Das schrieb ich ja schon, natürlich geht "alles" wenn man es wirklich will. Was ich aber möchte ist, dass es mir nicht noch schlechter geht als jetzt. Das zu meinen ganzen Problemen noch finanzielle kommen.=ja-aber;34348378]
Wenn Du wirklich gehen WILLST, dann kannst Du ganz konkrete Schritte machen.
- geh zur Schuldnerberatung (das habe ich bei der Trennung getan), lass Dir durchrechnen, wie viel Geld du BRAUCHST
- Dir steht Unterhalt zu von Deinem Mann
- Du bist noch jung, Du kannst ggf. auch anders oder mehr arbeiten je nachdem, was Du machst
- Du könntest ggf. so wohnen, dass Du ohne Auto zur Arbeit kommst, Fahrgemeinschaft, Bus...
- Du musst ja nicht allein wohnen, WG...
Du hast Deine erwachsenen Kinder immer unterstützt, wenn sie Dir helfen wollen würden, ja warum denn nicht? Entscheidungen! Die sind erwachsen.
Ich bin nach meiner Trennung über ein Jahr ohne Auto dagestanden und hab mich und zwei Kinder mit 500 Euro monatlich durchgebracht. Weil ich das Haus übernommen habe damals. Ich hab alles Mögliche unternommen, um das irgendwie hinzukriegen. Es waren Scheißjahre. Gar keine Frage. Aber es MUSSTE gehen, denn mein Ex wollte das so. Wenn Dein Mann Dich rauswirft, muss es auch gehen (Szenario).
Klar geht das!
Würde ich in einer Stadt leben, sähe die Sache auch anders aus, aber bei uns gibts keine Linienbusse, keine U- oder S-Bahnen. Auch Fahrgemeinschaft geht nicht, da ich in einem Kaff wohne und in einem noch kleineren Kaff arbeite. Ich komme ohne Auto nicht in die Arbeit.
Es ist wirklich schwierig.....und das sind nicht alles nur ausreden.
Und mein Mann kann mich nicht rausschmeißen, genausowenig wie ich ihn. Das Haus gehört uns beiden. Wir können es nur nicht verkaufen, weil meine Mutter ein Wohnrecht für die Einliegerwohnung hat.
Antworten
Ergebnis 41 bis 50 von 123
-
25.10.2019, 20:58
AW: Ich kann einfach nicht "akzeptieren".....
-
25.10.2019, 21:05Inaktiver User
AW: Ich kann einfach nicht "akzeptieren".....
Ehrlich gesagt sind sie es doch.....
Du willst Duschen ohne nass zu werden ;)
Die Sicherheit und Bequemlichkeit nicht aufgeben aber die Konsequenzen daraus passen auch nicht.
Aber wenn man den Mut aufbringt um etwas zu ändern, siehst du nur den Verlust der finanziellen Sicherheit und unbequemlichkeit.
In diesem Teufelskreis verweilst du bestimmt schon Jahrzehnte und Phasenweise ist es eigentlich gut ertragbar. Bis es wieder hochkocht wie im Moment.
Die Abstände werden kürzer und heftiger.....
---------
Möchtest du meinen Rat hören?
Bleib doch einfach wo du im Moment bist. Keine Trennung und die finanzielle Sicherheit genießen.
Gleichzeitig den Fokus auf Dich richten (Nicht der Ehemann, Affäre, Kinder)
Lerne dich selbst zu lieben und (emotional) unabhängig zu werden.
Such dir ein oder zwei Hobby´s. Geh zur VHS mach eine Foto Kurs oder Tonscheibe. lerne Leute kennen
Eure offene Ehe gibt dir viele Freiheiten.
-
25.10.2019, 21:08
AW: Ich kann einfach nicht "akzeptieren".....
Damit hast den Nagel auf den Kopf getroffen!=ja-aber;34348385]
Aber Dir fehlt irgendwie für mich beim Lesen so was wie Endorphin. Die LUST am Leben.
Ich weiß nicht, wofür das alles gut sein soll und verstehe Leute nicht, die ständig irgendwo Urlaub machen wollen, sich alles mögliche unbedingt anschauen möchten....und noch weniger Leute, die sich jeden "Mist" kaufen möchten....
Mir macht aber auch nichts mehr Spaß.....früher strickte ich noch gerne und nähte viel, spielte (mehr schlecht als recht) Klavier, machte viel Sport.....jetzt kann ich mich grade noch für die Hausarbeit aufraffen und lese etwas, zu allem andern fehlt mir der Antrieb.
Das ist sehr nett von dir, vielleicht mach ich das wirklich.(wenn Du mal da bist, wo Deine Söhne wohnen, melde Dich gern mal, dann nehm ich Dich mit)
-
25.10.2019, 21:10
AW: Ich kann einfach nicht "akzeptieren".....
Und was, wenn es Dir dann BESSER ginge? Wenn es zwar finanziell eng würde, aber Du innerlich aufblühen würdest, weil Du ein neues Leben anfängst, die Dinge anpackst, aus eigener Kraft Veränderungen bewirkst?
Warum gehst Du davon aus, dass sich nichts ändert?
Sich selbst lieben, wie geht das? Nun, zunächst einmal kannst Du versuchen, Dir selbst eine Freundin zu sein. Sprich mit Dir selbst, als wärst Du eine gute Freundin, der es gerade schlecht geht und der Du helfen möchtest. Was würdest Du ihr raten? Hättest Du Mitgefühl mit ihr, weil sie so unglücklich ist? Würdest Du sie in den Arm nehmen und trösten? Würdest Du ihr Deine Hilfe anbieten, ihr Leben in die Hand zu nehmen und etwas zu verändern? Ihr versprechen, dass Du sie nie hängen lassen wirst, immer für sie da sein wirst?
All das kannst Du tun, mit Dir selbst.Wir werden weitermachen!
-
25.10.2019, 21:13
-
25.10.2019, 22:36Inaktiver User
AW: Ich kann einfach nicht "akzeptieren".....
Hallo Aufgewacht,
Du hast diesem Post von @maryquitecontrary
zugestimmt.
Es tut Dir sicher gut hier über all das schreiben zu können, was Dich bedrückt und Antworten zu erhalten. Letztlich wirst Du die Vorschläge nicht ohne professionelle Hilfe umsetzen können, meiner Einschätzung nach.
Du brauchst eine geeignete Therapieform. Um deutlich zu machen worum es bei Dir geht kannst Du die Stichpunkte die Mary genannt hat verwenden.
-
26.10.2019, 08:56
AW: Ich kann einfach nicht "akzeptieren".....
that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum
-
26.10.2019, 12:30
AW: Ich kann einfach nicht "akzeptieren".....
Diese "Sicherheit" und "Bequemlichkeit" musste ich mir schwer erarbeiten. Meine ganze Jungendzeit ging mit sparen und schuften drauf. Es gab in dieser Zeit aber meine Kinder, die ich über alles liebe und die mich liebten, deshalb fiel es mir nicht soo schwer, Abends nie wegzukönnen, keine Urlaubsreise, keinen Freundeskreis.....für das alles fehlte mir die Zeit und auch das Geld. Eine ganz lange Zeit ging es uns so richtig mies.=luftistraus;34348392]Ehrlich gesagt sind sie es doch.....
Du willst Duschen ohne nass zu werden ;)
Die Sicherheit und Bequemlichkeit nicht aufgeben aber die Konsequenzen daraus passen auch nicht.
Jetzt nochmal sowas durchmachen müssen, ohne jemanden an meiner Seite, Nein, das weiß ich ganz sicher, dass ich das nicht schaffe.
.....weil es das ist, was mit Sicherheit auf mich zukommt.Aber wenn man den Mut aufbringt um etwas zu ändern, siehst du nur den Verlust der finanziellen Sicherheit und unbequemlichkeit.
Alles andere könnte kommen, ja, vielleicht. Da ich aber von Natur aus eher eine Einzelgängerin bin und Vereine und dergleichen Gruppenveranstaltungen nicht gerne mag, wäre ich noch mehr auf mich alleine gestellt als jetzt.
Vielleicht sagt dir "Hochsensibel" etwas, das ist eines der wenigen Erkenntnisse die ich aus meinen Therapien mitgenommen habe. Meine hochsensible Veranlagung lässt es mich nur sehr schwer mit mehreren Leuten aushalten. Ich brauche EINE Bezugsperson. So jemanden kennenzulernen ist aber sehr schwer.
Das stimmt!In diesem Teufelskreis verweilst du bestimmt schon Jahrzehnte und Phasenweise ist es eigentlich gut ertragbar. Bis es wieder hochkocht wie im Moment.
Die Abstände werden kürzer und heftiger.....
---------
Da bin ich grade dabei. Ich suchte mir eben diese neue Arbeit, bei der ich mir vorstellen kann, es länger als ein paar Jahre auszuhalten, weil ich dort alleine bin.Möchtest du meinen Rat hören?
Bleib doch einfach wo du im Moment bist. Keine Trennung und die finanzielle Sicherheit genießen.
Gleichzeitig den Fokus auf Dich richten (Nicht der Ehemann, Affäre, Kinder)
Lerne dich selbst zu lieben und (emotional) unabhängig zu werden.
Nebenbei schaue ich immer mal wieder, ob es eine bezahlbare Wohnung in der Nähe gibt und frage auch Bekannte, von denen ich weiß, dass sie eine Einliegerwohnung oder dergleichen haben.
Ich halte meine Augen ganz bewusst offen und versuche Sachen alleine zu machen, die mir Spaß machen. Und ich kann inzwischen schon alleine in ein Cafe oder Essen gehen, aber so richtig Spaß ist das (immer) noch nicht.....aber ich arbeite wirklich daran.
Und ich versuche mir bewusst zu werden, was mir im Leben wichtig ist. Ob ich eine Urlaubsreise brauche, Nein, die brauche ich nicht, es geht ohne und ob ich andere teuere "Sachen" wirklich brauche.....Mein Auto z.B. wäre eins dieser Dinge, auf die ich nur sehr schwer verzichten könnte und meine private Rentenversicherung, die auch sehr teuer ist, weil ich sie erst vor ein paar Jahren abschließen konnte, möchte ich, wenn möglich auch behalten......
Ich bin sehr "kopflastig" und mache nichts reflexartig oder weil mir grade danach ist. Ich muss mir soweit sicher sein, dass ich mir ein einigermaßen "vernünfiges" Leben ALLEINE leisten kann und das geht, im Moment zumindest, noch nicht.
-
26.10.2019, 12:36
AW: Ich kann einfach nicht "akzeptieren".....
Nein, sie ist zumindest in meinem Kopf nicht untergegangen.
Ich habe auch ein paar private Nachrichten bekommen, die mir das gleiche Raten. Mal schaun, ob von euren "Ideen", was mir helfen könnte, für mich tatsächlich in Frage kommen könnte.
Eine Therapie werde ich aber wohl grade eher nicht anstreben, aber ich schau mal, was für Bücher zu diesen Themen gibt.
-
26.10.2019, 14:55
AW: Ich kann einfach nicht "akzeptieren".....
Du weißt nicht, wie du dich selber lieben kannst, wie das geht, aber du weißt wie du andere lieben kannst und wie das geht und du weißt wie Liebe von anderen auszusehen hat? Irgendwie läuft da etwas falsch, das siehst du was bei der letzten Liebesgeschichte passiert ist.
Es geht um das Gefühl, was man für sich selber hat. Es geht um den Glauben, den man an sich hat. Es geht nicht darum etwas zu besitzen, zu machen. Es geht nicht um Auto, Urlaub, Arbeit, Hund, Katze weiß der Geier was noch. Es geht nur um das Gefühl, was du zu dir selber hast und den Glauben an dich.
Wenn du glaubst, du kannst alles schaffen, was dir entgegenkommt, dann hast du Mut und probierst es. Es gibt Umwege, es gibt Niederlagen, es gibt Verluste, es gibt Erfolge, es gibt schöne Dinge, die passieren, du freust dich, du bist stolz auf dich. Das alles gehört dazu, du schaffst es und das ist dein fester Glaube an dich, egal was kommt und wo der Weg dich hinführt, auch wenn du ganz woanders ankommst als ursprünglich geplant, gedacht. Das ist der Weg. Das ist dein Glaube an dich und das ist das Leben.
Es geht um deine Einstellung, die du zu dir hast.
Wenn du dich für einen Versager hälst, der nichts auf die Reihe bekommt. Was glaubst du, was dann passiert?
Du hast jemanden, den du lieben kannst!! Und das bist DU.
Nur wer sich selber liebt, kann andere lieben. Alte Indianerweisheit.
Du kennst keinen Menschen, der alleine glücklich ist? Doch du kennst jemanden: mich. Ich lebe mein ganzes Leben alleine. Etliche gescheiterte Beziehungsversuche und ich vermisse nichts. Ich bin rundherum zufrieden und glücklich.Geändert von Klecksfisch (26.10.2019 um 16:03 Uhr)
Ich bin eine Raupe und du ein Reh. Doch ich werd ein Schmetterling und du wirst Filet.
Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch (Dalai Lama)
Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)


Zitieren

