Ich weiß, daß es widersprüchlich klingt, daß ich diese Menschen nicht mag und es mich trotzdem verletzt, daß ich ausgeschlossen bin. Ich erkläre es für mich so, daß ich mich auch gerne gut mit meinen Kollegen verstehen würde, daß ich das aber nicht haben kann, weil ich mit ihnen inkompatibel bin. In meiner Wunschvorstellung sind meine Kollegen anders. Da ist es normal, daß man sich nicht dauernd um den Hals fällt und küßt, da unterscheide ich mich nicht nicht dadurch, daß ich fast die Einzige bin, die das nicht tut. Ja, ziemlich unrealistisch.
Ich habe schon mal überlegt, ob ich mir eine leichte soziale Phobie "angeeignet" habe. Früher was das nicht so ausgeprägt, aber durch das viele negative Feedback mag ich inzwischen kaum freiwillig mit den meisten fremden Menschen sprechen. Es ist gar nicht mal, daß es mich nervös macht oder daß ich Angst habe - ich mag nur immer mehr Menschen schon auf den ersten Blick nicht. Es ist eine Mischung aus Unwille und Unwohlsein. Ich bin auch nicht wirklich schüchtern, schon häufiger mußte ich meine Meinung vor einer Gruppe verteidigen. Es ist nicht so der Prozeß des Verteidigens, sondern der Gedanke, daß ja mal wieder klar war, daß ich die Einzige bin, die so denkt.
Was min Verhalten den Anderen gegenüber angeht, sage ich schon "Hallo" und "Tschüss". Es gibt auch Kolleginnen, die etwas älter sind als ich (45-55), mit denen ich mich ganz gut verstehe. Allerdings ist das auch eher oberflächlich und mit denen habe ich weniger zu tun. Ich gehe nur eben nicht mehr mit den anderen Mittags essen, und reduziere meinen Smalltalk. Manchmal gibt es eine konkrete Frage zu einem Thema, dann gebe ich auch schon mal eine hilfreiche Antwort. Die Leute schauen dann plötzlich ganz erstaunt, daß ich auch mal etwas gesagt habe.
Außerhalb des Jobs sieht es auch nicht so super aus. Seit Ende der Universitätszeit haben mein Mann und ich nur Freunde verloren. Viele sind weggezogen, viele haben Kinder bekommen und plötzlich keine Zeit mehr, die Interessen haben sich geändert. Mein Mann ist auch eher introvertiert. Er hat zum Teil nette Kollegen, mit denen wir uns auch mal getroffen haben. Aber ich weiß nicht, was ich mit ihnen einen ganzen Abend reden soll. Ich habe Angst, sie zu langweilen oder noch schlimmer, daß sie mich so ablehnen wie meine Kollegen, und daß es deshalb auch noch auf meinen Mann zurückfällt.
Mein Mann meint übrigens zu der Sache, daß ich mit meinen Kolleginnen Pech habe, und zweifelt -mal höflich gesagt- ihre Intelligenz an. Dem Himmel sei dank für solche Ehemänner! Er meint auch, daß wir zu wenig außerhalb vom Job unternehmen, aber er weiß auch nicht, wo wir Menschen kennenlernen können, die zu uns passen.
Ich muß mal lernen, wie dieses abschnittweise Zitieren funktioniert...
Bisher war ich noch nie bei einem Psychologen und habe deshalb auch keine Diagnose. Ich interessiere mich aber dafür. Vermutlich bin ich traumatisiert durch das Mobbing in meiner Kindheit. Interessant ist, daß auch mein Vater und dessen Bruder immer etwas speziell waren. Meine Cousine ist seit Ewigkeiten arbeitsunfähig, da sie als Kind ebenfalls gemobbt wurde. Wir hatten aber selten Kontakt. Vielleicht ist es eine Veranlagung? An sich glaube ich aber eigentlich nicht an eine psychische Erkrankung. Ich denke auch immer, daß es anderen viel schlimmer geht und daß ich mich nicht so anstellen sollte.
Wenn das Problem bei mir liegt, dann wird ein Jobwechsel nichts bringen. Das ist , was ich befürchte.
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Thema: Ich bin die Horrorkollegin
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22.08.2019, 22:18
AW: Ich bin die Horrorkollegin
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22.08.2019, 22:32
AW: Ich bin die Horrorkollegin
Hallo!
Das geht in die Richtung, wie ich es die meiste Zeit handhabe, außer daß ich mich in ein fremdes Büro stelle und um die Informationen bitte, die mir eigentlich automatisch zugeschickt werden sollten, wenn man sich an die Arbeitsabläufe halten würde. Ich weiß nicht, ob ich das über mich bringen kann. Dort sitzt diese Kollegin, mit der ich seit Monaten nicht mehr rede. Sie ist ein richtiges Biest und hat, als ich mich noch besser mit ihr verstanden habe (=bevor mir komplett klar wurde, wie sie tickt), über jede einzelne Person etwas zu lästern gehabt. Dann, in anderer Konstellation waren diese Personen natürlich "ihre Süßen", und man hat sich ja sooo gut verstanden. Sie brauchte dauernd meine Hilfe: Privat, ob ich ihr nicht etwas mitbringen kann, ob ich ihrem Mann nicht die Hosen kürzen könne, ob ich nicht etwas für sie ausrechnen könne (obwohl sie fast genauso lange in der Firma ist wie ich). Ich war immer nett und habe immer geholfen. Ich war ein ganz schöner Idiot. Als ich dann mal eine Anfrage hatte (ich brauchte die Info aus ihrer Abteilung für einen Bericht), hat sie mir erst Blödsinn erzählt. Dann habe ich aufgedeckt, warum es Blödsinn war. Und dann wurde sie patzig und hat mich angemault, das sei ja wohl nicht ihre Aufgabe sondern meine. Sie wußte die Information nicht und das war ihre Methode, um von der Frage abzulenken. Das hat sie dann noch ein paar Mal gebracht. Dann wollte sie, daß ich etwas für sich an meine Adresse liefern lasse, und ich habe nein gesagt. Ab da wurde es frostig. Andere Kollegen, die das mitbekommen haben, sind übrigens "total gut" mit ihr befreundet. Niemand sonst fand ihr Verhalten unmöglich. Ich hatte dann noch ein paar etwas lautere Auseinandersetzungen mit ihr und habe ihr gesagt, daß ich so nicht mit mir reden lasse. Seitdem hat sie versucht, Smalltalk zu betreiben, aber ich kriege schon einen Hals, wenn ich sie nur sehe.
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22.08.2019, 22:36
AW: Ich bin die Horrorkollegin
Hallo Sneek!
Ich habe während meines Studiums u.A. als Verkäuferin gearbeitet. Jetzt arbeite ich, um es möglichst anonym zu sagen, in einer internationalen Firma mit mehreren Ablegern in Europa. D.h. meine Kollegen haben unterschiedliche Nationen. Die meisten haben etwas Fachfremdes studiert und sind dort hängengeblieben. Die Kolleginnen, mit denen ich mich am wenigsten verstehe, haben, soweit ich weiß, den gleichen oder einen ähnlichen Abschluß.
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22.08.2019, 22:48
AW: Ich bin die Horrorkollegin
Hallo Moonlady!
Im Großen und Ganzen ging es darum, daß gemutmaßt wurde, daß ich doch an einem Fehler schuld war. Ich hatte einen Brief in Auftrag gegeben, und der kam zurück, da es die falsche Adresse war. Ich war höchst irritiert, da ich sicher war, daß ich die neueste Adresse hatte. Das habe ich auch gesagt, nämlich, daß ich die Adresse in meinen Daten so geändert habe, wie ich sie zugeschickt bekommen habe. Ich muß dazu sagen, daß ich schon damals sehr viel Wert darauf gelegt habe, meine Sachen richtig zu machen und mir später noch andere Dinge vorgeworfen wurden, u.a. daß ich eine Excel-Datei versehentlich mit einem anderen Tabellenkalkulations-Programm geöffnet und dadurch unbrauchbar gemacht hätte (das ist mir passiert, aber ich wußte nicht, daß es die Datei beschädigt hat) und daß ich meine Kollegin vor meinem Urlaub nicht über eine Sache informiert hätte, die es zu erledigen galt. Sie mußte die Sache aber nicht erledigen, da ich rechtzeitig wieder dagewesen wäre. Das hab ich ihr auch erklärt, trotzdem hat sie mich am Telefon noch im Urlaub angemeckert.
Es ist lieb, daß Du sagst, daß ich sympathisch klinge. Aber dann denke ich auch, daß der Schein vielleicht trügt ;-)
Ich wünsche Dir alles Gute in Deinem neuen Job und drücke Dir die Daumen!
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22.08.2019, 22:54
AW: Ich bin die Horrorkollegin
Hallo Animosa,
Bei meinem Mann ist es auch nicht so, aber der hat fast nur männliche Kollegen und die haben ebenfalls einen vollen Zeitplan. Bei uns dagegen kleben quasi alle aufeinander, und es gibt viel Leerlauf. Es ist überhaupt fast so, als wäre jeder hauptsächlich da, um Freundschaften zu schließen. Und ja, ich glaube auch, daß weniger Gezicke wäre, wenn wir mehr zu tun hätten.
Es freut mich, daß Du Dich wohl fühlst! Und wenn die Arbeit und die Kollegen in Ordnung sind, ist auch viel Arbeit kein Problem.
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22.08.2019, 23:27
AW: Ich bin die Horrorkollegin
@Horrorkollegin
Hast du oder Ihr nicht so etwas wie ein Faible , Hobby sehr starkes Interesse ,an irgend etwas wo man sich möglichst mit anderen Menschen austauschen kann oder wo man gemeinsam zusammen komen kann und bsw. über ein medium ins Gespräch kommt ?
Bei Männern (bin einer ) bsw. Fussball, Technik, Autos , Hausbau wo man als Medium schnell automatisch ins Gespräch bsw. übergreifendend mit Fremden allen Geselschaftsschichten sofort ungezwungen verbindend zu reden auch wenn die Leute völlig unterschiedlich sind.
Da braucht man auch keine Leistung im Gespräch, man kommentiert über andere oder was gerade live passiert oder passiert ist wird kommentiert
Evtl. wären Handwerkliches, Garten, Fremdsprachen, Urlaub, Phillosophie, Wissenschaft, Schreiben, Reisen, Ehrenamt, Sport, Tiere bsw. Tierheim Gassigeher am WE , da kommt man immer mit Leuten schnell über das Medium Hund mit anderen automatisch ins Gespräch. usw..
Wie wäre es wenn du bsw. einen regelmässigen Stammtisch oder ähnlich gründest und moderierst, zu dem Thema was dir liegt und Gleichgesinnte suchst ?
Der Vorteil wenn du etwas auf die Beine stellst ,dass du dich nicht mit evtl. bestehenden Hierachien zu deinen Ungunsten auseinader setzen müsstest.
Was ich interessant finde, das die Leute oder Frauen die einen ähnlichen Werdegang oder vergleichbares Studium haben , dass du mit denen schlechter klar kommst.
Könnte man darüber nachdenken warum das jetzt so ist und ob das mit Job, Konkurrenz , dem Geschlecht, der Kultur oder dem Niveau bzw. Anspruch der Arbeit bzw. Studium Werdegang selbst damit zu tun hat bsw.
Genauso das du nicht so die seichten typischen leichten Sachen in der Freizeit magst wie Volksfeste , seichte Kinofilme und kichernde Frauenabende
Du scheinst eher die etwas tiefsinnige Frau zu sein, die entweder eine Aufgabe oder etwas geistig zu knabbern braucht, die sich schwer tut mit Oberflächlichen nicht so ambitionierten Small Talk, typischer Mainstream Zerstreung, der einfach nur auf belanglosen Zeitvertreib evtl auch unter Alkohol aus ist .
Du schriebst vorhin, das du das Gefühl hast, bei Gesprächen mit Freunden deines Mannes nicht wüsstest was du auf Dauer reden solltest und sie nicht langweilen willst .
Du hast also das Gefühl du musst was leisten und anbieten können, möglichst was wertvolles intererssantes im Gespräch beitragen .
Ansonsten würde dich man sich langweilen, und du oder sogar auch dein Mannn ! wärst nichts wert wenn du nichts gutes im petto im gespräch anzubieten hättest.
Ähnlich wie in der Schule, Studium oder bei einem Quiz oder Politikerwerbeshow im TV wo imaginäre Punkte vergeben werden die gleich oder hinterher be-und ausgewertet werden.
Darüber würde ich mal nachdenken und ansetzenGeändert von Punpun (22.08.2019 um 23:33 Uhr)
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22.08.2019, 23:30
AW: Ich bin die Horrorkollegin
Ich finde es normal, dass derjenige, der den anderen suggeriert: ich gehöre nicht zu euch, ich bin anders, von den Kollegen gemieden wird. Dass die Kollegen dann noch lästern über einen, ist eine Folge davon.
Entweder bringst du dich ein, zum Beispiel beim Kaffeeklatsch. Oder aber du suchst dir eine Arbeitsumgebung mit Kollegen, die dir behagen, mit denen du auch mal gerne ein Schwätzchen machst.
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22.08.2019, 23:57
AW: Ich bin die Horrorkollegin
Darauf warten deine Kollegen wahrscheinlich noch. Ansonsten kannste davon ausgehen, dass du bei deinen Kollegen so ziemlich Gesprächsthema Nr. Eins bist. Abgesehen von deren privaten Kinderzeiten und Ehe-und ErziehungsmassnahmenthemenFamilienzeiten.
Fühlst du dich wirklich gegenüber der Menge trotzdem nicht etwas überlegen und unabhängig. Merkst du bestimmte Provokationen und konterst. Etwas sehr unangenehm stelle ich mir gemeinsame Pausen vor, wenn so offensichtliches Desinteresse von beiden Seiten vorhanden ist. Kannst du nicht wenigstens eine(n) KollegIn auf deine Ebene bringen? Eine(r) reicht doch
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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23.08.2019, 09:41Inaktiver User
AW: Ich bin die Horrorkollegin
Dein Selbstwertgefühl ist nicht das beste, sonst würdest du dich nicht Horrorkollegin nennen. Du meinst also du seist der blanke Horror für deine Kollegen, was aber macht dich so interessant und furchterregend für sie? Hast du dich das schon mal gefragt? Ich erkenne hier nichts, was seltsam oder auffällig an Dir wäre, außer, dass du sehr negativ über dich schreibst. Fast so als wärst du es nicht selbst, die diese Zeilen verfasst. Wer weiß.
Deine Kollegen, sollten sie so sein wie du sie beschreibst, sind eine Horde schwer gelangweilter Vollidioten, die nichts besseres zu tun haben als um dich zu kreisen und alles zu zerlegen, was du tust oder lässt, irgendwo eine Schwäche ausfindig zu machen suchen, um sich auf sie zu stürzen wie die Hyänen auf das Aas.
Kann ich mir schwer vorstellen, da ich keine Erfahrung mit Mobbing habe, aber es gibt nichts, was es nicht gibt und die menschliche Dummheit ist groß.
Da ich sehr merkbefreit sein kann und Dir würde ich es auch raten Dir einen dickeren Pelz anzulegen, würde es an mir abprallen, auch wenn es erstmal total nervt. Außerdem habe ich ebenfalls einen guten Röntgenblick für die Schwächen anderer, das hilft sehr dabei sich zu verteidigen. Schau genau hin und kontere besser, das hält sie eine Weile fern und du willst ja nichts weiter mit ihnen zu tun haben, sondern nur deine Arbeit erledigen.
Zurückhalten würde ich mich nur, wenn ich mich nicht austauschen will. Wenn du ruhiger wirst und es dir egal wird, was sie von sich geben, wird das häufiger der Fall sein und erträglicher werden.
Du wirst sie nicht ändern können, aber an deiner Einstellung kannst du arbeiten und irgendwann, wenn du genug von ihnen hast, würde ich mit gutem Gefühl diese beklop... Bande verlassen.
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23.08.2019, 14:07
AW: Ich bin die Horrorkollegin
An junge Hunde denken, das dazugehörende Lächeln ins Gesicht rutschen lassen, und es auf die Kolleginnen werfen.
Einen Satz professioneller Distanzantworten finden und üben, sie freundlich vorzubringen.
Und helf nicht ständig irgendwelchen Leuten, ihre Hosen zu flicken! Das ist das Gegenteil von "professionell" und verwischt die Grenzen ganz haarsträubend! Du bist weder ihre Ehefrau noch ihr Faktotum!
Ist es bei euch in der Firma generell so, daß kleine "Nettigkeiten" zum Umgangston gehören? (Ich hab einmal mit lauter älteren Männern gearbeitet, da herrschte immer eine Stimmung wie bei einem Treffen von halswehkranken Sumpfdrachen. Das gehörte einfach so.)
Daß du einen nicht so massentauglichen Geschmack hast, macht dich nicht schwer zufriedenzustellen. Wenn du an etwas nörgelst, was zu 90% OK ist, dann hättest du eine Tendenz, das Schlechte vor dem Guten zu sehen, aber das entnehme ich deinen Postings jetzt nicht so. Dich stört ja nicht die Frisur von Mr. Grey, oder daß es im Kino kein Currypopcorn gibt, sondern der Film plus das Getue, oder? Damit ist das ganze zu 90% doof. Niemand erwartet, mit was zufrieden zu sein, was zu 90% doof ist.
Vielleicht hilft es generell, mehr von dem zu machen, was dir Spaß macht und weniger von dem, was dir keinen macht?
Deine Beschreibung von Aktionen, die dir echt keinen Spaß machen, klingt für mich generell nach einem eher introvertierten Typus, der viele Leute um sich rum einfach anstrengend findet und irgendwann dringend mental den Rucksack absetzen und die Füße hochlegen muß. Das ist nicht das gleiche wie Schüchternheit oder Sozialphobie.
Ganz unabhängig aber vom Typus: Gegen diese Unsicherheit, die durch ständiges "Ich habe keine Ahnung, was diese komischen Leute von mir wollen und wann sie auf einmal nach mir schnappen" kommt (und die sich zu einer Sozialphobie, erlernter Angst vor der Angst) auswachsen kann, anzugehen, ist schwierig. Am besten, nach meiner Erfahrung, wirkt ein Mantel aus gelassener Professionalität, ein paar höfliche Distanzaussagen, und die Überzeugung, daß die einem nicht wirklich schaden können oder werden. Das ist ein bißchen wie auf der Bühne zu stehen: Nie zeigen, daß das nicht so geplant war, immer so aussehen, als wollte man genau da sein, und wenn ein Teil des Publikums es nicht mag, ist das erst mal ihr Problem.
Ich würde an deiner Stelle vielleicht mal mit einem Workshop zum Thema "Auftreten" (gibt's an der VHS) anfangen, und eventuell eine geeignete Beratung in Anspruch nehmen, und dann gucken, wie ich weitermache. Etiketten haben Vor- aber auch Nachteile. Ehe du über eine Therapie nachdenkst, wäre es hilfreich, deine Wünsche über das Ergebnis vor dir klar zu formulieren. Willst du kompetenter und zielgerichteter handeln können? Willst du schlechte Angewohnheiten loswerden? Möchtest du analysieren und reflektieren, wer du bist? Möchtest du eine schmerzhafter Vergangenheit aufarbeiten? Diese Entscheidung muß nicht immer das A und O einer Therapie sein, aber es gibt dir erst mal einen Kompaß in die Hand und vermeidet, daß man 20 Jahre auf der Couch verbringt, weil man sich nur das Nägelkauen abgewöhnen will.
Ein Jobwechsel bringt dir die Möglichkeit, von Anfang an als jemand anders wahrgenommen zu werden, als du warst. Aber dazu mußt du zumindest ansatzweise anders (geworden) sein. Manchmal tut das schon die Zeit für einen. Den Rest erledigt die positive Rückkopplung. Man spiegelt in seinem Verhalten, was andere von einem annehmen, weil das der Weg ist, der klar vor einem liegt.Geändert von wildwusel (24.08.2019 um 10:15 Uhr) Grund: Klärung
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **



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