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  1. Inaktiver User

    AW: Exfreud als Alibi und Ablenkung?

    Zitat Zitat von eclipse218 Beitrag anzeigen
    Die Krankheit meines Kindes sitzt mir im Nacken und ich weiss nicht, wie ich es mir diesem Gedanken gutgehen lassen kann.
    DAS wäre ein viel lohnenderes Thema für die Therapie als irgendein Ex.


  2. Registriert seit
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    AW: Exfreud als Alibi und Ablenkung?

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen

    Du kannst dich nun lange mit diesen Gefühlen befassen, mit dem Thema "Ex"- oder du kannst mit dem Therapeuten - dich selbst kennen lernen.
    Dich selbst anschauen und erfahren, wer du bist!
    Danke, Kenzia, für deine Gedanken. Ich habe mich entschlossen, nicht mehr zu diesem Therapeuten zu gehen. Ich habe mich nach der Scheidung schon intensiv (in einer Selbsthilfegruppe, die es hier leider so nicht gibt) mit mir und meiner Vergangenheit befasst. Ich bin auch eher der rationelle Typ, ich treffe eine Entscheidung und handle dann ziemlich schnell.
    Ich wundere mich, dass ich nicht einfach einen Schlussstrich unter diese letzte Beziehung machen kann.

    Ich habe es schon paar mal gemacht, ich war 3!!! mal heftig verliebt in den letzten Jahren, immer in Männer, die gebunden waren, die ich im beruflichen Umfeld getroffen habe (oft nur einmal), und wo ich diese Verliebtheit für mich ausgestanden habe ohne weiteren Kontakt und auch ohne Wunsch für weiteren Kontakt.

    Jetzt kann ich mich nicht dazu aufraffen, eine komplette Kontaktsperre durchzuführen, aber warum, das kann ich nicht für mich benennen und das bräuchte ich.


  3. Registriert seit
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    AW: Exfreud als Alibi und Ablenkung?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    DAS wäre ein viel lohnenderes Thema für die Therapie als irgendein Ex.
    Dieses Thema kann ich sowohl mit dem betroffenenden Kind als auch mit Freunden besprechen, was mir sehr hilft. Trotzdem hat mich die Angst immer im Griff und sie wird es noch lange Zeit sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man das wegtherapien kann.


  4. Registriert seit
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    AW: Exfreud als Alibi und Ablenkung?

    Zitat Zitat von eclipse218 Beitrag anzeigen
    Ich habe mich entschlossen, nicht mehr zu diesem Therapeuten zu gehen.
    Du könntest ihm auch sagen, was du denkst und erst einmal schauen, wie er damit umgeht.
    Mein Denken meinte nur, dass man nicht alles, was ein Therapeut sagt, ein Credo sein sollte- man es immer auch mit einem Fragezeichen ansehen sollte.

    Zitat Zitat von eclipse218 Beitrag anzeigen
    Ich habe mich nach der Scheidung schon intensiv (in einer Selbsthilfegruppe, die es hier leider so nicht gibt) mit mir und meiner Vergangenheit befasst. Ich bin auch eher der rationelle Typ, ich treffe eine Entscheidung und handle dann ziemlich schnell.
    Also eine Methode, die du im LEben als sehr erfolgreich erlebt hast.
    Auf deinen Kopf kannst du dich verlassen- während das mit den Gefühlen eher Schiffbruch erleidet- erleiden könnte.
    Zitat Zitat von eclipse218 Beitrag anzeigen
    Ich wundere mich, dass ich nicht einfach einen Schlussstrich unter diese letzte Beziehung machen kann.
    Dein Kopf scheint nun nicht mehr auszureichen

    Zitat Zitat von eclipse218 Beitrag anzeigen
    Ich habe es schon paar mal gemacht, ich war 3!!! mal heftig verliebt in den letzten Jahren, immer in Männer, die gebunden waren, die ich im beruflichen Umfeld getroffen habe (oft nur einmal), und wo ich diese Verliebtheit für mich ausgestanden habe ohne weiteren Kontakt und auch ohne Wunsch für weiteren Kontakt.
    Du warst also immer auf der sicheren Seite.
    Wer gebunden ist, wird nie ganz vor der Tür stehen- alles bleibt in Abstand.
    Passt doch alles zusammen
    Zitat Zitat von eclipse218 Beitrag anzeigen
    Jetzt kann ich mich nicht dazu aufraffen, eine komplette Kontaktsperre durchzuführen, aber warum, das kann ich nicht für mich benennen und das bräuchte ich.
    Und ich sehe- du möchtest deinen Weg so weitergehen- mit rationalem Verständnis das eigene Gefühl in eine Richtung bringen
    ok..........dann.....
    - vielleicht, weil bei ihm noch etwas liegt, was du jetzt noch brauchst.......ein Gefühl, ein Gedanke....?
    - vielleicht, weil du nicht mehr die Kraft der "rationalen Umsetzung" in dir hast?
    - vielleicht, weil dein Wunsch nach gelebten Gefühlen im Laufe deines Lebens immer größer wurde und dein Bedürfnis, nach deinen Gefühlen zu leben- riesig ist?
    - vielleicht, weil einfach ZEIT ist, dass du dich auf den Weg zu DIR machst- zu deinen Gefühlen und zu deinem Vertrauen.


  5. Registriert seit
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    AW: Exfreud als Alibi und Ablenkung?

    Zitat Zitat von eclipse218 Beitrag anzeigen
    Die Krankheit meines Kindes sitzt mir im Nacken und ich weiss nicht, wie ich es mir diesem Gedanken gutgehen lassen kann.
    Ganz unemotional:
    Wir können immer nur EINEN Gedanken denken- also können wir aus jedem Gedankenkonstrukt aussteigen.
    Was wetten wir- ich setz dich in eine Achterbahn und während der Fahrt wirst du NICHT über all das nachdenken!

    Angst um sein Kind ist unter solchen Umständen natürlich immer ein Begleiter- wäre doch auch seltsam, wenn nicht!
    Sie dürfen da sein- UND es gibt noch mehr in deinem Leben.

    Manche Menschen gestehen sich bei Leid keine Freude zu- als wenn man sich nicht mehr freuen dürfte, wenn man ein Leid hat!
    Es wäre gut hinzusehen, ob es solche Gedanken bei dir gibt. Diese liegen auch gerne etwas tiefer und sind nicht immer ganz offensichtlich.


  6. Registriert seit
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    AW: Exfreud als Alibi und Ablenkung?

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen

    Und ich sehe- du möchtest deinen Weg so weitergehen- mit rationalem Verständnis das eigene Gefühl in eine Richtung bringen
    ok..........dann.....
    - vielleicht, weil bei ihm noch etwas liegt, was du jetzt noch brauchst.......ein Gefühl, ein Gedanke....?
    - vielleicht, weil du nicht mehr die Kraft der "rationalen Umsetzung" in dir hast?
    - vielleicht, weil dein Wunsch nach gelebten Gefühlen im Laufe deines Lebens immer größer wurde und dein Bedürfnis, nach deinen Gefühlen zu leben- riesig ist?
    - vielleicht, weil einfach ZEIT ist, dass du dich auf den Weg zu DIR machst- zu deinen Gefühlen und zu deinem Vertrauen.
    du hast mit allem so ziemlich recht. Ich habe nur keinen Schimmer wie ich dies praktisch umsetzen kann. Vielleicht spielt auch mein nicht vorhandenes Grundvertrauen in Beziehungen eine Rolle. Obwohl ich in meinem direkten Umfeld viele scheinbar (genau weiss ich es ja nicht) gute Beziehungen habe, denke ich bei Beziehungen zuerst an meine, die meiner Eltern und an den schweren Vertrauensbruch meiner Schwiegertochter. Dann denke ich, wie können Menschen andere, die sie angeblich lieben, so belügen und betrügen?

    Bei meiner Kollegin, die jetzt zum 3. Mal geheiratet hat, frage ich mich, was hat sie, das ich nicht habe? Ist es Mut, Naivität, unerschütterlicher Glaube, das es diesmal gelingt? Bei mir ist da nur Misstrauen :(


  7. Registriert seit
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    AW: Exfreud als Alibi und Ablenkung?

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen

    Manche Menschen gestehen sich bei Leid keine Freude zu- als wenn man sich nicht mehr freuen dürfte, wenn man ein Leid hat!
    Es wäre gut hinzusehen, ob es solche Gedanken bei dir gibt. Diese liegen auch gerne etwas tiefer und sind nicht immer ganz offensichtlich.
    Es ist so dass ich wirklich damit hadere, warum mein Kind? Warum nicht ich? Ich versuche auch bewusst, etwas zu tun, was mir Freude bereitet, aber ich freue mich nicht darüber.


  8. Registriert seit
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    AW: Exfreud als Alibi und Ablenkung?

    Zitat Zitat von eclipse218 Beitrag anzeigen
    Es ist so dass ich wirklich damit hadere, warum mein Kind? Warum nicht ich? Ich versuche auch bewusst, etwas zu tun, was mir Freude bereitet, aber ich freue mich nicht darüber.
    Ich schätze, dass sich das alle Eltern fragen- warum mein Kind? warum nicht ich?
    Und ist das nicht das Normalste von der Welt- diese Frage?

    Vielleicht koppelst du das Leid deines Lebens mit deinem Kind- vielleicht findest du, dass es in deinem Leben schon soviel Leid gab, dass es bei deinem Kind als immens unfair und ungerecht empfunden wird?

    Solange du dir Freude als Gefühl nicht zutiefst zugestehen kannst- solange kannst du sie nicht empfinden. Da nützt auch keine Verstandes- Entscheidung etwas.
    Momentan steht offenbar etwas vor der Tür, die Freude zulassen kann.
    Vielleicht hilft es auch, dass jetzt erst einmal zu akzeptieren und anzunehmen. Dann ist es eben jetzt so.
    Trauer, Leid, Verzweiflung und Hilflosigkeit nehmen den Raum ein- mögen sie DA sein und das in Gänze.

    Lade alle an deinen Tisch ein- sie haben doch guten Grund DA zu sein!

    Wenn wir das schaffen- alle einzuladen und sie nicht "schon an der Haustür wegzuschicken"- kann das eine immense Entlastung für die Seele sein.
    Nur eine Idee.


  9. Registriert seit
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    AW: Exfreud als Alibi und Ablenkung?

    Zitat Zitat von eclipse218 Beitrag anzeigen
    Bei mir ist da nur Misstrauen :(
    Ja- was fehlt ist Vertrauen und das hat mit Sicherheit (nettes Wortspie l) gute Gründe.

    Vertrauen ist etwas, was wir eben nicht mit unserem Verstand herholen können

    Vertrauen beginnt bei uns selbst und dort könnte man bei dir ansetzen.
    Allerdings geht es hier um das- bisher gut umschiffte - Thema "Gefühle". So ganz kommst du nicht drumrum

    Hast du es schonmal mit geführten Meditationen versucht?
    Sich einfach den Worten hingeben und innerlich mitgehen.
    Ich höre mir die immer vorher ganz wach und aufmerksam an- ob sie mir gefallen.........wenn nicht (was immer wieder vorkommt), fliegen sie gleich raus.
    Was gut ist...dem gebe ich mich dann hin.

    Hat auch mit Vertrauen zu tun- und führt zu dem Gefühl, dass DU selbst Ressourcen in dir hast, die sich echt gut an-fühlen
    Und- kein Zweiter beteiligt- nur du für dich und hast alles in der Hand.
    Wäre das was für dich?
    Geändert von kenzia (10.09.2019 um 10:09 Uhr)


  10. Registriert seit
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    AW: Exfreud als Alibi und Ablenkung?

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Und- kein Zweiter beteiligt- nur du für dich und hast alles in der Hand.
    Wäre das was für dich?
    vor 15 Jahren hatte ich schon an geführten Meditationen teilgenommen (realleben), ja, das ist eine gute Idee. Hast du Vorschläge für mich?
    Ressourcen in mir, die sich für mich gut anfühlen? Würdest du mir das näher erklären?

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