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  1. Inaktiver User

    AW: Unabhängigkeit vs. Beziehungswunsch

    Zitat Zitat von Zitterdelle Beitrag anzeigen
    Ich bin jemand, der den Wechsel benötigt. Ich lerne sehr gerne neue Menschen kennen, bin oft unterwegs und tausche mich auch freundschaftlich mit sehr vielen Freunden und Bekannten aus.

    In einer Beziehung müsste ich dies stark zurückfahren, was einen Teil meiner Persönlichkeit beschneidet. In Beziehungen fühlte ich mich oft eingeengt.
    Wird Dir jetzt nicht fundamental weiterhelfen, aber mir geht es exakt genauso.
    Mach das mit der Therapie, ich hätte es viel, viel früher tun sollen. Es geht davon nicht weg, aber man kann besser damit leben.

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    AW: Unabhängigkeit vs. Beziehungswunsch

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Hat es dir noch nie die Füße weggezogen, weil der Blitz eingeschlagen hat?

    Warst du schon mal verliebt? So richtig?


    ------
    Man ist halt dann hin und weg und super verliebt von jetzt auf gleich in z. B. Männer, die sich zurück ziehen, die weniger in einen selber verliebt sind. Die will man dann haben. Um fast jeden Preis. Da "kämpft" man dann.

    Und wenn einem auffällt, der A. ist ja sehr zuverlässig, der meldet sich ja dauerend, ist mir das nicht zuviel...
    Dann ist man eh nicht verliebt.

    Das ist wie so ein Beuteschema. In der Not frisst der Teufel fliegen. Aber so richtig geil (in der urspr..Bedeutung auch) findet man halt, den, der die frühesten Erfahrungen und Prägungen bedient: den unzuverlässigen, abwesenden, chaotisch agierenden, um dessen Liebe (= Kümmern) man vielleicht einsam und verzweifelt kämpfen musste, als man gerade ein paar Tage oder Wochen alt war.

    Das ist natürlich Mist. Diese Reaktion ist total schlecht. Es wäre viel besser, wenn man aus solcher Prägung die Reaktion zöge, sich von diesen Menschen fern zu halten. Sie zu meiden wie der Teufel das Weihwasser.

    So ist es aber nicht. Dieser so frühe Anteil, der Bindungsstil sucht was er als erstes erfuhr. Wie bei den Gänseküken in etwa. Die rennen auch dem Dackel hinterher, wenn der Dackel der Erstkontakt ausserhalb des Eis ist. Auch wenn der Dackel ein paar frisst.

    (sehr! übertragenes Beispiel. Menschen sind keine Gänse und die Gansprägung was anderes als Mutter-Kind-Bindung. Aber irgendwie doch an einander erinnernd.)

  3. gesperrt

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    AW: Unabhängigkeit vs. Beziehungswunsch

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wird Dir jetzt nicht fundamental weiterhelfen, aber mir geht es exakt genauso.
    Mach das mit der Therapie, ich hätte es viel, viel früher tun sollen. Es geht davon nicht weg, aber man kann besser damit leben.

    Was hat deine Therapeutin/Therapeut denn dazu gesagt? Was hat dir geholfen, welche Methoden hat er dir an die Hand gegeben?`? Wie gesagt, ich kann die Therapie derzeit nicht beginnen und hätte gerne einen kleinen Einblick, was mich erwarten würde.

  4. gesperrt

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    AW: Unabhängigkeit vs. Beziehungswunsch

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Man ist halt dann hin und weg und super verliebt von jetzt auf gleich in z. B. Männer, die sich zurück ziehen, die weniger in einen selber verliebt sind. Die will man dann haben. Um fast jeden Preis. Da "kämpft" man dann.
    Genau.
    Es gab jemanden, frisch getrennt, der war für mich besonders interessant. Obwohl wir objektiv nicht so gut zusammen gepasst hätten. Oder jetzt der Geschiedene- spannend!

  5. Inaktiver User

    AW: Unabhängigkeit vs. Beziehungswunsch

    @Zitterdelle

    Ich hatte dir bereits geschrieben, das ich glaube die Oberflächlichkeit (un)bewusst gewählt zu haben. Mag als Selbstschutz zustande gekommen sein oder aus sonstigen Gründen.

    Ist auch soweit alles ok, wenn dich diese innere Zerrissenheit nicht stören würde.

    Die Frage ist nun, wie du das angehen möchtest. Ich glaube auch, das wenn du weiter so machst, wie bisher wird es immer schwieriger werden.

    Therapie ist keine Wunderwaffe. Der Prozess kann sehr schmerzhaft sein und eine "Heilung" gibt es nicht.

    Ich glaube auch, das du sehr Wohl gerne eine klassische Bindung möchtest inkl. Freiheit. Aber einfach Angst davor hast.

    Einige Punkte warum die Angst da ist, hast du geschrieben.

    Freunde weniger sehen, nur eine Hauptbezugsperson, eingeengt fühlen usw.

    Das sind für mich aber nur logische Standpunkte. Die emotionalen Punkte gehen mir da völlig ab.

    Wenn du Verstand und Herz/Emotionen verbinden kannst, sollte dir die Sache einfacher fallen

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    AW: Unabhängigkeit vs. Beziehungswunsch

    [QUOTE=Zitterdelle;34334849]

    Meine Mutter war sehr lieblos. Es gab keine Küsse, Umarmungen und kein Kuscheln auf der Couch. Das habe ich nur bei anderen Familien gesehen...

    /QUOTE]

    Schlimm!

    Ich möchte nur der wiss. Korrektheit halber anmerken, dass diese Bindungs-Prägung lange vorher geschah.
    Das passiert sofort nach der Geburt. In den allerersten Wochen, Monaten, im 1. Jahr.

    Manche sagen, die Anlagen werden im Uterus gelegt.

    Das ist was, was niemand "weiß".
    Daran kann sich das Kind in keinem Falle erinnern oder so.
    Dazu ist der Mensch in dem Lebensalter überhaupt nicht in der Lage.

    Das ist ja die Crux
    Du kriegst was eingraviert und weißt das weder, noch kannst du dich bewusst erinnern oder so.

    Das einzige, was wahrnehmbar ist, sind die Symptome.

    Mir ist auch noch was sehr wichtig...
    Eine Mama, die einem einen z. B. unsicher vermeidenden oder ambivalenten Stil verpasst, macht das nicht aus Bosheit!
    Die ist meist selber gestraft genug, die hat in 9 von 10 Fällen den Bindungsstil selber. Man gibt weiter, was man hat.
    Auch die Mutter macht das nicht bewusst. Ich denke sogar, dass sie - ohne Therapie und Bewusstsein um die Problematik - überhaupt keine Chance hat, sich anders zu verhalten.

    Also kein "Mutter-Bashing" in dem Sinne.

    @Zitterdelle - dennoch gibt es Eltern, deren Verhalten einem sprachlos macht.

  7. Inaktiver User

    AW: Unabhängigkeit vs. Beziehungswunsch

    Zitat Zitat von Zitterdelle Beitrag anzeigen
    Allein an dieser Aussage sehe ich, dass du derartige Probleme a) nicht kennst und b) nicht empathisch genug bist, dich einzufühlen. Sagst du sowas auch einem Depressiven oder einem Alkoholiker? Dass er "das Beste" aus seinen Erfahrungen machen soll, hm? Wie frech.

    Aber solche Sprüche kenne ich nur zu gut. Häufig von Leuten aus Bilderbuchfamilien, die mit Mutti shoppen gehen und sonntags mit Daddy angeln... absolute Verständnislosigkeit und fehlendes Vorstellungsvermögen, dass es auch anders sein könnte.
    Ich musste gerade echt schmunzeln. Du hast keine Ahnung was ich für eine Kindheit hatte.....


    Das du meinen Post als frech empfindest, zeigt mir nur, das du mich nicht verstanden hast.

    Nochmals der Versuch der Erklärung:

    Du hast die Beziehung deiner Eltern gesehen und für dich entschieden so etwas nie zu wollen.

    Eine lieblose von Streit geprägten Beziehung weiter zu leben, obwohl man unglücklich ist.

    Das Beste:

    So eine Beziehung will ich für mich nicht haben.

    Das schlechteste:

    So habe ich es vorgelebt bekommen also hab ich auch so eine Beziehung

    Die Ausrede:

    Die Beziehung die meine Eltern vorgelebt haben war furchtbar und deswegen ist es mir unmöglich jemals eine Beziehung zu haben.

    ----------

    Wo Du dich jetzt da einordnest, ist deine Sache. Ich denke das du davon 2 Punkte bedienst.

    Das Beste aus dieser Erfahrung mitzunehmen ist also nicht sarkastisch oder frech. Sondern einfach nur die Tatsache anzuerkennen, das so eine Beziehung nicht für dich in Frage kommt

  8. Inaktiver User

    AW: Unabhängigkeit vs. Beziehungswunsch

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Ich mag das scheinbar provokante Thema nicht nochmal aufwärmen, aber eine Bindungsstörung ist ein echtes Problem.

    Das kann man nicht mit "mit sich selbst auseinandersetzen" lösen. Oder nur zufällig und nicht verallgemeinernd.
    Na ja, kommt ja immer drauf an, wie massiv die Störung ist. Den Schuh (Bindungsstörung) zieh ich mir durchaus an, schon aufgrund meiner Prägung in der Kindheit.

    Aber sobald man sagt, man findet wen langweilig wird einem reflexartig von den meisten unterstellt, man finde wen langweilig weil er nett und verbindlich wäre - kann sein, muss aber nicht. Oft ist ein Langweiler halt tatsächlich ein Langweiler, und wenn er noch so beziehungstauglich wäre. Das hat dann mit der eigenen Beziehungsangst, die ja trotzdem da sein kann, nicht immer was zu tun.

    Oder wer hat schon dauernd spannende Männer am Start, die hinter einem her sind?

  9. Inaktiver User

    AW: Unabhängigkeit vs. Beziehungswunsch

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Man ist halt dann hin und weg und super verliebt von jetzt auf gleich in z. B. Männer, die sich zurück ziehen, die weniger in einen selber verliebt sind. Die will man dann haben. Um fast jeden Preis. Da "kämpft" man dann.

    Und wenn einem auffällt, der A. ist ja sehr zuverlässig, der meldet sich ja dauerend, ist mir das nicht zuviel...
    Dann ist man eh nicht verliebt.
    Schau, das mein ich.

    Das Interesse an einem Mann kommt doch nicht nur aufgrund seines Bindungsverhaltens zustande? Das ist mir einfach zu simpel.

    Die Optik spielt eine Rolle, der Lebensstil, die Interessen, ob man gut mit ihm reden, schweigen, lachen kann...

    Wenn einem wer aufgrund seines Meldeverhaltens auf den Zeiger geht liegt das doch auch daran, dass man ihn inhaltlich einfach nicht so spannend findet, oder dass man sich mit ihm nicht derart wohlfühlt, dass man ihn gern und viel um sich hat.

  10. VIP

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    AW: Unabhängigkeit vs. Beziehungswunsch

    Aus Moderationsgründen vorübergehend geschlossen
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

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