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  1. Registriert seit
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    AW: Ohne Kinder leben - eine persönliche Entscheidung.

    Zitat Zitat von Lollla Beitrag anzeigen

    Echt jetzt? Fragst du andere nach ihrem Passwort? Käme ich nie auf die Idee ...
    Seltsamer Vergleich.
    Finde den Vergleich auch seltsam. Warum sollte die Frage nach eigenen Kindern so sensibel behandelt werden wie der Bankpin? Natürlich kann die Frage als indiskret aufgefasst werden, aber das können die einfachen Kennenlern-Fragen nach dem Alter, dem Beruf, der Herkunft, der Partnerschaft.... etc. auch, wenn der Befragte damit selber nicht zufrieden ist. Wer froh ist keine eigenen Kinder zu haben, kann sich überhaupt nicht angegriffen fühlen von so einer einfachen Frage.


  2. Registriert seit
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    AW: Ohne Kinder leben - eine persönliche Entscheidung.

    Ich finde die Frage "hast du Kinder" auch nicht schlimm. Wenn ein Nein kommt, finde ich die Frage "Warum" aber sehr wohl unangemessen. Ich gehe jetzt mal von eher flüchtigen Bekannten oder Neubekanntschaften aus. Und ich finde es auch sehr einfach gemacht, sich dann zu sagen, dass ja jeder selbst entschieden kann, wie viel man antwortet. Denn die Frage selbst löst ja schon was aus.

    Ich verstehe auch nicht, warum man sowas fragt. Wenn jemand keine Kinder hat (oder alternativ: keinen Partner, nicht verheiratet ist etc.), dann ist das entweder gewollt oder ungewollt.
    Ist es gewollt, sind es in der Regel persönliche Gründe, die man durchaus freiwillig erzählen kann, aber wo ich persönlich Nachfragen einfach impertinent und dreist finde. Entweder erzählt es jemand von sich aus, oder eben nicht.
    Ist es ungewollt, steckt eine traurige Geschichte dahinter, an die man ggf. nicht erinnert werden möchte oder wo man einfach nix zu sagen will. Insofern finde ich, sowas verkneift man sich einfach mal. In engen, guten Freundschaften kennt man die Hintergründe eh.

    Zum Thema der TE: Die Freunde, die sinngemäß sagen, sie wünschen der TE die Erfahrung auch, meinen das vielleicht auch einfach gut bzw. nett (wenn es auch evtl. unpassend ist). Es gibt ja durchaus viele Leute, die Kinder als Bereicherung empfinden und die Erfahrung auch anderen wünschen.

  3. Moderation
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    AW: Ohne Kinder leben - eine persönliche Entscheidung.

    Zitat Zitat von Copic Beitrag anzeigen
    Finde den Vergleich auch seltsam. Warum sollte die Frage nach eigenen Kindern so sensibel behandelt werden wie der Bankpin?
    Lolla wollte eine grundlegende Betrachtung, daß man alles fragen darf, aber -- wenn ich das richtig verstehe -- auf keine Frage pampig antworten darf. "alles" erstreckt sich per Definition aus alles von "können Sie mir sagen, wie spät es ist?" über "haben Sie Kinder" bis zur Bankpin und darüber.

    Manchmal merkt man erst, daß Objekte einer Gruppe (in dem Fall: Fragen) doch nicht alle gleich sind, wenn man die Ränder betrachtet.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  4. Avatar von Vogalonga
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    AW: Ohne Kinder leben - eine persönliche Entscheidung.

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Manchmal merkt man erst, daß Objekte einer Gruppe (in dem Fall: Fragen) doch nicht alle gleich sind, wenn man die Ränder betrachtet.
    Und der Kontext. Es ist etwas anderes, wenn ich im Lauf einer vergnüglichen Geburtstagsfeier meiner Freundin eine bisher unbekannte Freundin von ihr kennen lerne und wir nach einem Abend voller guter Gespräche auf das Thema Kinder zu sprechen kommen, oder ob ich beim offiziellen Weihnachtsempfang mit der Frau des Chefs meines Mannes Small Talk mache (um mal den Aspekt "Gespräch mit unbekannten Personen" weiter zu führen).


  5. Registriert seit
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    AW: Ohne Kinder leben - eine persönliche Entscheidung.

    Wie oft hast Du denn erlebt Dich vor Fast-Fremden ob Deiner Kinder oder Nicht-Kinder erklären zu müssen? Die Frage ist ernst gemeint, irgendwie antwortet nie einer drauf. Ich hab das noch nie erlebt. Gefragt ob Kinder Ja oder Nein wurde ich (und habe ich auch schon), aber noch niemals musste ich meine Antwort diskutieren. Und ich war, nach außen hin zumindest, immer sehr sicher und klar keine Kinder zu wollen. Selbst meine Abtreibung, mit der ich offen umgehe, habe ich nie verteidigen müssen. Nun bin ich schwanger und erlebe auch jetzt nicht, mich dafür rechtfertigen zu müssen. Ich kann mir nicht vorstellen wer meine persönlichen Entscheidungen in Frage stellen soll, ich diskutiere das einfach nicht 🤷

  6. Avatar von Tirili
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    AW: Ohne Kinder leben - eine persönliche Entscheidung.

    Mir ist das schon mehrfach passiert früher. Auf einer Geburtstagparty wurde ich von einer Bekannten der Gastgeberin gelöchert, warum ich denn um Gottes Willen keine Kinder will, die geeeeben einem doch so viel. Ob mir nicht klar wäre, was mir entgeht, blabla. Ich bin irgendwann einfach aufgestanden und in ein anderes Zimmer gegangen.
    Von älteren Kolleginnen, eine fragte, was denn bitte mit mir nicht stimme, dass ich keine Kinder will.
    Von einer Nachbarin, warum habt ihr keine Kinder? Weil wir nie welchen wollten! Aaaah, wie schade aber auch.
    Von einer Verwandten, wann wir denn endlich mal Kinder machen würden, es wäre doch Zeit, dass wir ENDLICH mal Verantwortung übernähmen.

    Ich musste mir echt so einiges anhören, leider konnte ich mich früher noch nicht gegen solche unangebrachten Sprüche wehren.

    Zum Glück bin ich mittlerweile aus dem Alter raus. Mein Vater jammert ab und an, wie schade es sei, dass er keine Enkel hat.
    Als wir selber noch Kinder waren, sagte er immer "schafft euch bloß nie Kinder an, die machen nur Ärger".

  7. Avatar von Mediterraneee
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    AW: Ohne Kinder leben - eine persönliche Entscheidung.

    So wie bei Tirili war es fast eins zu eins bei mir auch. Hauptsächlich zwischen Mitte zwanzig und Ende dreißig.
    Jetzt bin ich über fünfzig, da fragt keiner mehr.
    Manche Menschen leben so vorsichtig, die sterben wie neu.



    Mein Avatar zeigt ein Gemälde von Ramón Lombarte.

  8. Avatar von Vogalonga
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    AW: Ohne Kinder leben - eine persönliche Entscheidung.

    Gefragt wurde ich schon. Geantwortet habe ich kontextbezogen: bei einer nächtlichen Diskussion mit einem Ehepaar, das zu unseren liebsten Freunden gehört und das gerade dabei ist, ihren sehnlichen Kinderwunsch zu begraben, weil es trotz medizinischer Betreuung nicht klappt, habe ich anders geantwortet als bei meiner Tante, die mich fragte, wann ich denn endlich meinen Eltern Enkel schenken wolle. In eine direkte Diskussion über den "Unwert" eines kinderlosen Daseins bin ich bisher nie verwickelt worden. Ich kenne ein, zwei entfernte Bekannte, bei denen das potentiell möglich wäre. Bei den wenigen Anlässen, wo wir uns sehen, belasse ich es bei oberflächlichem Small Talk. Sollte dennoch mal das Gespräch in diese Richtung gehen, werde ich nach Tagesform entscheiden, ob ich in die Diskussion gehe oder einfach den Raum verlasse, wie @Tirili.

    Es gibt rational eine Menge Gründe für Kinder. Es gibt auch eine Reihe gegen Kinder. Ich glaube, dass in den allermeisten Fällen keine rationale Überlegung den Ausschlag gibt, sondern eine emotionale. Und dafür gibt es keine objektiven Maßstäbe, deswegen sehe ich mich nicht gezwungen, ein inneres, emotionales "Wissen" begründen zu müssen. Wen es interessiert (im Sinne von echtem Interesse, nicht als Anhaltspunkt für Moraldiskussionen), dem berichte ich davon. Eine Userin hier hat die Signatur "Nie rechtfertigen!". Sehe ich auch so.


  9. Registriert seit
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    AW: Ohne Kinder leben - eine persönliche Entscheidung.

    Ich hatte auch nie den Wunsch, Kinder zu haben, nichtmal ansatzweise wäre das irgendwann je in mir aufgekommen. Zusätzlich war mir der Gedanke an Schwangerschaft (und die körperlichen Aspekte) zu "furchteinflößend".
    Und, im Gegenteil, ich konnte eigentlich über Jahre nicht ansatzweise verstehen, WARUM viele Frauen nun wirklich Kinder WOLLEN.

    Und obwohl ich sehr klar mit meinem (eigentlich nicht bewusst gefällten, sondern einfach "da gewesenen") Entschluss gegen Kinder war - wurde mir diese Frage sehr häufig gestellt. Und zwar von "nebenbei" über "interessiert" bis "penetrant".

    An Einzelheiten dabei kann ich mich inzwischen nicht mehr erinnern.
    Sehr gut in Erinnerung ist mir aber, dass es zuletzt 2 Männer waren, die da überhaupt nicht locker lassen wollten.
    Und das, obwohl ich inzwischen mit 48 ja durchaus das Thema durch haben könnte ;-)

    Ich kann die TE also gut verstehen. Im Gegensatz zu ihr hab ich aber nie das Gefühl gehabt, meine "Entscheidung" jetzt selber in Frage stellen zu müssen/wollen/...

  10. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Ohne Kinder leben - eine persönliche Entscheidung.

    Zitat Zitat von Mediterraneee Beitrag anzeigen
    So wie bei Tirili war es fast eins zu eins bei mir auch.
    Bei mir auch. Nicht genauso, aber sinngemäß.

    Zitat Zitat von Convallaria Beitrag anzeigen
    Ich finde die Frage "hast du Kinder" auch nicht schlimm. Wenn ein Nein kommt, finde ich die Frage "Warum" aber sehr wohl unangemessen. Ich gehe jetzt mal von eher flüchtigen Bekannten oder Neubekanntschaften aus. Und ich finde es auch sehr einfach gemacht, sich dann zu sagen, dass ja jeder selbst entschieden kann, wie viel man antwortet. Denn die Frage selbst löst ja schon was aus.
    Ich auch. Ein „warum“ finde ich deutlich unangemessen.
    Klima? Läuft bei uns. Schließlich haben wir den ersten CO2 neutralen Flughafen der Welt gebaut.

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