich kann man Sehnsucht nach Alleinsein etc haben und Sehnsucht nach Ausgleich durch Natur, Hobby, Kunst haben.
Das ist wunderbar und sehr wohltuend.
Nur dieser Zusammenhang- "die Menschen haben mich enttäuscht und deshalb...." das finde ich falsch.
Da ist viel Projektion dabei...
Dass die TE Lust auf mehr Ruhe, Abstand, Veränderung, Alleinsein etc hat finde ich dagegen sehr nachvollziehbar.
Sie sagt ja selbst sie kann die anderen nicht ändern und will es auch nicht.
Aber sie kann bestimmte Dinge ändern an den Strukturen die sie selbst schafft.
Denn so ganz allein sein, so klang es zumindest, will sie ja auch nicht..
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27.12.2019, 10:10
AW: Tieren näher als den Menschen?
Ich vermute, dass die TE zu ihrer Vorgehensweise an Weihnachten keine Alternative sieht.
Das könnte daran liegen, dass es sie nicht wirklich gibt, weil Weihnachten ohne ihr Engagement eben nicht als Familienweihnachten stattfinden würde.
Vielleicht gibt es aber auch eine Alternative und es müsste nur mal drüber geredet werden? Das ist aber unbequem und ich verstehe jeden, der lieber das althergebrachte Weihnachten durchleidet.
So sehr ich mich in die Beobachtung eines Rotkehlchens im Vogelfutterhaus ergehen kann, geht mir die Allegorie mit den Tieren nicht auf.
Ich denke, bis Weihnachten 2020 ist die Anstrengung vergessen und Weihnachten wird erneut so "gefeiert" wie 2019.
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27.12.2019, 10:11Inaktiver User
AW: Tieren näher als den Menschen?
Das kann man doch überhaupt nicht vergleichen. Hunde sind vollkommen andere Wesen als Menschen, mit anderen Bedürfnissen.
Und wenn jemand seinen Hund besser behandelt als sein Kind, ich gebe zu, mit solch einem Menschen will ich nicht viel zu tun haben.
(Und ob es dem Hund so gut tut ist die andere Frage...).
Schön find ich ja bei der TE, dass sie sich auch an Wildtieren freuen kann. Nicht vom Menschen für menschliche Bedürfnisse gezüchtet, dressiert und erzogen.
Sondern - frei.
Das finde ich sehr schön.
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27.12.2019, 10:40
AW: Tieren näher als den Menschen?
Könnte sein ... aber wir wissen hier definitiv zu wenig über die Rahmenbedingungen.
Auch geht aus dem EP nicht hervor, ob sich das Szenario Jahr für Jahr wiederholt oder
ob es sich um eine Ausnahme handelt.
Aufgrund der spärlichen Informationen schätze ich die Situation so ein, dass es sich zwar
um die gemeinsamen Gäste von Frau und Herrn @Aunti handelt - der Gatte aber an einer
entsprechenden Arbeitsaufteilung wenig interessiert zu sein scheint.
Die Gäste reisen wieder ab - aber der Pascha bleibt ....
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27.12.2019, 12:04Inaktiver User
AW: Tieren näher als den Menschen?
OT
Doch, biologisch betrachtet sind wir das. Wir sind Primaten, genauer gesagt zählen wir zu den Trockennasenaffen.
Tiere, vor allem andere Säugetiere, haben dieselben Emotionen wie wir. Sie sorgen für ihre Kinder, sie trauern, sie unterstützen einander, zeigen viele soziale Verhaltensweisen - teilweise sogar in einem Umfang, von dem wir uns eine Scheibe abschneiden können. Bei Ratten beispielsweise ist das sehr ausgeprägt, aber auch Elefanten könnten hier leuchtende Beispiele für uns sein.
Viele insbesondere religiöse Menschen tun sich damt schwer - ich habe sehr große Achtung vor anderen (!) Tieren und fühle mich Tieren sehr verbunden. Dennoch unterscheide ich klar in der Art und Weise der Kommunikation und habe an Artfremde andere Erwartungen als an meine Artgenossen, obwohl Artfremde hier genauso Familienmitglieder sind und auch so behandelt werden.


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dankeschön

