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  1. Inaktiver User

    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von Mediterraneee Beitrag anzeigen
    Paul, hast Du denn das Gefühl, dass Deinem Leben ein Sinn fehlt?
    Tja, irgendwie schon ein wenig, ja.
    Man funktioniert so, hat ab und an auch seinen wenig Spaß, aber was das alles soll ... hmm.
    Im Gegensatz zu machen hier habe ich auch nicht das Gefühl - wie soll ich sagen - angekommen zu sein, in mir zu ruhen, genau zu wissen was ich will oder wer ich bin ... da ist noch vieles unklar. Ich glaube ich habe früher nie viel darüber nachgedacht. Und jetzt stehe ich ein wenig auf der Leitung.

  2. Inaktiver User

    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nun gibt es ja keine verbindlichen Vorgaben wie jemand in welchem Alter zu sein hat. Ich empfinde es auch nicht mehr so starr wie früher, wo man sich eigentlich nur mit Gleichaltrigen umgab.
    Trotzdem gibt es unsichtbare Grenzen, spätestens wenn fast eine Generation dazwischen liegt. Ich kann mich also durchaus wie 35 fühlen, trotzdem gehöre ich für diese Generation (verständlicherweise) eher zur Generation ihrer Eltern.
    Insofern gehört man eigentlich nirgendwo richtig dazu.

    Doch: Zu den Älteren, die sich jünger fühlen, als sie sind..

  3. VIP

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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Paul,

    ich will Dir nicht zu nahe treten und Du musst auch nicht darauf antworten, wenn Du nicht magst.

    Das liest sich z.T. wie eine depressive Verstimmung, die gar nicht einmal unbedingt etwas mit dem Älterwerden zu tun haben muss. Vielleicht sprichst Du mal mit Deinem Hausarzt darüber?

    Ich habe mir ähnliche Fragen nach dem "warum und wofür" vor etwa 7 Jahren gestellt (nach dem Verlust meiner Mutter, der unschönen Trennung von meinem Mann und einer schmerzhaften beruflichen Veränderung).

    Eine Gesprächstherapie und ein 5-wöchiger-Reha-Aufenthalt haben mir damals sehr geholfen... und vor allem mentale Wege gezeigt, wie ich mir (ohne Medikamente) selbst helfen kann, wenn mich so eine Phase wieder überkommt.
    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



  4. Inaktiver User

    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und eben das fällt mir schwer.
    Ich stelle mir zunehmend die Frage nach dem Sinn, dem warum, dem wofür.
    Einerseits ist es ein Vorteil im Alter etwas mehr Tiefe und Abgeklärtheit zu haben.
    Andererseits stellen sich (zumindest mir) langsam die elementaren Fragen.

    Es ist klar das es darauf keine allgemeingültigen Antworten gibt, insofern wird das niemand geantworten können.
    Aber an diejenigen, die für sich eine Antwort gefunden haben ... wie seit ihr darauf gekommen?
    Nachdenken? Plötzliche Erkenntnis? Eingebung?

    Oder stellt ihr euch solche Fragen gar nicht erst?


    Ich finde, es gibt da kein Richtig oder Falsch.
    Wenn du dir diese Fragen stellst, dann ist es für dich wichtig und also auch richtig, sie zu stellen und nach Antworten zu suchen.
    Es ist dann ein für dich bedeutsamer Prozess.
    Und selbst wenn du - vielleicht - nie eine Antwort finden solltest, wäre die Sinnfrage nicht sinnlos (!) gewesen, denn im Grunde hat so Einiges, was uns beschäftigt seinen Sinn eben darin, dass es uns beschäftigt, nicht wahr?
    Viele Antworten ergeben sich aus der Auseinandersetzung mit einem Thema.

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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ein Zeichen der Jugend ist für mich, dass man vieles, vieles, vieles ausprobiert ohne Vorbehalte, von Makramee über Freeclimbing, von Schrebergarten über Open-Air-Konzerte verschiedenster Machart, vom 5 Sterne Hotel (wenn es der Geldbeutel hergibt) bis Couchsurfen oder Wild-Campen und und und. Ab dem Moment, wo man sagt, ach nee, das ist bestimmt nichts für mich, beginnt das Altern. Und nein, ich selbst bin nicht mehr jung. Ich bin nicht mehr wild darauf, noch alles auszuprobieren, was ich noch nie gemacht habe. Manches schon, aber nicht mehr alles mögliche. Und auch beim Einstieg in ganz neue Bereiche werde ich zurückhalten. Wenn man 10 Jahre oder länger braucht, um etwas zu beherrschen, überlege ich mir ehrlich gesagt schon, ob sich der Einsatz und Aufwand für mich noch lohnt. Häufiger ist die Antwort nein, teilweise aber trotzdem ja.

    Internet im Seniorenheim? Hmm, wer weiß, welche Technik zu der Zeit aktuell sein wird?
    Ich mache ganz bewusst Dinge "zum ersten Mal" und ich genieße es, auch jenseits der 50 noch etwas ganz neu kennenlernen zu können. Im April habe ich zum ersten Mal einen Hubschrauberflug gemacht, mit in der Maschine saß ein Achtzigjähriger, für den es auch eine Premiere war. Er hat es sehr genossen und war aufgeregt wie ein kleiner Junge.
    Meine Schwiegermutter hat mit 73 begonnen französisch zu lernen. Möglich, dass sie diese Sprache niemals richtig sprechen und anwenden wird, weil ihr dazu vielleicht nicht genug Lebenszeit bleibt. Was soll´s. Es macht ihr Freude.
    Was für eine Technik wir eines Tages im Seniorenheim haben werden, wer weiß. Ich hoffe jedenfalls, dass ich dann noch offen sein werde mich damit zu beschäftigen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Tja, irgendwie schon ein wenig, ja.
    Man funktioniert so, hat ab und an auch seinen wenig Spaß, aber was das alles soll ... hmm.
    Im Gegensatz zu machen hier habe ich auch nicht das Gefühl - wie soll ich sagen - angekommen zu sein, in mir zu ruhen, genau zu wissen was ich will oder wer ich bin ... da ist noch vieles unklar. Ich glaube ich habe früher nie viel darüber nachgedacht. Und jetzt stehe ich ein wenig auf der Leitung.
    Ich habe einen ähnlichen Eindruck wie Rotfuchs. Möglicherweise sind es eher die Lebensumstände, die Dich plagen, als das Alter.
    Wir werden weitermachen!

  6. Inaktiver User

    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von Mediterraneee Beitrag anzeigen
    Ich habe einen ähnlichen Eindruck wie Rotfuchs. Möglicherweise sind es eher die Lebensumstände, die Dich plagen, als das Alter.

    Ich finde das überzogen.
    Die Tendenzen, Dinge zu pathologisieren, dieser Normierungsdruck...
    Ein wenig Zurückhaltung in diesem Punkt, ein wenig Selbsthinterfragung wäre wünschenswert, bevor man mit so was kommt, nur weil jemand die Sinnfrage stellt.
    Viel zu schnell wird vom eigenen Leben auf das fremde Leben was übertragen.. Dabei kennt man weder Person noch den gesamten Kontext.

  7. Inaktiver User

    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    Paul,

    ich will Dir nicht zu nahe treten und Du musst auch nicht darauf antworten, wenn Du nicht magst.

    Das liest sich z.T. wie eine depressive Verstimmung, die gar nicht einmal unbedingt etwas mit dem Älterwerden zu tun haben muss. Vielleicht sprichst Du mal mit Deinem Hausarzt darüber?

    Ich habe mir ähnliche Fragen nach dem "warum und wofür" vor etwa 7 Jahren gestellt (nach dem Verlust meiner Mutter, der unschönen Trennung von meinem Mann und einer schmerzhaften beruflichen Veränderung).

    Eine Gesprächstherapie und ein 5-wöchiger-Reha-Aufenthalt haben mir damals sehr geholfen... und vor allem mentale Wege gezeigt, wie ich mir (ohne Medikamente) selbst helfen kann, wenn mich so eine Phase wieder überkommt.
    Alles gut Rotfuchs, kein Problem

    Ganz so weit würde ich nicht gehen, aber ja, mir gehen grade viele Dinge durch den Kopf, die ich für mich erstmal klären muss. Der Austausch hier hilft einfach auch andere Blickwinkel einzunehmen und liefert ein paar Anregungen über die man mal nachdenken kann.

    Trotzdem Danke

  8. Inaktiver User

    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Mich hat am Älter-werden geschockt, dass ich nicht umhin kam daran zu denken - dass mein Leben mal endet.
    Es gab keinen besonderen Grund wie Krankheit oder so.

    Das drängte sich so in mein Leben. Tod, ja, aber doch nicht bei mir.
    Und dann hatte ich ne Phase in der ich die ganze Vergänglichkeit bedauerte, dass man nicht Momente fest halten kann...

    Und ganz schnöde eben: dass ich mal gehen muss. Von diesem wunderschönen Planeten.

    Das gefällt mir zwar immer noch nicht: aber, das hat mir gut getan.
    Die Gefühle haben sich intensiviert. Und ich traue mich auch mehr das zu tun was ich will.
    Mir ist nicht mehr so wichtig was Andere denken.

    Demnächst werde ich zu einem großen Familiengeburtstag gehen, auf ausdrücklichen Wunsch des Jubilars.
    Da werde ich meine ganzen erfolgreichen und kritischen Schwestern treffen.

    Aber, ich mache das dem Jubilar zuliebe. Und immer mehr freue ich mich einfach - mich zu amüsieren.
    Ein Tänzchen mit dem Alten Herrn zu machen, mich schön anzuziehen.

    Meine Güte, soll ich nun aus dem Fenster springen weil ich momentan so was wie ne verkrachte Existenz bin?

    Ich will nicht nur den Geburtstag feiern sondern das Leben als solches.
    In meiner Familie ist nicht alles toll, aber man wird augenscheinlich ziemlich alt....wenn man die Gene erbt.

    Manchmal denke ich: das Alter ist so ne Art Renaissance, man kramt alte Wünsche hoch, lebt ungenierter - und hat nicht mehr die volle Packung Verantwortung.

    Mittlerweile habe ich mich mit dem Älterwerden angefreundet.
    Und so ein wenig beschleicht mich der Eindruck, es kommt bestenfalls wie bei den alten Indianer. Man lebt sich irgendwann aus, oder noch kürzer gesagt: man hat die Schnauze voll.

    Aber, bis dahin will ich noch so manches rocken.

  9. User Info Menu

    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde das überzogen.
    Die Tendenzen, Dinge zu pathologisieren, dieser Normierungsdruck...
    Ein wenig Zurückhaltung in diesem Punkt, ein wenig Selbsthinterfragung wäre wünschenswert, bevor man mit so was kommt, nur weil jemand die Sinnfrage stellt.
    Viel zu schnell wird vom eigenen Leben auf das fremde Leben was übertragen.. Dabei kennt man weder Person noch den gesamten Kontext.
    Ich sehe nicht, dass etwas pathologisiert wurde. Rotfuchs hat lediglich vermutet, dass Pauls Gedanken vielleicht nicht durch das Älterwerden ausgelöst wurden, sondern durch andere Einflüsse. Ich pflichte ihr bei. Eine Überlegung ist es wert.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mich hat am Älter-werden geschockt, dass ich nicht umhin kam daran zu denken - dass mein Leben mal endet.
    Es gab keinen besonderen Grund wie Krankheit oder so.

    Das drängte sich so in mein Leben. Tod, ja, aber doch nicht bei mir.
    Und dann hatte ich ne Phase in der ich die ganze Vergänglichkeit bedauerte, dass man nicht Momente fest halten kann...

    Und ganz schnöde eben: dass ich mal gehen muss. Von diesem wunderschönen Planeten.
    Das treibt wohl die meisten um. Ich hatte mal eine Unterhaltung mit einem Neunzigjährigen, an die ich sehr oft denke. Er sagte damals zu mir: "Ich habe so viel gelebt, dass es jetzt genug ist. Ich habe immer noch Freude am Leben, aber wenn ich jetzt gehen müsste, würde ich es nicht bedauern. Ich bin im positivsten Sinne satt geworden vom Leben."
    Dieser Gedanke macht mir Hoffnung, dass ich am Ende meines Lebens vielleicht ähnlich empfinde. Momentan kann ich mir das noch nicht vorstellen.
    Wir werden weitermachen!

  10. Inaktiver User

    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Man lebt sich irgendwann aus, oder noch kürzer gesagt: man hat die Schnauze voll.

    Ich kann - für mich selbst - dem weder zustimmen noch es gänzlich von mir weisen, bestenfalls ein Jein.. aber unabhängig davon glaube ich, dass ziemlich viele Menschen mit dieser Einstellung "gehen".

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