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  1. Avatar von Spatz22
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    AW: Distanzierung von Jammernden und allem Negativen

    Finde die Unterscheidung von putulu ganz sinnvoll: drückt sich jemand vor der Verantwortung für sein Leben oder ist er wirklich in einer Notlage, in der ihm ein Gespräch beim Sortieren hilft.

    Keine Zeitung mehr lesen oder Nachrichten zu schauen, weil es einem "nicht gut tut", zu wissen, was in der Welt passiert, finde ich befremdlich.
    Das klingt so nach: nach mir die Sintflut.
    Ich muss doch wissen, wen ich wählen sollte, wen besser nicht, welche Produkte ich boykottieren sollte oder wofür spenden, welche Aktie sauber ist,usw...
    ...von Zeit zu Zeit denke ich über's Dickwerden nach...... wieviel Badewasser könnte ich jährlich sparen....!

    "Aus der Kindheit kommt so einiges, aber man könnte die auch mal beenden und JETZT für sich einstehen."
    (von Rotweinliebhaberin)

  2. Inaktiver User

    AW: Distanzierung von Jammernden und allem Negativen

    Zitat Zitat von Hair Beitrag anzeigen
    Im Mai starb meine Mutter. Einige freundlich Seelen boten Hilfe an, kch könnte immer kommen, wenn mir danach wäre.
    [...]
    Ja, was macht ihr denn, wenn Freunde, Familie, Bekannte krank werden, depressiv sind und dauerjammern?
    Meint ihr, sie sollten sich doch endlich mal zusammenreißen?

    Sehr hartherzig manche Einstellung hier.
    Liebe Hair,

    mein Beileid zum Verlust deiner Mutter.

    Ich habe durch dein Posting nachgedacht. Nein, Trauer gehört nicht zu „Jammern“, überhaupt nicht. Vor einigen Jahren ist der Vater einer sehr lieben Freundin gestorben, noch relativ jung. Ich hab mir all ihre Gedanken und Gefühle angehört, hab versucht zu trösten, wo es nur wenig Trost gibt. Das gehört für mich zu Freundschaft dazu und ja, leider auch zum Leben. Sie ist sonst ein sehr positiver Mensch, einer der wenigen Menschen, mit denen ich mir vorstellen kann, auf einer einsamen Insel zu stranden.
    Und genau das, was du erleben musstest, hat sie mir von einer als gute Freundin angesehenen Dame erzählt: als es ihr nicht gut ging, brach der Kontakt ab. Auf solche Freunde kann man verzichten, finde ich.

    Es geht mir eher um Menschen, die ständig negativ von allem und jedem reden, um Menschen, die nie was positives berichten können, die überall nur das Haar in der ansonsten deliziösen Suppe sehen. Die lass ich nicht in mein Leben. Und sowas merkt man ja recht schnell, dass jemand so drauf ist.

  3. Avatar von Hair
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    AW: Distanzierung von Jammernden und allem Negativen

    Danke Trisha.
    Mediterraneee, mag ja sein.
    Es kann aber jedem mal passieren, dass er in eine ganz tiefe Depression oder Traurigkeit stürzt.
    Ich bin nicht der Dalai Lama, der niemals seine Freude im Herzen verliert.
    Ich wünsche mir das auch. Jedem.
    Das Leben ist aber anders.

    Es gibt Leute, die sagen zu Menschen „ Lach doch mal“.

    Echt jetzt, muss das sein?


    Natürlich kann ich mich nicht davon freisprechen, dass Jammerei und Nörgelei nerven. Doch wer bin ich, dass ich irgendwen aussortiere?

  4. Moderation
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    AW: Distanzierung von Jammernden und allem Negativen

    Wenn jemand entscheiden hat, daß er mit all der Negativität um ihn rum nicht mehr klarkommt, und lieber was anderes macht als genervt und unglücklich zu sein, dann sollte er eben auch Maßnahmen ergreifen, um Negativität gar nicht erst an sich ranzulassen. Besser, als seine Phatasie, seinen Sinn für Gerechtigkeit und sein Mitgefühl -- all die Sachen, die schlimme Nachrichten erst schlimm machen -- auszuknipsen, oder durch Verschleiß ausknipsen zu lassen.

    Man bildet sich oft nur ein, daß man klüger und informierter und vielelicht sogar engagierter ist, wenn man jedes Unglück hundertmal im Fernsehen betrachtet, oder daß man freundlicher und großzügiger ist, wenn man jeden Kummer bei sich abladen läßt. Von dieser Vorstellung, daß Leiden so wertvoll ist wie Handeln, und daß man unbedingt alles wissen muß, was einen unglücklich machen kann, muß man sich mal befreien. Sonst wird man depressiv, oder zum Aasgeier.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  5. Registriert seit
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    AW: Distanzierung von Jammernden und allem Negativen

    Ich kann ihn verstehen.
    Man muss sich nicht jeden "Müll" zutragen lassen.

    Leute die immerzu jammern und negativ sind rauben unglaublich Substanz und ziehen Energie ab.
    Die will ich auch nicht in meinem Leben haben.

    Natürlich gibt es Lebensphasen die nicht so rosig sind, aber man merkt doch sehr schnell ob es nur eine Phase bei diesem Menschen ist oder ob es die Grundeinstellung ist.

  6. Avatar von Spatz22
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    AW: Distanzierung von Jammernden und allem Negativen

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Man bildet sich oft nur ein, daß man klüger und informierter und vielelicht sogar engagierter ist, wenn man jedes Unglück hundertmal im Fernsehen betrachtet.
    Ich z B.schaue nicht jeden Tag Nachrichten, möchte aber informiert sein.
    Schon gar nicht sehe ich mir ntv in Dauerschleife an, wenn ein historisches Gebäude brennt...
    Ich überleg mir, was es mit meinem Kind macht, wenn in meinem Haushalt Nachrichten aus aller Welt ignoriert werden.

    Das Kind wächst damit auf, dass keine Infos über "die Welt da draußen" ins Wohnzimmer kommen, weil das schädlich für die Psychohygiene ist.
    Schön. Dann lassen wir doch den Wasserhahn so lange laufen wie wir wollen und kaufen Billigstsynthetik-Klamotten, billige Milch etc... Sich über die Hintergründe unserer alltäglichen Lebenswelt zu informieren, bringt uns nur schlecht drauf und niemand Besserung.
    Dann haben wir keinen Plan, warum Flüchtlinge aus Kriegsgebieten in unseren kleinen Ort kommen und fragen uns, was sie hier wollen, weil es doch daheim am schönsten ist...

  7. Inaktiver User

    AW: Distanzierung von Jammernden und allem Negativen

    Ich habe festgestellt, recht gut und wie ich denke auch tiefgründig genug informiert zu sein, wenn ich einmal in der Woche ausführlich eine gute (!) Zeitung lese. Jeden Tag die Tagesschau oder ähnliches anzusehen, informiert längst nicht so, wie ich das gern hätte. Also spar ich mir den Katastrophenticker in TV oder Radio und lasse mich lieber einmal am WE dafür aber wesentlich tiefer informieren. Die Tagesschau beispielsweise hätte mich nicht unbedingt motiviert, umweltfreundlich zu sein, das waren viel mehr die Zeitung und das Netz. Da braucht es keine Dauerberieselung mit „news“=Katastrophen aus aller Welt.
    Manche Unglücke „erreichen“ mich dann eben nicht minutiös, meist wird man aber sowieso (ob man will oder nicht) von anderen darauf aufmerksam gemacht und kann bei Bedarf das Medium der Wahl „einschalten“.


  8. Registriert seit
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    AW: Distanzierung von Jammernden und allem Negativen

    Nachrichten schaue ich schon seit Jahren sehr selten.
    Radio und Zeitung informiert genauso und die "reißerische Qualität" ist eindeutig geringer.

    Das diese bewegten reißerischen Bilder im TV etwas mit uns machen, ist inzwischen lang bewiesen, warum soll ich mich seelisch "runterziehen lassen"- und das noch freiwillig?

    Leider machen "negative Botschaften" immer etwas mit uns- und so sollten wir immer darauf achten, mit was wir uns umgeben.

    Von Dauer- Jammernden halte ich mich auch fern- sie fühlen sich in dieser Haltung sehr wohl dort- der nächste Zuhörer kommt bestimmt- ich kann also getrost weiter gehen.

    Bei tatsächlichem Leid, bin ich doch wenn- nur ein momentaner Zuhörer- und da kann ich gut stehen bleiben.
    Vielleicht, weil ich selbst einiges durch habe in meinem Leben- kann ich mitfühlend stehen bleiben ohne nun selbst zu sehr "mitgenommen" zu werden.

    Wenn ich höre, dass jemand so überhaupt nicht mit "Negativem" umgehen kann oder das vehement ablehnt - ist das für mich ein Ausdruck dafür, dass derjenige selbst genug in sich hat und alles Zusätzliche zuviel wäre.
    So jemand möchte sich schützen und ein Erzählender, wäre bei so jemanden auch nicht gut aufgehoben.

    Ich selbst habe das auch schon erlebt- wie ich mit eigenen Themen randvoll war und mir jeder negative Satz wie eine schwere zusätzliche Last vorkam.
    Dann ist es für alle das Beste, sich zurück zu ziehen - wem nützt es, wenn ich mein Leid loswerden möchte und der Gegenüber leidet mit oder wird nachher noch ablehnend oder gar aggressiv?

    Zitat Zitat von Hair Beitrag anzeigen
    Eine langjährige Bekannte (fast Freundin) kondolierte per Whatts App und schrieb, ich solle mich melden, wenn es mir wieder besser geht.
    Klare Ansage, die unter den Umständen doch auch deutlich sagt, dass man "jetzt in diesem Zustand" nicht willkommen ist.
    Eine traurige Erfahrung, denn man wünscht sich doch Menschen, bei denen man auch im Leid und in Trauer gerne angenommen wird!
    Mein Beileid Hair und ich wünsche dir Menschen, die dich mit deiner Trauer annehmen können.


  9. Registriert seit
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    AW: Distanzierung von Jammernden und allem Negativen

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen

    Klare Ansage, die unter den Umständen doch auch deutlich sagt, dass man "jetzt in diesem Zustand" nicht willkommen ist.
    Eine traurige Erfahrung, denn man wünscht sich doch Menschen, bei denen man auch im Leid und in Trauer gerne angenommen wird!
    Mein Beileid Hair und ich wünsche dir Menschen, die dich mit deiner Trauer annehmen können.
    Ich würde Hairs Freundin sicher nicht mehr zu meinen Freunden zählen, Bekannte vielleicht noch, aber nicht mehr und ausweinen müsste sie sich bei mir nicht mehr kommen. Dazu würde es einen dezenten Hinweis geben. Das war ja einer der Punkte, weshalb ich den Thread eröffnet habe, da ich denke, dass ich so nicht mit anderen umgehen würde. Was macht dieser Trainer oder solche Menschen, wenn sie selbst einmal in eine missliche Lebenslage kommen aus der sie sich schwer herausmanövrieren müssen oder gerade wenns mit schwerer Krankheit Richtung Lebensende geht, nie mehr rauskommen? Erwarten sie dann, dass man für sie da ist und alles verzeiht? Gut vielleicht blenden auch manche egozentrierten Menschen das eigene, vorherige Tun vorher aus.

    Und ja, sonst kann man sicherlich übermäßigen Nachrichtenkonsum ausblenden ohne ganz das Weltgeschehen positiv negieren zu wollen und muss sich nicht zum 100000 Mal eine Jammerei anhören, die fast schon mit verbaler Gewalt ohne Punkt und Komma und ohne Einverständnis von einem als Zuhörer vorgetragen wird.


  10. Registriert seit
    15.06.2007
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    AW: Distanzierung von Jammernden und allem Negativen

    Zitat Zitat von fromanotherplanet Beitrag anzeigen
    Ich würde Hairs Freundin sicher nicht mehr zu meinen Freunden zählen, Bekannte vielleicht noch, aber nicht mehr und ausweinen müsste sie sich bei mir nicht mehr kommen. Dazu würde es einen dezenten Hinweis geben.
    Ich kann nicht sagen, wie ICH in der Situation reagieren würde.
    Ich habe mich selbst eben auch schon in Situationen erlebt, in denen ich "nicht konnte"- daher kann ich so einen Zustand durchaus nachvollziehen.

    Wer mir in so einer Situation nur über whatsapp schreiben würde- den würde ich allerdings eh nicht zu meinen engeren Freunden zählen - insofern wäre mir diese Aussage samt Mensch, wohl sowieso fern.

    Zitat Zitat von fromanotherplanet Beitrag anzeigen
    Das war ja einer der Punkte, weshalb ich den Thread eröffnet habe, da ich denke, dass ich so nicht mit anderen umgehen würde.
    Naja- solange du nicht in so einer Situation warst- solange kannst du es eben nur "denken".

    Zitat Zitat von fromanotherplanet Beitrag anzeigen
    Was macht dieser Trainer oder solche Menschen, wenn sie selbst einmal in eine missliche Lebenslage kommen aus der sie sich schwer herausmanövrieren müssen oder gerade wenns mit schwerer Krankheit Richtung Lebensende geht, nie mehr rauskommen?
    Kannst du tatsächlich von dir behaupten, dass du für andere Menschen IMMER da bist, zuhören kannst, auffangen und das Leid zu jeder Zeit aufnehmen?
    Ich halte das für einen Anspruch, der realistisch nicht zu erfüllen ist.

    Was diese Menschen selbst erwarten oder denken- wissen wir nicht.
    Es gibt Menschen, die ihr Leid nicht teilen und es nur mit sich selbst ausmachen wollen!

    Zitat Zitat von fromanotherplanet Beitrag anzeigen
    Erwarten sie dann, dass man für sie da ist und alles verzeiht?
    Was denn "verzeihen"? Das der andere nicht für mich da ist, wenn ich mein Leid erzählen möchte?
    MUSS denn ein Freund immer alles ertragen und aushalten können?
    Ich rede doch mit einem Menschen, der selbst genauso ein emotionales Erleben hat und er ist kein bezahlter Therapeut (der professionell mit Themen umgehen kann).

    Ich unterstelle, dass jemand, der nicht zuhören möchte- dafür einen guten Grund hat.

    Zitat Zitat von fromanotherplanet Beitrag anzeigen
    Gut vielleicht blenden auch manche egozentrierten Menschen das eigene, vorherigniemalse Tun vorher aus.
    Könnte es sein, dass so ein "egozentriertes Verhalten" ein guter Schutz ist- für sich selbst UND für den anderen?

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