Neulich habe ich in einem Podcast gehört, dass ein Trainer sagte, dass keine Nachrichten mehr schaut, weil diese zu negativ sind und sich auch von jammernden Freunden und Bekannten verabschiedet.
Keine Frage niemand will nur den seelischen Mülleimer spielen, aber ist das nicht unter Umständen eine Spur zu hart oder zu lebensfern? Kann man nicht auch ein wenig von all dem Negativen akzeptieren als zugehörig ansehen zum Leben und dem Lauf der Dinge? Was meint Ihr? Hat das jemand durchgezogen und gab es wirklich die nur positiv eingestellten Menschen, deren Leben gleichförmig gut lief?
Natürlich meine ich nicht damit, dass man zum 105. Mal sich ein und diesselbe längst vergangene Geschichte von vor 5 bis 20 Jahren anhört, wo man schon lange gesagt hat, dass da eine therapeutische Aufarbeitung sicher gut wäre, damit man wieder freier im Hier und Jetzt agieren kann z.B..
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21.09.2019, 08:29Inaktiver User
Distanzierung von Jammernden und allem Negativen
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21.09.2019, 08:33
AW: Distanzierung von Jammernden und allem Negativen
Ich denke, wer sich von allem Negativen fernhalten will, tut das aufgrund einer inneren negativen Einstellung.
Damit macht das ganze Unterfangen wenig Sinn.
Negatives gehört zum Leben dazu. Deswegen sollte man sich auch damit beschäftigen. Nur eben nicht anstecken lassen.
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21.09.2019, 08:37Inaktiver User
AW: Distanzierung von Jammernden und allem Negativen
Ich kenne solche Podcasts auch und hab das sogar geglaubt und umgesetzt.
Zumindest bei den Nachrichten fällt es ja vergleichsweise leicht, wenn man keinen Fernseher hat und sich dauerberieseln lässt. Das ist ein gutes Gefühl. Einmal pro Woche Zeitungsmeldungen, reicht, um das Wichtigste mitzubekommen.
Jammerer hab ich kaum in meinem Umfeld, die lasse ich gar nicht erst an mich ran. Merkt man ja beim Kennenlernen, wie jemand tickt. Und jeder meiner Freunde darf mal (!) jammern, das Leben ist nun mal kein Kindergeburtstag. Solange jammern kein Dauerzustand wird, da wüsste ich dann besseres mit meiner Zeit anzufangen.
Und ja - es macht was mit einem, was Gutes, wenn man sich solche schlechten -ich sag mal- „Schwingungen“ vom Hals hält.
BTW auch hier in der BriCom stelle ich fest, dass es Foren gibt, wo ich nicht (mehr) so gern lese und schreibe - aus genau diesem Grund.
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21.09.2019, 08:42Inaktiver User
AW: Distanzierung von Jammernden und allem Negativen
Es geht doch - wie bei den meisten Dingen im Leben um das Gleichgewicht.
Jemand, der tatsächlich andauernd über alles jammert oder tendenziell erstmal das Schlechte an einer Sache oder an Menschen wahrnimmt, wird wenig wagen, selten zufriedene Momente erleben.
Das andere Extrem: da werden sich Situationen schöngeredet, Enttäuschungen sind vorprogrammiert, die man sich dann nicht mal eingestehen kann.
Auf mich wirkt dieser Positivismus immer etwas verkrampft.
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21.09.2019, 08:42Inaktiver User
AW: Distanzierung von Jammernden und allem Negativen
So wie du es formulierst, wäre das wohl maximal naiv. So läuft es ja nicht im Leben. Man kann aber sehr wohl beeinflussen, welche Art von Umgebung man sich mutwillig schafft. Und dazu zählt eben auch: Welche Gedanken lasse ich in meinem Kopf zu? Welche Art von Informationen tut mir gut? Kann ich unnötige schlechte Nachrichten einfach aus meinem Leben raushalten? Kann und will ich auf negative Menschen verzichten?
Ich meine ja!
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21.09.2019, 08:42Inaktiver User
AW: Distanzierung von Jammernden und allem Negativen
Ich habe mich auch gewundert, wie radikal er das sagte. Persönlich kann ich mit einigem Negativen relativ gut umgehen und ja, ich kann auch mal zuhören und was so stehen lassen, wenn es für mich gar keinen Sinn macht da einen Ratschlag zu geben. Ich finde es normal, dass jeder mal eine schlechte Phase haben kann. Als er das so verhement äußert, fand ich das sehr lebensfern und habe mich gefragt mit wem er dann noch Umgang haben wird, wenn er auf dem Trip hängen bleibt.
Das kam mir vor wie aus einer fernen Zeit als Neues ausprobiert wurde und Bücher über positives Denken Hochkonjunktur hatten oder steuern wir mit den neuen Medien gerade wieder in diese Richtung?Geändert von Inaktiver User (21.09.2019 um 08:49 Uhr)
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21.09.2019, 08:48
AW: Distanzierung von Jammernden und allem Negativen
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21.09.2019, 08:50Inaktiver User
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21.09.2019, 09:01Inaktiver User
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21.09.2019, 09:02
AW: Distanzierung von Jammernden und allem Negativen
Sich davon fernzuhalten bedeutet nicht, dass man bei einem Problem kein offenes Ohr mehr für Freunde und Verwandte hat.
Es heißt auch nicht, dass Leben gleichförmig gut verlaufen.
Ein Leben kann auch wenig gut verlaufen und doch kann man Positives daran sehen statt sich fast ausschließlich auf das Negative zu fokussieren und sich und andere damit runterzuziehen.
Doch grundsätzlich negativ eingestellte Menschen, seien es Jammerer oderer Meckerer, lasse ich auch nicht in mein Leben bzw. gehe so weit als möglich auf Distanz, sobald sich jemand beim Kennenlernen als ein solcher entpuppt.
Von der täglichen Überflutung mit negativen Nachrichten habe ich mich auch distanziert. Ich kann keinen Sinn darin erkennen, mich dem auszusetzen.
Für mich brachte das mehr Leichtigkeit mit sich.


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