Hast du das Gefühl, im wahrsten Sinne "mitziehen" zu müssen, um "mitreden" zu können?
Ich find das bei Frauen so schade, dieses Zusammenglucken von den "Gleichen". Bei Männern ist das doch auch nicht der Fall.
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25.09.2019, 16:21Inaktiver User
AW: Alle um mich herum werden "sesshaft" - wie damit umgehen?
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25.09.2019, 19:07
AW: Alle um mich herum werden "sesshaft" - wie damit umgehen?
Als Kind hab ich das auch so gesehen als "etwas, daß eben dazugehört". Ich war extrem unbegeistert von der Aussicht, weil das nach einem Leben klang, das mich echt nicht reizte.
Ich hatte aber ein Rollenmodell des "Nein, Ehe und Kinder gehören nicht zwingend zum Leben einer Frau! Du kannst tun, was du magst, solange du tust, was notwendig ist, aber Ehe und Kinder sind nicht individuell notwendig" was sehr geholfen hat. (Mein Rollenmodell war Jahrgang 1908).** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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25.09.2019, 19:35Inaktiver User
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25.09.2019, 20:50Inaktiver User
AW: Alle um mich herum werden "sesshaft" - wie damit umgehen?
Ich find es schon sehr einfach gedacht, dass man sich aufgrund von Kinderwunsch und Co. dann mit dem Partner arrangiert, der eben gerade da ist. Mag so Leute geben, aber die Regel ist das wohl nicht. In den Jahren vorher probieren sich viele noch eher aus und suchen ihren Weg, auch die eigene Persönlichkeit entwickelt sich, die Partner sind dann oft auch mal nicht so ganz die richtigen (ich stelle mir mit Grauen vor, ich hätte Kinder mit meiner großen Jugendliebe - oweia 😁). Irgendwann passt es entweder einfach, oder man sucht bewusst/unbewusst nach einem passenden Partner, den man sich als Lebenspartner wünscht, sofern das generell ein gewünschtes Lebenskonzept ist.
Ich denke bei dir, @TE, eher, dass du etwas Angst hast, den passenden Partner nicht mehr "rechtzeitig" zu finden. So klingt jedenfalls das spätere Posting von dir.
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25.09.2019, 20:54Inaktiver User
AW: Alle um mich herum werden "sesshaft" - wie damit umgehen?
Also selbst in meinem sehr begrenzten Bekanntenkreis habe ich zweimal gehört "Ich habe mit dem ein Kind bekommen weil ich wusste daß der als Vater funktioniert"
Und - das zitiere ich immer wieder gerne weil es mich so beeindruckt hat - von einer Paartherapeutin daß die meisten Männer keine Kinder wollen sondern sich fügen um die Partnerin nicht zu verlieren. Und von einer Scheidungsanwältin daß der häufigste Scheidungsgrund das zweite Kind ist.
Das scheint tatsächlich die Regel zu sein.
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25.09.2019, 21:06
AW: Alle um mich herum werden "sesshaft" - wie damit umgehen?
Du, frag 3 Therapeuten und du hast 5 Meinungen

Dieser einen glaubst halt, weil es deine eigene Meinung widerspiegelt, oder?
Ich denke, dass das zwar vorkommt (kommt ja alles immer vor), es aber mitnichten eine so generelle und allgemein gültige "Wahrheit" über Menschen und ihren Fortpflanzungstrieb darstellt, wie es dir (und deiner Therapeutin?) vielleicht erscheint.
Was ist eigentlich am ersten Zitat falsch? Hältst du es für gescheiter mit einem Mann ein Kind zu zeugen, von dem die Frau weiß, dass er als Vater nicht funktioniert?
Tatsache ist, dass Männer mit ihren Fortpflanzungswünschen inflationärer und infantiler umgehen können wie Frauen.
Tick Tack haben nur Frauen. Und bisher kann nichts auf der Welt das Tick Tack aufhalten oder verlangsamen.
Das verändert die Situation komplett: je nachdem ob der Mensch Mann oder Frau ist.
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25.09.2019, 21:20Inaktiver User
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25.09.2019, 21:22Inaktiver User
AW: Alle um mich herum werden "sesshaft" - wie damit umgehen?
Stimmt, Scheidungsanwälte und Paartherapeuten bekommen ja nur die zu sehen bei denen es schon hakt.
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25.09.2019, 21:59
AW: Alle um mich herum werden "sesshaft" - wie damit umgehen?
Ich hatte schon einen Lebensplan. Hatte einen Freund, den ich sehr geliebt habe und wollte mit etwa 28 das erste Kind und dann noch eines.
Aber der Mann an meiner Seite wollte wohl davor noch etwas rum poppen und hat dabei eine Angestellte geschwängert - ups.
Lebensplan erst mal kaputt mit 27. Dann habe ich die anderen Sachen gemacht, die auch dazu gehörten: Karriere, grosser Freundeskreis, im Ausland arbeiten, dort bleiben. Auch theoretisch arbeiten, an Hochschulen unterrichten usw.
Aber wenn ich und meine Schwestern bei unserer Mutter auf Besuch waren, dann ging es immer nur um eines: Heiraten und Kinder bekommen. Sie wohnte etwas ländlicher als meine Schwestern und ich. Sie selber war sophisticated aber ihre Freundinnen schauten uns an wie Kühe, die noch nicht geworfen haben.
Wir sagten uns "ist halt das Land. Da sollen alle immer trächtig sein und da geht es um einen gut verdienenden Stier". Ob wir Bücher veröffentlich hatten oder unseren Doktor nicht geheiratet sondern selber geschrieben haben war egal solange noch kein Kind da war.
Ja, irgendwie, wenn man aus dem Rhythmus der Umgebung rausfällt, dann wird es schwierig. Aber alle, die aus diesem Raster raus fallen, die erkennen sich dann auch gut gegenseitig und unterstützen sich. Ich hatte mal einen Freundeskreis, wo wir viel Jahreszeiten Quatsch gemacht haben, wie Ostereier bemalen etc. Denn, wenn man keine Kinder hat heisst das ja nicht, dass man nicht Plätzchen backen soll. Man kann sogar rein tun was man will und Champagner dabei trinken, sich in einen alten Freund verlieben......es ist schon romantisch, diese Balz-Zeit des Lebens etwas auszudehnen. Ich habe es sehr genossen.
Am Ende habe ich noch den Mann meiner Träume gefunden
mit 45.
Wie schon mein Vater zu einer Vermieterin sagte: ich habe hier kein kinderloses Ehepaar sondern ein eheloses Kinderpaar. Das würde uns auch heute noch gut beschreiben.Geändert von annakathrin (25.09.2019 um 22:04 Uhr)
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25.09.2019, 22:21


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