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  1. Registriert seit
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    AW: Missverständnisse in der Kommunikation

    Zitat Zitat von kaffeewasser1 Beitrag anzeigen
    Was sagst du zu diesem Post von Convalleria?

    Ich finde es sehr gut, bitte nicht überlesen!

    ADHS wurde auch schon angesprochen.

    Hast Du das mal testen lassen?

    Was Du beschreibst, erinnert mich an eine Kollegin, die ADHS hat.
    Jetzt wo das ein paar Mal hier auf kam, habe ich tatsächlich mal darüber nach gedacht.

    Vielleicht versteife ich mich gerade auf Kommunikationsmissverständnisse und vielleicht habe ich ne falsche Vorstellung von ADHS.

    Und ich dachte immer ADHS kommt nicht in Frage, weil ich überall als extrem zuverlässig gelte, ich halte jeden Termin ein, erledige alle Aufgaben zuverlässig und immer vor Fristende - ich wirke eher ruhig etc.

    Aber dann ist mir aufgefallen, das ist nur die Außensicht und vieles davon ist für mich extrem anstrengend. Das war es schon immer. Ich bin und war schon immer wahnsinnig schusselig, tolpatschig vergesslich und innerlich unruhig, plus chaotisch.

    Ich war immer die, die ihren Schulranzen im Bus oder in der Schule vergessen hat, oder die in den falschen Bus gestiegen ist. In den letzten Schuljahren oder an der Uni, hab ich es nicht mehr geschafft meine Unterlagen zu ordnen und auch jetzt Jahre später im Job, mein Desktop ist ein wirrer Haufen von Dokumenten, unbenannt, weil krieg ich nicht hin. Und irgendwann ist der Punkt überschritten, da ist das ne unüberwindbare Grenze, das Zeug durchzusehen, zu benennen und zu ordnen.

    Ich habe am Freitag, weil ich mal früher da war, meinen Stapel an Unterlagen aufgeräumt, in dem ich alle Akten vernichtet habe - weil ich kann sie eh nicht mehr lesen (wirre Notizen).

    Manchmal ist der Weg in die Arbeit ein Abenteuer.

    Und es grenzt immer an ein Wunder, dass ich pünktlich komme und das alles irgendwie noch professionell wirkend rüberbringe. Aber ich vergesse häufig zu tanken, merke ich erst am nächsten Morgen, wenn der Tank auf Null ist, dann muss ich betend Autofahren in der Hoffnung ich schaffs noch zur Tankstelle, dann fällt mir auf, ich habe meinen Schlüssel vergessen und mein Kleingeld, dann muss ich zur Bank fahren ,Geld abheben, etwas kaufen, nur um dann Kleingeld fürs Parken zu haben und im Anschluss beim Kollegen am Fenster klopfen damit ich ins Gebäude komme, etc.

    Oder ich gehe aus der Arbeit, habe weiter weg geparkt, bin die letzte und die Türe fällt zu, mein Autoschlüssel ist da aber noch drinnen und ich muss dann herumtelefonieren, um jemanden zu finden, der in der Nähe ist und einen Ersatzschlüssel hat, nur damit ich von der Arbeit nach Hause fahren kann.

    Aber ich kann super Multitasking und mich um vieles kümmern, manchmal gehe ich darin total auf und vergesse alles um mich herum. Und nach außen hin, finden mich alle super organisiert. Ich werde oft auch privat um Orga-Hilfe gefragt.

    Ne Weile habe ich nach dem Einkauf im Supermarkt meinen Geldbeutel nicht mehr gefunden. Hab alles aufgeräumt, irgendwas anderes gemacht und dann hab ich ihn nicht mehr gesehen. Überall gesucht, dann überall angerufen, wurde ein Geldbeutel gefunden, überall war die Antwort Nein, dann hab ich die Karten sperren lassen und dann lag der Geldbeutel auf dem Tisch. Das war nicht nur einmal, das hatte ich oft. Jedesmal dann der Entsperraufwand.

    Sowas ist inzwischen aber besser geworden. Hm, ich kenn mich zu wenig mit ADHS aus...
    Geändert von weristdennda (12.10.2019 um 17:20 Uhr)


  2. Registriert seit
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    AW: Missverständnisse in der Kommunikation

    Vielleicht bestätigt sich diese Vermutung, dann hättest du eine Erklärung - einen Namen- für das, was du bisher nicht einordnen könntest.

    Die Verantwortung für dein eigenes Verhalten bleibt dennoch bei dir und du kannst sämtliche Vorschläge aus diesem strang erst recht als Ansatz einbauen!
    Diagnose bedeutet, dass du eine Erklärung für dein Verhalten hast- einen Namen.
    Selbst an dir arbeiten um eine Veränderung zu erreichen- musst du dennoch, denn es geht doch letztlich um deinen Umgang mit der Welt (und wie du dich darin fühlst). Und es wird nicht besser, nur weil du sagen kannst "ich habe ADHS".

    An deiner Stelle würde ich mich dazu nicht auf Fragebögen aus dem Internet verlassen sondern gezielt zu einem Neurologen gehen und das abklären lassen.
    Charakterliche Eigenschaften und Umweltfaktoren (Eltern, Erziehung, Umwelt) können zu ähnlichen Verhaltensweisen führen und sich als ADHS "maskieren"- die Behandlung würde anders aussehen und alles eine andere Ausrichtung bekommen.
    Das professionell zu klären, wäre also ganz sicher ein wesentlicher Aspekt für dein weiteres Leben.

  3. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Missverständnisse in der Kommunikation

    Anlässlich der Frage an die TE bezüglich des möglichen Vorliegens einer psychiatrischen Diagnose wie ADHS möchte ich darauf hinweisen, dass eine weitergehende laienhafte, virtuelle „Diagnostizierung“ eine Respektlosigkeit gegenüber der TE darstellt und gegen die AGB verstößt. Ich bitte, davon abzusehen!

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