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25.09.2019, 08:35Inaktiver User
AW: Alle um mich herum werden "sesshaft" - wie damit umgehen?
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25.09.2019, 08:35Inaktiver User
AW: Alle um mich herum werden "sesshaft" - wie damit umgehen?
Kann ein Freigeist keine Beziehungen leben oder Kinder aufziehen, ein Haus bauen / sanieren? Ich bin ein ziemlich künstlerischer Freigeist und habe bis auf Kinder all das getan, was sich bei Dir so ein wenig trutschig liest. Vielleicht ist nur Deine Sichtweise ein wenig angestaubt?
Wie frei bist Du, wenn Dich das anfasst und WAS ist es, das Dich da umtreibt?Jedoch ist es so, dass in letzter Zeit, wirklich gefühlt ALLE Leute in meiner Umgebung heiraten und Kinder bekommen.
Es gibt Lebensfakten, an denen Du nicht vorbei kommst. Das Zeitfenster für Kinder schliesst sich irgendwann, ob Du das willst oder nicht. Es ist daher sinnvoll, sich innerhalb der eigenen Möglichkeiten damit zu befassen, ob man es nutzen möchte oder nicht. Alle anderen Aspekte können gelingen oder auch nicht, aber man kann sie zumindest theoretisch auch im hohen Alter noch verwirklichen.
Welchen Anschluss gäbe es denn für Dich zu erreichen? Stehst Du auf demselben Gleis wie alle anderen? In welche Züge möchtest Du einsteigen?Ich hätte nie gedacht, dass mich das stressen könnte, aber um ehrlich zu sein tut es das schon ein wenig. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass alle an mir vorbeiziehen und ich den Anschluss verpasse.
Merkst Du selbst, wie abwertend das klingt? Warum muss es "Torschlusspanik" sein? Geht´s auch eine Nummer kleiner? Vielleicht haben andere Menschen andere Bedürfnisse, spüren die innere Reproduktionsuhr deutlicher oder fühlen sich mit dem Gedanken an Familie einfach wohl und beglückt. Ganz ohne Panik.Ich wundere mich einfach so, dass wirklich (gefühlt) alle jetzt mit 29-32 heiraten und Kinder bekommen - ich kann es mir einfach nicht anders erklären, als dass es bei vielen einfach auch der Torschlusspanik geschuldet ist und weil man es mit Anfang 30 "einfach so macht".
Es ist Deine Art, die Dinge zu bewerten. Wenn Du wissen willst, wie diejenigen, über die Du hier schreibst, die Dinge sehen, könntest Du mit ihnen darüber sprechen und ihnen Deine Fragen stellen.Bei vielen ist es nämlich auch ein relativ neuer Partner, den sie jetzt heiraten bzw. geheiratet haben, ich glaube nicht dass es jetzt bei allen "the One" ist, sondern dass einfach der Zeitpunkt, an dem sie sich kennengelernt haben, der Richtige war, weil er eben in die Range "Anfang 30" fiel. Wisst ihr was ich meine?
Ich vermute, Du steckst in einem Veränderungsprozess. Das ist eine ganz normale Sache - Du kannst das für Dich nutzen und Dich den Veränderungen, die Du in Dir spürst, öffnen oder verschliessen. Das Bild, das wir uns von uns und anderen machen, ist häufig recht statisch. Über Kognition ordnen wir die Dinge fein säuberlich ein, bilden uns Meinungen. Aber Kognition ist nur ein kleiner Teil eines riesigen Kontinents in einem veränderlichen Organismus, der in Reziprozität zu einer ebenfalls veränderlichen Umwelt steht.Aber das nur am Rande, um was es mir eigentlich geht: ich bemerke ehrlich gesagt jetzt auch bei mir einen leichten Anflug von Torschlusspanik, obwohl ich mir noch nichtmal sicher bin, ob ich Kinder will und auch Heiraten für mich keinesfalls ein Muss ist.
Ich finde es lohnend, mir das bewusst zu machen und meine Veränderlichkeit zu begrüßen, sie als Aufforderung zu betrachten, das Leben anzunehmen und in seiner Wechselhaftigkeit aktiv zu gestalten, so, wie es mir jetzt gerade entspricht. Bilder nehme ich gern von der Projektionswand und schaue mir an, ob sie der Wirklichkeit eigentlich noch entsprechen.
Ein Freigeist werde ich immer sein, vermute ich. Das heisst nicht, dass ich Lebensmöglichkeiten, die vielen Menschen gefallen, für mich ausschliessen müsste.
Leben ist Prozess, Fluss!
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25.09.2019, 09:20
AW: Alle um mich herum werden "sesshaft" - wie damit umgehen?
Also in meiner Familie gibts das zum Glück auch nicht, aber ich kenne das von Freunden, da kommt dann ewig "und wann krieg ich endlich auch ein Enkelkind?" o.ä. Da wird genervt und gebohrt. Oder vorweg "wollt ihr nicht mal heiraten?" etc.
Glaube das vergeht auch nicht mit der Zeit. In manchen Familien wird das bestimmt immer bestehen bleiben.
Genauso werden manche Frauen schräg und empört angeguckt, wenn die sagen "Nö ich möchte keine Kinder."
Dann wird herablassend gesagt "Ja warte mal bis du älter wirst." oder getuschelt "Was ne Egoistin. Will keine Kinder."
Liebe TE, vielleicht waren die ganzen Ereignisse in Deinem Umfeld jetzt einfach nur mal der Auslöser über Deinen "eigenen Plan" ein wenig nachzugrübeln und heraus zu finden, was Du möchtest?
Denke es gibt genug Beispiele in alle Richtungen (glücklich mit Kindern, unglücklich mit Kindern und dasselbe ohne Kinder).
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25.09.2019, 09:47Inaktiver User
AW: Alle um mich herum werden "sesshaft" - wie damit umgehen?
Och, lass Dich nicht kirre machen. Es gibt immer Leute, die meinen, sie wüssten besser, wie andere ihr Leben zu leben haben. In Deinem Alter hatte ich noch Null Plan, wohin die Reise gehen sollte, sesshaft, war ich höchsten aus Bequemlichkeit. Kinder: och nö. Partner schon seit Jahren der gleiche, weshalb immer mal wieder gebohrt wurde: wollt ihr nicht endlich, ich müsst doch langsam mal, usw. Hat mich aber einfach nicht interessiert. Es gibt halt Leute, die haben in dem Alter noch kein Konzept davon, wie ihr Leben aussehen soll. Was ist so schlimm daran, das wird sich schon finden?
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25.09.2019, 09:49Inaktiver User
AW: Alle um mich herum werden "sesshaft" - wie damit umgehen?
Such dir ein Umfeld das so wie du denkt, habe ich bei meiner letzten Freundin gesehen, die hatte sehr viele Freundinnen die dieses Modell ablehnen.
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25.09.2019, 10:03
AW: Alle um mich herum werden "sesshaft" - wie damit umgehen?
Unabhängig vom Thema Kinder ist es für jeden von uns eine Möglichkeit, vielleicht auch existentielle Aufgabe, "sein" Leben zu entwickeln, zu gestalten, in es hineinzuwachsen, so zu leben, wie es sich richtig anfühlt.
Das geht nicht immer geradeaus. Wir alle haben unterschiedliche Voraussetzungen, mehr oder weniger Unterstützung, grössere oder kleinere Herausforderungen, aus denen heraus und mit denen wir unser persönliches Leben entwickeln können.
Aber die Frage, möchte ich Kinder (wenn es geht) oder nicht, ist meiner Erfahrung nach nur eine der vielen Fragen, die am Ende bzw im weiteren Lebensverlauf bestimmen, ob ich mich in meinem Leben wiederfinde oder nicht.
Für mich hat sie sich so nie gestellt, da ich zwar eine gewisse Sehnsucht danach hatte, Kinder zu bekommen, sie jedoch niemals "für mich" oder als Projekt "ich werde Mutter" bekommen hätte.
Insofern wurde für mich das Thema erst aktuell, nachdem ich meinen putativen Lebenspartner gefunden hatte, womit ich wiederum vorher gar nicht gerechnet hatte. (Und mit ihm hätte ich mir auch ein gutes Leben ohne Kinder vorstellen können, wäre(n) zum Beispiel zu Ärzte ohne Grenzen gegangen oder hätte(n) irgendwo was intensiv aufgebaut, an Mut und Kraft hätte es nicht gemangelt.)
Auch mit Kindern haben wir "unser" Leben weiter entwickelt und Weichen gestellt und Entscheidungen getroffen, die uns entsprechen. Ob uns das in der intensiven, anstrengenden aber auch ganz besonderen Kleinkindzeit jemand von aussen angemerkt hätte, weiss ich nicht. Vielleicht hätte jemand gedacht, 08/15, drei Kinder, Haushälfte, Fahrradanhänger, immer eine Nase zu wischen, den Kopf voller Kinderthemen - und damit hätte er doch nur einen Ausschnitt unseres Lebens beschrieben.
Eine Familie zusammen zu haben und immer auch den eigenen und gemeinsamen Weg weiter zu gehen, ist so viel mehr als "machen, was man eben so macht", ist so viel mehr als nur Kinder im Kopf zu haben. Das ist eine naive, verkürzte Aussenperspektive.
Für mich fühlt sich mein Leben an wie "meins", ich fülle es aus und bin mit ihm sehr zufrieden. Und es war keineswegs so vorgezeichnet, ich habe es aktiv geprägt und gestaltet.
Und das wünsche ich uns allen: ein Leben, das wir belebt, gelebt, gefüllt, im möglichen Rahmen gestaltet haben, nicht eines, das uns gelebt hat, das wir hinnehmen, weil es nun einmal so sein muss. Unabhängig vom Elternwerden oder nicht Eltern Werden.
Wer heute noch so lebt, wie er meint zu sollen, in unserer Gesellschaft, der trifft auch eine Wahl, denn notwendig ist es nicht, so zu leben.that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum
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25.09.2019, 10:07
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25.09.2019, 10:09Inaktiver User
AW: Alle um mich herum werden "sesshaft" - wie damit umgehen?
Was für ein Unsinn - ich brauche ein bestimmtes "Umfeld", damit ich so leben kann wie ich es möchte?
So sicher sollte sich schon jeder selbst über seine Lebensvorstellung sein, dass er dafür keine Vorturner braucht oder sich durch das, was andere machen, zu etwas gedrängt fühlt, das er gar nicht will.
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25.09.2019, 10:16
AW: Alle um mich herum werden "sesshaft" - wie damit umgehen?
Danke für eure Beiträge!
Was mich wahrscheinlich stresst ist, dass ich einfach noch nicht weiß wo die Reise hingehen soll. Ich war nie eine, die schon als 18-jährige gesagt hat: "mit 29 will ich 2 Kinder haben, verheiratet sein und ein Haus haben".
Und jetzt mit 32 weiß ich es immer noch nicht. Einen fixen Partner möchte ich schon gerne, und auch Heiraten kann ich mir vorstellen. Bzgl. Kinder sieht die Sache jedoch anders aus: an sich verspüre ich keinen Kinderwunsch, aber ich glaube, wenn ich wiedermal richtig verliebt bin, könnte die Sache anders aussehen - ich vermute der Kinderwunsch könnte mit dem richtigen Partner schon kommen.
Aber jetzt mit einem nicht so passenden Partner bekommen, nur des "Kinder haben" willens - das seh ich für mich überhaupt nicht.
Jemand hat geschrieben, "der Partner, den man mit um die 30 hat, ist halt derjenige, den man dann heiratet und mit dem man Kinder bekommt" - das ist eben das, was mir irgendwie ein bisschen übel aufstößt - ist das nicht ein bisschen beliebig?
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25.09.2019, 10:25
AW: Alle um mich herum werden "sesshaft" - wie damit umgehen?
Ich kenne niemanden, der das mit 18 gesagt hat.
Ich habe das noch mit 22 kategorisch abgelehnt und hatte 2 Jahre später 2 Kinder....
Mir ist das Konzept Lebenspläne auszuarbeiten sehr fremd, alle meine Entscheidungen beruhen auf dem Zufall und ich bin dadurch ein sehr zufriedener und häufig sogar glücklicher Mensch.



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