Ich denke bei der Komplexität weniger an die Gesamtsituation der Welt, als mehr an der mittelbaren Umwelt des Menschen. Kein Mensch ist an der Gesamtumweltproblematik ermal direkt betroffen. Wenn wir jetzt von den Menschen absehen, die von Müllhalden existieren, wobei der Trend sicher schon durch die Bevölkerungszunahme mitwächst, wenn nicht abgeschafft wird.
Die Entwicklungen des Denkens verändern sich; Sind es zu Zeiten von komplexen Denken ausgehend ins Detail zu gehen die Detailanalysen, in der wir uns jetzt bewegen. Und in der Entwicklung dazu ging man vom Detail aus in komplexe Denken überzugehen. Die Ambivalenz der Macher und Denker nimmt ab oder zu. Zur Zeit denke ich man kommt mit dem aus was man hat und weniger mit dem was man weiss.
Auch nicht alles was größer wird ist besser. Nicht jede Veränderung führt zu besseren Situation oder Verhalten und daran ist wieder die Komplexität beteiligt.
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06.01.2020, 10:18
AW: Persönlichkeitsstörungen vererbbar?
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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06.01.2020, 10:40
AW: Persönlichkeitsstörungen vererbbar?
Das realistisch einordnen. In einer schlechten Situation (Patient) als Patient schlecht zu reagieren kann auch sehr realistisch sein. Die Mischungen der Verbindungs-konflikten-Verhalen dürften die Prisen Salz auch ein Kummulator sein. Von welchem Normzustand geht man aus? Das dürfte Diagnostiken erschweren.
"Die Provokation mit cum grano salis" dürfte in "Härtefällen" schon zur Vorsicht bei Diagnostiken anregen aber auch Bestand haben. Ob das allerdings grundsätzlich von Mehrheiten der Diagnostiker benutzt wird gilt auch zu erforschen und zu behandeln in Bereichen von Persönlichkeitskonflikten oder -störungen.
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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06.01.2020, 13:42Inaktiver User
AW: Persönlichkeitsstörungen vererbbar?
Stand zwar bereits in meinem Beitrag, ich wollte nur anmerken, dass der vergleichsweise einfache (betreffend der Schwere der Problematik einfach) Bereich der Psychosomatik keinesfalls so erforscht ist, wie es lange, mit vielfach fatalen Folgen für die betroffenen, dargestellt wurde.
Primitivstes Beispiel: Jemandem "schlägt etwas auf den Magen" = > Bauchweh. Was leider auch zur Folge hat: jemand hat Bauchweh, dessen Ursache von den Ärzten warum auch immer, nicht gefunden werden kann => ist wohl psychisch bedingt.
Putulu hatte, siehe Zitat, intrapsychische Entwicklungen angesprochen, welche ebenfalls noch lange nicht erforscht bzw. deren Erforschung noch lange nicht ausgereizt ist.
Das war der Zusammenhang.
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06.01.2020, 20:27Inaktiver User
AW: Persönlichkeitsstörungen vererbbar?
Ein ziemlich großes Problem in der Psychologie ist, dass es "Strömungen" gibt, die mehr Beachtung finden, bekannter werden, obwohl sie nicht unbedingt richtig sind.
Nicht nur Laien glauben dann an Dinge, die nicht stimmen, sondern auch Fachleute, sogar recht bekannte.
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06.01.2020, 20:29
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07.01.2020, 16:09
AW: Persönlichkeitsstörungen vererbbar?
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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09.01.2020, 10:16
AW: Persönlichkeitsstörungen vererbbar?
Auf diese Frage antworte ich mit einem „Jein“. Jahrelang war ich in einem Umfeld mit vielen persönlichkeitsgestörten Menschen unterwegs und kenne mich mit dem Thema aus. Die wenigsten dieser Menschen sind mit körperlichen Schäden auf die Welt gekommen. Niemand hat von Geburt an eine Persönlichkeitsstörung, weil jemand in seiner Verwandtschaft eine hatte. Wenn so eine Störung vererbt wird, dann geschieht das durch die Erziehung.
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09.01.2020, 10:17
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09.01.2020, 10:33
AW: Persönlichkeitsstörungen vererbbar?
Nicht umsonst. Sie sind auch erfolgreich.
Verhalten wird nicht von außen, von "jemandem", im unausgesprochenen Raum, (fremd) - manipuliert.
Ein Betroffener "manipuliert" sich selbst, nach selbst erarbeiteter Erkenntnis womit er sich das Leben unnötig schwer macht und so nicht mehr weiter tun will und wie es besser für ihn ginge. Nicht jeder muß sich seine Zwänge behalten, sie dürfen auch überwunden werden.Durchsage:
"Achtung, es wurde eine herrenlose Damenhandtasche gefunden ..."
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09.01.2020, 10:42
AW: Persönlichkeitsstörungen vererbbar?
ja, bis zu einem gewissen Punkt.
Wobei mir scheint, sobald Sinngebungsfragen reinkommen (und die sind erstens wichtig - wesentlcih - für Menschen und zweitens im behaviouristischen Modell NICHT mit drin, nicht in seiner reinen Form) - stossen sie an Grenzen.
Doch schon, wenns's zB um Desensibilisierung von Spinnenangst oder so geht, wird das Programm von aussen, vom Psychologen, durchgeführt. und der Klient folgt und macht mit. Es ist auch Manipulation, wenn es als solche benannt wird und der Manipulator bekannt ist.Verhalten wird nicht von außen, von "jemandem", im unausgesprochenen Raum, (fremd) - manipuliert.
Sie dürfen, wobei meine Erfahrung ist: solange keine Erkenntnis dazu besteht, wozu ein Zwang, eine Sucht oder sonst ein belastendes Verhalten da ist (also der Sinn-Aspekt des Problems), wird es schwierig, das Muster so zu verändern, dass es nachher auch tatsächlich weg ist, oder nachhaltig so weit gemildert, dass es nicht mehr plagt.Ein Betroffener "manipuliert" sich selbst, nach selbst erarbeiteter Erkenntnis womit er sich das Leben unnötig schwer macht und so nicht mehr weiter tun will und wie es besser für ihn ginge. Nicht jeder muß sich seine Zwänge behalten, sie dürfen auch überwunden werden.
Als ich meinen Tabakkonsum abschaffte, war einer der Aspekte die Erkenntnis: einer meiner Gründe zur rauchen ist, dass ich endlich mal vernünftig tief atme, und nicht nur flach atme! - wobei logisch daraus folgte: ich kann ja mal auch tief durchatmen ohne Zigarette in der Hand. sondern einfach so mit frischer Luft, das geht! Sobald ich das echte Bedürfnis (oder ein echtes Bedürfnis) identifizieren kann, und ihm gemäss handeln kann - nimmt es Druck weg vom Sucht- oder Zwangsverhalten.
Solang man nur an der Oberfläche bleibt (also beim reinen Verhalten, ohne dessen Motive zu berücksichtigen), stösst man an Grenzen.
gruss, barbara



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