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  1. Avatar von chaos99
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    AW: Wie geht Ihr mit Enttäuschungen um?

    Zitat Zitat von brighid Beitrag anzeigen
    unwichtig - hochzeitstag?


    wenn übers ganze jahr die beziehung knirscht und knackst- reisst es ein einzelner tag, ein einzelner blumenstrauss auch nicht raus.
    Naja...da kommt ja noch Muttertag und Valentinstag hinzu, um Wertschätzung zu erzwingen:))))

    Ja...da nicke ich.
    Wer da so dramatisch Wert darauf legt, merkt gar nicht, dass etwas generell gewaltig schief läuft zuhause.
    Eindeutig...kann man auch nicht weg diskutieren.

  2. Avatar von luftistraus
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    AW: Wie geht Ihr mit Enttäuschungen um?

    Zitat Zitat von chaos99 Beitrag anzeigen

    Und Leute, die aus dem Grunde sogar Menschen in ihrem Umfeld "aussortieren", solche Erfahrung generell mit Komplettvermeidung vergleichbarer Situationen behandeln, landen unweigerlich in einer Sackgasse.
    ich sortiere oft Menschen in meinem Leben aus. Deswegen bin ich in der Sackgasse gelandet?

    Sehe ich nicht so, ich habe eine Meinung/Einstellung, welche Menschen ich in meinem Dunstkreis haben möchte.
    Beruflich ist man gezwungen mit jedem zu tun zu haben. Privat sehe ich es als Privileg das selbst entscheiden zu dürfen.

    Und wenn die Konsequenz ist, das es sehr wenige Menschen sind, damit kann ich gut leben

    Zitat Zitat von chaos99 Beitrag anzeigen
    So etwas vergisst man auch mal in Alltagswirren, wenn man es nicht irgendwo einträgt (um keinen Ärger zu bekommen????....oje).
    Das ändert Null an der Liebe zum Partner.

    Diese überzogene Reaktion vielerorts zeigt IMO nur eine selbst wahrgenommene fehlende Wertschätzung insgesamt in einer Partnerschaft.
    Mehr nicht.
    So sehe ich das auch.

    Mein Mann hat mir das nicht übel genommen. Im Gegenteil, wir haben gelacht und es ist ein Beziehungs-Insider daraus entstanden - das verbindet ;)
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.


  3. Registriert seit
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    AW: Wie geht Ihr mit Enttäuschungen um?

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Ich finde es auch etwas verzerrend, wenn aus dieser außergewöhnlichen Situation (die man für sich betrachten könnte)- eine allgemeine Lebensfrage von Enttäuschungen folgt. (selbst, wenn sich Aspekte sicher hier und dort parallel zeigen).

    Ja, das stimmt. Wobei es ja ein allgemeines Thema der TE ist. Sie brachte den Hochzeitstag als Beispiel.

    Es scheint als ob die TE in dieser
    Krise einiges in Frage stellt. Auch nicht unüblich. Darum würde ich sagen es geht auch darum sich allgemein zu sortieren.....
    Richtig, liebe TE?
    Still Sail(y)ing.

    vindpinad ist schwedisch und heisst windzerzaust.

  4. Avatar von chaos99
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    AW: Wie geht Ihr mit Enttäuschungen um?

    Zitat Zitat von luftistraus Beitrag anzeigen
    Mein Mann hat mir das nicht übel genommen. Im Gegenteil, wir haben gelacht und es ist ein Beziehungs-Insider daraus entstanden - das verbindet ;)
    Jep.
    Ich liebe ja meine Frau rund um die Uhr und zeige ihr das immer ...nicht den Tag alleine.

    Bei TE ist das Thema sehr klar....es kriselt eh...und dann gezielt "vergessen"....

  5. Avatar von brighid
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    AW: Wie geht Ihr mit Enttäuschungen um?

    Zitat Zitat von luftistraus Beitrag anzeigen

    Beruflich ist man gezwungen mit jedem zu tun zu haben. Privat sehe ich es als Privileg das selbst entscheiden zu dürfen.

    Und wenn die Konsequenz ist, das es sehr wenige Menschen sind, damit kann ich gut leben
    )
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern


  6. Registriert seit
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    AW: Wie geht Ihr mit Enttäuschungen um?

    Allgemein gehe ich mit Enttäuschungen so um daß ich sehr schnell aufgebe.
    Wenn ich von anderen Menschen enttäuscht werde bestätigt es daß es sicherer/besser ist wenn ich alleine bin.

    Zitat Zitat von Kara_Thrace Beitrag anzeigen
    In mehreren Strängen hier im Forum ging es um Einsamkeit, und sie hatten alle ein verbindendes Element: die Einsamen waren nicht „allein“, sondern von vielen netten Menschen umgeben, die aber alle nicht „genügten“, weil sie irgendwelche Erwartungen nicht erfüllten.
    Einsamkeit ist immer im Inneren.
    Was mich betrifft fürchte ich daß ich mir nicht aussuchen kann wodurch ich Zugehörigkeit empfinde, wann ich mich nicht einsam fühle. Mit vielen "netten" Menschen um mich fühle ich mich noch einsamer weil die so fremd sind und ich mich stärker abgetrennt fühle.

    Also wenn ich schon einsam bin dann lieber alleine.
    Zitat Zitat von putulu Beitrag anzeigen
    Ich kann nur von meinen Erfahrungen sprechen: Mit den "richtigen" Menschen gibt es kaum Enttäuschungen.
    Wenn ich weiß, was ich will und ich mich nur mit Menschen umgebe, die ...
    Dumm wenn man die richtigen nicht findet.
    Geändert von Smirkster (16.11.2019 um 12:29 Uhr)


  7. Registriert seit
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    AW: Wie geht Ihr mit Enttäuschungen um?

    Zitat Zitat von vindpinad Beitrag anzeigen
    Ja, das stimmt. Wobei es ja ein allgemeines Thema der TE ist. Sie brachte den Hochzeitstag als Beispiel.

    Es scheint als ob die TE in dieser
    Krise einiges in Frage stellt. Auch nicht unüblich. Darum würde ich sagen es geht auch darum sich allgemein zu sortieren.....
    Richtig, liebe TE?
    Auf jeden Fall ist dieser für mich besondere Tag in die Krise eingebettet, ja.
    Ich möchte mich bei Euch allen bedanken, auch wenn ich natürlich nicht auf jeden Post eingehen kann. Ich habe alle gelesen.

    Was die Wertschätzung angeht ... es ist möglich, dass ich da generell zu viel erwarte und von meinem Mann kommt leider sehr, sehr wenig. Aber das war schon immer so. Ich würde sagen so ist er, auch wenn es im Laufe der Jahre irgendwo schmerzt, dass NICHTS gewürdigt wird. Ich sehe, wenn jemand etwas richtig gut macht und sage das auch, weil es mir ein Bedürfnis ist.
    Wenn ich mir so auf der Zunge zergehen lasse was Ihr teilweise so geschrieben habt liegt das Problem ganz bestimmt bei meinen Erwartungen. Und es sind zwei Dinge, einmal das allgemeine und dann eben konkret unsere Krise.

    Er hatte sich gefreut und ganz pikiert entschuldigt und dass ich immer "so" bin (klang wie so umsichtig, oder lieb) und ihm das jetzt voll peinlich ist, dass er nichts für mich hat. Und ich denke einfach, wenn man eine Beziehung retten will, denkt man besonders auch daran, welche Erwartungen der andere z. B. gerade am Hochzeitstag haben könnte und wischt den nicht einfach so weg. Zumal es bei uns Tradition ist eine Kleinigkeit zu schenken, auch wenn wir schon alles haben. Es ist ja die Geste und wenn es nur ein selbst gepflücktes Blümchen gewesen wäre (worüber ich mich vielleicht am meisten gefreut hätte, wenn er es nicht erst im Laufe des Tages irgendwo auf ner Hundewiese gesucht hätte natürlich).
    Ensamkeit kann eine Rolle spielen, aber einsam bin ich nicht, oft allein, das ja.

    Interessant, dass für viele von Euch der HT nicht so wichtig zu sein scheint. Ich glaube, früher hätte uns das auch passieren könne, dass er vergessen wird, aber in unserer Situation ziehe ich einfach öfter Bilanz als früher und lege für mich auch einges mehr auf die Goldwaage.

    Aber meine Beziehung und das Thema hier ... das überschneidet sich ja nur. Ich weiß nicht wie man es schafft seine Erwartungen zu reduzieren, oder einfach keine zu haben, gerade bei den Menschen, die einem am nächsten sind.
    Nutze den Tag. Es ist schon später, als du denkst.

    Sollte ich mich hier einmal länger nicht melden, so liegt das an meinen Nerven. Unsere Internetverbindung benötigt mitunter einen halben Tag, um eine Seite aufzubauen, Man fliegt ständig raus, egal, ob man in einem Forum rumhängt, oder online-banking macht. Zum mobilen telefonieren gehen wir auf einen nahe gelegenen Hügel. Wir wohnen nicht im Indischen Ozean, wir leben in diesem reichen, fortschrittlichen Deutschland.


  8. Registriert seit
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    AW: Wie geht Ihr mit Enttäuschungen um?

    Du könntest weiter kommen, wenn es Dir gelänge, die Lupe, mit der Du derzeit die Dinge betrachtest, einmal beiseite zu legen. In vielen Beiträgen steht nicht das, was Du offenbar heraus liest.

    Da steht nicht, dass Du nichts erwarten darfst. Da steht vor allem, dass Du das, was Du wünschst, hoffst, brauchst in erster Linie aus Dir selbst heraus generieren und multiplizieren könntest. Es folgt eine Befreiung - es ist nicht mehr notwendig darauf zu warten, dass ANDERE das für Dich übernehmen. Du übernimmst selbst die Verantwortung dafür.

    Man kann das natürlich auch so ausdrücken, dass man von anderen Menschen nichts mehr erwartet. Das wäre eine negative Art und Weise - und zugleich eine, die schwer umzusetzen ist, denn etwas NICHT zu tun ist viel schwieriger, als etwas ANDERS zu machen oder NEU zu beginnen.

    Wer gut für sich selbst sorgen kann, wer Verantwortung für seine Themen, sein Leben, sein Wohl übernimmt, empfindet alles, was an Zuwendung hinzu kommt, als Bonus, als Geschenk. Er muss es nicht erwarten - es kommt, oder es kommt eben nicht.

    Viel wichtiger ist dann die Ausrichtung auf das, was jeder selbst gerade tut.

    Da wir andere nicht ändern können, voraus gesetzt, dass wir denn wirklich etwas verändern möchten - und das ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit, selbst wenn wir etwas beklagen! - bleibt letztlich als logische Konsequenz nur, bei uns selbst zu beginnen, auf Veränderungen hinzuwirken.

    Manchmal ist das jedoch gar nicht das Ziel. Es geht nicht um Veränderung, sondern nur darum, dem internen Skript weitere Kapitel hinzu zu fügen. Auch das ist eine Wahl, die jeder frei ist zu treffen.

    Lupen wechseln zu können hat Risiken und Nebenwirkungen - wir können entdecken, wie stark wir uns bemüht haben, alles, was nicht in unsere bevorzugten Lupen passt, irgendwie passend zu machen. Wir sehen dann, was wir sehen WOLLEN. Sich davon frei zu machen bedeutet, freiwillig andere Positionen der Betrachtung zu wählen, auch wenn diese zunächst fremd scheinen. Wir können so wachsen. Unsere Lupen werden großzügiger und beziehen auch die Peripherie mit ein.

    Automatisch wird der Blick weicher. Er ist nicht mehr fixierend, denn wir gewinnen eine innere Balance, die selbst dann das Gleichgewicht nicht verliert, wenn sie in ein tiefes Loch tritt. Auch das bedeutet Freiheit. Es ist ein wunderschönes Gefühl, den Weg gehen zu können, ohne permanent nach Hindernissen zu schauen, im Vertrauen darauf, dass die Füße beweglich genug sind uns mithilfe des Bodens zu tragen. Der Kopf wird frei. Der Atem fliesst. Die Augen können alles betrachten, was sie interessiert.

  9. Avatar von Klecksfisch
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    AW: Wie geht Ihr mit Enttäuschungen um?

    Ich schreibe was zu meinen Erwartungen, hatte ich vergessen.

    Meine Erwartungshaltung bin ich los geworden seid ich ein Ehrenamt zum vorlesen in meinem Kindergarten habe. Jeder Vorlesetag ist anders, hätte ich nicht erwartet .Dieses Ehrenamt war für mich sehr lehrreich, um über meine Erwartungen nachzudenken bzw. dahinter zu kommen warum ich gerade diese Erwartung habe, ob sie realistisch ist oder woher das Ding gerade kommt. Ich bin zu dem Schluß gekommen, daß es für mich sinnvoll ist, keine Erwartungen mehr zu haben oder sie sehr zu reduzieren. Auf jeden Fall ist es heute so, daß ich mir vor dem Ereignis Gedanken mache, was ich erwarte und ob die Erwartung realistisch ist oder ob ich sie aufgeben kann oder meine Erwartungen in den Situationen anpasse, wenn ich sehe ich bin auf dem Holzweg.

    Es gab von mir Erwartungen an Erwachsene, die so gedacht waren, daß sich die Menschen genauso verhalten wie ich mich verhalten würde. Nur der Knackpunkt war, sie wußten nicht wie ich mich verhalten würde.

    Ich hatte mal eine Frau im Auto mitgenommen. Ich kann es überhaupt nicht leiden, wenn ich beim Autofahren zugetextet werde, ich kann dann nicht mehr fahren, geht nicht. Das wußte sie nicht und ich hatte daher nichts gesagt. Ich war davon ausgegangen, daß sie das macht, was ich machen würde: Die Klappe halten, weil ich weiß der andere muß sich auf den Verkehr konzentrieren. Sie hat die Klappe nicht gehalten, sondern wurde immer lauter. Weil mir das ganze zu dem Zeitpunkt nicht bewußt war, konnte ich auch nichts sagen. Die Erkenntnis kam später als ich zu Hause war. In Zukunft, wenn ich noch mal jemanden mitnehme, wird vorher geklärt was ich kann und was ich nicht kann.

    „Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch“ (Dalai Lama)
    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)
    Ich hab keine Zeit das Gute in den Garstigen zu suchen!



    Geändert von Klecksfisch (16.11.2019 um 14:02 Uhr)

  10. Avatar von schafwolle
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    AW: Wie geht Ihr mit Enttäuschungen um?

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Hier geht es aber nicht um um einen üblichen Hochzeitstag.
    Statt dessen ist dieser Termin eingebettet in eine Beziehungskrise.
    So verstehe ich das ebenfalls - und finde die Diskussion, ob "einem"
    Hochzeitstage an sich wichtig sind oder nicht in diesem Fall überhaupt nicht
    zielführend.


    Zitat Zitat von Wegwarteline Beitrag anzeigen
    Was die Wertschätzung angeht ... es ist möglich, dass ich da generell zu viel erwarte und von meinem Mann kommt leider sehr, sehr wenig. Aber das war schon immer so. Ich würde sagen ... dass NICHTS gewürdigt wird.
    Ich habe es vermutlich überlesen bzw. noch nicht mitbekommen aus
    anderen Strängen ... aber wie lange seid Ihr verheiratet?

    Wenn Dein Mann schon immer (!) so war, dass er nichts geschätzt und
    gewürdigt hat - dann nehme ich an, dass Du bisher in einem Zustand ziemlicher
    Unzufriedenheit, gepaart mit der Hoffnung, er möge sich ändern, verbracht hast.

    Kann es sein, dass genau das ein Teil Eurer Ehekrise ausmacht?


    Er hatte sich gefreut und ganz pikiert entschuldigt und dass ich immer "so" bin (klang wie so umsichtig, oder lieb) und ihm das jetzt voll peinlich ist, dass er nichts für mich hat.
    Ist natürlich schwer für einen Außenstehenden, diese Bezeichnungen
    einzuordnen.


    Interessant, dass für viele von Euch der HT nicht so wichtig zu sein scheint.
    Ja, so ist das wohl.
    Manchen sind Hochzeitstage ziemlich wichtig, anderen Menschen weniger oder gar nicht.

    Ich denke, hier ist ausschlaggebend, wie man das als Paar, im gegenseitigen
    Einvernehmen, bewertet und letztlich gestaltet.

    Aber allzu viel Bedeutung würde ich diesem Thema trotzdem nicht zugestehen.


    (Alle Hervorhebungen von mir)

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