Ich sehe das wie Du, das mit dem NICHTS.
Ich schrieb es, glaube ich, weiter oben schon: ich bin ja noch vergleichsweise jung mit Anfang 50. Mir wird langsam immer bewusster, dass meine Zeit weniger wird. Aber noch ist das relativ vage. Und ich bin recht zuversichtlich, dass ich, wenn es soweit ist, meinen Frieden damit mache, dass ich gehen muss. Und im besten Falle sagen kann: Es war schön. Jetzt ist es genug.
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14.08.2019, 21:54
AW: Wie empfindet ihr das älter werden?
Wir werden weitermachen!
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14.08.2019, 22:08Inaktiver User
AW: Wie empfindet ihr das älter werden?
@Katelbach
Ich kann das nachvollziehen und es tut mir leid das dein Lebensmensch so früh gehen musste.
Es gibt bei mir niemand (wie deine Hunde) um die sich jemand kümmern müsste, aber ich ich habe (zumindest in D) auch nur noch eine Angehörige, die (wenn es "normal" abläuft) vor mir geht.
Insofern sind meine Zukunftsaussichten ähnlich wie deine.
@Mediteraneee
Na ja, sooo viel älter bin ich auch nicht, aber wie gesagt, in meiner Familie gibt es auch nicht viele, die wesentlich älter wurden. Möglicherweise bin ich die Ausnahme, aber es ist schon ein etwas merkwürdiges Gefühl.
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15.08.2019, 09:10
AW: Wie empfindet ihr das älter werden?
Katelbach, das treibt mir gerade Tränen in die Augen. Ich bin allerdings aktuell dünnhäutig diesbezüglich, weil mein Vater vor vier Tagen gestorben ist.
Er starb mit 90 Jahren, umsorgt von seinen Kindern, in seinem eigenen Bett.
Das Thema ist bei mir also sehr präsent im Moment.
Ich kann mir nur wünschen, so auch einmal sterben und die letzten Jahre meines Lebens verbringen zu dürfen.
Vorgelebt habe ich es meinen Kindern jetzt. Mehr kann man nicht machen.
Ich hoffe doch sehr, dass eine meiner Töchter meinen Hund zu sich nehmen würde, sollte mir was zustoßen. Muss ich unbedingt mal ansprechen!
Wie viele Hunde hast du denn?
Würde deine jüngere Freundin die Hunde denn nicht nehmen im Falle eines Falles?
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15.08.2019, 09:19
AW: Wie empfindet ihr das älter werden?
Ich glaube, ich hatte dazu früher schon kurz etwas geschrieben...ich bin (bisher) überzeugt davon, dass jeder Mensch eine Selle hat und wenn man stirbt, dass die Seele frei wird und zurückgeht in's "All" oder wie auch immer man das ausdrücken möchte. Eine ganz genaue Vorstellung davon, wo die Seele nach dem Tod sein wird, habe ich bisher nicht...aber ich denke, dass die Energie als solche in irgendeiner Form erhalten bleibt.
Als meine Tante im Sterben lag, habe ich sie besucht und solange sie noch bei Bewusstsein war, konnte ich noch mit ihr reden. Sie erzählte dann öfter von einem hellen Licht und einer Treppe - soweit ich weiß, sind das Eindrücke, die öfter bei Sterbenden vorkommen. Ob das wirklich eine Art Übergang in das Jenseits ist oder nur Signale des schwächer werdenden Gehirns, weiß ich nicht...aber ich finde es eine schöne Vorstellung, in das Licht überzugehen.
Von daher schreckt mich momentan der Tod als solcher nicht so sehr, aber der Weg dahin.
Ich habe Angst, später schwer krank zu werden, schlimme Schmerzen zu haben, einsam zu sein und anderes.
Mein Mann und ich haben zwei erwachsene Söhne, aber bisher ist es eigentlich nur so, dass wir uns kümmern, wenn irgendetwas ist oder Hilfe gebraucht wird.
Je nachdem, wo und wie die beiden einmal dauerhaft leben werden, so können wir nicht erwarten, dass sie ihr eigenes Leben zurückstellen, um mich oder meinen Mann zu pflegen. Vor dem Tod meiner Eltern habe ich selber erlebt, wie belastend es ist und wieviel Kraft und Stärke es braucht, jemanden bis zum Tod zu begleiten und sich zu kümmern.
Außerdem ist unser älterer Sohn verheiratet mit einer chronisch sehr kranken Frau und allein das ist für ihn sicher nicht einfach. Sich dazu noch um uns Eltern zu kümmern, würde sicherlich über seine Kräfte gehen.
Wie es im Alter einmal laufen wird, kann man nicht vorher sehen. Wenn ich in seltenen Fällen einmal von unseren Söhnen Hilfe brauche, so z.B. bei Computerfragen oder ähnlichem, so ist das jedesmal ein sehr ungewohntes und unangenehmes Gefühl für mich. Ich mag es gar nicht, von jemand anderem abhängig zu sein und etwas nicht alleine hinzukriegen.
Wie unangenehm muss es dann erst sein, bei den alltäglichen Dingen nicht mehr selbständig und von anderen komplett abhängig zu sein. Bisher verdränge ich diese Gedanken lieber und hoffe, dass ich im Alter möglichst lange noch selbständig bleiben kann...Wenn Du es eilig hast, gehe langsam!
Die wahre Achterbahn findet im Herzen statt!
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15.08.2019, 12:41Inaktiver User
AW: Wie empfindet ihr das älter werden?
Jeder Tag kann der letzte sein, auch mit 50 oder früher.
Deswegen kann man sich fragen, ob man so lebt, wie man will.
Klar, im Rahmen seiner Möglichkeiten, die vor allem in finanzieller Hinsicht nicht alles ermöglichen.
Aber gibt es sonst nichts, was man in seinem Leben lieber anders machen würde und man es eigentlich könnte, es aber vielleicht nicht wagt, zaudert, vor etwas zurückschreckt?
"Morgen" kann definitiv zu spät sein.
Alles andere, was man nicht in der Hand hat, wie z. B. das Aus, damit muss man leben bis zu dem Zeitpunkt, wo man es nicht kann.
Wer von uns wird noch nach 30 Jahren im Leben sein? Nach 20, 10, 5? In zwei Jahren? Ende 2019?
Und wenn doch, in welchem seelischen und körperlichen Zustand? Und wo wird man sein, wenn man noch da sein sollte?
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15.08.2019, 12:56
AW: Wie empfindet ihr das älter werden?
Mir macht das Älterwerden Angst.
Insbesondere die gesundheitliche Einschränkungen, der Körper erholt sich nicht mehr so schnell und allmählich kommt auch die Erkenntnis, dass nicht alle Wehwechen früher oder später wieder verschwinden. Immer mehr bleiben einem dauerhaft erhalten.
Aber ich fürchte auch, im Bereich Technik abgehängt zu werden. Alles entwickelt sich immer schneller, wie lange wird man da noch Schritt halten können?
Als ich gestern mein neues Handy eingerichtet habe, war ich unsicher und hatte das Gefühl, dass ich es nur mit Glück hinbekommen habe, das Selbstbewußtsein, mit der ich als Teenie technische Geräte bedient habe, fehlt.
Im letzten Urlaub sind wir mit einer Fähre gefahren, ein junger Bursche kam zum Kassieren und stellte sich zwischen unserem und dem Nachbarauto, welches mit einem jungen Paar besetzt war.
Er nannte den Preis und meinte "mal schauen, wer schneller ist". Es waren die jungen Leute, die aus der Gegend kamen, die Fähre öfters nutzten und das Geld schon abgezählt bereit hielten.
Ich musste erst meine Börse rausholen und hatte dann nur einen 50er.
Da meinte der Junge: Die Alten brauchen zwar länger, aber die haben Kohle.
In dem Moment habe ich Schnappatmung bekommen, heute denke ich, er hat Recht, Geld habe ich heute mehr, als während der Ausbildung oder mit kleinen Kindern. Vielleicht ist das ein Vorteil des Alters?
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15.08.2019, 16:59Inaktiver User
AW: Wie empfindet ihr das älter werden?
Mein Beileid, Traubensaft

90 Jahre ist ein ordentliches Alter, aber egal wie alt jemand wird, die Trauer bleibt.
Man kann sich sein Ende nicht aussuchen, aber zumindest klingt es so, als wäre er so gegangen, wie es sich die meisten wohl wünschen würden.
Schöne Vorstellung.
Ich bin da etwas nüchterner, aber wer weiß das schon, alles ist möglich.
Das ist sicher die Angst vieler Menschen.Wie es im Alter einmal laufen wird, kann man nicht vorher sehen. Wenn ich in seltenen Fällen einmal von unseren Söhnen Hilfe brauche, so z.B. bei Computerfragen oder ähnlichem, so ist das jedesmal ein sehr ungewohntes und unangenehmes Gefühl für mich. Ich mag es gar nicht, von jemand anderem abhängig zu sein und etwas nicht alleine hinzukriegen.
Wie unangenehm muss es dann erst sein, bei den alltäglichen Dingen nicht mehr selbständig und von anderen komplett abhängig zu sein. Bisher verdränge ich diese Gedanken lieber und hoffe, dass ich im Alter möglichst lange noch selbständig bleiben kann...
Ich habe zum Glück aber auch Beispiele in meinem direkten Umfeld die Hoffnung machen.
Natürlich, theoretisch kann mich nachher auch ein Ziegel treffen, wenn ich den Müll rausbringe.
Aber die Wahrscheinlichkeit des Ablebens oder schwerer Krankheiten steigt nun mal definitiv mit dem Alter.
Du hast es letztlich aber selbst geschafft.
Natürlich hättest du auch scheitern können, aber der wichtige Punkt ist, du hast es zumindest erstmal versucht.
Ich kenne Leute, die schon aufgeben, bevor sie begonnen haben.
Davon abgesehen, ich arbeite in der IT und auch ich scheitere bei manchen technischen Problemen.
Mann kann nicht mehr alles bis ins Detail können, aber man sollte offen dafür sein es weiterhin zu versuchen.
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15.08.2019, 17:01Inaktiver User
AW: Wie empfindet ihr das älter werden?
Nach meiner Überzeugung komme ich aus dem Nichts und werde mit dem Tod ins Nichts zurückkehren. Abgesehen davon, dass ich mal als Gen-Mischmaschine mitgewirkt habe, wird nichts von mir auf der Welt bleiben. Ich finde diese Vorstellung sehr befreiend. Als nichtmal Sandkorn im Universum hat mein Tun oder auch mein Unterlassen keine Bedeutung.
Ansonsten mache ich gerade einen Crashkurs für's Leben im hohen Alter durch die Begleitung meiner alten Mutter. Irgendwann geht es nur noch um die absolute Gegenwart, das gerade jetzt, Gedanken um die Zukunft und irgendwelche Planungen und sei es auch nur von morgens bis mittags kann man sich schenken und will man nicht mehr. Aus der Distanz unvorstellbar, aus der Nähe betrachtet funktioniert es erstaunlich gut. Und man findet viel Hilfe und Unterstützung, die Menschen sind eben soziale Wesen. Ich bin nun noch nicht in der Lebensphase, in der völlige Planlosigkeit angemessen wäre, aber ich lerne und übe, dass man nicht alles bis ins Letzte planen und kontrollieren muss (und kann), ab irgendeinem Punkt wird einem eine Realisierung nach Plan sowieso nicht mehr möglich sein. Vor dem Hintergrund schadet es nichts, schon mal früher das eine oder andere einfach laufen zu lassen und sich im Augenblick so gut wie irgendmöglich einzurichten.
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15.08.2019, 17:10
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15.08.2019, 18:50Inaktiver User
AW: Wie empfindet ihr das älter werden?
an der kulturellen entwicklung hast du auch teil. zum beispiel, wenn du hier schreibst, wenn du argumentierst, wenn du bestimmte verhaltensweisen und umgangsformen pflegst. du setzt etwas fort, trägst und gestaltest es mit.
noch stärker, wenn du jüngeren menschen fragen beantwortest, etwas beibringst oder auch einfach reibungsfläche bietest.
klar, du als einzelne person hat eine sehr begrenzte wirkung, ebenso wie dein anteil an der gen-maschinerie. aber egal ist es nicht, was du tust.



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