Per Definition ist Empathie die Bereitschaft und Fähigkeit, sich in die Befindlichkeit
anderer Menschen einzufühlen.
"Fähigkeit" im vorliegenden Kontext ist also eine innere Disposition, die man entweder
hat - oder eben nicht.
Deswegen führt Dein Erklärungsansatz ins Leere ... wenn Du es tatsächlich wörtlich
meinst, dass Du anderen Menschen den Begriff als solchen verständlich machen willst.
Es wäre hilfreich, ein konkretes Beispiel zu erwähnen.
Es kommt doch darauf an, wer diese anderen Menschen sind.Ich erwarte nie Mitleid, deshalb vermeide ich es auch in Gegenwart anderer zu weinen,
Ich finde es schon sinnvoll, wenn man seine Gefühlslage so weit in der
Hand hat, dass man selektiv damit umgehen kann.
Es ist nun mal situativ anders einzuordnen, ob ich einer losen Bekanntschaft mein
Herz ausschütte und weine - oder ob ich einem Familienmitglied/Partner gegenüber
meine authentischen Gefühle zum Ausdruck bringe.
Wie werden solche Menschen überhaupt zu Freunden?Freunde, die sich von sich aus nie melden .....
Einseitige Freundschaft ist nämlich keine.
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 68
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14.10.2019, 19:38
AW: Ich mag (mich) nicht mehr erklären
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14.10.2019, 19:39
AW: Ich mag (mich) nicht mehr erklären
Hi Kikki,
wer sind denn "die"?
Dein Freund? Mutter? Beste Freundin?
Ich halte es für wichtig, zu unterscheiden von wem man was erhofft.
Vom Mann und der Mama kann man mehr erwarten als von der Kollegin oder dem Nachbarn. Von der Kollegin und dem Nachbarn mehr als vom Sitznachbar in der U-Bahn (ganz ungeschoren kommt aber auch der nicht davon: Hand vorhalten, sag' ich nur...
)
Also, in welchem Nährverhältnis steht ihr?
Und, um was geht es da?
Stört dich, dass du auf wenig Gehör triffst wenn du dich über den Leergutautomaten beim REWE beklagst oder dass man dir nicht hilft und beisteht, wenn du sehr krank bist oder gerade nach Strich und Faden betrogen und verlassen wurdest?
Du bleibst sehr vage und allgemein.
Ich denke aber, dass es sehr darauf ankommt "wer" und "was".
Ich muss zugeben, ein bisschen klang es für mich so, als ob du halt Liebeskummer mit einem Kerl hast, der nicht auf dich steht und du das noch nicht wahrhaben willst.
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14.10.2019, 19:43Inaktiver User
AW: Ich mag (mich) nicht mehr erklären
Nochmal- frage dich bitte, wann DU wirklich bereit bist, jemandem empathisch zuzuhören?
Du wirst feststellen, dass ist - bei aller Bereitschaft- nicht wirklich oft möglich.
Tatsächlich ist die Frage "was hast du?"- ganz sicher häufigst nicht so gemeint, dass der Raum für das Besprechen echter Probleme vorhanden wäre!
Eine Idee: Frage das nächste Mal als Erstes "hast du Zeit? dann würde ich dir das erzählen"- und warte auf die Reaktion!
Warum machst du das?
Und vor allem WIE machst du das?
Ich glaube, das sowas gar nicht möglich ist- und auch wenig gesund für die eigene Psychohygiene.
Was wäre, wenn DU nicht offen bist? Was geschieht dann mit dem Gegenüber? Bist du für ihn/sie verantwortlich?
Was für ein Quatsch! (ich meine diese Aussagen, die dir gesagt wurden)
Wenn ich mit jemandem keinen Kontakt will, dann kommt es selten vor, dass ich dieses ausdrücklich kommuniziere.
Sich wenig oder nicht melden, reicht als nonverbale Kommunikation normalerweise sehr gut und wird auch von allen verstanden.
Was muss ich da noch erklären??
Welche Schuld?? echt Blödsinn..........wie wäre es, die Aussagen anderer Menschen zu prüfen, statt nur zu folgen?
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14.10.2019, 21:09
AW: Ich mag (mich) nicht mehr erklären
Nein, kein Liebeskummer. Es geht tatsächlich z. B. um meine Mutter und meine beste Freundin. Zu meiner Mutter muss ich allerdings sagen, dass ich da schon mit 16 beschlossen habe, ihr so gut wie nix mehr zu erzählen. Bei ihr ist im Vorfeld immer ganz viel Verständnis da, aber wenn es "akut" ist, wird der Spieß umgedreht und ich bin alles selber Schuld. Ist z. B. eine Beziehung in die Brüche gegangen, heißt nur: Jaaaa, wenn du aber auch....... Ist grade nix akutes, nagt aber trotzdem an mir. Ich habe nämlich trotzallem noch die vielleicht etwas naive Vorstellung, dass die Mutter eine Vertrauensperson ist. Da kommt in manchen Situationen schon mal der Gedanke: könntest du sie jetzt doch anrufen. Aber ich weiß eben ganz genau, dass es mir anschliessend noch schlecht geht. Nicht falsch verstehen, ich möchte nicht, dass man mir nach dem Mund redet, aber wenn ich völlig fertig wegen irgendetwas bin, möchte ich nicht noch angeranzt werden. Dann kann man mir in einem normalen Tonfall mitteilen, was ich eventuell hätte anders machen können.
Ähnlich bei meiner besten Freundin. Um bei dem Thema zu bleiben - ich ruf sie an und frage, ob sie Zeit hat, ich möchte gerne mit ihr über was sprechen. Ich erzähle ihr, dass ich überlege mich zu trennen, nenn ihr die Gründe - ja dann macht das ja keinen Sinn mehr. Ich muss jetzt aber wieder los, einkaufen. Oder... ich erzähle ihr was im Vertrauen, sie verspricht mir, es für sich zu behalten. Beim nächsten Treffen kommt das Thema nochmal auf: also mein Mann meint ja,.....
Das waren jetzt nur Beispiele! Ist aber bei allen Themen mittlerweile so, nicht nur bei Beziehungen.Liebe Grüsse,
Kikki
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14.10.2019, 21:18
AW: Ich mag (mich) nicht mehr erklären
Doch, es ist tatsächlich so. Wenn jemand fragt, ob ich Zeit habe, weil er gerne ein Problem mit mir besprechen würde, steh ich parat. Nicht mehr für alle! Weil ich eben im Laufe der Zeit gemerkt habe, dass mich das dann zusätzlich runterzieht, wenn ich selber grade Probleme hab. Vielleicht nehm ich auch unbewusst die Gelegenheit wahr, dass ich mich während des Gespräches dann nicht mit meinem Problem beschäftigen muss???? Vielleicht mache ich das auch, weil ich weiß, wie es ist, wenn keiner zuhört? S. meine letzte Antwort in Bezug auf meine Mutter.
Ich bin den Aussagen der anderen ja nicht gefolgt! Ich sehe da keinen Sinn drin, wollte aber hier auch mal die Meinung von Außenstehende hören. Denn vor Jahren habe ich meiner Mutter mal gesagt, wie ich unser Verhältnis sehe und wie viel sie durch ihre Reaktionen kaputt gemacht hat. Ergebnis: große Einsicht, Veränderung = 0!Liebe Grüsse,
Kikki
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14.10.2019, 21:28
AW: Ich mag (mich) nicht mehr erklären
Kikki, du wirst deine Mutter nicht mehr ändern.
Erwarte nichts mehr von ihr und du bist frei. Wenn du jedesmal wieder anfängst was zu erzählen und im Ende kommt eh nur raus dass du ja auch immer blablabla....., dann lass es doch bleiben.
Du weisst doch eh was rauskommt, also kannst auch nur du was ändern.
Auf dem Boden der Tatsachen liegt eindeutig zuwenig Glitzer
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14.10.2019, 21:32Inaktiver User
AW: Ich mag (mich) nicht mehr erklären
hast du denn deine mutter jemals gefragt, ob sie einverstanden ist mit dieser rolle?
möchte sie denn deine vertraute sein?
vielleicht ist ihr das viel zu belastend?
ich kann von mir nur sagen, mir probleme anzuhören, ist viel schwieriger beim eigenen kind als bei jedem anderen menschen, es tut viel mehr weh und man hängt irgendwie so drin.
ich habe auch eine eher ruppige, mir immer die schuld zuweisende mutter. erst spät habe ich verstanden: sie hält es einfach nicht aus, wenn es einem kind schlecht geht. sie hält es einfach nicht aus. deshalb konstruiert sie eine schuld, die bei mir liegt, dann hätte ich es in der hand und könnte das problem lösen, das ist eine option, eine handlungsmöglichkeit. hurra. und außerdem kann sie ihren schmerz loswerden in dem ärger, dass ich so dämlich bin.
ich bin, glaube ich, als mutter nicht so, aber es belastet mich sehr, wenn das (erwachsene) kind probleme berichtet, und ich denke, das führt eben bei anderen müttern zu solch zurückweisenden reaktionen.
und je älter die eltern werden, desto weniger kraft haben sie ja auch. oder vielleicht eigene probleme.
puh, am telefon solche erörterungen... vielleicht wär es besser sich zu treffen? und kann es vielleicht sein, dass du häufiger solche gespräche suchst? das finde ich jedenfalls auch schwierig, so ein gespräch aus dem stand heraus zu führen. - also, das sind ja fragen von mir, mit dem ziel dass du herausfindest, ob du vielleicht selbst einen handlungsspielraum hättest, was zu ändern.Ähnlich bei meiner besten Freundin. Um bei dem Thema zu bleiben - ich ruf sie an und frage, ob sie Zeit hat, ich möchte gerne mit ihr über was sprechen. Ich erzähle ihr, dass ich überlege mich zu trennen, nenn ihr die Gründe - ja dann macht das ja keinen Sinn mehr. Ich muss jetzt aber wieder los, einkaufen. Oder... ich erzähle ihr was im Vertrauen, sie verspricht mir, es für sich zu behalten. Beim nächsten Treffen kommt das Thema nochmal auf: also mein Mann meint ja,.....
Das waren jetzt nur Beispiele! Ist aber bei allen Themen mittlerweile so, nicht nur bei Beziehungen.
dass deine freundin nicht dicht hält, ist natürlich bescheuert.
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14.10.2019, 21:35
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14.10.2019, 21:35Inaktiver User
AW: Ich mag (mich) nicht mehr erklären
Also ich weiß ja nicht...kommt bei mir so an, als würdest du mit Freunden nur Probleme wälzen wollen. Deine oder ihre. Kann es vielleicht sein, dass deinen Freunden das zuviel wird?
Vielleicht lieber mal einen leichten Abend verbringen wollen ohne schwere Themen, am Samstag Nachmittag mit putzen und der Einkaufsliste für die nächste Woche beschäftigt sind und dann klingelt das Telefon...und sie sollen sich mal wieder Zeit für ein Problem nehmen (daher dann auch das geringe Gegeninteresse an Verabredungen)...
Ich weiß es nicht, ich rate nur.
Was meinst du dazu?
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14.10.2019, 21:40
AW: Ich mag (mich) nicht mehr erklären
Ich weiß nicht, ob das bei meiner Mutter auch so ist. Denke aber mal eher nicht. Sie ist eh immer so der Typ, der sich über alles und jeden aufregt und an kaum einem ein gutes Haar lässt. Gleichzeitig ist sie aber darauf bedacht, dass nach außen immer eine heile Welt zu sehen ist.
Nein! Ich hab sie angerufen, ob sie Zeit hat und dann ist sie vorbeigekommen. Am Telefon würde ich niemanden damit "überfallen"!Liebe Grüsse,
Kikki



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