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15.10.2019, 15:46
AW: Ich mag (mich) nicht mehr erklären
life is all about
finding people who
are your kind of
CRAZY
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08.12.2019, 16:01
AW: Ich mag (mich) nicht mehr erklären
Hallo kikki2
Ich habe mich extra angemeldet, weil ich mich sehr gut in deine Situation hineinfühlen kann, da ich selbst damit zu kämpfen hatte. Heute sehe ich die gleichen Dinge komplett anders und möchte dir daher etwas mit auf den Weg geben. Ich beziehe mich auf all deine Aussagen im gesamten Thread, ohne jetzt die einzelnen Passagen zu zitieren.
Wenn du leidest, dann ist Mitfühlen eben auch Mitleiden. Anderen kann dieses starke Gefühl Unbehagen bereiten, erst recht, wenn sie spüren, dass du selbst davor zurückschreckst, derart in die Tiefe zu gehen und kein Weinen zulassen willst.
Du musst den Leuten nicht erklären, mehr Zeit mit ihnen verbringen zu sollen. Du musst es zeigen. Wenn du dich abwendest, weil kein Gegenvorschlag kommt, zeigst DU Desinteresse. Ich würde nicht nur fragen und abwarten. Zeig deine Enttäuschung, dass es dich nervt. Lass es die anderen spüren. Dann siehst du erst, wie es um ihr Interesse steht. Darüber reden beinhaltet halt auch oft die Komponente, die Gefühle zu versachlichen und in abstrakter Form auszudiskutieren. Nicht alle können das gut, aber auf echte Emotionen folgen Reaktionen. Das kann auch mal hässlich, verletzend und laut werden. Ist aber immer verbindend und echt.
Ich bezweifle, dass es Desinteresse an deiner Person ist, wenn sich gefühlt nahestende Leute von dir abwenden. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass die Leute kein Interesse an deiner "gefilterten" Persönlichkeit haben, wo du über alles die Kontrolle zu halten versuchst, dich selbst und andere in distanzierter Sachlichkeit analysierst und dich den ausgewählten Gefühlen nur mit Worten und Theorien näherst. Oder aber, dass sie überfordert sind von den starken Gefühlen, welche sie in dir spüren, du aber zurückhältst. Versuche nicht diese zu stauen und in ein Alles oder Nichts einzuteilen. Lass graduell raus. Lass zu, kleine Gefühle
ablesbar zu werden und schaue, wie die Leute darauf reagieren, ohne gleich einen Diskurs einzufordern. Damit kannst du üben und die Leute können sich dir nähern, ohne gleich zu befürchten, dass der Damm bricht.
Du brauchst keine Anstösse um deine Sichtweise zu überdenken. Ich glaube, dass du sehr viel denken kannst. Du brauchst Erfahrungen und Übung. Du musst Vertrauen in dein Gespür für Handlungen und Reaktionen fassen, wenn du dich auf das ungewisse Terrain deiner Emotionen begeben willst. Nicht eine durchdenkbare Sichtweise, welche dir eine Handlungsrichtlinie gibt.
Ich glaube nicht, dass Mutter keine Empathie hat. Sie kämpfte wahrscheinlich mit den gleichen Dingen wie du und hat diese mit der Zeit verdrängt und begraben. Sich eingerichtet. Auch ihr scheint der Schein nach Aussen wichtiger zu sein, als dass ein Einblick in ihr Innerstes gewährt wird. Das hast du wahrscheinlich so übernommen und du hast bereits diverse Punkte beschrieben, an denen du resigniert hast. Es wunderte mich nicht, wenn sie es kaum ertragen kann, von dir an ihre eigenen verdrängten Dinge erinnert zu werden und sich hilflos wähnt, mitansehen zu müssen, wie du eine ähnliche Entwicklung durchmachst. Bei mir war das jedenfalls der Fall.
Wenn du immer erst alles mit dir selbst ausmachen willst bevor du an eine unüberwindliche Barriere stösst, suchst du die Hilfe deiner Mitmenschen nur bei schier unlösbaren Aufgaben. Gehe mit kleinen Dingen auf andere zu, bevor du es mit dir selbst ausgemacht hast. Das macht dich greifbarer. Dann liegen auch eher leichte Abende drin. Dass der Mann deiner Freundin von dir erfährt, zeigt ja nur, dass sich deine Freundin um dich sorgt und ihrem Mann verständlich machen will, warum sie mehr Zeit mit dir verbringen möchte. Weil du sie brauchst. Dass ihr Mann es nicht mag, dass ihr alleine etwas unternehmt, zeigt auch nur, dass er sich um sie sorgt, weil er sieht, dass seine Frau an Grenzen stösst und überfordert ist.
Fange mit den kleinen Dingen an. Lasse Emotionen zu, die dir unangenehm sind. Sei mal wütend, aufbrausend, traurig bevor es zu einer Last wird und ohne es zu erklären. Dass du diese Fähigkeit hast, wissen alle.
Deine Eltern scheinen nicht viel Empathie auszustrahlen und trotzdem hast du gelernt, darüber zu reden. Dann schaffst du es auch zu lernen, es auch zu zeigen statt nur darüber zu reden. Versuch's mal. Denn über das logische Verständnis kommst du nicht weiter.
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08.12.2019, 16:17
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08.12.2019, 22:17
AW: Ich mag (mich) nicht mehr erklären
es gibt das Adjektiv emphatisch . Das heisst etwas mit Nachdruck vermitteln zu wollen. Eine Neigung zur Emphase zu haben
eindringlich und nachdrücklich betont zu werden
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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08.12.2019, 22:31
AW: Ich mag (mich) nicht mehr erklären
Und... Was hat das jetzt dem Strangthema zu tun?
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08.12.2019, 22:47
AW: Ich mag (mich) nicht mehr erklären
weiter vorn e steht die Frage, warum bist du eigentlich so empathisch über das emphatisch diskutiert wird
wenn ich recht gezählt habe, kommt das Wort Empathie oft genug vor
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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08.12.2019, 23:07
AW: Ich mag (mich) nicht mehr erklären
Aha
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08.12.2019, 23:48
AW: Ich mag (mich) nicht mehr erklären
ahaja
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee



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