hab den Thread gefunden! "zuhören" heisst er. Ich habe ihn nicht angeklickt wegen des Titels.
Guter Tiip, ich lese mich mal durch die 22 Seiten. Danke.
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11.12.2019, 17:52Inaktiver User
AW: Ich bin unsichtbar und unhörbar?
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11.12.2019, 18:25
AW: Ich bin unsichtbar und unhörbar?
Würde es mal mit was anderem als Nachdenken versuchen.

Wenn du darüber nachdenkst, hast du es gedanklich schon so sortiert, dass du es sprachlich überlegt zum Ausdruck bringen kannst. Damit fällt es dir automatisch schwerer, unvermittelter und ungefilterter zu reagieren. Denke lieber mal nach, bei welchen Personen du es dir gut erlauben könntest eine Kleinigkeit eskalieren zu lassen. Nicht wie, nur wo. Dir quasi deine Übungsfelder suchen.
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11.12.2019, 18:40
AW: Ich bin unsichtbar und unhörbar?
Mein erster Impuls zu deiner Freundin und deren Reaktion war, dass ihr euch einfach entfremdet habt.
Sie also von Premier League zu Oberliga Süd gewandelt ist.
Kommt vor. Und geschieht nicht synchron. Wie bei der Liebe, verstehst? (bin auch aus Bayern
)
Dass du sie als näher empfindest als sie dich.
Was auch sein könnte - und hier erwähne ich es nur der Vollständigkeit halber - dass ihr "nicht hören/lesen/schnallen" eine passiv-aggressive Reaktion ist. Auflaufen lassen auf deutsch.
Gründe? Sie empfindet dich als ihr übergeordnet. Muss selbstverständlich wie bei allem, was man den lieben langen Tag so zusammenfühlt keinen realen Grund haben. Im Gegenteil - dem Gefühl oft Wurscht
Oder - auch so ein Wahrnehmungs-Ding: Verdrängung. Also dass sie eure Probleme und Sorgen wegen der Mama nicht lesen will (=kann). Weil sie auch schon so Angst hat, dass ihre Mama...
Oder_2: nichts von all dem. Einfach Überforderung. Ihr Leben und Alltag (warst ja länger ihre starke Schulter...) klingt schon bissl nach Stress und viel los. Und dann haut das Hirn ohne Federlesens alles raus, was nach noch mehr Ärger klingt bzw. einfach nach "Eingang"
Was ich sagen will: Wage mal den Gedanken, dass das nichts mir dir zu tun hat im Sinne von, du hast was falsch gemacht.
Was hat sie eigentlich gesagt, als du interveniert hast? (sorry, das hab ich nicht so geschnallt, wie ihre Reaktion war - ich hoffe, du hast reagiert
)
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11.12.2019, 18:49
AW: Ich bin unsichtbar und unhörbar?
@Regi: Hier auch einen Gruß aus Bayern!

- Dank Rokeby sag ich nur zusätzlich: Ich finde, du liest dich heute sehr klar, sehr straight, deine Wut kann ich sehr gut nachvollziehen. Wünsche dir trotz allem einen ruhigen Abend. Vielleicht Badewanne oder heißen Tee, schöner Film, gutes Buch?
Be a voice not an echo.
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12.12.2019, 12:53Inaktiver User
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12.12.2019, 13:49
AW: Ich bin unsichtbar und unhörbar?
@Registriert2018 (Inaktiver User)
Hast du dein Problem gelöst, dass du dich abgemeldet hast oder nimmst du dir nur die Möglichkeit, zu schreiben was in dir vorgeht, weil du hier gesehen und gehört (gelesen) wirst?
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16.12.2019, 20:08Inaktiver User
AW: Ich bin unsichtbar und unhörbar?
Hallo,
ich hab mich aus Versehen gelöscht- Migräne macht's möglich, nicht zu verstehen, dass man explizit gefragt wird, ob man sich wirklich löschen möchte...
Dann kamm mein Kampf gegen die Captchas ;)) Aber jetzt hat es geklappt und ich bin - mit anderem Nick - wieder da.
Und mit Erkenntnissen. Eine davon ist, dass ich aufhören MUSS, in Kommunikation zum wandelnden Fragezeichen zu mutieren. Ich frage wirklich SEHR viel.
Die letzten Tage fiel es mir extrem auf, wie viel ich eigentlich frage, da ich mir vorgenommen habe, mal NICHT nachzufragen. Normalerweise läuft ein Kontakt mit mir nämlich so:
Person A " Kuck mal, ich bin / habe / mache xy" (der Einfachheit halber nehme ich "ich bin")
Ich: " oh wie interessant! Wo bist Du genau? "
Person A: " na in,x, z machen"
Ich: " ach, ja, wie läuft es? Bist Du schpn fertig mit dem xyz? Wie lief es?"
Person A: 2nee, ging nicht, ist ausgefallen"
Ich:" oh schade. Warum? Was machst Du jetzt statt dessen?"
So. Meine Antworten sind wörtlich aus einer WA Unterhaltung mit einem Freund, der zu diesem Zeitpunkt in x war um y zu machen, weit weg von zuhause. Das ging gute 20 Minuten so. Ich hab den guten Menschen mit Fragen zugeballert. Das selektiert enorm. Ich würde, würde ich einer Person wie mir begegnen, vollkommen verschreckt sein und mich ziemlich "creepy" finden. Andere Menschen scheinen sich zu denken "mensch, ENDLICH sprechen wir mal über was wirklich interessantes, nämlich MICH"- und fordern das dann ein.
Ich habe meine Kommunikation, nachdem mir aufgefallen ist, DASS es so ist (und im weitern Nachgang dann auch WARUM das so ist- ich hab' das nämlich nicht seit Kindesbeinen, das ist schon mal eine gute Nachricht), massiv umgestellt.
Ich tätige nur noch Aussagesätze. Freundlich, aber Aussagesätze. Keine Fragen mehr. Und schon haben sich zwei der wirklich intensivst zu betreuenden "Freunde" schweigend zurückgezogen - mit denen ich vorher am Tag ständig Kontakt hatte-. Dass das bitter ist. ja. Das ist halt leider jetzt so.
Vielleicht hilft meine Erfahrung jemand anderem weiter.
Was für mich auch sehr hilfreich war, neben dem Austausch hier und dem sehr respektvollen Umgang mit mir, war dieses Video:
YouTube
Ich bleibe aber trotzdem hier und antworte allen noch ordentlich - aber erst wenn diese Dauermigräne durch ist, wir haben DERART Föhn.... Bayernmalus, dafür konnte ich die Kampenwand vom Wohnzimmer aus sehen.... und ich habe ja erst einen Erkenntnisstein gewonnen, dank Euch, das kann ich tatsächlich nicht oft genug sagen!
DANKE
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16.12.2019, 20:18Inaktiver User
AW: Ich bin unsichtbar und unhörbar?
Zu dem Thema "mir geht es hundeelend"; ich gehe nicht konform mit der Meinung, dass die Botschaft vom Rezipienten abgenickt werden muss.
Sie ist wahr, und bleibt wahr, solange ich sie als wahr erachte. Dass das Gegenüber darauf nicht reagieren muss oder in einer vollkommen anderen Art reagieren darf als von mir gewünscht, steht natürlich ausser Frage, aber entsprechend steht es mir dann frei, erst die Reaktion suboptimal zu finden, mich zu ärgern oder anderweitig emotional zu reagieren und bei Wiederholung die Beziehung (bzw. die Symmetrie) massiv in Frage zu stellen.
In Kurzform: Natürlich darf sich mein Gegenüber aufführen wie ein Büffel, aber dann habe ich das Recht zu sagen " so möchte ich nicht behandelt werden".
Es muss reichen, wenn ich in der gemeinsam beherrschten Sprache darauf aufmerksam mache, dass es mir nicht gut geht. Alles andere fände ich a) entsetzlich b) eine Form von Victim blaming, mit der ich nichts zu tun haben möchte und c) einer Freundschaft nicht würdig.
Tut mir leid, dass ich diesbezüglich etwas schärfer im Tonfall werde.Geändert von Inaktiver User (16.12.2019 um 20:34 Uhr)
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16.12.2019, 20:28Inaktiver User
AW: Ich bin unsichtbar und unhörbar?
Hallo R_Rokeby,
justament diese Freundin kam in den Genuss des "nur noch Aussagesätze". Sie schweigt. Mein Mann lacht sich scheckig und sagt " lustig, sonst hingst Du mindestens (er bestand darauf, dass ich das "Mindestens" noch hinzufüge und meinte 'da ist sie erst warm gelaufen')bis 22 Uhr mit ihr in irgendeinem Problemgespräch"
Warum sie mich damals nicht gehört hat- ich kann darüber nur spekulieren. Wir hatten ein Gespräch, in dem ich meiner Meinung nach klar gemacht habe, dass ich mich in dem Moment alleine gelassen gefühlt habe, was sie mit " aber Schätzchen, ich WEISS doch, wie schlecht es Dir geht........... übrigens, wenn Dir gerade furchtbar langweilig ist, könntest Du xyz": quittierte.
Wusste ich ehrlich gesagt auch nicht mehr, was ich tun sollte und entschwand mit einem Vorwand. Eskalieren wäre sinniger gewesen, das stimmt.
Hallo Blue2012, das finde ich interessant. Ich fand mich nämlich überhaupt nicht straight und klar im letzten Beitrag, sondern ziemlich emotional. :) Faszinierend, wie die Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung auseinander gehen. Ich hatte schon Sorge, dass irgendjemand mein Wirrwarr verstehen kann.:)
Die Badewanne hat mich nicht gesehen, aber der Weiher. Es war a***kalt :)Geändert von Inaktiver User (16.12.2019 um 20:32 Uhr) Grund: ergänzt
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16.12.2019, 23:20Inaktiver User


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