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  1. Registriert seit
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    AW: Ich bin die Horrorkollegin

    Zitat Zitat von Malaita Beitrag anzeigen
    Ich finde es normal, dass derjenige, der den anderen suggeriert: ich gehöre nicht zu euch, ich bin anders, von den Kollegen gemieden wird. Dass die Kollegen dann noch lästern über einen, ist eine Folge davon.
    Entweder bringst du dich ein, zum Beispiel beim Kaffeeklatsch. Oder aber du suchst dir eine Arbeitsumgebung mit Kollegen, die dir behagen, mit denen du auch mal gerne ein Schwätzchen machst.
    Sehe ich genauso
    Allerdings redet die TE hier von ihren Kollegen auch nicht gerade "nett". Die merken doch, dass die TE sie nicht mag, ganz so dumm, wie die TE denkt, werden die Kolleginnen nicht sein. Vielleicht würde ein Arbeitsplatzwechsel neue Perspektiven eröffnen.?!?

  2. Inaktiver User

    AW: Ich bin die Horrorkollegin

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Diese Entscheidung muß nicht immer das A und O einer Therapie sein, aber es gibt dir erst mal einen Kompaß in die Hand und vermeidet, daß man 20 Jahre auf der Couch verbringt, weil man sich nur das Nägelkauen abgewöhnen will.
    Genau das würde ich tun, wenn es umgekehrt ständiges Nägelkauen bei den Kollegen hervorruft. Spaß können unterschiedliche Dinge machen, man kann auch einen Heidenspaß daran haben anderen dabei zuzusehen wie sie in Fahrt geraten. Gerade solche Leute, die sich die Mühe machen trickreich an langen Gefechtsübungen zu basteln, erreicht man nicht so wirklich mit distanzierten und höflichen Sätzen. Plumpes Auftreten ist da wirkungsvoller und das Gegenüber überraschen so gut es geht. Unberechenbar bleiben. Wenn sie die volle Breitseite abzubekommen befürchten müssen, dann erst kommt das Aha-Erlebnis und das Hirn beginnt zu rattern. Traurig, aber wahr.

  3. Avatar von Malaita
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    AW: Ich bin die Horrorkollegin

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Genau das würde ich tun, wenn es umgekehrt ständiges Nägelkauen bei den Kollegen hervorruft. Spaß können unterschiedliche Dinge machen, man kann auch einen Heidenspaß daran haben anderen dabei zuzusehen wie sie in Fahrt geraten. Gerade solche Leute, die sich die Mühe machen trickreich an langen Gefechtsübungen zu basteln, erreicht man nicht so wirklich mit distanzierten und höflichen Sätzen. Plumpes Auftreten ist da wirkungsvoller und das Gegenüber überraschen so gut es geht. Unberechenbar bleiben. Wenn sie die volle Breitseite abzubekommen befürchten müssen, dann erst kommt das Aha-Erlebnis und das Hirn beginnt zu rattern. Traurig, aber wahr.
    Wieso der Ratschlag, sich GEGEN die Kollegen zu wenden? Wenn man mit Kollegen zusammenarbeitet, muss man sie die Zusammenarbeit auch spüren lassen und das geht nur, wenn man sich in irgendeiner Weise einbringt. Was hilft es, die Kollegen gegen einen aufzubringen? Das Ergebnis ist mindestens, dass man irgendwann nicht mehr gerne auf Arbeit geht. Und das bringt Frust. Und mit welcher Rechtfertigung erhebt man sich über die Kollegen? Vielleicht überschätzt man sich selbst dabei etwas?
    Man kann sich auch von den Kollegen distanzieren, aber dann beklage man sich nicht.

  4. Inaktiver User

    AW: Ich bin die Horrorkollegin

    Zitat Zitat von Malaita Beitrag anzeigen
    Wieso der Ratschlag, sich GEGEN die Kollegen zu wenden? Wenn man mit Kollegen zusammenarbeitet, muss man sie die Zusammenarbeit auch spüren lassen und das geht nur, wenn man sich in irgendeiner Weise einbringt. Was hilft es, die Kollegen gegen einen aufzubringen? Das Ergebnis ist mindestens, dass man irgendwann nicht mehr gerne auf Arbeit geht. Und das bringt Frust. Und mit welcher Rechtfertigung erhebt man sich über die Kollegen? Vielleicht überschätzt man sich selbst dabei etwas?
    Man kann sich auch von den Kollegen distanzieren, aber dann beklage man sich nicht.
    Ein Gegeneinander ist es so oder so. Die Kollegen sind in höchstem Maße unkollegial. Bisher gibt sie klein bei und zieht sich zurück. Daran würde ich etwas ändern und sie hat vor bald zu gehen, also mehr Frust kann sie nicht bekommen.
    Mit welcher Rechtfertigung, wenn du es so nennen willst, lästern die Kollegen unermüdlich?


  5. Registriert seit
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    AW: Ich bin die Horrorkollegin

    Aus meiner Sicht ist ein Aspekt wichtig: Du darfst nicht vergessen, dass du lange Zeit in der Schule gemobbt wurdest.
    Mobbing (und besonders als junger Mensch, der noch mitten in der Persönlichkeitsentwicklung steckt!) verursacht eine tiefe und kaum vollständig zu heilende Wunde in der Seele.

    Zwar kann es in späteren Zeiten sein, wenn du nicht mehr gemobbt wirst oder anderswo Freunde und Gleichgesinnte findest, dass diese Wunde ein stückweit 'vernarbt', aber deine Antennen, die sich während der Mobbingzeit fein herausgebildet haben, werden nachwievor auf vieles reagieren, was sich nach beginnendem Mobbing anfühlt. Ungute, gruppendynamische Prozesse wirst du wahrscheinlich sofort (zunächst unbewusst) erspüren. Und du wirst schnell merken (oder auch so deuten!), wenn dich andere ausschließen.

    Und nun (vorsicht!) mutmaße ich: Das Problem könnte dann sein, dass dies (möglicherweise!) gewisse Verhaltensweisen bei dir nach sich ziehen könnte (unbewusst), wie du es damals erlernt hast, wie z.B. inneres Zurückziehen, Reserviertheit, körperliche Anspannung ...

    Hier hilft meiner Ansicht nach nur, positive Erlebnisse mit anderen Menschen zu quantifizieren, also gute Begegnungen mit dir wohlgesonnenen Menschen möglichst oft in deinem Leben stattfinden zu lassen. Das wird leider nicht dazu führen, dass deine Wunde, verursacht durch Mobbing, vollständig verheilen wird, aber es führt zu mehr Gelassenheit im Umgang mit anderen.

    Deine Angst vor einem neuen Job kann ich übrigens gut nachvollziehen. Ich denke, dass du keine Angst vor neuen beruflichen Herausforderungen hast, als vielmehr davor, dass sich an dem neuen Ort deine Mobbingerfahrungen wiederholen könnten. Einmal mehr. Und das wird deine Zweifel bezüglich deiner Person nur noch verstärken.

    Vielleicht ist es eine gute Idee, dir deine alten Mobbingerfahrungen und das, was das mit dir und deiner Seele gemacht hat, nochmal genau anzuschauen? Ein schmerzhafter Prozess, ich weiß, aber vielleicht gut für die Zukunft?

  6. Inaktiver User

    AW: Ich bin die Horrorkollegin

    Zitat Zitat von Trolll Beitrag anzeigen
    Zwar kann es in späteren Zeiten sein, wenn du nicht mehr gemobbt wirst oder anderswo Freunde und Gleichgesinnte findest, dass diese Wunde ein stückweit 'vernarbt', aber deine Antennen, die sich während der Mobbingzeit fein herausgebildet haben, werden nachwievor auf vieles reagieren, was sich nach beginnendem Mobbing anfühlt. Ungute, gruppendynamische Prozesse wirst du wahrscheinlich sofort (zunächst unbewusst) erspüren. Und du wirst schnell merken (oder auch so deuten!), wenn dich andere ausschließen.
    Dazu braucht es kein erlebtes Mobbing, feine Antennen und eine gute Beobachtungsgabe kann man auch einfach so von Natur aus haben.

    Hier hilft meiner Ansicht nach nur, positive Erlebnisse mit anderen Menschen zu quantifizieren, also gute Begegnungen mit dir wohlgesonnenen Menschen möglichst oft in deinem Leben stattfinden zu lassen. Das wird leider nicht dazu führen, dass deine Wunde, verursacht durch Mobbing, vollständig verheilen wird, aber es führt zu mehr Gelassenheit im Umgang mit anderen.
    Woher weißt du so genau um die Wunde Bescheid und dass sie nie verheilen wird? Das ist mir eine zu fatalistische Haltung. Ich glaube da eher an Selbstheilungsprozesse, die sich von innen aktivieren lassen, eine Art innerer Teddybär, der immer da ist. Gute Begegnungen im Außen zu suchen kann unter Umständen zur Verzweiflung führen und nicht jeder braucht und will diese, vor allem introvertierte Menschen weniger.

    Vielleicht ist es eine gute Idee, dir deine alten Mobbingerfahrungen und das, was das mit dir und deiner Seele gemacht hat, nochmal genau anzuschauen? Ein schmerzhafter Prozess, ich weiß, aber vielleicht gut für die Zukunft?
    Würde ich auch nicht machen, Ablenkung hilft da mehr.


  7. Registriert seit
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    AW: Ich bin die Horrorkollegin

    Wenn ich Dich so lese, hab ich das Gefühl als ob Du Dich für etwas besseres hältst und Dich über die Kollegen stellst. Du die perfekte, die alles tip top im Griff hat. Man hat immer mal mit "merkwürdigen" Menschen zu tun und oft sind diese auch ausgegrenzt, weil sie sich selber ausgrenzen. Ich hab manchmal versucht, sie so ein bisschen ins Boot zu holen, aber meist misslingt das. Da fehlen dann wirklich Gesprächsthemen, auch, wenn man sich Mühe gibt. Ich habe darauf auch keine Lust mehr.
    Warum bringst Du Dich nicht selbst ein, z.B., mit Themen, die Dich interessieren? Natürlich kann man nicht erwarten, dass jeden alles an Themen interessiert, das hat doch jeder von uns. Manchmal kann man auch einfach so netten Small talk halten, was ist daran so schlimm? Man kann auch lustige Anekdoten zum Besten geben. Ich lache z.B.gerne über mich. Und ja, ich werde auch mal geknuddelt, von lieben warmherzigen Kollegen.
    Oft liegt es an einem selbst, sich auch einzubringen und auch mal fünfe grade sein zu lassen. Ich glaube, Du kreist da auch zuviel um Dich selbst, so nach dem Motto dies mag ich nicht, jenes interessiert mich nicht. Da wirst Du überall diese Probleme haben. Ist nicht böse gemeint und letztendlich nur mein Empfinden beim Lesen Deines Problemes.


  8. Registriert seit
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    AW: Ich bin die Horrorkollegin

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Trolll Beitrag anzeigen
    ... Das wird leider nicht dazu führen, dass deine Wunde, verursacht durch Mobbing, vollständig verheilen wird, aber es führt zu mehr Gelassenheit im Umgang mit anderen.
    Woher weißt du so genau um die Wunde Bescheid und dass sie nie verheilen wird? Das ist mir eine zu fatalistische Haltung. Ich glaube da eher an Selbstheilungsprozesse, die sich von innen aktivieren lassen, eine Art innerer Teddybär, der immer da ist.
    'Innerer Teddybär'
    Weißt du, diese Verharmlosung von Mobbing und deren Folgen macht mich wirklich ärgerlich!

    Unterhalte dich doch einfach mal mit langjährigen (!) Mobbingopfern und erkundige dich auch mal nach den Langzeitfolgen von Mobbing!

    Ich bin mir sicher, die TE weiß ganz genau, wovon ich spreche!

  9. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Ich bin die Horrorkollegin

    Im EP bin ich über das "brav und still" gestolpert.
    Ich kenne das zu gut. Es könnte sein, dass du dich nicht genügend wehren kannst. Ein braves Mädchen wird nie wütend und lässt tapfer alle über ureigene Grenzen latschen.

    Ich bin/war selber brav und still

    Heute noch, wenn ich denke, JETZT aber hab ich mich gewehrt, meine Meinung gesagt und mich schon als "unverschämt" fühle wird mir von wohlmeinenden Mitmenschen signalisiert, dass ich höflich und noch viel zu freundlich rüberkomme.

    Dass ich selber eher tiefsinnig veranlagt bin und mit Oberflächlichkeiten wenig anfangen kann steht wieder auf einem anderen Blatt.

    Es sind mehrere Problemfelder bei dir.
    Bleiben wir bei dem brav und still.

    Hilfreich, wie schon geschrieben, wäre für dich ein Kommunikationstraining in Richtung 'Mit Konflikten umgehen".

    Das Feedback live gegeben bringt viel.

    Mittlerweile poltere ich schon mal los.
    Es wirkt. Es ist nichts Schlimmes passiert.
    LG Ivi

  10. Moderation
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    AW: Ich bin die Horrorkollegin

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dazu braucht es kein erlebtes Mobbing, feine Antennen und eine gute Beobachtungsgabe kann man auch einfach so von Natur aus haben.
    Wenn da die Interpretation der Wahrnehmung *nicht* infolge von Lebenserfahrung und daraus entstandener Erwartung in Richtung "Gefahr" verzerrt ist, sondern die Wahrnehmung tatsächlich korrekt die Situation abbildet, sollte die TE lieber heute als morgen das Weite suchen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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