+ Antworten
Seite 5 von 5 ErsteErste ... 345
Ergebnis 41 bis 49 von 49

  1. Registriert seit
    28.08.2016
    Beiträge
    92

    AW: Ich bin die Horrorkollegin

    Liebe Horrorkollegin,

    ich hatte einmal einen Job da ging es mir ganz ähnlich wie dir.

    Die Kolleginnen mochten mich einfach nicht – vom ersten Tag an war die Stimmung komisch. Mit der Zeit war es dann so, dass wenn eine bestimmte Kollegin länger nicht da war die Stimmung sich entspannt hat. Kaum war sie wieder zurück ging es wieder von vorne los.

    Auch hier wurde enorm viel Kaffee getrunken und getratscht – Kaffee gleich wenn alle da waren, Kaffee um 10 Uhr, gemeinsames Mittagessen und dann noch einmal Kaffee um 3 Uhr. Und dazu ein ewiges Gejammere darüber wie gestresst alle seien. Am Anfang dachte ich ich muss da mit um mich nicht ins Out zu stellen. Mit der Zeit wurde aber klar, die wollten mich gar nicht dabeihaben. Sie haben sich dann teilweise über Mail oder das Chatprogramm abgesprochen, sind alle aufgesprungen und rausgegangen.

    Manchmal war eine Kollegin aus einer anderen Niederlassung da, mit der ich mich gut verstanden habe. Über sie wurde zwar auch nur abgelästert, aber da sie schon lange im Unternehmen war hatte sie ein besseres Standing als ich. Man hat sich daher nicht getraut mit ihr so umzugehen wie mit mir. Diese Kollegin hat mich dann immer gefragt ob ich mitgehe zum Kaffeetrinken.

    Ich bin dann manchmal mitgegangen und manchmal auch nicht. Und ich habe gemerkt, dass ich überhaupt nichts verpasse weil mich die Gespräche absolut nicht interessiert haben. Es ging nur um Klamotten und Handtaschen, Autos,Tattoos, Ablästern über andere Kollegen, die letzte Folge des Bergdoktors und um die Selbstdarstellung der Abteilungs-Queen.

    Ich habe mich dann abgegrenzt und hab meine Arbeit gemacht. Trotzdem war es schwer mit dieser völlig grundlosen Ablehnung umzugehen. Nach 9 Monaten war ich weg. Das fanden sie dann nicht so prickelnd, denn jemanden mit meinen Spezialkenntnissen zu finden ist nicht so einfach.

    In meinem neuen Job komme ich mit den Kollegen super klar, in meinen vorherigen Jobs auch.

    Die Frage ist also ob du dir das wirklich antun musst. Eigentlich ist es doch verschwendete Lebenszeit.


  2. Registriert seit
    05.08.2019
    Beiträge
    66

    AW: Ich bin die Horrorkollegin

    Zitat Zitat von California123 Beitrag anzeigen
    Liebe Horrorkollegin,

    ich hatte einmal einen Job da ging es mir ganz ähnlich wie dir.

    Die Kolleginnen mochten mich einfach nicht – vom ersten Tag an war die Stimmung komisch. Mit der Zeit war es dann so, dass wenn eine bestimmte Kollegin länger nicht da war die Stimmung sich entspannt hat. Kaum war sie wieder zurück ging es wieder von vorne los.

    Auch hier wurde enorm viel Kaffee getrunken und getratscht – Kaffee gleich wenn alle da waren, Kaffee um 10 Uhr, gemeinsames Mittagessen und dann noch einmal Kaffee um 3 Uhr. Und dazu ein ewiges Gejammere darüber wie gestresst alle seien. Am Anfang dachte ich ich muss da mit um mich nicht ins Out zu stellen. Mit der Zeit wurde aber klar, die wollten mich gar nicht dabeihaben. Sie haben sich dann teilweise über Mail oder das Chatprogramm abgesprochen, sind alle aufgesprungen und rausgegangen.

    Manchmal war eine Kollegin aus einer anderen Niederlassung da, mit der ich mich gut verstanden habe. Über sie wurde zwar auch nur abgelästert, aber da sie schon lange im Unternehmen war hatte sie ein besseres Standing als ich. Man hat sich daher nicht getraut mit ihr so umzugehen wie mit mir. Diese Kollegin hat mich dann immer gefragt ob ich mitgehe zum Kaffeetrinken.

    Ich bin dann manchmal mitgegangen und manchmal auch nicht. Und ich habe gemerkt, dass ich überhaupt nichts verpasse weil mich die Gespräche absolut nicht interessiert haben. Es ging nur um Klamotten und Handtaschen, Autos,Tattoos, Ablästern über andere Kollegen, die letzte Folge des Bergdoktors und um die Selbstdarstellung der Abteilungs-Queen.

    Ich habe mich dann abgegrenzt und hab meine Arbeit gemacht. Trotzdem war es schwer mit dieser völlig grundlosen Ablehnung umzugehen. Nach 9 Monaten war ich weg. Das fanden sie dann nicht so prickelnd, denn jemanden mit meinen Spezialkenntnissen zu finden ist nicht so einfach.

    In meinem neuen Job komme ich mit den Kollegen super klar, in meinen vorherigen Jobs auch.

    Die Frage ist also ob du dir das wirklich antun musst. Eigentlich ist es doch verschwendete Lebenszeit.
    @california123: das ist ja echt schrecklich. Das würde mir jetzt auch nichts bringen über solche belanglosen Themen zu sprechen. Eigentlich traurig wie das läuft, wenn Mitarbeiter unzufrieden im Job sind und das so kompensieren.

    Liebe TE,

    mir ist auch noch etwas eingefallen. Früher war ich in meinem Ausbildungsberuf tätig und hatte in dieser Arztpraxis auch viele Kolleginnen (von jung bis alt und sämtliche Nationalitäten). Der Bildungsgrad war entsprechend durchweg niedrig. Ich merkte auch gleich, da passe ich nicht rein. Habe danach studiert. Aber diese Situation mit dem nicht wirklich gemocht werden, kenne ich auch im Berufsleben. Es lag auch einerseits am Chef, der sehr streng war und Fehler nicht toleriert wurden. Somit versuchte jeder seinen Kopf zu retten und jede arbeitete gegen jeden. Aus Angst passiert das auch oft, dass Leute sich in Gruppen zusammenschließen und andere ausgrenzen, weil sie anders sind bzw. nicht reinpassen.

    Ich will dir Mut machen das mit dem Jobwechsel anzugehen und nach dem Vorstellungsgespräch zu hospitieren, auf dein Gefühl zu achten bei den Mitarbeitern. Neulich hatte ich deshalb eine Stelle abgesagt, weil ich das Gefühl hatte, dass die Mitarbeiter dort unzufrieden sind. Da wurde vordergründig nett getan, aber ich spürte da stimmt etwas nicht (Mimik, Gestik, wie man über andere redet).

  3. Avatar von Avocado_Diaboli
    Registriert seit
    01.06.2017
    Beiträge
    2.254

    AW: Ich bin die Horrorkollegin

    Zitat Zitat von wildflower_85 Beitrag anzeigen
    Das würde mir jetzt auch nichts bringen über solche belanglosen Themen zu sprechen.
    Ich frage mich langsam, über was ihr alle in der Mittagspause so sprecht. Dekliniert ihr Proust durch oder analysiert die letzte Bundestagsdebatte??
    Natürlich spricht man in der Mittagspause zwischen zwei Brötchenbissen nicht andauernd über Weltpolitik. In der Pause möchte ich mich entspannen und nicht noch weiter mein Hirn malträtieren. Klar wird da mal der neueste Klatsch ausgetauscht oder irgendwelche blöden Witze erzählt. So what?! Auch dass hier ein wenig auf dem Bildungsgrad rumgeritten wird, finde ich nicht gut.

    Wichtiger wäre schlicht, dass man sich menschlich mit den Kollegen gut versteht - da ist völlig wurscht, ob einer Volksmusik mag oder gern über sein Kind spricht - Hauptsache nett! Da ergeben sich schon gemeinsame Gesprächsthemen. Und hier passt es einfach nicht.
    Bevor du bei dir selbst Depressionen oder ein geringes Selbstwertgefühl diagnostizierst, stelle erstmal sicher, dass du nicht komplett von Arschlöchern umgeben bist.
    - Sigmund Freud


  4. Registriert seit
    03.01.2014
    Beiträge
    234

    AW: Ich bin die Horrorkollegin

    Es können und müssen ja auch nicht immer tiefschürfende Themen sein Hauptsache nett, richtig. Die Kollegen von California123b und wohl auch die der TE sind aber anscheinend alles andere als nett,sondern kalt und ausgrenzend. So ging es mir in der Oberstufe kurz vorm Abi, brrrr. Aber das ist nicht halb so schlimm, wie wenn man so eine frostige Atmosphäre den gesamten Arbeitstag über ertragen muss.


  5. Registriert seit
    28.08.2016
    Beiträge
    92

    AW: Ich bin die Horrorkollegin

    Zitat Zitat von Avocado_Diaboli Beitrag anzeigen
    Ich frage mich langsam, über was ihr alle in der Mittagspause so sprecht. Dekliniert ihr Proust durch oder analysiert die letzte Bundestagsdebatte??
    Natürlich spricht man in der Mittagspause zwischen zwei Brötchenbissen nicht andauernd über Weltpolitik. In der Pause möchte ich mich entspannen und nicht noch weiter mein Hirn malträtieren. Klar wird da mal der neueste Klatsch ausgetauscht oder irgendwelche blöden Witze erzählt. So what?! Auch dass hier ein wenig auf dem Bildungsgrad rumgeritten wird, finde ich nicht gut.

    Wichtiger wäre schlicht, dass man sich menschlich mit den Kollegen gut versteht - da ist völlig wurscht, ob einer Volksmusik mag oder gern über sein Kind spricht - Hauptsache nett! Da ergeben sich schon gemeinsame Gesprächsthemen. Und hier passt es einfach nicht.
    Nun - tatsächlich habe ich mich gestern mit einer Kollegin über die Verkehrs- und Wohnungspolitik in unserer Stadt und mit einer anderen über die nächsten Wahlen unterhalten . Aber klar - natürlich redet man auch über belanglose Dinge. Das ist ja nicht das Problem. Aber es geht ja nicht nur um die Themen sondern auch um die Stimmung und das ewige wirklich hasserfüllte "Raufhauen" auf abwesende Kollegen kann einem schon den Appetit verderben.

    Und ob du es glaubst oder nicht - sowas wie Akademikerbashing gibt es wirklich manchmal. Wobei auch hier - wie bei vielen Dingen - oft das viel mehr über den aussagt der redet als über den über den geredet wird.


  6. Registriert seit
    05.08.2006
    Beiträge
    2.169

    AW: Ich bin die Horrorkollegin

    Manchmal spielt aber auch das Altersgefüge eine nicht unwesentliche Rolle. Ich bin in unserer Abteilung mit jungen Anfang Fuffzig die Abteilungs-Mutti - selbst unser Chef könnte mein Sohn sein Klar, dass mich da die meisten Themen nicht wirklich interessieren (und umgekehrt)... aber dafür können mir die Youngster beim PC oder Smartphone helfen
    Ich halte mich daher auch meist zurück, mache meinen Kram, gehe hin und wieder mit zu Events, um mich nicht total abzugrenzen und genieße die Vorteile, die mir mein Job bietet (Unabhängigkeit, selbstständiges Arbeiten, Work-Life-Balance (echt) etc.)
    Wenn das nicht gegeben ist und der Leidensdruck zu gross wird, sollte man gehen. Das Leben ist zu kurz und die Arbeitszeit zu lang um sich täglich zu deprimieren


  7. Registriert seit
    05.08.2019
    Beiträge
    64

    AW: Ich bin die Horrorkollegin

    Naja, für mich klingst du nicht nach Horrorkollegin;-).

    Mir geht es ähnlich in meinem Team, obwohl wir im Grunde guten Kontakt miteinander haben. Trotzdem merke ich, dass manche Kollegen von mir genervt sind, weil ich mich aus ihrer Sicht oft einmische. Abstellen kann ich es trotzdem schwer, da ich die einzige mit 20 jähriger Berufserfahrung bin und alle anderen Berufsanfänger sind. Da wir als Team arbeiten, kann ich mich schwer unsichtbar machen. Auch bei uns geht es viel um Eitelkeiten und sowas ist gar nicht mein Ding. Also es gibt Kolleginnen, die schief gucken, weil sie nervt, dass mir etwas besser gelingt. Durch meine offene Art mach ich mich wahrscheinlich auch angreifbar, jedenfalls gibt es immer mal wieder Stänkereien im Team.

    Ich glaube, manchmal kann man Dinge selbst ändern, manchmal nicht. Ich werde auch manchmal für Konflikte "benutzt", die eigentlich woanders hingehören, aber mit mir lebt man sie dann aus. Offene Ansprache erleben viele Menschen als Aggression, deshalb mache ich das weniger und lasse Dinge einfach laufen. Unsere Chefin hat einen guten Einblick in die Gruppendynamik, das hilft natürlich bei der Deeskalation, allerdings lässt sie uns auch zuviel selbst lösen.


  8. Registriert seit
    25.08.2019
    Beiträge
    33

    AW: Ich bin die Horrorkollegin

    Also für mich klingst du auch nicht wie eine Horrorkollegin, sondern wie eine ganz nette Frau mit der ich gerne im Büro sitzen würde. Du bist einfach nur an die falschen Leute geraten, die sehr unzufrieden mit sich sind und das auf andere übertragen.


  9. Registriert seit
    08.08.2016
    Beiträge
    1.639

    AW: Ich bin die Horrorkollegin

    Ich finde es teilweise überheblich, was hier geschrieben wird. Horrorkollegin find ich auch zu weit hergeholt.
    Es gibt eben Menschen, die wollen sich abheben von anderen. Du schließt Dich im Grunde selbst aus, die Themen interessieren Dich nicht, Du hältst Dich für klüger.
    Ich möchte mich in der Pause auch entspannen und ich muss keine tiefsinnigen Gespräche führen. Natürlich interessiert mich auch nicht alles. Manchmal wechsle ich auch das Thema. Man kann ja auch nicht an allem Anteil und Interesse haben. Aber ich währe trotzdem die Höflichkeit und höre auch zu. Denn man sollte ja auch Bedenken, man möchte ja auch nicht mit seinen Themen ignoriert werden. Akademiker können ganz schön hochnäsig sein und ob sie immer soviel klüger als Nichtakademiker sind, wage ich zu bezweifeln. Sie leben eher in ihrer eigenen Welt und wollen oft mit Otto-Normal-Verbraucher nichts zu tun haben. Hört man sich mal die Gespräche an, die sie führen, da geht es oft um Ego-pushing und manchmal bezweifle ich sogar, dass die untereinander überhaupt verstehen, was sie von sich geben.
    Ich such mir meine Leute auch aus auf Arbeit undzwar die, die warmherzig sind, sind mir die liebsten und da akzeptiert man sich so wie man ist.

+ Antworten
Seite 5 von 5 ErsteErste ... 345

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •