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    AW: Persönlichkeitsstörungen vererbbar?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Die Komplexität des Denkens (Fühlens), die Du nennst, ist eben nicht verstanden. Unser Gehirn ist immer noch in vielerlei Hinsicht eine blackbox. Wir sind gut im Sezieren, darin, vom Kleinen ins Kleinste zu arbeiten, was aber fehlt, sind oft die Zusammenhänge, vor allem auch hinsichtlich unseres Dialogs mit der Umwelt, die wir gerade so grandios zerstören.

    So gesehen magst Du richtig liegen - wer sein Habitat zerstört, zerstört auch sich selbst.

    Ich fühle mich in meiner Arbeit, in meinem Denken und Spüren wohler mit Fragen, die zu weiteren Fragen führen - die Scholle wird größer, während ich sie erforsche. Das ist ohnehin das Wesen der Arbeit mit Lebewesen - das Problem verändert sich, während Du nach Lösungen suchst. Ich mag das.
    Ich denke bei der Komplexität weniger an die Gesamtsituation der Welt, als mehr an der mittelbaren Umwelt des Menschen. Kein Mensch ist an der Gesamtumweltproblematik ermal direkt betroffen. Wenn wir jetzt von den Menschen absehen, die von Müllhalden existieren, wobei der Trend sicher schon durch die Bevölkerungszunahme mitwächst, wenn nicht abgeschafft wird.
    Die Entwicklungen des Denkens verändern sich; Sind es zu Zeiten von komplexen Denken ausgehend ins Detail zu gehen die Detailanalysen, in der wir uns jetzt bewegen. Und in der Entwicklung dazu ging man vom Detail aus in komplexe Denken überzugehen. Die Ambivalenz der Macher und Denker nimmt ab oder zu. Zur Zeit denke ich man kommt mit dem aus was man hat und weniger mit dem was man weiss.
    Auch nicht alles was größer wird ist besser. Nicht jede Veränderung führt zu besseren Situation oder Verhalten und daran ist wieder die Komplexität beteiligt.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



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    AW: Persönlichkeitsstörungen vererbbar?

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen


    Und das heißt bei Weitem nicht, dass wir nicht schon wichtige Mosaiksteine gefunden haben oder dass ich die medizinisch-psychologische Wissenschaft abschreiben möchte. Nur einigermaßen realistisch einordnen.
    Das realistisch einordnen. In einer schlechten Situation (Patient) als Patient schlecht zu reagieren kann auch sehr realistisch sein. Die Mischungen der Verbindungs-konflikten-Verhalen dürften die Prisen Salz auch ein Kummulator sein. Von welchem Normzustand geht man aus? Das dürfte Diagnostiken erschweren.

    "Die Provokation mit cum grano salis" dürfte in "Härtefällen" schon zur Vorsicht bei Diagnostiken anregen aber auch Bestand haben. Ob das allerdings grundsätzlich von Mehrheiten der Diagnostiker benutzt wird gilt auch zu erforschen und zu behandeln in Bereichen von Persönlichkeitskonflikten oder -störungen.

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    von Bruce Lee



  3. Inaktiver User

    AW: Persönlichkeitsstörungen vererbbar?

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Was hat jetzt die Wissenslage zum Bereich Psychosomatik mit der Frage zu tun, ob Persönlichkeitsstörungen vererbt werden?
    Stand zwar bereits in meinem Beitrag, ich wollte nur anmerken, dass der vergleichsweise einfache (betreffend der Schwere der Problematik einfach) Bereich der Psychosomatik keinesfalls so erforscht ist, wie es lange, mit vielfach fatalen Folgen für die betroffenen, dargestellt wurde.

    Primitivstes Beispiel: Jemandem "schlägt etwas auf den Magen" = > Bauchweh. Was leider auch zur Folge hat: jemand hat Bauchweh, dessen Ursache von den Ärzten warum auch immer, nicht gefunden werden kann => ist wohl psychisch bedingt.

    Putulu hatte, siehe Zitat, intrapsychische Entwicklungen angesprochen, welche ebenfalls noch lange nicht erforscht bzw. deren Erforschung noch lange nicht ausgereizt ist.
    Das war der Zusammenhang.

  4. Inaktiver User

    AW: Persönlichkeitsstörungen vererbbar?

    Ein ziemlich großes Problem in der Psychologie ist, dass es "Strömungen" gibt, die mehr Beachtung finden, bekannter werden, obwohl sie nicht unbedingt richtig sind.
    Nicht nur Laien glauben dann an Dinge, die nicht stimmen, sondern auch Fachleute, sogar recht bekannte.

  5. Moderation

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    AW: Persönlichkeitsstörungen vererbbar?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ein ziemlich großes Problem in der Psychologie ist, dass es "Strömungen" gibt, die mehr Beachtung finden, bekannter werden, obwohl sie nicht unbedingt richtig sind.
    Nicht nur Laien glauben dann an Dinge, die nicht stimmen, sondern auch Fachleute, sogar recht bekannte.
    Was meinst du damit, hast du ein Beispiel?
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

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    AW: Persönlichkeitsstörungen vererbbar?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ein ziemlich großes Problem in der Psychologie ist, dass es "Strömungen" gibt, die mehr Beachtung finden, bekannter werden, obwohl sie nicht unbedingt richtig sind.
    Fast könnte ich annehmen du sprichst von Esoterischen Strömungen, welche sich der Psychologie bedienen bzw.die Manipulation als Werkzeug verwenden. Ist es das was du mit Strömungen ansprichst. New age und andere Produkte. Vermarktung und Verkauf von Glück und Reichtum.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



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    AW: Persönlichkeitsstörungen vererbbar?

    Auf diese Frage antworte ich mit einem „Jein“. Jahrelang war ich in einem Umfeld mit vielen persönlichkeitsgestörten Menschen unterwegs und kenne mich mit dem Thema aus. Die wenigsten dieser Menschen sind mit körperlichen Schäden auf die Welt gekommen. Niemand hat von Geburt an eine Persönlichkeitsstörung, weil jemand in seiner Verwandtschaft eine hatte. Wenn so eine Störung vererbt wird, dann geschieht das durch die Erziehung.

  8. gesperrt

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    AW: Persönlichkeitsstörungen vererbbar?

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Fast könnte ich annehmen du sprichst von Esoterischen Strömungen, welche sich der Psychologie bedienen bzw.die Manipulation als Werkzeug verwenden.
    ich hätte diesen Vorwurf jetzt eher den behaviouristisch orientierten Strömungen der Psychologie gemacht. Die wollen ja explizit Verhalten manipulieren, und tun das auch. UND sie sind äusserst bekannt und weit verbreitet.

    gruss, barbara

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    AW: Persönlichkeitsstörungen vererbbar?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    behaviouristisch orientierten Strömungen der Psychologie .. UND sie sind äusserst bekannt und weit verbreitet.

    gruss, barbara
    Nicht umsonst. Sie sind auch erfolgreich.

    Verhalten wird nicht von außen, von "jemandem", im unausgesprochenen Raum, (fremd) - manipuliert.

    Ein Betroffener "manipuliert" sich selbst, nach selbst erarbeiteter Erkenntnis womit er sich das Leben unnötig schwer macht und so nicht mehr weiter tun will und wie es besser für ihn ginge. Nicht jeder muß sich seine Zwänge behalten, sie dürfen auch überwunden werden.
    Durchsage:

    "Achtung, es wurde eine herrenlose Damenhandtasche gefunden ..."

  10. gesperrt

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    AW: Persönlichkeitsstörungen vererbbar?

    Zitat Zitat von silberklar Beitrag anzeigen
    Nicht umsonst. Sie sind auch erfolgreich.
    ja, bis zu einem gewissen Punkt.

    Wobei mir scheint, sobald Sinngebungsfragen reinkommen (und die sind erstens wichtig - wesentlcih - für Menschen und zweitens im behaviouristischen Modell NICHT mit drin, nicht in seiner reinen Form) - stossen sie an Grenzen.

    Verhalten wird nicht von außen, von "jemandem", im unausgesprochenen Raum, (fremd) - manipuliert.
    Doch schon, wenns's zB um Desensibilisierung von Spinnenangst oder so geht, wird das Programm von aussen, vom Psychologen, durchgeführt. und der Klient folgt und macht mit. Es ist auch Manipulation, wenn es als solche benannt wird und der Manipulator bekannt ist.


    Ein Betroffener "manipuliert" sich selbst, nach selbst erarbeiteter Erkenntnis womit er sich das Leben unnötig schwer macht und so nicht mehr weiter tun will und wie es besser für ihn ginge. Nicht jeder muß sich seine Zwänge behalten, sie dürfen auch überwunden werden.
    Sie dürfen, wobei meine Erfahrung ist: solange keine Erkenntnis dazu besteht, wozu ein Zwang, eine Sucht oder sonst ein belastendes Verhalten da ist (also der Sinn-Aspekt des Problems), wird es schwierig, das Muster so zu verändern, dass es nachher auch tatsächlich weg ist, oder nachhaltig so weit gemildert, dass es nicht mehr plagt.

    Als ich meinen Tabakkonsum abschaffte, war einer der Aspekte die Erkenntnis: einer meiner Gründe zur rauchen ist, dass ich endlich mal vernünftig tief atme, und nicht nur flach atme! - wobei logisch daraus folgte: ich kann ja mal auch tief durchatmen ohne Zigarette in der Hand. sondern einfach so mit frischer Luft, das geht! Sobald ich das echte Bedürfnis (oder ein echtes Bedürfnis) identifizieren kann, und ihm gemäss handeln kann - nimmt es Druck weg vom Sucht- oder Zwangsverhalten.

    Solang man nur an der Oberfläche bleibt (also beim reinen Verhalten, ohne dessen Motive zu berücksichtigen), stösst man an Grenzen.

    gruss, barbara

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