Wenn 5 min. auf 42,2 km Dir das wert sind, okay. Wäre es mir niemals.
Mir fällt gerade auf, dass Deine zweite Signatur, Kara, inhaltlich dasselbe besagt wie meine (wobei Thompson dieses "Wow!" ja leider ausschlug, als er sich eine Kugel in den Kopf jagte).
Es lässt mich schmunzeln, dass wir ganz unterschiedliche Herangehensweisen daran haben.
Antworten
Ergebnis 51 bis 60 von 129
-
05.11.2019, 15:07
AW: Wenn man Vieles kann, aber nichts so richtig?
Wir werden weitermachen!
-
05.11.2019, 15:11Inaktiver User
-
05.11.2019, 15:14
AW: Wenn man Vieles kann, aber nichts so richtig?
Wir werden weitermachen!
-
05.11.2019, 15:29Inaktiver User
AW: Wenn man Vieles kann, aber nichts so richtig?
Von 3 kg Gewichtsverlust macht sich keiner den Körper kaputt.
Aber um wieder zum Strangthema zurückzukommen: für mich läuft das unter „frühzeitige Klärung“. Die Läuferin in dem Onlibe-Forum will wissen, ob sie da ihre Ziele erreichen kann oder die Energie lieber in was anderes steckt. Wenn das Training bislang leistungsangepasst war und dann auch drei kg weniger nicht zum gewünschten Ergebnis führen, ist es doch ok zu sagen: dann ist das eben nichts für mich. Alternativ kann man nichts ändern/sich keinen Rat holen und jahrelang frustriert auf dem gleichen Niveau bleiben, obwohl man an anderen Sportarten ja vielleicht mehr Spaß hätte. Mein Verständnis war, dass die TE viele Dinge auf eben diesem mittleren Hobbyniveau betreibt (grundsätzlich ist es ja eine gewisse Leistung, überhaupt 10 km am Stück laufen zu können) und sich dann ärgert, dass sie eigentlich nirgendwo so richtig weiterkommt.
-
05.11.2019, 15:38
AW: Wenn man Vieles kann, aber nichts so richtig?
Eben nicht zwingend!
Alternativ kann man sich auch von seinem Ziel, eine bestimmte Zeit zu schaffen, verabschieden und das Laufen wieder um des Laufens willen genießen, ohne frustriert zu sein, dass man nicht mehr erreicht. Denn vielleicht macht einem das Laufen ja auch dann Spaß, wenn man einfach entspannt vor sich hindilettiert (bei mir ist das so).Wir werden weitermachen!
-
05.11.2019, 15:40
AW: Wenn man Vieles kann, aber nichts so richtig?
Wenn ich von mir ausgehe, dann steht tatsächlich der Genuss und der Spass an erster Stelle. Ich mache nichts, um irgendwie die Beste zu sein. So auch beim Tanzen. Ich wollte es ausprobieren und bin weit gekommen und irgendwann kamen kaum Figuren dazu und es wurde langweilig....Auf Turnierniveau wollte ich nie tanzen. Das gleiche beim Wandern. Mir reicht es, wenn ich den Blick von oben aus genießen kann. Es muss nicht der höchste Berg sein.
Die Persönlichkeiten sind doch recht unterschiedlich. Beim Wandern:
ich: gehe gemütlich, genieße die verschiedenen Aussichtspunkte, beobachte die Natur udn Tiere, mache gerne mal eine Pause
meine Schwester: möchte schnell nach oben und duldet Pausen nicht. Es geht darum schnell hochzukommen, als sei man in Eile oder hat eine vorgegebene Zeit.
Sie versteht mich dann nicht, dass es mir darum geht wahrzunehmen, als irgend einem Ziel hinterherzuspringen.
Mir geht es da im Prinzip wie @mediterraneee. Ich würde mir beim Laufen auch eher die Natur anschauen und alles beobachten. Das ist eben das was mir im Fitnessstudio gegen den Strich geht und ich daher niemals eines betreten werde.
-
05.11.2019, 16:20Inaktiver User
AW: Wenn man Vieles kann, aber nichts so richtig?
Ich persönlich habe die Problematik, das ich an vielem Interesse habe und dann auch noch gut darin sein möchte.
Ich bin ehrgeizig und stürze mich voller eifer in eine Sache um sie nach wenigen Wochen wieder sein zu lassen.
Bei manchen Dingen bin ich durchaus erfolgreich gewesen... aber dann kommt bei mir der Haken dran und fertig.
Andere Dinge habe ich kein Talent und dann frustet es mich und dann kommt Haken dran.
Ich lebe aber ganz gut damit. Mein Umfeld hat da mehr Verständnis Probleme mit mir. Ich höre oft: Schade das du das nicht mehr machst..... Warum hast du damit aufgehört? Du warst doch so gut.
Mein Interesse flacht einfach relativ schnell ab. Ich bereue allerdings nichts von all den Dingen, die ich getan habe.
Es waren immer Erfahrungen die ich behalten darf.
-
05.11.2019, 16:31Inaktiver User
AW: Wenn man Vieles kann, aber nichts so richtig?
Ein schönes Thema. :-)
Ich habe mich mal durchgelesen, auch das mit dem Scanner und dem Taucher. Man kann nicht alle in die zwei Kategorien einordnen, oder? Ich sehe mich mit einer Tendenz zum Scanner.
Ich bin nach dem Studium ganz schnell in einen "bunten" Job gewechselt, den ich später "im Westen" mangels Ausbildung nicht mehr weiterführen konnte. So nahm das Schicksal seinen Lauf.
Ich habe vieles ausprobiert und unterschwellig immer darunter gelitten, dass ich von dem, was ich gern mache, einfach nicht genug Basiswissen habe. Ich hatte einen Weg gefunden das Beste draus zu machen und war lange selbstständig. Innerlich aber immer eine gewisse Unsicherheit und die Vermutung, dass ich gar nicht richtig gut sein kann, auch wenn es so scheint.
Es beruhigt mich zu lesen, dass es anderen ähnlich geht, aus welchen Gründen auch immer.Geändert von Inaktiver User (05.11.2019 um 20:47 Uhr)
-
05.11.2019, 18:03
AW: Wenn man Vieles kann, aber nichts so richtig?
Vielen lieben Dank für eure vielen Antworten, ich versuche einzeln darauf einzugehen.
Das kann sein. Ich kenne es vom Job und auch privat - wenn ich etwas Druck habe, bin ich zu sehr Vielem in der Lage. Fehlt der Druck, dann mache ich zwar schon auch was, aber eben weniger, langsamer, ...
Mittlerweile sehe ich schon auch eher den Weg als Ziel, aber den Leistungsgedanken kenne ich dennoch. Ich glaube nur, dass in vielen Themen auch der Fleiß zählt und oftmals lasse ich mich (zu?) früh abschrecken, nur weil mir nichts zufliegt.
Da muss ich mal drüber nachdenken. Ich weiß nicht, ob ich aktuell etwas "mitschleppe", aber das ist bestimmt ein guter Ansatz. Ich muss mich auf jeden Fall irgendwie mehr fokussieren.
Bei mir ist (und war es auch immer) aber so, dass der Spaß auch häufig mit der Zeit kommt - man macht etwas häufig, wird darin besser, und je besser man wird, desto mehr Spaß macht es. An den Punkt komme ich aber heute erst gar nicht.
Den Gedanken kann ich gut nachvollziehen. Ich treibe auch (relativ leistungsorientiert) Sport und kenne daher die Frage nach den Zielen und dem Weg - und der Überlegung, was wohl wichtiger ist.
Vermutlich spielt das aktuell mit eine Rolle, da im Herbst/Winter in meiner Sportart eher weniger passiert und ich daher auch in einer "undefinierten" Phase bin, ohne konkretes Training o.ä.
Ich bin in meinem Sport weder besonders gut, noch besonders schlecht. Das heutige Niveau habe ich mir durch Fleiß über die letzten Jahre erarbeitet. Auch wenn es hin und wieder schwierig war, sich moralisch nicht von den "Naturtalenten" demotivieren zu lassen - hier gelang es mir ganz gut, am Ball zu bleiben.
Da muss ich mal drüber nachdenken.
Ich glaube, hier liegt evtl. das Problem begraben. Früher war ich sehr perfektionistisch - das Motto war immer "ganz oder gar nicht". Davon bin ich weg gekommen, weil ich es für mich nicht mehr als eine erstrebenswerte Eigenschaft betrachte. Ehrgeiz ja - aber Verbissenheit hat für mich zu viele negative Folgeerscheinungen.
Daher ist für mich mittlerweile durchaus der Weg ein Ziel und ich genieße das - wie zum Beispiel beim Sport der Prozess, im Lauf der Zeit zu merken, wie man besser wird. Dann ist auch das Endergebnis nicht mehr sooo wichtig, weil man schon auf dem Weg dahin so viel Freude hatte.
Auch hierüber muss ich mal in Ruhe nachdenken.
Das trifft auf mich vermutlich auch zu! Ich finde auch nicht, dass ich in irgendetwas "von Natur aus" gut bin und fokussiere mich auch auf Dinge, in denen man viel durch Fleiß erreichen kann.
Auch OT, ich kann hier aber nur zustimmen - abnehmen hilft in der Tat, ich musste/durfte das selbst feststellen. Gehört dann aber wirklich in ein anderes Forum ;)
Kann ich verstehen - ich bin beruflich auch eher ein Allrounder und komme "eigentlich" gut damit klar, habe aber auch immer wieder die Frage im Kopf, ob ich überhaupt "gut genug" bin oder sein kann.
Du bist definitiv nicht allein :)
Danke für eure vielen Anregungen, ich werde über einige Dinge mal intensiver nachdenken.
Vor einigen Jahren habe ich das Buch "Was heißt schon Talent" gelesen - fand ich sehr gut. Und hier wurde auch beschrieben, dass "Talent" an sich eigentlich gar nicht vorhanden ist, bzw. dass es zwar eine gewisse Veranlagung gibt (ein großer Mensch mit langen Armen wird tendenziell ein besserer Schwimmer sein können, als ein kleiner Mensch mit kurzen Armen), dass es aber auch zahlreiche (ich glaube 6?) andere Dinge gibt, die Einfluss haben.
Und wie schon gesagt, ich habe in meinem Leben das meiste durch Fleiß erreicht. Aktuell ist es aber so, dass ich zu dieser Schwelle, an der ich dann Zeit und Muße investieren möchte, gar nicht erst komme.
Ich sehe etwas - z.Bsp. Malerei - und denke "oh toll, aber schau mal, die machen so tolle Sachen, das wirst du nie können, und wenn, dann malst du ja nur ab".
Also lasse ich es.
Und gleichzeitig sehe ich Kollegen und Freunde, die ein neues Hobby anfangen (ohne da ein erkennbares "Talent" zu haben) und sich in kurzer Zeit mit viel Fleiß und Freude soweit einarbeiten, dass ich wirklich begeistert bin. In den Momenten wird mir dann eng um's Herz, weil ich denke - siehst du, du musst nur Zeit investieren!
Winterkind
-
05.11.2019, 18:47
AW: Wenn man Vieles kann, aber nichts so richtig?
Naja, Malerei ist aber nun auch kein leichtes Feld. Hier braucht man wirklich ein besonderes Talent, das sich durch pures Üben nicht erreichen lässt. Und hier gibt es natürlich auch sehr viele Vorbilder, die wirklich Besonderes schaffen und auf einem extrem hohen Niveau arbeiten. Dass man da leicht den Mut verliert, wenn man sich die eigenen Versuche ansieht, finde ich naheliegend. Auf diesem Gebiet wirkliche Erfolgserlebnisse zu haben, ist eine große Leistung.
Vielleicht beginnst Du mit zeichnen oder Collagen o.ä.
Wird Dir eng um´s Herz, weil Du denkst, Du könntest das gar nicht, was Deine Freunde zustande bringen oder weil Du nicht das Durchhaltevermögen hast, das es braucht, um Erfolge zu erzielen? Das sind ja zwei Paar Schuhe.Wir werden weitermachen!


Zitieren


