Freunde haben mir meinen Praxisraum vermittelt, meinen neuste Karriere (machen wir nicht eine sondern zwei daraus, was wär mindestens der Plan), eine Menge von dem, was sich "Fringe Benefits" nennt, wenn es Firmen für Angestellte tun, und mich nicht zuletzt regelmässig gefüttert. (nicht weil ich das selbst nicht könnte, einfach weil sie mich gern einladen).
Ja klar gäbe es theoretisch auch Profis für sowas. Aber irgendwie ist auch ein leckeres und professionell gekochtes Essen nicht dasselbe, wie mit Freunden in der Küche zu stehen und gemeinsam was zu kochen. Oder gemeinsam ein neues Projekt auszuhecken. Menschliche Wärme und Loyalität kann man eben nicht kaufen.
und nein, Loyalität und menschliche Wärme sind für mich nicht ein "nice to have" sondern absolut wesentlich. Ohne diesen Rückhalt wäre sehr vieles nicht möglich.
gruss, barbara
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19.12.2019, 08:08
AW: Ich bin unsichtbar und unhörbar?
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19.12.2019, 08:14
AW: Ich bin unsichtbar und unhörbar?
Tu ich auch. Solang ich in aller Nüchternheit meine Emotion benenne, klappt das. ich muss das nur etwas breiter und länger auswalzen, als ich das so spontan tun würde, damit es ankommt. zumindest wenn es kleine Alltagsemotiönchen betrifft, funktioniert das gut.
Die grossen Brocken hinterlassen mich meist sprachlos.
gruss, barbara
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19.12.2019, 19:04Inaktiver User
AW: Ich bin unsichtbar und unhörbar?
Warum? Ich finde das durchaus relevant für dein Thema des „gehört werdens“ - das ja bei Dir im Kontext „Freundschaft“ auftaucht. Wenn das für dich so selten funktioniert, ist es vielleicht ein Anlass, das eigene Verhältnis zum Thema „Freundschaft“ zu überdenken. Man ist dann nämlich schnell bei der Frage, wo es sich zu investieren lohnt und wo nicht.
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19.12.2019, 19:47Inaktiver User
AW: Ich bin unsichtbar und unhörbar?
Ihr könnt das gerne diskutieren, ich nehme halt nicht daran teil.
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19.12.2019, 21:49Inaktiver User
AW: Ich bin unsichtbar und unhörbar?
Dann wirst du schlicht aussortieren müssen. Es gibt so Jammerer, die nur über sich selbst reden wollen. Wenn dir das Energie raubt, reduziere den Kontakt. Finde Menschen, die keine one-way-Freundschaft wollen, sondern die gleichen Vorstellungen haben wie du. Solche Menschen sind halt rar, je älter man wird, desto rarer. Jammerer gibt es scheint‘s deutlich mehr.
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19.12.2019, 23:02
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20.12.2019, 06:28
AW: Ich bin unsichtbar und unhörbar?
ja, da lässt sich wohl nichts Anderes machen.
Ich würde nicht sagen, dass die mit dem Alter rarer werden. Nicht in meiner Welt, zumindest.Finde Menschen, die keine one-way-Freundschaft wollen, sondern die gleichen Vorstellungen haben wie du. Solche Menschen sind halt rar, je älter man wird, desto rarer. Jammerer gibt es scheint‘s deutlich mehr.
Der Anteil an positiven, freundlichen Leuten ist recht hoch, unabhängig der Altersgruppe.
dass du viel Jammern hörst, könnte bei dir mit dem Beruf zusammenhängen?
gruss, barbara
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20.12.2019, 13:29
AW: Ich bin unsichtbar und unhörbar?
Ich muss Danke sagen: der Strang hat mich inspiriert und eure Gedanken dazu auch.
Meine Situation ist wohl nicht unbedingt vergleichbar, jedoch habe auch ich eine Freundin, die viel Raum einnimmt und auch ich oftmals zu kurz komme.
Dass ich das evtl sogar mit forciere, auf die Idee war ich noch nicht gekommen. Hat mich nachdenklich gemacht. Ja, ich selbst frage auch nach. Nicht so permanent und als Muster sichtbar, aber ja, ich sollte auch die oft anstrengenden Erzählungen, weil sie ohne Punkt und Komma auf mich zuschießen nicht noch mit einer Verständnisfrage oder dergleichen vorantreiben. Ich werde das ebenfalls beobachten. Viel Erfolg verspreche ich mir aber nicht davon. Es kommt auch soooo ungefiltert heraus.
Gestern wurde ich zusätzlich überrascht. Sie hat mir eine Kleinigkeit berichtet, die passiert war. Und ich musste doch staunen, dass sie mir heute die Fortsetzung erzählen will. Wieso sollte irgendjemanden so eine Lappalie interessieren? Ich hoffe, das war nur so dahergesagt, denn ansonsten hat das Mitteilungsbedürfnis neue Dimensionen erreicht, die mich sprachlos zurücklassen werden.
Ja, ich mag sie. Wir lachen viel zusammen. Aber es geht meist nur um ihre Themen und die sind meistens die gleichen. Wenn wir mal telefonieren, putze ich nebenbei schon die Schränke. Livetreffen sind oft schön, aber mehr als 2 Std wird mir zu viel. Manchmal fühle ich mich aber auch bei ihr unsichtbar, weil ich weder dazu kam von meinem Urlaub zu erzählen etc.
Wichtig ist jetzt, dass ich mich mehr einbringe. Bislang schaffte ich es nur brachial. So macht mir das aber wenig Spaß. Auch ich werde jetzt meine Muster beobachten, versuchen mehr auf mich zu achten und schauen, ob das überhaupt möglich sein wird. Danke für die Denkanstöße!
Und ich wäre wirklich gespannt, ob die TE irgendetwas an Veränderung erzielen kann.
Uninteressantes werde ich ab jetzt ignorieren. Jedenfalls wahnsinnig Uninteressantes ;-)
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25.12.2019, 18:12
AW: Ich bin unsichtbar und unhörbar?
Das sehe ich auch so. Bei allem was du schreibst, Registriert, bin ich mir nicht sicher ob es tatsächlich dein Defizit ist, dass die anderen taub macht für ihr Gegenüber. Ich vermute das Defizit liegt bei dem, der die Person mit der er/sie spricht nicht wahrnehmen kann.
Für mich ist Kommunikation zugewandtes und aufmerksames Zuhören, bei dem ich auch Nachfrage und mich dafür interessiere was ich erzählt bekomme. (Wenn mich jemand nicht interessiert gebe ich mein Zuhören und Nachfragen nicht). Für mich ist Kommunikation nicht das ich ungefragt jemandem irgend eine Litanei an Geschichten, Erlebnissen, Befindlichkeiten umhänge. Nachfragen gehört für mich zum Muß-Programm eines Gesprächs und ich werde erst dann erzählfreudig wenn ich das bekomme.
Wer mich nicht interessiert fragt und wo ich kein echtes Hören wollen spüre, dem erzähle ich nicht über mich und was mich bewegt. Es kann aber sein das mich dieser Mensch schon grundsätzlich interessiert hätte. Deswegen kommt es gar nicht so selten vor das eine Zeitlang oder auch nur einmal, je nach Art des Kontaktes, das Ungleichgewicht besteht, das auch du erlebst, das ich mehr Aufmerksamkeit gebe als ich bekomme.
Das beende ich aber inzwischen konsequent da ich über mich gelernt habe das solche Bekanntschaften zu Lasten meiner Kraft gehen und nur für den anderen super Oasen des Auftankens sind.
Das es viel mehr Menschen gibt die gerne, lang und ausführlich über sich und ihr Zeugs reden und ihre Mitmenschen dafür liebend und ohne Gewissensbisse aussaugen bekommt man dabei unweigerlich mit. Das ist einfach so. Keine Ahung ob das mehr wurde im Vergleich zu jüngeren Jahren. Es könnte sein.
Das sehe ich aber trotzdem nicht als meinen Fehler und werde deswegen sicher nicht damit beginnen ebenso als Energievampir ungefragt ein Gegenüber zuzumüllen mit allem was grad in mir rumort. Sondern ich entscheide selektiver wem ich meine Zeit gebe. Beziehung braucht den Ausgleich damit es beiden damit gut geht.Durchsage:
"Achtung, es wurde eine herrenlose Damenhandtasche gefunden ..."
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28.12.2019, 11:11
AW: Ich bin unsichtbar und unhörbar?
Silberklar, ich finde, das hast du schön begreiflich beschrieben und ich muss ein paar Tage später sogar noch an deine Worte denken. Vielen Dank von mir als Mitleserin!



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