Kommt darauf an, wer mit "wir" gemeint ist.
Wenn "wir" die weistliche Wissenschaft meint - ja die hat noch eine Menge zu lernen.
Wenn "wir" das gesamte Wissen der Menschheit meint, auch jenseits der Universitäten - so ist eigentlich alles, was man wissen muss, längst bekannt und wurde auch vielfach formuliert. In alten Texten oft auf eine uns fremde Art, zB mit bildhaft-symbolischer Sprache, aber das Wissen ist da und vorhanden und nutzbar. Gerade die grossen Religionen haben riesige Repertoires an Übungen, Hilfen, wirksamen Ansätzen auf allen Ebenen.
Wandel und damit Verbesserungen sind fast immer möglich, umso mehr, je ganzheitlicher und multifaktorieller man an die Sache heran geht.
ja.Schubladen sind dabei wenig hilfreich und haben für mich ehr akademischen Charakter.
Sie haben meist einen gewissen praktischen Wert, wenn nur mit einer Diagnose staatliche Hilfen zugänglich werden - aber ansonsten halte ich Schubladen auch für relativ bedeutungslos. Es muss das Individuum betrachtet und behandelt werden, und jeder Mensch ist anders. Zwei Autisten sind nicht gleich, zwei Depressive sind nicht gleich, zwei Leute mit ADHS sind nicht gleich... Schubladen dürfen auf alle Fälle NICHT dazu führen, dass das Individuum nicht mehr gesehen wird.
gruss, barbara
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Ergebnis 21 bis 30 von 44
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05.01.2020, 09:57
AW: Persönlichkeitsstörungen vererbbar?
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05.01.2020, 21:25
AW: Persönlichkeitsstörungen vererbbar?
Ich denke auch das schon fast alles an Erkrankungen bisher bekannt ist. Es können neue dazu kommen oder alte wieder erwachen, was schon längst besiegt gemeint ist. Dennoch, Religionen haben am wenigsten damit zu tun gehabt Krankheiten zu besiegen.=Bae;34450627]
- so ist eigentlich alles, was man wissen muss, längst bekannt und wurde auch vielfach formuliert. In alten Texten oft auf eine uns fremde Art, zB mit bildhaft-symbolischer Sprache, aber das Wissen ist da und vorhanden und nutzbar.
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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05.01.2020, 21:45
AW: Persönlichkeitsstörungen vererbbar?
Ich denke man muss auch unterscheiden. Sind doch die typischen Generkrankungen oder typ. Erbkrankheiten meist in der körperlich,physischen Gesamtstruktur erkennbar und dann in der Erbfolge auch vererbar. Vor allem dann, wenn beide Elternteile davon betroffen sind ist die Vererbung gesichert. Besitzt ein Elternteil noch Kopien gesunder Gene, könnte es folgenfrei sein. Das ist ein komplexes und kein leichtes Thema bei typischen Erbkrankheiten.
Bei anderen Störungen, Persönlichkeitsstörungen wie Depression oder den Schizotypen hat hier die Psyche die größere Auswirkung , ist das mit den Genen nicht so einfach oder in oder ab welcher Erbfolge es hier Auswirkungen haben kann.
Bekannt ist, dass das Umweltmilieu eine wesentlich größere Bedeutung hat, als lange angnommen wurde und die Auswirkungen auf Gene und Chromosomen nicht mehr abzuweisen sind.
Umweltmilieu und psychische Wahrnehmung darin und die Abweichung vom Normverhalten gibt auch die Möglichkeit, dass das Milieu der Existenz in der Folge Auswirkungen in Richtung Störung bei der Erbfolge erhalten bleiben kann.
Das ständig gleiche unveränderte Umweltmilieu zur Person und in der weiteren Erbfolge, da dürfte dann doch die Möglichkeit bestehen, dass auch die Gene auf dieses Milieu reagieren und in der Erbfolge nicht nur mental genauso greifen. Diese Prozess sind nachgewiesen.Aber weniger, das dies auf die körperliche Struktur eines Menschen eine Auswirkung hat, als vielmehr in der Psyche angereichert ist.
Dennoch,die Psyche eines Menschen ist formbarer, weitaus mehr als die physische Struktur eines Menschen
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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05.01.2020, 22:23
AW: Persönlichkeitsstörungen vererbbar?
ja, das ist auch meine Erfahrung. Wobei ich Schubladen (wenn man diagnostische Kategorien als solche sieht) auch für bestimmte Fragestellungen hilfreich finde, aber Menschen sind immer komplexer und immer mehr als Modelle abbilden können, und man muss sich deren Begrenzung sehr!! bewusst sein.
that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum
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05.01.2020, 22:53
AW: Persönlichkeitsstörungen vererbbar?
Soll das heissen, Menschen werden komplexer im Verhalten oder optischer Natur. Das glaube ich nicht. Die Gesamtbegrenzung und die der Komplexität in den meisten Varianten ist doch bekannt. Ich habe eher den Eindruck, dass ein kollektives Denken wie auch das kollektive Gedächtnis keine neuen Besonderheiten hervorbringt.=maryquitecontrary;34451838...aber Menschen sind immer komplexer und immer mehr als Modelle abbilden können, und man muss sich deren Begrenzung sehr!! bewusst sein.
Eher so als ob die Entwicklung der Menschheit was Individualismus, Förderung von völlig neuem betrifft, stagniert, weil es in der modernen Welt nicht nötig ist, sich außerhalb des altbewährtem und gewonnenen Wissens (außer in der Epigenetik und verschiedenen Volkskrankheiten also der Medizin und der Biotechnik ) noch besonders außergewöhnlich bereichern müsste.
Also das begrenzte komplexe Denken des Menschen ist weitgehend erreicht und das Wissen wird auf Maschinen übertragen. Für den Alltag eines jeden Menschen ist das komplexeste Denken eher Nebensache, wenn überhaupt angewandt.
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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06.01.2020, 05:54Inaktiver User
AW: Persönlichkeitsstörungen vererbbar?
Wie können wir etwas als begrenzt betrachten, das wir doch gar nicht wirklich begreifen? Die Begrenztheit erlegen wir uns selbst auf - indem wir Modelle entwickeln, die oft nicht einmal annähernd abbilden, was tatsächlich passiert. Einige Jahre später stellen wir dann fest: Huch! Da haben wir aber daneben gelegen.
Die Komplexität des Denkens (Fühlens), die Du nennst, ist eben nicht verstanden. Unser Gehirn ist immer noch in vielerlei Hinsicht eine blackbox. Wir sind gut im Sezieren, darin, vom Kleinen ins Kleinste zu arbeiten, was aber fehlt, sind oft die Zusammenhänge, vor allem auch hinsichtlich unseres Dialogs mit der Umwelt, die wir gerade so grandios zerstören.
So gesehen magst Du richtig liegen - wer sein Habitat zerstört, zerstört auch sich selbst.
Ich fühle mich in meiner Arbeit, in meinem Denken und Spüren wohler mit Fragen, die zu weiteren Fragen führen - die Scholle wird größer, während ich sie erforsche. Das ist ohnehin das Wesen der Arbeit mit Lebewesen - das Problem verändert sich, während Du nach Lösungen suchst. Ich mag das.Geändert von Inaktiver User (06.01.2020 um 06:55 Uhr) Grund: ..es war früh und der Genitiv schlief noch
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06.01.2020, 06:44Inaktiver User
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06.01.2020, 07:02
AW: Persönlichkeitsstörungen vererbbar?
Nein, das war überhaupt nicht das, worauf mein Beitrag abzielte.
Ich meine damit, dass die Vorstellungen (Modelle), die wir uns bislang von den Menschen, ihrer mentalen Entwicklung, Vernetzung und den Zusammenhängen innerhalb von Menschen sowie zwischen Menschen (soweit ich das nach drei Schlucken Kaffee morgens bereits formulieren kann), gemacht haben, mit ganz vielen Prisen Salz dazu taugen können, vorsichtig klinische Entscheidungen darauf zu stützen, dass uns aber sehr bewusst sein sollte, wie begrenzt und vereinfacht sie sind.
So in etwa.
Und das heißt bei Weitem nicht, dass wir nicht schon wichtige Mosaiksteine gefunden haben oder dass ich die medizinisch-psychologische Wissenschaft abschreiben möchte. Nur einigermaßen realistisch einordnen.that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum
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06.01.2020, 07:52
AW: Persönlichkeitsstörungen vererbbar?
Die descart'sche (illusionäre, modellhafte) Trennung von "innen" und "aussen" bzw "Materie" und "Geist" wird aktuell leider etwas zu ernst genommen, zu scharf gesehen. Der Mensch ist ein einziges, integriert körperlich-geistiges Wesen. Man kann's nicht trennen, was "innen" und was "aussen" ist. muss man auch nicht.
Und selbstverständlich sind viele Formen von Meditation, Kontemplation, Gebet, körperlichen Übungen (Sei es Fasten, oder Qi Gong oder sonst etwas), auch in Religionen formulierte Regeln zur Lebensgestaltung, sehr heilsam, wenn sie kompetent angewendet werden.
Wobei, ob die Psyche "formbar" ist... nicht unbedingt. Sowas wie ein Temperament (lebhaft oder ruhig, extrovertiert oder introvertiert, solche Dinge) bleibt doch recht beständig. auch fixe Ideen heissen so, weil sie eben, sehr fix sind. Nicht leicht veränderbar.
gruss, barbara
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06.01.2020, 09:47
AW: Persönlichkeitsstörungen vererbbar?
[QUOTE]Joa, für Lebensgestaltung, jedoch nicht bei Erbkrankheiten, da nützen diese Verhalten nichts. Die Krankheit wird dadurch nicht überwunden oder geheilt.
Das Energetische Niveau, des Verhaltens eines Menschen wie hier in deinen Beispielen ist weniger der Psyche zuzuordnen als vielmehr den physiologischen Mechanismen im Organismus. Das Erregungsverhalten der Nervenprozesse führt zum Temperament.Wobei, ob die Psyche "formbar" ist... nicht unbedingt. Sowas wie ein Temperament (lebhaft oder ruhig, extrovertiert oder introvertiert, solche Dinge) bleibt doch recht beständig. auch fixe Ideen heissen so, weil sie eben, sehr fix sind. Nicht leicht veränderbar.
Die Beweglichkeit, Langsamkeit, Schnelligkeit starke, schwache Aktivität hat erstmal wenig mit der Psyche zu tun: Die Psyche kann folgend beeinflusst werden aber ausgehend sind es physiologische Mechanismen, welche dafür verantwortlich sind.
Die Formbarkeit der Psyche ist mehr der Willensstärke untergeordnet oder dort anzusetzen. Fixe Ideen ist für mich keine Wahrnehmung der Psyche, sondern wenn dann ein mentales durchdachtes Ding.
Du siehst wie die Wahrnehmung der einzelnen Prozesse zu veränderten Meinungen führen kann. Wie kompliziert dadurcheine Festlegung wird was in vielen 'Prozessen auch gut sein wird. um auch nicht ausschliesslich vereinfcht in die vorgefertigten Raster der Diagnostik plaziert zu werden. Dort wo eben auch Diagnostik Folgeprozesse negativ wie auch positiv beeinflussen können. Genutzt werden Diagnostik sowieso.
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee




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