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  1. Inaktiver User

    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von Marl54 Beitrag anzeigen
    Aber mir fehlt es schon, mit fröhlichen Leuten, die so ticken wie ich, etwas zu unternehmen. Ich gebe aber auch zu, dass ich im "Alter" schwieriger werde. Ich mag mich zum Beispiel nicht ewig lange zu etwas verabreden. Ich weiß nicht, ob ich 9 Tage später Lust auf einen Spaziergang oder Kino habe. Ich bin lieber spontan und die wenigen Singlefreundinnen in meinem Umfeld sehen das meistens anders.
    Ich kann mir schon vorstellen, dass manche "im Alter" schwieriger und festgefahrener werden.
    Ich glaube es gibt so ne Tendenz bei einigen, dass man "lernt" mehr auf die eigenen Bedürfnisse zu achten und es schwieriger wird, Kompromisse einzugehen.

    Ich merke das schon manchmal so als "Single", dass man etwas eigenbrödlerischer wird. Da muss man ein wenig aufpassen. Beziehungen brauchen eben auch Verbindlichkeit. Wenn Du nicht bereit bist über Verabredungen verbindlich zu sein, dann zahlst Du halt den Preis, dass Du frei entscheiden kannst - aber eben allein....

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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mich nervt das mittlerweile auch: Clubs und das Moped (denn wer richtig cool ist sagt zu seinem Motorrad "Moped") als Synonym für "jung geblieben sein"
    Zu den Clubs kann ich nichts sagen, da ich keine besuche.
    Zum Motorrad: Ich sage Moped, seit ich denken kann. Hier im Rheinland macht man das so. Das hat nichts mit "cool sein wollen" zu tun. Und nicht jeder, der erst jenseits der 50 seine Leidenschaft für´s Zweirad entdeckt, kompensiert damit eine Midlife-Crisis, das drohende Alter oder die grauen Haare. Oft hat man auch erst ab einem gewissen Alter das Geld für eine teure Maschine und das ebenfalls teure Equipment übrig. Die meisten Mopedfahrer, die ich kenne, sind auch schon in ihren 20ern gefahren.
    Mir geht dieses Vorurteil gegen ältere Biker wirklich auf den Keks.
    Geändert von Mediterraneee (16.08.2019 um 11:33 Uhr)
    Wir werden weitermachen!

  3. Moderation

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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Ich finde auch nichts nerviger als junge Leute, die meinen, sie hätten Clubs für sich gepachtet.

    Wir haben hier einen, da stehen Flipper - da weiss das Jungvolk gar nicht, wie man damit umgeht
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  4. Inaktiver User

    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von Mediterraneee Beitrag anzeigen
    Mir geht dieses Vorurteil gegen ältere Biker wirklich auf den Keks.
    Ist aber das Gleiche wie umgedreht, Leuten, die ins Museum oder ins Theater gehen zu unterstellen, das seie was für Alte und man tue das, weil es sich so gehöre.
    Letztlich ist es doch wurscht, Hauptsache jeder macht das, was ihm Spaß macht.

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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Leuten, die ins Museum oder ins Theater gehen zu unterstellen, das seie was für Alte und man tue das, weil es sich so gehöre.
    So hab ich aber die Postings dazu überhaupt nicht verstanden.
    Niemand geht in´s Museum, weil es sich so gehört.
    Aber dass Museen nur was für die ältere Generation sind, ist genauso unsinnig wie zu behaupten, dass ältere Mopedfahrer ein Problem mit dem Älterwerden haben.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Letztlich ist es doch wurscht, Hauptsache jeder macht das, was ihm Spaß macht.
    Da gebe ich Dir vollkommen recht!
    Wir werden weitermachen!

  6. Inaktiver User

    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Ich finde, ein Fehler, den man oft macht, ist, die Dinge nicht anzupacken.
    Das ist aber keine Frage des Alters, eher so was wie Gewohnheit (und Charakter).

    Man verhält sich so, wie man es einem beigebracht hat: Man muss eine Ausbildung machen (Lehre, Studium etc.), man "muss" einen Partner finden.
    Wenn man eine eigene Wohnung will, dann weiß man, dass man ansparen muss.
    Wenn man den Beruf wechseln will, dann weiß man auch, dass man was tun muss und man packt es an.

    Bei vielen anderen Dingen aber lässt man die Sache schleifen.. Tut entweder nichts oder nur halbherzig, mit wenig Elan oder Überzeugung oder sporadisch usw..

    Ich frage mich, warum das so ist?
    Es gibt Sachen, da weiß man sofort, dass man es in die eigene Hand nehmen muss, sonst wird es nichts.
    Warum nicht die gleiche Heransgehensweise auch bei dem Thema Einsamkeit?

    Ist das, weil wir oft nur kopieren?
    Ausbildung, Beruf, Partnerschaft, Kinder, eigenes Haus.. Man sagte uns, das geht nur, wenn man was tut.

    Aber das gilt doch auch für viele andere Dinge im Leben.
    Warum und worauf wartet man da?
    Wer soll dafür die Verantwortung übernehmen, wenn nicht jeder selbst?

    Wäre es nicht so wichtig, dann könnte man sagen, okay..
    Aber gerade beim Älterwerden scheint es sogar an Wichtigkeit zuzunehmen.

    Was spricht dagegen, für dieses Thema genauso aktiv zu werden wie seinerzeit für die Ausbildung, für den Beruf, für das Haus usw.?

    Hat es vielleicht auch damit zu tun, dass man "trotzdem" überlebt?
    Man hat seine schön gestaltete, warme Bude, alles sieht hübsch aus, zu essen hat man auch genug, auch für diverse Wünsche hat man noch genug Geld übrig, der Garten ist schön.. Also kein Handlungsbedarf?
    Dabei ist es doch wichtig. Der Leidensdruck wächst bei vielen oft auch mit zunehmendem Alter.. Freunde sterben, Freundinnen, der Mann, die Frau, die eigenen Eltern...

    Warum also sich nicht hinsetzen und dem Ganzen die Wichtigkeit einräumen, die es verdient?
    Genauso, wie man es früher bei anderen Sachen auch gemacht hatte.
    Geändert von Inaktiver User (16.08.2019 um 11:35 Uhr)

  7. VIP

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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Genau, diese Denke ist mir bereits am Eingangsposting aufgefallen. Da sind weitere Diskussionen meist wenig ergiebig.

    Ich erwähne mal nicht, was meine Tochter über die älteren Semester sagt, die in den Clubs rumhängen und sich dabei furchtbar jugendlich vorkommen . Also speziell die mit letzterer Attitüde.
    Ich fand es schon immer sehr schräg, dass "Kultur" im weitesten Sinne von vielen mit Mumie gleichgesetzt wird.

    Ich hatte schon als Abiturientin viel Lust auf klassische Konzerte, Ballett traditionell und modern, Theater ... und ich bin auch da schon immer zum Jazz-Sommer und in Jazzclubs (die wenigen, die es hier gab) oder zu allen möglichen Konzerten wie Bowie-, Roxy-Musc-, Pink-Floyd- und sehr experimentellen Gigs gengangen.

    Heute habe ich meine Lieblings-Epochen bei der Klassik, d.h. mein Schwerpunkt liegt auf Barock, Klassik und dem 20. Jahrhundert. Beim Ballett mag ich moderne Choreografien heute lieber als traditionelle (die schau ich aber auch an), geh aber auch zur Russendico. Ich mag Trance Hop, die Ambient-Geschichten von Eno, teilweise Hip Hop, intelligenten Radau, wie ihn der sensationelle alte John Cale immer noch spielt, Tom Waits und Jazz, Jazz, Jazz.
    Die alten Experimentierer wie CAN lege ich immer noch auf, aber auch aktuelle Grenzgänger, mag Zen Funk donnere manchmal auch die Stones, VU und Bowie eh immer wieder - und gehe dann direkt danach aus dem Haus und schau mir im Theater Shakespeare an oder geh in die Oper.

    Auch als Alte mag ich keine romantischen Komödien, sondern lieber QT oder Coen-Brüder und intelligente Thriller, die durchaus heftig sein dürfen. Statt "Dahoam is dahoam" sehe ich lieber "Braunschlag", "Altes Geld" oder "Ein Wunder" etc. und wenn es sie zu sehen gibt auch gern z. B. die moderneren Shakespeare-Adaptationen. Alles durcheinander.

    Ich glaube nicht, dass man die Menschen nur weil sie ü50 oder gar NOCH älter sind, auf ein bestimmtes kulturelles Programm festlegen kann.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  8. Inaktiver User

    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    … Ich erwähne mal nicht, was meine Tochter über die älteren Semester sagt, die in den Clubs rumhängen und sich dabei furchtbar jugendlich vorkommen . Also speziell die mit letzterer Attitüde.
    Das wäre mir sowas von egal.
    Ich sage ja auch nicht, was ich über die sich entsprechend produzierenden Youngsters denke.

    Leben UND leben lassen!

  9. Inaktiver User

    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    @rotfuchs
    Ich bin 20 Jahre älter als du und lebe zum ersten Mal in meinem Leben seit 2 Jahren mutterseelenallein und finde es WUNDERBAR!

    Ich bin lebenssatt nach einer sehr langen, guten Partnerschaft, empfinde das Neutrumsein als wohltuend und entspannend, und die Einsamkeit stört mich nicht, denn ich habe ein angenehmes, autonomes Umfeld mit Hund, DVD's zur "körperlichen Ertüchtigung", einem PC für Zeitungs-Abos und vielen Büchern, die sich dauernd vermehren (booklooker!).

    Also, fürchte dich nicht, das Alter muss nicht immer eine Zumutung sein!
    Henriette Bimmelbahn

  10. Inaktiver User

    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Meine Güte, es geht doch nicht drum, dass "Ältere" keinen Club mehr betreten dürfen ohne dass gelästert wird. Ich gehe da auch hin, aber das interessiert keinen, auch nicht die jungen Leute.

    Es geht um die "Berufsjugendlichen", die sich den Jugendlichen gezielt anbiedern und auf teils fragwürdige Art Kontakte suchen. Die sind genauso nervig wie die sich "produzierenden Youngsters".

    Schubladendenken auf beiden Seiten, da kann ich drauf verzichten.

    Gruß Elli

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