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  1. Registriert seit
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    Ohne Kinder leben - eine persönliche Entscheidung.

    Hallo zusammen!

    Für mich ist die Entscheidung gegen eigene Kinder bereits gefallen und ich denke auch nicht, dass Kinder zu einem glücklichen Leben unbedingt dazu gehören müssen.
    Ich habe den Beitrag ins Forum Persönlichkeit gestellt, da ich mir hier ein paar Anregungen erhoffe von Frauen, die sich ebenfalls gegen Kinder entschieden haben -
    - meine Frage ist, wie sie diese Entscheidung "halten",
    also:
    Wie haltet ihr eure Entscheidung aufrecht?

    Ich habe vor einiger Zeit die Diagnose ADHS bekommen (bin in den mittleren 30ern). Seither weiß ich, dass ich noch stärker als normal dazu neige, mir Informationen von meiner Umwelt "zu eigen" zu machen.
    Ich habe lange versucht, mich dem, was ich in meiner Außenwelt als "normal" zu entdecken meinte, anzupassen.
    Mittlerweile weiß ich - zum Glück - dass ich in vielen Dingen einfach anders ticke.

    Durch die Diagnose ist mir einiges klar geworden, vor allem eben auch diese Frage nach eigenen Kindern. Ich mag Kinder, aber ich möchte nicht schwanger sein und ich bin mir ziemlich sicher, dass ein eigenes Kind mich überfordern würde. Ich brauche viel Ruhe, Zeit für mich usw. Ich habe zig Ideen, Hobbies ... kann mich super alleine beschäftigen.

    Trotzdem ist da, eventuell auch krankheitsbedingt oder gesellschaftsbedingt(?), so ein Gefühl von "Ich sollte doch", "das gehört einfach dazu" ... und irgendwie auch ein Gefühl der Sehnsucht nach Anerkennung.
    Es ist gesellschaftlich ja sehr anerkannt, Kinder in die Welt zu setzen.

    Das Gefühl stellt sich vor allem ein, wenn ich Menschen sehe, die ... ich versuche es mal vorsichtig zu formulieren ... - es ist ein schwieriges Beispiel, aber ich hoffe, ihr versteht ungefähr, was ich meine:
    meiner Meinung nach hätten keine Kinder bekommen "sollen" (z.B. weil die Eltern ganz furchtbar mit den Kleinen umgehen.) Dann denke ich, dass es für mich und meinen Partner eigentlich ein Leichtes wäre, Kinder groß zu ziehen, - oder zumindest augenscheinlich "leichter" als für Person xy. (Klar, es ist nur eine Momentaufnahme, jetzt bitte nicht zerhackstückeln.)

    Nicht zuletzt mag das auch daran liegen, dass insbesondere mein nahes Umfeld in den letzten Jahren immer wieder auf mich einredete, ich sollte es doch langsam auch mal angehen, all das Glück, was dann auf einen niederprasseln würde (- im gleichen Satz sagten dann aber Freundinnen auch, wie furchtbar anstrengend das alles ist ...) ...

    Ich würde solchen Außenreizen gerne gelassener begegnen können. Denn - siehe Strang hier - es beschäftigt mich dann schon eine geraume Zeit, tut irgendwo auch "weh".
    Dabei bin ich mir eigentlich sicher: Ich alleine "mit mir" möchte kein Kind.

    Na ja. Ich bin halt noch in dieser "heißen Phase" ... insofern (Strang Älterwerden), freue ich mich irgendwie schon auf die Zeit, in der DAS keine Rolle mehr spielt, weil einfach zu alt.

    Bin gespannt auf den Austausch.

  2. Moderation Avatar von Margali62
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    AW: Ohne Kinder leben - eine persönliche Entscheidung.

    Hallo Lafeye,

    es gibt einen Strang zum Thema, "gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu?". Da ist dein Thema diskutiert worden.
    Moderatorin im Forum

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  3. Avatar von luftistraus
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    AW: Ohne Kinder leben - eine persönliche Entscheidung.

    Hallo,

    dein Beitrag klingt für mich keineswegs nach "Ich will keine Kinder"

    Ich lese da einmal die Kopf/Theorie "Nein" raus und dann die Herz/Emotionen "Ja"......

    Bist du dir sicher das du in Dir stimmig bist?
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.


  4. Registriert seit
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    AW: Ohne Kinder leben - eine persönliche Entscheidung.

    Zitat Zitat von luftistraus Beitrag anzeigen
    Hallo,

    dein Beitrag klingt für mich keineswegs nach "Ich will keine Kinder"

    Ich lese da einmal die Kopf/Theorie "Nein" raus und dann die Herz/Emotionen "Ja"......

    Bist du dir sicher das du in Dir stimmig bist?

    WHAT???


  5. Registriert seit
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    AW: Ohne Kinder leben - eine persönliche Entscheidung.

    Zitat Zitat von Margali62 Beitrag anzeigen
    Hallo Lafeye,

    es gibt einen Strang zum Thema, "gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu?". Da ist dein Thema diskutiert worden.
    Danke. Ja, das stimmt.

    Mir geht es aber um die Frage, wie ich selber diese "Außenreize" besser in den Griff bekomme. Wie schon gesagt, ich denke NICHT, dass Kinder zu einem erfüllten Leben dazu gehören.

    ... Vielleicht ist mein Anliegen auch zu kompliziert formuliert?

    Ansonsten gerne auch verschieben, falls ich hier falsch gelandet bin.


  6. Registriert seit
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    AW: Ohne Kinder leben - eine persönliche Entscheidung.

    Ich glaube ich weiß was Du meinst - du willst keine Kinder, kommst aber immer ins Zweifeln wenn andere Dir Kinder "schmackhaft" machen wollen.

    Ich kenne das Problem (bei einem ganz anderen Thema), weiß aber leider auch keinen Rat.


  7. Registriert seit
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    AW: Ohne Kinder leben - eine persönliche Entscheidung.

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Ich glaube ich weiß was Du meinst - du willst keine Kinder, kommst aber immer ins Zweifeln wenn andere Dir Kinder "schmackhaft" machen wollen.

    Ich kenne das Problem (bei einem ganz anderen Thema), weiß aber leider auch keinen Rat.
    Genau!
    Was ist denn Dein Problem?
    Vielleicht finden wir ja gemeinsam eine Lösung. :)


  8. Registriert seit
    03.09.2019
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    AW: Ohne Kinder leben - eine persönliche Entscheidung.

    Hinzu kommt - Dr. Google sei Dank - dass die meisten Menschen (Frauen) ja diesen "Kinderwunsch" haben und entweder sehr traurig sind, dass es - aus welchen Gründen auch immer - nicht klappt. Das ist dann gesellschaftlich akzeptiert. Will sagen, wenn ich auf die Frage/Vorschlag/Anregung/Neckerei entgegnen würde: "Es hat leider noch nicht geklappt", dann ist großes betretenes Schweigen im Walde.
    Wenn ich ehrlich sage: "Ich möchte keine", dann entspinnen sich schnell Diskussionen, meine Entscheidung wird angezweifelt (sogar hier, siehe oben).

    Die meisten Menschen kriegen Kinder oder haben welche. Eine Frau, die trotz - wahrscheinlicher - Gebährfähigkeit ein relatives klares "Nein" von sich gibt, wird zwar häufiger (- Google), ist aber immer noch die Ausnahme.

    Ich las neulich was von ca. 7% oder so.
    Das ist schon eher die Minderheit.

    Und wenn man dann noch - so wie ich - gepolt ist, es gerne "richtig" zu machen oder allen recht machen zu wollen ...

  9. VIP Avatar von xanidae
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    AW: Ohne Kinder leben - eine persönliche Entscheidung.

    Zitat Zitat von Lafeye Beitrag anzeigen

    Und wenn man dann noch - so wie ich - gepolt ist, es gerne "richtig" zu machen oder allen recht machen zu wollen ...
    Wenn das dein großes Problem ist, dann solltest du auf keinen Fall Kinder bekommen und es ist eine gute Antwort auf alle Fragen - denn als Mutter kann man es niemandem recht machen, alle, also wirklich alle, sowohl Familie als auch Fremde, erklären dir, wie man es besser machen sollte oder verteufeln dich warum dich für dies oder jenes entscheidest. Denn diese Fragen hören nie auf. Wenn man keine Kinder hat, wird man gefragt, ob man Kinder will und wenn ja, wann. Hat man das erste Kind, wird gefragt, wann das zweite kommt. Ist das zweite da, wird nach einem dritten gefragt, kommt allerdings das dritte, wird man gefragt, ob das denn wirklich sein muss "drei Kinder". Stillt man, tut man es zu kurz oder zu lange, gibt man die Flasche ist das Kind eh verloren, Stoffwindeln vs. Einwegwindeln vs. ich erkenne wann mein Baby pinkeln will... je jünger das Kind desto häufiger wird sich eingemischt, doch diese Einmischung endet nie (ich könnte diese Liste noch seitenweise verlängern).

    Wenn du so sicher bist, keine Kinder zu wollen, dann überlege dir, welche Antwort zu dir passt. Du kannst natürlich lügen "Klappt nicht" oder aber du bist ehrlich. So trennt sich auch die Spreu vom Weizen. Meine Freundin sagte immer "andere können das besser als ich". Das sorgte immer für ein paar Lacher und das Thema war durch.
    Was ich über's Leben weiß, weiß ich aus Stand by Me
    Ich hab' einen Hund der Cujo heißt, und mein Auto heißt Christine
    Wenn du schreiben kannst, dann schreibe,
    wenn du singen kannst, dann sing
    Und wenn du nicht mehr weiterweißt, frag
    Stephen King


    Thees Uhlmann "Danke für die Angst"

  10. Avatar von Kleiner_Vogel
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    374

    AW: Ohne Kinder leben - eine persönliche Entscheidung.

    Für mich stand schon immer seit ich denken kann fest, dass ich nie Kinder haben werde. Es kommt in meiner Vorstellungskraft überhaupt nicht vor, dass ich Mutter sein könnte, es stand in keinem einzigen Moment für mich in Frage-
    ich kann mich kein bisschen mit dem Mutter-Sein identifizieren.

    Es ist wie als erwarte man von einem Mann, schwanger zu sein und Kinder zu bekommen

    Dabei geht es im Wesentlichen um das schwanger sein und die biologische Seite. Ein Kind zu adoptieren oder aufzuziehen, wenn sich die Notwendigkeit dazu ergibt, kann ich mir schon vorstellen, auch wenn es sich nicht mit meiner aktuellen Lebenssituation veranbaren lässt und auch kein bisschen Wunsch danach habe.

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