Antworten
Seite 5 von 9 ErsteErste ... 34567 ... LetzteLetzte
Ergebnis 41 bis 50 von 86
  1. User Info Menu

    AW: Ich bin unsichtbar und unhörbar?

    Liebe Registriert, ich habe mir alles interessiert durchgelesen und verfolge gerne gespannt, was sich bei dir und in dir alles verändern wird, wenn du deine Kommunikationstechnik weiterhin - wohlwollend dir gegenüber und nicht negierend dir gegenüber - abwandelst. Die erste Veränderung im zwischenmenschlichen Bereich ist ja schon ersichtlich ;-).

    Ich glaube ja, dass diese Freundin dir eigentlich nicht besonders gut tut. Bis spät am Abend führst du Problemgespräche und wendest viel Zeit für sie auf. Das würde mich schon nerven. Dein Leben rauscht dafür an ihr vorbei, ohne dass sie es richtig wahrnimmt. Am Schlimmsten finde ich aber, dass du so an dir zweifelst und dich für schrecklich uninteressant hältst. Das ist m.E. zu viel des Guten!

    Klar, jede Reaktion anderer Leute, die mal ähnlich verläuft, empfindest du dann als Bestätigung und es wiegt dann noch viel schwerer als es dich vielleicht normaletweise belasten würde.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es dir gut tun könnte, dich dem Risiko auszusetzen, dass sich diese Freundschaft durch deine Wandlung erledigen könnte. Weil du dir selbst wichtiger wirst! Weil du dich gut fühlen, gemocht und wertgeschätzt fühlen möchtest.

    Ich musste eine Freundin, die solche negativen Gefühle in mir ausgelöst hatte, ebenfalls aus meinem Leben streichen. Das Interesse an mir war einfach kaum noch vorhanden. Ich gab innerlich noch viele Chancen, weil ich es nicht wahrhaben wollte. Aber dann habe ich losgelassen und damit auch diese fiesen Gefühle. Für mich sehr befreiend, denn das Gefühl des Unwichtigseins habe ich damit auch begraben.

  2. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Ich bin unsichtbar und unhörbar?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zu dem Thema "mir geht es hundeelend"; ich gehe nicht konform mit der Meinung, dass die Botschaft vom Rezipienten abgenickt werden muss.
    Das habe ich auch, wenn auch nicht so stark wie du es beschreibst.

    Aber wenn ich sowas sage wie "mir geht es elend" oder "ich bin todmüde" - glaubt mir das erst mal keiner. und wenn dann einer kommt mit "könntest du bitte noch XY machen..." und ich dann wiederhole "nein, ich sagte, ich bin todmüde, ich mach das jetzt nicht!", dann ernte ich erstaunte Blicke.

    Wenn ich sage "ich bin müde" meine ich in der Regel sowas wie "ich muss aufpassen, nicht im Stehen einzuschlafen, ich bin komplett durch" - aber da ich ein eher sachlicher und nüchterner Mensch bin, sage ich das einfach als Sachaussage, ich glaube, andern fehlt da der emotionale Gehalt. (aber wenn ich müde bin, bin ich zu müde, um noch gross Emotion zu Kommunikationszwecken zu produzieren...)


    erst die Reaktion suboptimal zu finden, mich zu ärgern oder anderweitig emotional zu reagieren und bei Wiederholung die Beziehung (bzw. die Symmetrie) massiv in Frage zu stellen.
    Wenn ich mich ärgere, werde ich inzwischen in der Regel gehört, da: emotionaler Gehalt vorhanden!


    Es muss reichen, wenn ich in der gemeinsam beherrschten Sprache darauf aufmerksam mache, dass es mir nicht gut geht. Alles andere fände ich a) entsetzlich b) eine Form von Victim blaming, mit der ich nichts zu tun haben möchte und c) einer Freundschaft nicht würdig.
    Wie viel Sprache "gemeinsam beherrscht" wird, ist immer so eine Frage.

    Es gibt Leute - ziemlich viele - die können Sachinformation erst dann korrekt aufnehmen, wenn sie erst in der korrekten emotionalen Lage dazu sind. also wenn man zB etwas Trauriges mitteilt, muss man ERST ein trauriges Gesicht machen oder weinen, und auf ein "was ist denn los?" - wird man angehört. Aber wenn man jemand ist (wie ich), die Trauer erst mal in sich einschliesst und das nicht gut nach aussen zeigen kann - wird eine nüchtern dargebrachte Information wie "lieber Mensch xy ist gestorben, ich bin traurig" - nicht korrekt verarbeiten können.

    eventuell gehts bei dir in eine ähnliche Richtung.

    gruss, barbara

  3. User Info Menu

    AW: Ich bin unsichtbar und unhörbar?

    @Registriert

    Ich lese vorallem über viel hin und her gewhatsappe ?
    Oder täusche ich mich?

    Die Form ist auf jeden Fall entscheidend.

    Vielleicht solltest du das whatsappen sein lassen...

  4. Inaktiver User

    AW: Ich bin unsichtbar und unhörbar?

    Liebe Palmanova,


    danke für Deine Gedanken! Ich mache weiter, und werde vor allem dem, was ich zitiert habe aus Deinem Beitrag intensiv nachspüren- Axtdiebphänomen, ich unterliege dem mit Sicherheit auch!
    Zitat Zitat von Palmanova Beitrag anzeigen

    Klar, jede Reaktion anderer Leute, die mal ähnlich verläuft, empfindest du dann als Bestätigung und es wiegt dann noch viel schwerer als es dich vielleicht normaletweise belasten würde.

    .

    Ich denke, dass sich einiges wandeln wird im Laufe der Zeit, im Moment tut es mir aber tatsächlich gut, wie es läuft. :) Auch wenn ich mich heute ertappt habe, zu sehr dienstbotmäßig unterwegs zu sein. Wachsamkeit scheint ein Schlüssel zu sein...

    Schade, dass die Freundschaft bei Dir sich aufgelöst hat, aber das Gefühl der Befreiung zeigt, dass es das Richtig war- so liest sich das auf jeden Fall bei Dir!

  5. Inaktiver User

    AW: Ich bin unsichtbar und unhörbar?

    Hallo Barbara,

    auch Dir danke für Deine Antwort!
    Ja, das ist bei mir genauso.


    Was mich von Dir unterscheidet - aka: da bist Du um Meilen weiter, ich muss da erst noch üben - ist, dass ich dann die Aufgabe übernehmen würde.

    Die englische Ausdrucksweise hingegen teilen wir. Wut im Feindkontakt ist für mich sehr schwer, das ist eine andere Geschichte, das wäre meine Königsdizsiplin...

    Wie ich es besser hinbekomme, Menschen zu verklickern, dass die reine Information relevant ist, weiss ich noch nicht, ich sage es meist im Vorfeld, aber diese Information flutscht irgendwie durch. Die emotionale Transparenz hinzubekommen kann ich ausschließen, das klingt jetzt fatalistischer als es ist. Ich habe mich damit abgefunden, dass das einfach so bei mir ist, und auch so bleibt;) Ein Mitschwingen meiner Emotionen zu erreichen würde ein paar Dinge im Vorfeld nötig machen, bei der sich mir wirklich die Kosten-Nutzen-Frage stellt, von der Machbarkeit ganz abgesehen.

  6. Inaktiver User

    AW: Ich bin unsichtbar und unhörbar?

    Hallo R_Rokeby :)

    Schau, ich hab
    1 Freundin in Hamburg
    1 Freund in Münster
    1 Freundin in Klosterneuburg ( also fast Wien)
    1 Freund in Heidelberg und
    1 Freundin in der Nähe von Würzburg


    meine Bekannten befinden sich in Rosenheim, Frankfurt und Düsseldorf. Hier am Ort habe ich ein paar HundebekanntInnen / Einkaufsratscherinnen / Auf dem Gehsteig stehenbleiberInnen, /Nachbarn, ich bin sozial eigentlich gut abgedeckt, an mehr Kontakt habe ich eigentlich gar kein Interesse, ich bin der klassische Fall von " wenige, aber sehr langdauernde Freunde".

    Ich rede den ganzen Tag, 8 Stunden, frontal (:)), am Nachmittag bin ich leer gequatscht, habe meine Tochter die mit mir spricht, meinen Mann - Ich finde Whatsapp eigentlich eine ganz gute und gangbare Alternative für mich. Ich möchte abends nicht mehr stundenlang am Telefon hängen, und häufiges sich sehen fällt aufgrund der Entferungen und auch der Lebensmitte in der wir uns alle befinden, ziemlich aus.

    Sprich: ich kann schlecht zu meinem Freund Martin fahren und sagen " Martin, ich hab da gerade ein Problem" .
    Geändert von Inaktiver User (17.12.2019 um 17:13 Uhr)

  7. User Info Menu

    AW: Ich bin unsichtbar und unhörbar?

    Verstehe ich. Ich finde WA auch praktisch und möchte es nicht mehr missen.

    Dennoch bin ich der Ansicht, dass dieses Gefühl von Distanz und Isolation auch (!) diesem Medium geschuldet ist bzw. durch es verstärkt wird.

    Das schöne am WA (man kann schreiben, wann mal will, one way, ohne dass man mit dem anderen zeit- und lustgleich sein muss) ist ja 1:1 auch das, was die Distanz empfinden lässt: das one way.

    Ich finde es einen immensen qualitativen Unterschied, auch hinsichtlich Vertraulich- und Verbindlichkeit, ob ich mit jemandem schreiben, telefoniere oder am Tisch sitze...

    Münster verheißt fernmündlich vielleicht nix Gutes (Sitz der Telekom ) aber gestern war Klosterneuburg telefonisch erreichbar

  8. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Ich bin unsichtbar und unhörbar?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was mich von Dir unterscheidet - aka: da bist Du um Meilen weiter, ich muss da erst noch üben - ist, dass ich dann die Aufgabe übernehmen würde.
    das wirst du schon hinkriegen


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die englische Ausdrucksweise hingegen teilen wir. Wut im Feindkontakt ist für mich sehr schwer, das ist eine andere Geschichte, das wäre meine Königsdizsiplin...
    Wut finde ich leicht, sobald sie gerechtfertigt ist. Wenn ich zum Beispiel mit einer Ungerechtigkeit konfrontiert werde.




    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ein Mitschwingen meiner Emotionen zu erreichen würde ein paar Dinge im Vorfeld nötig machen, bei der sich mir wirklich die Kosten-Nutzen-Frage stellt, von der Machbarkeit ganz abgesehen.
    Ein Mitschwingen muss nicht unbedingt sein, oft reicht es, die angemessene Emotion zu benennen. also so Sätze wie "da waren sicher alle sehr traurig, als Herr X gestorben ist" oder "ich kann mir vorstellen, dass das ein sehr lustiger Nachmittag war". man kann das sagen, ohne emotional mitzuschwingen.

    gruss, barbara

  9. Inaktiver User

    AW: Ich bin unsichtbar und unhörbar?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen


    Ein Mitschwingen muss nicht unbedingt sein, oft reicht es, die angemessene Emotion zu benennen. also so Sätze wie "da waren sicher alle sehr traurig, als Herr X gestorben ist" oder "ich kann mir vorstellen, dass das ein sehr lustiger Nachmittag war". man kann das sagen, ohne emotional mitzuschwingen.

    gruss, barbara
    nein, ich meinte damit: ein emotionale Mitschwingen MEINER Emotion. Ich teile nüchtern mit. Ich kann emotional mitschwingen mit anderen, sonst wäre mein Problem ein anderes ;)

  10. Inaktiver User

    AW: Ich bin unsichtbar und unhörbar?

    Hallo R-Rokeby,

    echt in Münster sitzt die Telekom? Wusste ich gar nicht.

    Nein, tut mir leid. Ich bin sau froh, dass es WA und damit verbunden auch die Möglichkeit der Sprachnachrichten gibt. Sie haben mein stundenlanges Gezappel am Telefon "ich muss jetzt wirklich aufhören / ich muss ins Bett / ich muss morgen früh raus" auf ein erträgliches Maß reduziert. Wie gesagt; ich schleppe das Problem schon länger mit mir rum.

    Ich fühle mich im Übrigen nicht isoliert. Nur nicht gehört und nicht gesehen. Für mich ist das ein Unterschied. Isolation würde bedeuten, dass ich in nicht selbst gewählter Einsamkeit leide. Ich bin eigentlich ganz dankbar um - Stille im aussen und meine Ruhe. Weil die Alternative unfassbar anstrengend und frustrierend für mich ist.

    Ich habe gerade das Bedürfnis, nochmal in kurzen Worten zusammenzufassen, was eines meiner Themen ist:

    Menschen jammern mich zu, hören mir aber im Gegenzug nicht zu. Das möchte ich nicht mehr in meinem Leben. Ich möchte gesehen und gehört werden wenn ich a) etwas von mir erzähle, was MICH gerade bewegt oder interessiert (wie die eingangs erwähnten Beispiele) oder aber b) mich im Gegenzug mal auskotzen möchte*. Und ich möchte nicht abgespeist werden mit " ach, das weiss ich doch... ABER ICH!!ICH! ICH!".



    Vielleicht wird es so deutlicher, was ich meine. Und nein, ich nerve niemanden mit Steuern ;) Ich bin ja kein Sadist :D

    * was alle Jubeljahre mal vorkommt. Ich jammere nicht.
    Geändert von Inaktiver User (17.12.2019 um 23:07 Uhr)

Antworten
Seite 5 von 9 ErsteErste ... 34567 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •