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  1. Registriert seit
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    AW: Missverständnisse in der Kommunikation

    Zitat Zitat von weristdennda Beitrag anzeigen
    Ich bin wahnsinnig frustriert gerade.
    Merkt man

    Ich hab einen Test gemacht, daher weiß ich das.
    Kannste gleich wieder vergessen. Selbst unter Leuten mit nem IQ von 130 gibts totale Vollpfosten, die nicht bis drei zählen können. Dafür hat so manch einer mit nem IQ unter 100 etwas unglaublich wertvolles: Bauernschläue. Also lass dich von so nem depperten Test nicht ins Bockshorn jagen!

    . Und alle mir immer sagen, dass ich "sehr klug" bin.
    Na siehste

    Bei dem Kollegenbeispiel ist es besonder schlimm, weil ich ja sage, du frag doch mal Carola, die hat da schon was und mit dem Team nebenan haben wir das besprochen. Und der fragt nicht die Carola, der spricht nicht mit dem Team, der schaut nirgends nach, wo er Zugriff hat und baut sich ne Parallelwelt auf. Und erstellt in dieser dann was, was es schon gibt (nur halt nicht so ganz ausgearbeitet). Und das jedesmal.
    Scheint doch eher so zu sein, dass ER ein Kommunikationsproblem hat? Oder musst du seine Arbeit supervidieren, bist für den irgendwie zuständig, dass er nur dich fragt?

    Ich fühle mich gerade wieder in so einem dejavu der letzten 3 Jobs. Egal wo ich arbeite, irgendwann kommt es immer zur gleichen Grenze - wenn ich auf die stoße, regt mich einfach alles aufregt und ich bin frustriert und fühle mich nicht wertgeschätzt.

    Es fängt immer alles super an, ich bekomme erst so eine Sondereinzelposition, dann werde ich doch irgendwann ans System angepasst, muss mehr mit den Leuten kommunizieren. Und rede aneinander vorbei.
    Vielleicht bist du ein geborener Einzelkämpfer und nicht für Teamwork gebaut? Sowas gibt‘s. Ich seh so eine, wenn ich in den Spiegel schau. Gäb es da Potential für dich?

    Vielleicht würde jemand mit gutem Verständnis, tatsächlich versuchen sich in den anderen hineinzuversetzen, anstatt weiterhin über Obst zu reden?
    Oder so jemand würde den Obst-Typen für einen Trottel halten und stehen lassen, wenn so jemand nicht für dessen Fragen zuständig wär?


  2. Registriert seit
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    AW: Missverständnisse in der Kommunikation

    @animosa: Klingt logisch - ich glaube ja nun aber selbst, dass ich das Obst deutlich definiere. Und über Birnen und Äpfel rede. Aber so wie ich das tue, kommt das wohl gar nicht an.

    Wenn ich glaube, ich definiere das, woran merke ich denn schon im Gespräch, dass ich das nicht ausreichend fürs Gegenüber definiert habe? Fragen stellen, ob das klar ist?

    Ja ich selbst mags das lustigerweise auch gar nicht, dieses vom 100. ins 1000. und nicht auf den Punkt kommen, aber ich bin ja selber so.

  3. Moderation
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    AW: Missverständnisse in der Kommunikation

    Zitat Zitat von weristdennda Beitrag anzeigen
    Vielleicht Logopäde? Ich glaube ich komme eher in einem Einzeltraining voran, als in einem Gruppensetting.
    Wäre vielleicht mal einen Versuch wert, vor allem, wenn es ein sprechtechnisches Problem ist.

    Ich kann keine Hörbücher ab. Die sind mir zu langsam, ich lese doppelt so schnell wie die Leute sprechen. Aber "mitteilen" hat nicht unbedingt Lesegeschwindigkeit.

    Und: Du willst ja vermeiden, in den Köpfen der Leute ein Chaos anzurichten. Dann darfst du nicht schneller reden, als du Gedanken ausformen kannst.

    Es hilft auch oft, zu üben, Gedanken auszuformen. Zum Beispiel, in dem man jedesmal, wenn man merkt "das war jetzt nicht gut" sich abends noch mal hinsetzt, und das ganze in einer übersichtlichen Anzahl von Sätzen mit maximal zwei Kommas seiner Katze erklärt.

    Bei Reden und bei Erklärungen hat es sich bewährt, zuerst zu sagen, worüber man reden wird, dann darüber zu reden, und dann zu sagen, worüber man geredet hat.

    "Hallo. Thema diese Meetings ist Obst. Ich möchte hier speziell über Äpfel und Birnen sprechen und beginne mit den Äpfeln. (Blah, blah, Äpfel). Nun zu den Birnen (Blah, blah, Birnen). Zusammenfassend, Äpfel und Birnen sind Obst." Oder so. (Ich halte manchmal Schulungen...)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  4. Registriert seit
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    AW: Missverständnisse in der Kommunikation

    Zitat Zitat von weristdennda Beitrag anzeigen
    Ich mag es selbst überhaupt nicht, wenn die Leute langsam sprechen und stelle mir selbst oft Videos auf die 1,25 - 1,5 fache Schnelligkeit. Vielleicht auch ,damit es schneller rum ist.
    Hast du mal probiert, ob du die Inhalte dann auch mit allen wichtigen Details wiedergeben kannst, wenn du das in schnellerem Tempo hörst?

    Es gibt Menschen, die Sprache einfach schneller verarbeiten können. (Ich hatte mal eine Kollegin aus Frankreich, die sprach englisch und deutsch im französischen Sprechtempo. Bei ihr war ich sicher, sie denkt einfach schneller als wir anderen.) Aber um sich verständlich zu machen, muss man sich dem üblichen Sprachtempo anpassen.

    Es hilft auch, sich mal Mitschnitte von sich selbst anzuhören. Danach versteht man teilweise besser, warum bei den Zuhörern was ganz anderes angekommen ist als man meinte gesagt zu haben.

    Wichtige Präsentationen spreche ich vorher auf Band, höre es mir an und weiß dann, wo Formulierungen, Betonungen, Pausen und nicht vorhandene Pausen für Missverständnisse sorgen könnten. Im Alltagsgeschäft funktioniert das natürlich nicht. Wenn es Probleme in der Kommunikation gibt, kann das aber als Übung ganz nützlich sein.


  5. Registriert seit
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    AW: Missverständnisse in der Kommunikation

    Na klar bin ich ein Einzelkämpfer, schon immer. Daher hat es mich die letzten Mal auch immer gefreut, dass ich so ne "Sonderposition" bei Einstellung bekomme - aber dann gibts irgendwann die 4. Umstrukturierung im Unternehmen und man selbst soll dann Teamworker werden und wird "eingegliedert", ob man will oder nicht.

    Und ich halte den Kollegen auch ehrlich gesagt für einen Trottel - ich soll für Fragen zu Verfügung stehen und mich ein wenig kümmern, weil der so ein ähnliches Gebiet bearbeitet wie ich (aber auch schon seit einem Jahr), ist aber "eigentlich" nicht meine Aufgabe.

    Bei dem komm ich mir vor, als würde ich gegen die Wand reden. Und selbst beim direktesten Weg: Du wir kommunizieren immer wieder aneinander vorbei, wie kommen wir auf einen Nenner - rede ich mit der Wand.

    Klar der ist vielleicht wirklich doof, aber auch nur ein Beispiel. Alle Leute, die mich länger kennen, die finden mich auch oft sehr unstrukturiert in der Kommunikation.

    Wegen dem Ergebnis: Das ist ok, eigentlich ist niedriger sogar gut, weil das heißt, ich hab das beste ausgeschöpft und da ist nicht mehr so viel Potential, das ungenutzt ist. Das hat ja auch was schönes an sich.
    Dieses "sehr klug" Standardgerede setzt mich dann eher unter Druck - das ist nicht unbedingt förderlich.

    Und wie gesagt, in den letzten Jobs wars halt auch so. Erst Einzelkämpfer, kannst machen was du willst, dann stört einen erstmal die fehlende Kommunikation mit Vorgesetzten nicht, dann kommt das Integrationsding von Einzelkämpfer zum Team, aber keine Kommunikation von oben, dann die "Zusammenarbeit" mit anderen, die man irgendwie machen soll oder für Fragen zur Verfügung stehen soll, aber die Kommunikation klappt nicht.

    Und ich bin dann extrem frustriert, weil ich mir denke, welche Sprache spreche ich, warum versteht der mich nicht, warum kommen die anderen, die auch mit involviert sind, mit dem klar, und ich nicht. Oder sie kommen nicht mit dem klar, aber sie reagieren nicht so "stark" wie ich.

    Und irgendwann fall ich dann vom Glauben ab und frage mich warum ich da überhaupt arbeite, wo alles, was ich mal toll fand, nicht mehr existiert und die mit denen ich zusammenarbeiten muss, eine andere Sprache sprechen, mich nicht verstehen, etc.

    Privat hör ich dann auch öfters von Freunden: Haha, mein Mann war gestern extrem betrunken, da hat er dann so geredet wie du, in der Mitte angefangen, keiner weiß worum es geht und dann war er sauer, dass man ihn nicht versteht.


  6. Registriert seit
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    AW: Missverständnisse in der Kommunikation

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Wäre vielleicht mal einen Versuch wert, vor allem, wenn es ein sprechtechnisches Problem ist.

    Ich kann keine Hörbücher ab. Die sind mir zu langsam, ich lese doppelt so schnell wie die Leute sprechen. Aber "mitteilen" hat nicht unbedingt Lesegeschwindigkeit.

    Und: Du willst ja vermeiden, in den Köpfen der Leute ein Chaos anzurichten. Dann darfst du nicht schneller reden, als du Gedanken ausformen kannst.

    Es hilft auch oft, zu üben, Gedanken auszuformen. Zum Beispiel, in dem man jedesmal, wenn man merkt "das war jetzt nicht gut" sich abends noch mal hinsetzt, und das ganze in einer übersichtlichen Anzahl von Sätzen mit maximal zwei Kommas seiner Katze erklärt.

    Bei Reden und bei Erklärungen hat es sich bewährt, zuerst zu sagen, worüber man reden wird, dann darüber zu reden, und dann zu sagen, worüber man geredet hat.

    "Hallo. Thema diese Meetings ist Obst. Ich möchte hier speziell über Äpfel und Birnen sprechen und beginne mit den Äpfeln. (Blah, blah, Äpfel). Nun zu den Birnen (Blah, blah, Birnen). Zusammenfassend, Äpfel und Birnen sind Obst." Oder so. (Ich halte manchmal Schulungen...)
    Ich war als Kind auch mal beim Logopäden, das war frühers wegen st tz etc. Aussprache, aber vielleicht ist es einen Versuch Wert.

    Bei Präsentationen ist es nochmal "einfacher", weil klar ist, dass man so reden "muss". In der normalen Kommunikation fällt mir das entsprechend schwerer.

    Vielleicht sollte ich ja wirklich einfach anfangen meiner Katze etwas zu erzählen - ich habe tatsächlich eine. Mal schauen wie geduldig sie ist oder eher ich.


  7. Registriert seit
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    AW: Missverständnisse in der Kommunikation

    Zitat Zitat von Lea1958 Beitrag anzeigen
    Hast du mal probiert, ob du die Inhalte dann auch mit allen wichtigen Details wiedergeben kannst, wenn du das in schnellerem Tempo hörst?

    Es gibt Menschen, die Sprache einfach schneller verarbeiten können. (Ich hatte mal eine Kollegin aus Frankreich, die sprach englisch und deutsch im französischen Sprechtempo. Bei ihr war ich sicher, sie denkt einfach schneller als wir anderen.) Aber um sich verständlich zu machen, muss man sich dem üblichen Sprachtempo anpassen.

    Es hilft auch, sich mal Mitschnitte von sich selbst anzuhören. Danach versteht man teilweise besser, warum bei den Zuhörern was ganz anderes angekommen ist als man meinte gesagt zu haben.

    Wichtige Präsentationen spreche ich vorher auf Band, höre es mir an und weiß dann, wo Formulierungen, Betonungen, Pausen und nicht vorhandene Pausen für Missverständnisse sorgen könnten. Im Alltagsgeschäft funktioniert das natürlich nicht. Wenn es Probleme in der Kommunikation gibt, kann das aber als Übung ganz nützlich sein.
    Ja ich probiere das öfters, bzw. mache ich gerade einen Onlinekurs und beantworte danach fragen zum Gesagten. Oberflächlich kann ich es wiedergeben, aber wenn da jetzt so eine Aussage von 6% der Weltbevölkerung waren 2010 verhungert (fiktives Beispiel), dann kann ich mir verhungert merken, aber keine 6% und verwechsle das Jahr.

    Ich kenne das mit Videos und MItschnitten von irgendwelchen Rhetorikkursen oder Vorbereitungen für Vorstellungsgespräche etc. Das sind allerdings gestellte Situationen, so rede ich ja meistens nicht privat oder mit Kollegen - das ist ja dann eine vorbereitete, auswendig gelernte "Präsentation", die ich dann ganz gut finde - bis auf Haltung, Hände, etc. Aber darum gehts ja jetzt nicht.

    Ich müsste mitgeschnitten werden, wenn ich unvorbereitet rede oder zu irgendetwas gefragt werde oder mich wohl fühle, dann könnte ich selber mal sehen, wie das rüber kommt...Das ist nämlich auch ein entscheidender Punkt, umso länger ich wo bin, umso mehr gehe ich auch aus mir heraus ,dann kommt das erst nach einer sehr langen Weile zur Geltung.


  8. Registriert seit
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    AW: Missverständnisse in der Kommunikation

    Ich weiß nicht, wie die Vorbereitung im Kurs aussah.

    Für meine Präsentationen mache ich mir ein Gerüst im Kopf und notiere Stichworte dazu, dann spreche ich es nach den Stichworten auf. Beim Zuhören mache ich mir dann, wenn nötig Anmerkungen an meine Stichworte, ergänze oder stelle um. Heißt aber, ich muss es im Kopf ganz klar haben, was wichtig ist und wo ich hin will.

    Wie gesagt, das mache ich aber nur bei außergewöhlichen Sachen. Superwichtige Reden spreche ich dann aber auch mit den Verbesserungen nochmal ein zweites Mal auf und höre es mir nochmals kritisch an. Bei äußerster Wichtigkeit wird vorm Spiegel geübt, das aber nur für's Hobby (im Beruf ist nichts so wichtig ;-))
    Geändert von Lea1958 (08.10.2019 um 21:51 Uhr)


  9. Registriert seit
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    AW: Missverständnisse in der Kommunikation

    Willst du denn was ändern? @Weristdennda

    Bei mir kommt bisher an: Du bist toll, schnell, schnell im denken, schnell im reden, vielfältig, -seitig, kreativ, aufnahmefähig, 360 Grad Panorama-Sicht

    Und die anderen: langsam, schwer von Begriff, eindimensional, auch bissl unfähig und -willig.

    Tja.

    Selbst wenn das tatsächlich so sein sollte. Selbst dann. Müsstest du dich an die anderen anpassen.
    Allein deshalb, weil DU es könntest...


  10. Registriert seit
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    AW: Missverständnisse in der Kommunikation

    Zitat Zitat von Lea1958 Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, wie die Vorbereitung im Kurs aussah.

    Für meine Präsentationen mache ich mir ein Gerüst im Kopf und notiere Stichworte dazu, dann spreche ich es nach den Stichworten auf. Beim Zuhören mache ich mir dann, wenn nötig Anmerkungen an meine Stichworte, ergänze oder stelle um. Heißt aber, ich muss es im Kopf ganz klar haben, was wichtig ist und wo ich hin will.

    Wie gesagt, das mache ich aber nur bei außergewöhlichen Sachen. Superwichtige Reden spreche ich dann aber auch mit den Verbesserungen nochmal ein zweites Mal auf und höre es mir nochmals kritisch an. Bei äußerster Wichtigkeit wird vorm Spiegel geübt, das aber nur für's Hobby (im Beruf ist nichts so wichtig ;-))
    Da fällt mir ein - ich hab von der Dozentin im Schlagfertigkeitskurs den Tipp bekommen, es mal bei den Toastmasters zu versuchen, weil man da ja wirklich reden lernt und es dem Freund ihrer Tochter sehr geholfen hat.

    Ich war dann mal bei einer Probestunde dort, die waren alle sehr nett und natürlich super im reden.
    Vielleicht wäre das auch nochmal etwas gutes zum Üben?

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