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    AW: Ich bin die Horrorkollegin

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Also, es tut dir weh, daß du ausgeschlossen bist, obwohl du null Interesse daran hast, eingeschlossen zu sein?
    Du beneidest Leute, die spontan umarmt werden, haßt es aber, spontan umarmt zu werden?
    Die Leute behandeln dich, wie du vermutlich signalisierst, behandelt werden zu wollen (nicht endlos über Privatkram labern, deinen Individualabstand geachtet haben) und das macht dich unglücklich?
    Damit machst du es Leuten auch schwer! (Und dir selber erst mal!)

    Falls das das Problem ist, entscheide dich von zwei einander ausschließenden Sachen für eine und bleib dabei. Dann kriegst du nur auf eine Art Unglück, und du sendest klarere Signale, auf die die anderen sich einstellen können.

    Bist du schüchtern oder menschenscheu? Das kann ein Problem sein, weil es arrogant und abwertend wirkt, wenn man sich selber für zu unwichtig hält, um "Guten Morgen" zu sagen. Leute merken es, wenn man ihnen das "Hallo anderer Mensch, ich sehe dich und tu dir nichts" vorenthält. Es gibt Leute, mit denen du auskommst? Frag die mal, wie du rüberkommst, ob sich da leicht was verbessern läßt. (Aber nimm das nicht als die Steintafeln vom Berg Sinai, die Leute kochen auch nur mit Wasser.) Wenn du Chefgespräche hast, die dich loben, sprich an, daß du anscheinend bei deinen Kollegen immer den falschen Ton triffst, und ob sie dir Feedback geben können, was da falsch läuft.

    Hör auf, die anderen zu verachten. Die tun auch nur, was sie können. Wenn sie nicht mehr können, weise sie nicht darauf hin, daß das unbefriedigend ist.

    Es wird immer einen Haufen unglaublich nervender Leute in der Welt geben. Such dir ein oder zwei, die am wenigsten nerven und pflege den Kontakt: Sag hallo, stell Fragen, bitte um kleine Gefallen, mach Komplimente, mach Small Talk. (Small Talk ist die Erweiterung von "Hallo anderer Mensch, ich sehe dich und tu dir nichts" zu "wir sind ja beide hier". Hilf nicht jedem, und diskutiere nicht mit Idioten, das bringt dich auf ihr Niveau runter, aber sei großzügig bei Sachen, die dich nichts kosten (keine Zeit, kein Geld, keine emotionale Energie), und scheinbar völlig merkbefreit gegenüber destruktiven Untertönen.

    Die beste Maske ist heitere Gelassenheit. Außerdem kannst du dir eine Persona bauen, die ganz gutartig nicht kann, was die anderen machen, und es deswegen nicht machen muß. Das mache ich ein bißchen. Ich nehme alles als sachliche Aussage/Frage ("Guck dir nicht so viel Klamotten an." "Ich lege Pullover zusammen." "Hast du die Jeans anprobiert?" "Ja."), gucke dabei vielleicht etwas verwirrt, daß jemand so seltsame Fragen stellt, und sage bei Lamentos, "oh wie furchtbar" oder "Dinge gibt's" und dann "sorry, ich muß wieder ans Werk".

    Du bist von Kindheit an darauf geprägt, bestimmte bedrohliche Muster zu erkennen. Das kann dazu führen, daß du alles andere nicht mehr siehst, und andere Erklärungen nicht mehr denken kannst. Vielleicht kannst du dich da selber rausbringen, vielleicht brauchst du dafür Freunde, vielleicht professionelle Hilfe/Lebensberatung, vielleicht einen Theaterworkshop, oder einen Stapel Bücher über den Umgang mit Menschen. Vielleicht reicht auch dies Forum.

    Wie ist denn dein Leben außerhalb des Jobs? Kompensiert dich das psychisch? Kennst du da Leute, mit denen du klarkommst?
    Hast du eventuell eine psychologische Diagnose über eine Marotte oder Neurodiversität? Wenn das, was du da hast, ein bekanntes Muster ist, gibt es bekannte Handlungsmöglichkeiten, und Leute in der gleichen Situation.

    Der Moment zum Wechseln ist gekommen, wenn du dich imstande fühlst, etwas anders zu machen (souveräner zu sein, besser Small Talk zu machen, Desinteresse zu signalisieren ohne daß andere sich angegriffen fühlen) und deine jetzigen Kollegen dich immer wieder in die alte Rolle drängen. Oder wenn du es nicht mehr aushältst.
    Ich weiß, daß es widersprüchlich klingt, daß ich diese Menschen nicht mag und es mich trotzdem verletzt, daß ich ausgeschlossen bin. Ich erkläre es für mich so, daß ich mich auch gerne gut mit meinen Kollegen verstehen würde, daß ich das aber nicht haben kann, weil ich mit ihnen inkompatibel bin. In meiner Wunschvorstellung sind meine Kollegen anders. Da ist es normal, daß man sich nicht dauernd um den Hals fällt und küßt, da unterscheide ich mich nicht nicht dadurch, daß ich fast die Einzige bin, die das nicht tut. Ja, ziemlich unrealistisch.

    Ich habe schon mal überlegt, ob ich mir eine leichte soziale Phobie "angeeignet" habe. Früher was das nicht so ausgeprägt, aber durch das viele negative Feedback mag ich inzwischen kaum freiwillig mit den meisten fremden Menschen sprechen. Es ist gar nicht mal, daß es mich nervös macht oder daß ich Angst habe - ich mag nur immer mehr Menschen schon auf den ersten Blick nicht. Es ist eine Mischung aus Unwille und Unwohlsein. Ich bin auch nicht wirklich schüchtern, schon häufiger mußte ich meine Meinung vor einer Gruppe verteidigen. Es ist nicht so der Prozeß des Verteidigens, sondern der Gedanke, daß ja mal wieder klar war, daß ich die Einzige bin, die so denkt.

    Was min Verhalten den Anderen gegenüber angeht, sage ich schon "Hallo" und "Tschüss". Es gibt auch Kolleginnen, die etwas älter sind als ich (45-55), mit denen ich mich ganz gut verstehe. Allerdings ist das auch eher oberflächlich und mit denen habe ich weniger zu tun. Ich gehe nur eben nicht mehr mit den anderen Mittags essen, und reduziere meinen Smalltalk. Manchmal gibt es eine konkrete Frage zu einem Thema, dann gebe ich auch schon mal eine hilfreiche Antwort. Die Leute schauen dann plötzlich ganz erstaunt, daß ich auch mal etwas gesagt habe.

    Außerhalb des Jobs sieht es auch nicht so super aus. Seit Ende der Universitätszeit haben mein Mann und ich nur Freunde verloren. Viele sind weggezogen, viele haben Kinder bekommen und plötzlich keine Zeit mehr, die Interessen haben sich geändert. Mein Mann ist auch eher introvertiert. Er hat zum Teil nette Kollegen, mit denen wir uns auch mal getroffen haben. Aber ich weiß nicht, was ich mit ihnen einen ganzen Abend reden soll. Ich habe Angst, sie zu langweilen oder noch schlimmer, daß sie mich so ablehnen wie meine Kollegen, und daß es deshalb auch noch auf meinen Mann zurückfällt.
    Mein Mann meint übrigens zu der Sache, daß ich mit meinen Kolleginnen Pech habe, und zweifelt -mal höflich gesagt- ihre Intelligenz an. Dem Himmel sei dank für solche Ehemänner! Er meint auch, daß wir zu wenig außerhalb vom Job unternehmen, aber er weiß auch nicht, wo wir Menschen kennenlernen können, die zu uns passen.

    Ich muß mal lernen, wie dieses abschnittweise Zitieren funktioniert...

    Bisher war ich noch nie bei einem Psychologen und habe deshalb auch keine Diagnose. Ich interessiere mich aber dafür. Vermutlich bin ich traumatisiert durch das Mobbing in meiner Kindheit. Interessant ist, daß auch mein Vater und dessen Bruder immer etwas speziell waren. Meine Cousine ist seit Ewigkeiten arbeitsunfähig, da sie als Kind ebenfalls gemobbt wurde. Wir hatten aber selten Kontakt. Vielleicht ist es eine Veranlagung? An sich glaube ich aber eigentlich nicht an eine psychische Erkrankung. Ich denke auch immer, daß es anderen viel schlimmer geht und daß ich mich nicht so anstellen sollte.

    Wenn das Problem bei mir liegt, dann wird ein Jobwechsel nichts bringen. Das ist , was ich befürchte.


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    AW: Ich bin die Horrorkollegin

    Zitat Zitat von Wegwarteline Beitrag anzeigen
    Du bist wahrscheinlich einfach anders als die meisten Frauen. Dann sonderst du dich auch noch (für mich nachvollziehbar) ab. Ich vermute, dass du (zu) nett und hilfsbereit bist.
    In so eine Konstellation wie du sie beschreibst würde ich mit nicht zu guter Laune rein gehen. Wäre vielleicht ganz gut, wenn du dich dazu mal durchringen könntest, auch wenn es schwer fällt, aber wenn da auch arbeitsrelevante Themen besprochen werden solltest du auf jeden Fall. Würden die anderen etwas sagen? So in Richtung leichtes Mobbing? Dann verdreh einfach genervt die Augen und sag, dass du jetzt auch an diesen Gesprächen teilnehmen wirst. "Ich komme jetzt immer." Einfach nicht hinhören, wenn die dann komische Sachen sagen.
    Ich würde es so machen.
    Ich hatte mal eine Kollegin, die hatte mit mir zusammen angefangen und es stellte sich heraus, dass sie keinen blassen Schimmer von excel hatte, was sie aber brauchte. Immer, wenn niemand anders da war, kam sie zu mir und wollte, dass ich etwas zeige und beibringe, ihr also das lerne, was sie bei der Einstellung vorgab, zu können.
    Ebenso kam sie mit Briefen zu mir "Lies doch bitte mal drüber", weil ich ihre miese Rechtschreibung verbessern sollte.
    Das wäre ja vielleicht noch nicht mal so schlimm. Wenn dann aber jemand rein kam, tat sie immer so, als wäre es umgekehrt und sie würde mir etwas beibringen. Das habe ich ein paar mal mitgemacht, bevor ich ihre Taktik durchschaut habe und ihr nicht mehr geholfen habe und diese Kollegin neigte dann dazu sich mit anderen laut lachend in Raucherpausen oder so zurück zu ziehen und mich ließen die dann alle schön außen vor. Ich habe mich einfach ziemlich autark verhalten, unter dem Motto "Ich brauche Euch nicht". Damit muss man leben. Manchmal ändert sich das im Laufe der Zeit wieder. Du bist ja nicht da um Freundschaften zu schließen, sondern um zu arbeiten. In Gruppen ist meist einer das schwarze Schaf. Nimm es nicht zu tragisch.
    Hallo!
    Das geht in die Richtung, wie ich es die meiste Zeit handhabe, außer daß ich mich in ein fremdes Büro stelle und um die Informationen bitte, die mir eigentlich automatisch zugeschickt werden sollten, wenn man sich an die Arbeitsabläufe halten würde. Ich weiß nicht, ob ich das über mich bringen kann. Dort sitzt diese Kollegin, mit der ich seit Monaten nicht mehr rede. Sie ist ein richtiges Biest und hat, als ich mich noch besser mit ihr verstanden habe (=bevor mir komplett klar wurde, wie sie tickt), über jede einzelne Person etwas zu lästern gehabt. Dann, in anderer Konstellation waren diese Personen natürlich "ihre Süßen", und man hat sich ja sooo gut verstanden. Sie brauchte dauernd meine Hilfe: Privat, ob ich ihr nicht etwas mitbringen kann, ob ich ihrem Mann nicht die Hosen kürzen könne, ob ich nicht etwas für sie ausrechnen könne (obwohl sie fast genauso lange in der Firma ist wie ich). Ich war immer nett und habe immer geholfen. Ich war ein ganz schöner Idiot. Als ich dann mal eine Anfrage hatte (ich brauchte die Info aus ihrer Abteilung für einen Bericht), hat sie mir erst Blödsinn erzählt. Dann habe ich aufgedeckt, warum es Blödsinn war. Und dann wurde sie patzig und hat mich angemault, das sei ja wohl nicht ihre Aufgabe sondern meine. Sie wußte die Information nicht und das war ihre Methode, um von der Frage abzulenken. Das hat sie dann noch ein paar Mal gebracht. Dann wollte sie, daß ich etwas für sich an meine Adresse liefern lasse, und ich habe nein gesagt. Ab da wurde es frostig. Andere Kollegen, die das mitbekommen haben, sind übrigens "total gut" mit ihr befreundet. Niemand sonst fand ihr Verhalten unmöglich. Ich hatte dann noch ein paar etwas lautere Auseinandersetzungen mit ihr und habe ihr gesagt, daß ich so nicht mit mir reden lasse. Seitdem hat sie versucht, Smalltalk zu betreiben, aber ich kriege schon einen Hals, wenn ich sie nur sehe.


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    AW: Ich bin die Horrorkollegin

    Hallo Sneek!
    Ich habe während meines Studiums u.A. als Verkäuferin gearbeitet. Jetzt arbeite ich, um es möglichst anonym zu sagen, in einer internationalen Firma mit mehreren Ablegern in Europa. D.h. meine Kollegen haben unterschiedliche Nationen. Die meisten haben etwas Fachfremdes studiert und sind dort hängengeblieben. Die Kolleginnen, mit denen ich mich am wenigsten verstehe, haben, soweit ich weiß, den gleichen oder einen ähnlichen Abschluß.


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    AW: Ich bin die Horrorkollegin

    Hallo Moonlady!

    Im Großen und Ganzen ging es darum, daß gemutmaßt wurde, daß ich doch an einem Fehler schuld war. Ich hatte einen Brief in Auftrag gegeben, und der kam zurück, da es die falsche Adresse war. Ich war höchst irritiert, da ich sicher war, daß ich die neueste Adresse hatte. Das habe ich auch gesagt, nämlich, daß ich die Adresse in meinen Daten so geändert habe, wie ich sie zugeschickt bekommen habe. Ich muß dazu sagen, daß ich schon damals sehr viel Wert darauf gelegt habe, meine Sachen richtig zu machen und mir später noch andere Dinge vorgeworfen wurden, u.a. daß ich eine Excel-Datei versehentlich mit einem anderen Tabellenkalkulations-Programm geöffnet und dadurch unbrauchbar gemacht hätte (das ist mir passiert, aber ich wußte nicht, daß es die Datei beschädigt hat) und daß ich meine Kollegin vor meinem Urlaub nicht über eine Sache informiert hätte, die es zu erledigen galt. Sie mußte die Sache aber nicht erledigen, da ich rechtzeitig wieder dagewesen wäre. Das hab ich ihr auch erklärt, trotzdem hat sie mich am Telefon noch im Urlaub angemeckert.

    Es ist lieb, daß Du sagst, daß ich sympathisch klinge. Aber dann denke ich auch, daß der Schein vielleicht trügt ;-)

    Ich wünsche Dir alles Gute in Deinem neuen Job und drücke Dir die Daumen!


  5. Registriert seit
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    AW: Ich bin die Horrorkollegin

    Hallo Animosa,

    Bei meinem Mann ist es auch nicht so, aber der hat fast nur männliche Kollegen und die haben ebenfalls einen vollen Zeitplan. Bei uns dagegen kleben quasi alle aufeinander, und es gibt viel Leerlauf. Es ist überhaupt fast so, als wäre jeder hauptsächlich da, um Freundschaften zu schließen. Und ja, ich glaube auch, daß weniger Gezicke wäre, wenn wir mehr zu tun hätten.
    Es freut mich, daß Du Dich wohl fühlst! Und wenn die Arbeit und die Kollegen in Ordnung sind, ist auch viel Arbeit kein Problem.

  6. Avatar von Punpun
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    AW: Ich bin die Horrorkollegin

    @Horrorkollegin

    Hast du oder Ihr nicht so etwas wie ein Faible , Hobby sehr starkes Interesse ,an irgend etwas wo man sich möglichst mit anderen Menschen austauschen kann oder wo man gemeinsam zusammen komen kann und bsw. über ein medium ins Gespräch kommt ?
    Bei Männern (bin einer ) bsw. Fussball, Technik, Autos , Hausbau wo man als Medium schnell automatisch ins Gespräch bsw. übergreifendend mit Fremden allen Geselschaftsschichten sofort ungezwungen verbindend zu reden auch wenn die Leute völlig unterschiedlich sind.
    Da braucht man auch keine Leistung im Gespräch, man kommentiert über andere oder was gerade live passiert oder passiert ist wird kommentiert
    Evtl. wären Handwerkliches, Garten, Fremdsprachen, Urlaub, Phillosophie, Wissenschaft, Schreiben, Reisen, Ehrenamt, Sport, Tiere bsw. Tierheim Gassigeher am WE , da kommt man immer mit Leuten schnell über das Medium Hund mit anderen automatisch ins Gespräch. usw..
    Wie wäre es wenn du bsw. einen regelmässigen Stammtisch oder ähnlich gründest und moderierst, zu dem Thema was dir liegt und Gleichgesinnte suchst ?
    Der Vorteil wenn du etwas auf die Beine stellst ,dass du dich nicht mit evtl. bestehenden Hierachien zu deinen Ungunsten auseinader setzen müsstest.


    Was ich interessant finde, das die Leute oder Frauen die einen ähnlichen Werdegang oder vergleichbares Studium haben , dass du mit denen schlechter klar kommst.
    Könnte man darüber nachdenken warum das jetzt so ist und ob das mit Job, Konkurrenz , dem Geschlecht, der Kultur oder dem Niveau bzw. Anspruch der Arbeit bzw. Studium Werdegang selbst damit zu tun hat bsw.

    Genauso das du nicht so die seichten typischen leichten Sachen in der Freizeit magst wie Volksfeste , seichte Kinofilme und kichernde Frauenabende

    Du scheinst eher die etwas tiefsinnige Frau zu sein, die entweder eine Aufgabe oder etwas geistig zu knabbern braucht, die sich schwer tut mit Oberflächlichen nicht so ambitionierten Small Talk, typischer Mainstream Zerstreung, der einfach nur auf belanglosen Zeitvertreib evtl auch unter Alkohol aus ist .
    Du schriebst vorhin, das du das Gefühl hast, bei Gesprächen mit Freunden deines Mannes nicht wüsstest was du auf Dauer reden solltest und sie nicht langweilen willst .
    Du hast also das Gefühl du musst was leisten und anbieten können, möglichst was wertvolles intererssantes im Gespräch beitragen .
    Ansonsten würde dich man sich langweilen, und du oder sogar auch dein Mannn ! wärst nichts wert wenn du nichts gutes im petto im gespräch anzubieten hättest.
    Ähnlich wie in der Schule, Studium oder bei einem Quiz oder Politikerwerbeshow im TV wo imaginäre Punkte vergeben werden die gleich oder hinterher be-und ausgewertet werden.
    Darüber würde ich mal nachdenken und ansetzen
    Geändert von Punpun (22.08.2019 um 23:33 Uhr)

  7. Avatar von Malaita
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    AW: Ich bin die Horrorkollegin

    Ich finde es normal, dass derjenige, der den anderen suggeriert: ich gehöre nicht zu euch, ich bin anders, von den Kollegen gemieden wird. Dass die Kollegen dann noch lästern über einen, ist eine Folge davon.
    Entweder bringst du dich ein, zum Beispiel beim Kaffeeklatsch. Oder aber du suchst dir eine Arbeitsumgebung mit Kollegen, die dir behagen, mit denen du auch mal gerne ein Schwätzchen machst.

  8. Avatar von Akzent
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    AW: Ich bin die Horrorkollegin

    Zitat Zitat von Horrorkollegin Beitrag anzeigen

    Ich vermeide Konflikte deshalb, weil ich Angst habe, daß ich nicht sachlich bleiben kann. Ich will professionell bleiben, aber die Antworten mancher Kollegen machen mich so wütend, daß ich ihnen am liebsten lautstark den Marsch blasen würde.
    Darauf warten deine Kollegen wahrscheinlich noch. Ansonsten kannste davon ausgehen, dass du bei deinen Kollegen so ziemlich Gesprächsthema Nr. Eins bist. Abgesehen von deren privaten Kinderzeiten und Ehe-und ErziehungsmassnahmenthemenFamilienzeiten.

    Fühlst du dich wirklich gegenüber der Menge trotzdem nicht etwas überlegen und unabhängig. Merkst du bestimmte Provokationen und konterst. Etwas sehr unangenehm stelle ich mir gemeinsame Pausen vor, wenn so offensichtliches Desinteresse von beiden Seiten vorhanden ist. Kannst du nicht wenigstens eine(n) KollegIn auf deine Ebene bringen? Eine(r) reicht doch



  9. Inaktiver User

    AW: Ich bin die Horrorkollegin

    Dein Selbstwertgefühl ist nicht das beste, sonst würdest du dich nicht Horrorkollegin nennen. Du meinst also du seist der blanke Horror für deine Kollegen, was aber macht dich so interessant und furchterregend für sie? Hast du dich das schon mal gefragt? Ich erkenne hier nichts, was seltsam oder auffällig an Dir wäre, außer, dass du sehr negativ über dich schreibst. Fast so als wärst du es nicht selbst, die diese Zeilen verfasst. Wer weiß.
    Deine Kollegen, sollten sie so sein wie du sie beschreibst, sind eine Horde schwer gelangweilter Vollidioten, die nichts besseres zu tun haben als um dich zu kreisen und alles zu zerlegen, was du tust oder lässt, irgendwo eine Schwäche ausfindig zu machen suchen, um sich auf sie zu stürzen wie die Hyänen auf das Aas.
    Kann ich mir schwer vorstellen, da ich keine Erfahrung mit Mobbing habe, aber es gibt nichts, was es nicht gibt und die menschliche Dummheit ist groß.
    Da ich sehr merkbefreit sein kann und Dir würde ich es auch raten Dir einen dickeren Pelz anzulegen, würde es an mir abprallen, auch wenn es erstmal total nervt. Außerdem habe ich ebenfalls einen guten Röntgenblick für die Schwächen anderer, das hilft sehr dabei sich zu verteidigen. Schau genau hin und kontere besser, das hält sie eine Weile fern und du willst ja nichts weiter mit ihnen zu tun haben, sondern nur deine Arbeit erledigen.
    Zurückhalten würde ich mich nur, wenn ich mich nicht austauschen will. Wenn du ruhiger wirst und es dir egal wird, was sie von sich geben, wird das häufiger der Fall sein und erträglicher werden.
    Du wirst sie nicht ändern können, aber an deiner Einstellung kannst du arbeiten und irgendwann, wenn du genug von ihnen hast, würde ich mit gutem Gefühl diese beklop... Bande verlassen.

  10. Moderation
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    AW: Ich bin die Horrorkollegin

    Zitat Zitat von Horrorkollegin Beitrag anzeigen
    Dann habe ich bemerkt, wie Kollegen nach meinen Aussage, sogar noch für mich sichtbar, voreinander gegenseitig die Augen gerollt haben. Meinetwegen können die denken, was die wollen, aber ich fand das ziemlich respektlos, weil es sehr offensichtlich war.
    An junge Hunde denken, das dazugehörende Lächeln ins Gesicht rutschen lassen, und es auf die Kolleginnen werfen.

    Einen Satz professioneller Distanzantworten finden und üben, sie freundlich vorzubringen.

    Und helf nicht ständig irgendwelchen Leuten, ihre Hosen zu flicken! Das ist das Gegenteil von "professionell" und verwischt die Grenzen ganz haarsträubend! Du bist weder ihre Ehefrau noch ihr Faktotum!

    Ist es bei euch in der Firma generell so, daß kleine "Nettigkeiten" zum Umgangston gehören? (Ich hab einmal mit lauter älteren Männern gearbeitet, da herrschte immer eine Stimmung wie bei einem Treffen von halswehkranken Sumpfdrachen. Das gehörte einfach so.)

    Daß du einen nicht so massentauglichen Geschmack hast, macht dich nicht schwer zufriedenzustellen. Wenn du an etwas nörgelst, was zu 90% OK ist, dann hättest du eine Tendenz, das Schlechte vor dem Guten zu sehen, aber das entnehme ich deinen Postings jetzt nicht so. Dich stört ja nicht die Frisur von Mr. Grey, oder daß es im Kino kein Currypopcorn gibt, sondern der Film plus das Getue, oder? Damit ist das ganze zu 90% doof. Niemand erwartet, mit was zufrieden zu sein, was zu 90% doof ist.

    Vielleicht hilft es generell, mehr von dem zu machen, was dir Spaß macht und weniger von dem, was dir keinen macht?


    Zitat Zitat von Horrorkollegin Beitrag anzeigen
    Ich habe schon mal überlegt, ob ich mir eine leichte soziale Phobie "angeeignet" habe.
    Deine Beschreibung von Aktionen, die dir echt keinen Spaß machen, klingt für mich generell nach einem eher introvertierten Typus, der viele Leute um sich rum einfach anstrengend findet und irgendwann dringend mental den Rucksack absetzen und die Füße hochlegen muß. Das ist nicht das gleiche wie Schüchternheit oder Sozialphobie.

    Ganz unabhängig aber vom Typus: Gegen diese Unsicherheit, die durch ständiges "Ich habe keine Ahnung, was diese komischen Leute von mir wollen und wann sie auf einmal nach mir schnappen" kommt (und die sich zu einer Sozialphobie, erlernter Angst vor der Angst) auswachsen kann, anzugehen, ist schwierig. Am besten, nach meiner Erfahrung, wirkt ein Mantel aus gelassener Professionalität, ein paar höfliche Distanzaussagen, und die Überzeugung, daß die einem nicht wirklich schaden können oder werden. Das ist ein bißchen wie auf der Bühne zu stehen: Nie zeigen, daß das nicht so geplant war, immer so aussehen, als wollte man genau da sein, und wenn ein Teil des Publikums es nicht mag, ist das erst mal ihr Problem.

    Ich würde an deiner Stelle vielleicht mal mit einem Workshop zum Thema "Auftreten" (gibt's an der VHS) anfangen, und eventuell eine geeignete Beratung in Anspruch nehmen, und dann gucken, wie ich weitermache. Etiketten haben Vor- aber auch Nachteile. Ehe du über eine Therapie nachdenkst, wäre es hilfreich, deine Wünsche über das Ergebnis vor dir klar zu formulieren. Willst du kompetenter und zielgerichteter handeln können? Willst du schlechte Angewohnheiten loswerden? Möchtest du analysieren und reflektieren, wer du bist? Möchtest du eine schmerzhafter Vergangenheit aufarbeiten? Diese Entscheidung muß nicht immer das A und O einer Therapie sein, aber es gibt dir erst mal einen Kompaß in die Hand und vermeidet, daß man 20 Jahre auf der Couch verbringt, weil man sich nur das Nägelkauen abgewöhnen will.

    Ein Jobwechsel bringt dir die Möglichkeit, von Anfang an als jemand anders wahrgenommen zu werden, als du warst. Aber dazu mußt du zumindest ansatzweise anders (geworden) sein. Manchmal tut das schon die Zeit für einen. Den Rest erledigt die positive Rückkopplung. Man spiegelt in seinem Verhalten, was andere von einem annehmen, weil das der Weg ist, der klar vor einem liegt.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **
    Geändert von wildwusel (24.08.2019 um 10:15 Uhr) Grund: Klärung

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