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  1. Avatar von twix25
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Ich bin durch viele anstrengende Jahre kaum mehr belastbar

    Immerhin hab ich hauptsächlich mir wohltuende Menschen um mich, besonders gut tun mir seit einigen Jahren recht junge im Leben stehende Menschen, wenn gegenseitig viel Zuneigung besteht gepaart mit ansteckender Fröhlichkeit
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    Ich so : "Och bitte" - Mein Leben so : "Nö!"

    Ich wieder: "Och bitte"

    Mein Leben so : "Naaaa guut"


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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von Caramac Beitrag anzeigen
    Ich habe Angst vor Demenz.
    Geht mir auch so. Bei meinem Vater fing es noch vor dem 60. Lebensjahr an.
    Wenn du das Radio ausmachst, wird die Scheißmusik auch nicht besser.

    Kettcar, Trostbrücke Süd

  3. Avatar von Brausepaul
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zunächst einmal vielen Dank für eure Gedanken und Ansichten
    Ich finde mich in vielen Punkten wieder.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    was mir auffällt ist das viele Ältere eingefahren sind.
    Das kenne ich bei mir gar nicht so, ich liebe Veränderungen.
    ....
    Ich bin immer noch ein neugieriger Mensch und lasse mich gern auf neue Dinge ein
    Das solltest du dir bewahren.
    Ich war noch nie ein Freund großer Veränderungen, aber ich bewundere es, wenn Menschen so flexibel sind, grade auch mit zunehmendem Alter.

    Zitat Zitat von Mediterraneee Beitrag anzeigen
    Ich bin jetzt 51, aber mir geht es wie wohl vielen in diesem Alter: ich fühle mich geistig einfach nicht so.
    Mein gefühltes Alter ist irgendwas Ende 30.
    Oh ja, genau so geht es mir auch.
    Jeden Morgen vor dem Spiegel denke ich ... das kann doch nicht ich sein?
    Obwohl es deutlich schlimmer sein könnte. Ich habe noch ziemlich volles Haar (nicht grau), bin schlank und nach 40 Jahren Sport auch recht gut trainiert, aber trotzdem gibt es die typischen Alterserscheinungen.
    Die Haut durchziehen Falten, der Bart ist grau, leichte Tränensäcke ...

    Unterm Strich habe ich mich eigentlich noch nie so gut gefühlt wie heute.
    Sei froh, Das kann nicht jede/r von sich behaupten

    Brausepaul, ich denke, die Fähigkeit allein zu sein und das sogar gerne, die ist sehr wichtig, ganz egal, ob man zwei Freunde hat oder 30. Sich selbst ein guter Freund sein ist etwas sehr Wertvolles.
    Ich bin tendenziell eher ein Einzelgänger und geniesse das alleinsein meistens.
    Aber ich gebe gerne zu, dass ich mich manchmal frage ob das später noch immer so ist.

    Zitat Zitat von Caramac Beitrag anzeigen
    Mir macht vor allem der Gedanke daran zu schaffen, wie es in 20 oder 30 Jahren weitergehen soll. Ich habe bei meiner Mutter den langsamen Verfall erlebt in Kombination mit der Einsamkeit. Ich habe Angst vor Demenz.
    Kann ich verstehen.
    Habr ihr in der Familie eine Tendenz dazu?

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Aber wenn man - wie du Brausepaul - gesund ist, sollte man sich einfach noch etwas Neues vornehmen.
    Ja, gesund bin ich zum Glück. Die langsam auftretenden Zipperlein schränken mich zum Glück nicht nennenswert ein. Aber ich merke das auch der Lebenshunger (nicht Lebenswille) nachlässt. Der Antrieb ist schwächer, bzw. der Reiz neues kennenzulernen ist einfach deutlich schwächer als früher.

    Zitat Zitat von Blila1 Beitrag anzeigen
    Ich fühle mich fit und mitten im Leben. Wenn ich wohlerhaltene ältere Leute sehe, haben die vermutlich meine Altersklasse, ich gäben ihnen locker 20-30 Jahre mehr ("Sie haben sich aber gut gehalten!")
    Wenn ich irgendwas hasse sind es Sprüche anderer Leute, die mit "Also für ihr Alter ...." beginnen.

    Zitat Zitat von twix25 Beitrag anzeigen
    Ich bin durch viele anstrengende Jahre kaum mehr belastbar

    Immerhin hab ich hauptsächlich mir wohltuende Menschen um mich, besonders gut tun mir seit einigen Jahren recht junge im Leben stehende Menschen, wenn gegenseitig viel Zuneigung besteht gepaart mit ansteckender Fröhlichkeit
    Dann wünsche ich dir das es jetzt so bleibt
    Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht.
    Du wirst auf jeden Fall recht behalten.

    - Henry Ford -


  4. Registriert seit
    20.01.2019
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    907

    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Vorteile sehe ich nur sehr wenige und die haben für mich im Vergleich zu den Nachteilen fast Null Stellenwert (Erfahrung etc.).

    Das Alter und der Tod - auch das Sterben - haben mich schon in ziemlich jungen Jahren beschäftigt (ich bin Mitte 50), von daher habe ich manche innere Auseinandersetzung mit dem Thema schon ziemlich früh hinter mich gebracht und mich schon in einem Alter auf eben dieses eingestellt, wo viele Menschen lieber nicht daran denken wollen.

    Im Nachhinein empfinde ich das gut, weil mich das Alter jetzt weniger beschäftigt.
    Dennoch heißt es nicht, dass es vollkommen verschwunden ist. Es ist nur nicht mehr im Vordergrung.
    Die "Gefechte" sind beendet, die "Positionen" eingenommen, jetzt heißt es weiter mein Leben leben.
    Ich bin offen fürs Leben und neugierig und freue mich riesig darauf.

    Ein vielleicht merkwürdiger, aber angenehmer Effekt der sehr frühen Auseinandersetzung ist, dass mich das Alter an sich nicht mehr interessiert. Es ist nicht mehr ein dominantes Thema.
    Ich lebe. Bin - noch - gesund. Und lebe so (was die innere Einstellung betrifft), wie auch vor 20 Jahren.

    Es fühlt sich gut an, sehr gut.
    Aber ich habe es nicht geschenkt bekommen.
    Die Auseinandersetzung mit dem Thema hat ziemlich genau acht Jahre gedauert und sie war heftig und ausdauernd, turbulent, mit heftigen Gefühlen.
    Acht Jahre lang war es mein Hauptthema, ständig präsent, hatte mich fest im Griff.
    Ich hatte mir diese Auseinandersetzung nicht freiwillig ausgesucht. Nein, sie brach über mich herein und ich musste mich stellen, konnte nicht ausweichen (Drogen, Alkohol oder andere Ausflüchte waren und sind nie mein Ding).

    Von daher kann ich es nur empfehlen: Wenn sich das Thema einem aufdrängt, dann sich stellen und sich damit beschäftigen und zwar - so war es jedenfalls bei mir - mit allen Emotionen, denn die sind das Wichtigste dabei.

    Ob man es jedem empfehlen kann, der ein gewisses Alter erreicht hat, sich mit dem Alter zu beschäftigen?
    Das weiß ich nicht. Von manchen Leuten wird es empfohlen. Das muss jeder selber wissen.
    Aber ich finde, wenn sich das Thema von selbst aufdrängt, dann sollte man besser nicht ausweichen.

    Von Vorteil für mich war und ist, dass es mich nie interessiert hat, was andere über mich sagen und denken.
    "Altersgemäßes" Verhalten ist kein Thema. Ich weiß nicht einmal, was alles dazu gehören soll. Wahrscheinlich wandelt sich das eh im Laufe der Zeit.

    Wo sehe ich die Nachteile also, wenn ich die Auseinandersetzung hinter mir habe?
    Klar im Körperlichen.
    Auch wenn ich jetzt gesund bin, das kann sich von einem Tag auf den anderen ändern.
    Es kann einfach nicht besser werden in dieser Hinsicht, sondern nur noch schlechter.
    Entweder hat man Glück und es lässt nur die Fitness allmählich nach oder man erkrankt schwer.
    Das kann heute geschehen oder nächsten Monat oder nächstes Jahr usw.

    Auch im geistigen, mentalen Bereich sehe ich fast nur Nachteile.
    Darüber könnte man lange, sehr lange diskutieren, aber für mich haben die Vorteile, nicht nur die vermeintlichen sondern auch die tatsächlichen, einfach einen viel geringeren Stellenwert als das, was nicht mehr ist.
    Ich sehe die Vorteile, aber es ist, als würde man mir in einer öden Wüste Gold in die Hand geben und das Wasser wegnehmen - was soll ich jetzt mit dem Gold anfangen?
    Das Wasser wäre in der Situation unvergleichlich besser, so in etwa fühlt es sich für mich an mit den oft gepriesenen "Vorteilen" des Alters.

  5. Avatar von Blila1
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    och, ich hab auch schon früh angefangen, mich damit auseinanderzusetzen, es blieb ein lebenslanger Prozess. Aber Tatsache ist, dass man, also ich, mir Manches vorgestellt habe, das auch eingetroffen ist (Falten, graue Haare - mit leider noch zu vielen dunklen, was mir überhaupt nicht gefällt). Wirklich empfinden konnte ich das aber vorher nicht. Weil es mir relativ ziemlich gut geht, schiebe ich das immer noch vor mir her

    Was kein echtes Problem ist, mich aber trotzdem stört: die nachlassende (?, eher verschwundene) Attraktivität, so weit sie überhaupt gegeben war. Aber junge Optik ist halt schon eine Qualität an sich

  6. Avatar von overknee
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Das mit dem Lebenshunger ist ja interessant, Brausepaul. bei mir ist es umgekehrt. Ich genieße zwar auch die Pausen und ruhigen Momente, aber ich möchte auch Action. Leben eben. Sitzen und lesen kann ich immer noch (vielleicht).

    Ich "kämpfe" gegen die Zipperlein, die unweigerlich mit fast 60 da sind. Ich bin dann mit mir selbst ungnädig. Blöde Hüfte, was tust du weh, ich mache Sport, ich mache Yoga, ich ernähre mich gesund, da kannst du doch nicht wehtun?
    Und das die Augen nachlassen, das ärgert mich. Faden in die Nadel einfädeln geht nur mit "Scheinwerferlicht".

    Niedlich, wie man mit 20 die alten Leute mit den Falten sieht und annimmt, einen selbst trifft es nicht.
    Und dann steht man kopfübergtebeugt an der Badewanne und wäscht sich die Haare und schaut entsetzt auf diese komische Bauchfalte, die so alt aussieht. Das ist doch nicht meine?
    Ja, also ich versuche die Mitte zu finden zwischen Toleranz und Kampf.
    Und mir macht Sport zum Glück viel Spaß.

    Ich genieße diese Gelassenheit, die sich eingestellt hat. Dieses Wissen, dass sich vieles zurechtschiebt im Leben (die Umwelt macht mir allerdings Angst, keinerlei Gelassenheit dabei).

    Ich gehe jetzt oftmals Wege oder Treppen, z.B. im Dom oder Schloß und denke dabei, an die vielen Menschen, die hier schon lang gingen und nun alle tot und Vergangeheit sind. Vergessen, einfach eine Perle an einer langen Kette.

    Ansonsten habe ich pure Lebensfreude.
    Dienstag gehe ich zu Status Quo. Wenn ihr dort einen Gummiball rauf- und runterhopsen seht, dann bin ich das :-)

  7. Avatar von Mediterraneee
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Liebe harfe, ich finde, das klingt gut. Ihr seid nun ein wenig zur Ruhe gekommen und könnt Euch mehr auf Euch und Euer Wohlbefinden fokussieren. Ich wünsche Euch, dass Ihr noch viele schöne Pläne umsetzen könnt.

    Liebe twix, ich winke rüber zu Dir auf die andere Flussseite!


    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Ich bin auch dicht vo der 60. Und ich hatte da bis vor Kurzem doch ein bisschen Frust, einfach weil ich die Abwechslung liebe und Angst hatte, dass es jetzt einfach nichts Neues mehr gibt. Wir haben uns aber nun entschlossn nochmal Einiges zu verändern, auf jeden Fall umzuziehen in eine Großstadt. Ich freue mich besonders darauf und das ich dann mein Hobby semiprofessionell betreiben kann. Für mich ist das Schlimmste am Älterwerden, dass es eben diese Gedanken an "das war´s jetzt" hat. Aber wenn man - wie du Brausepaul - gesund ist, sollte man sich einfach noch etwas Neues vornehmen.
    Ich habe mal in der "Psychologie heute" von einer Studie gelesen, die besagt, dass die meisten Menschen im mittleren Alter glauben, da käme jetzt nicht mehr viel. Das ist ein seltsames Phänomen. Wenn man glaubt, mehr Vergangenheit als Zukunft zu haben, denkt man automatisch, diese Zukunft sei keinen großen Veränderungen mehr unterworfen. Aber objektiv betrachtet ist da nix dran.

    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen
    Oh ja, genau so geht es mir auch.
    Jeden Morgen vor dem Spiegel denke ich ... das kann doch nicht ich sein?
    Obwohl es deutlich schlimmer sein könnte. Ich habe noch ziemlich volles Haar (nicht grau), bin schlank und nach 40 Jahren Sport auch recht gut trainiert, aber trotzdem gibt es die typischen Alterserscheinungen.
    Die Haut durchziehen Falten, der Bart ist grau, leichte Tränensäcke ...
    Ja, ich finde auch, dass mein Gesicht nicht zu meinem Lebensgefühl passt. Innen drin bin ich deutlich faltenfreier.
    Ich habe mir 30 Jahre lang die Haare gefärbt und vor vier Jahren damit aufgehört. Nun sind sie lang und ganz grau. Und ich finde das sehr schön. Irgendwie adelt es mich, da es zeigt, wieviel ich schon er- und gelebt habe. Ich gefalle mir so. Aber die Falten, die sind doof, denn manchmal geben sie mir so einen unfreundlichen Ausdruck, der gar nicht meinem Inneren entspricht. Aber das ist wohl ein weitverbreitetes Phänomen. Alte Gesichter sehen oft griesgrämig aus, weil die Person dahinter griesgrämig ist. Aber manchmal treffe ich alte Menschen, die griesgrämig aussehen, aber wenn ich mit ihnen spreche, ganz viel Lebensfreude und Wärme ausstrahlen. Die Scheißschwerkraft halt!
    Manche Menschen leben so vorsichtig, die sterben wie neu.


  8. Avatar von jofi2
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Ich habe bereits mit Mitte 30 Kübler-Ross gelesen, mich also mit Tod und Sterben befasst.
    Aber damals war das weit weg.
    Jetzt ist es vergleichsweise nah, und da ist die Beschäftigung mit dem Thema viel existentieller.
    Ich red halt auch oft nur so dahin und hoffe, dass ein Gedankengang Schritt hält. Und wenn nicht, hat er halt Pech gehabt, der Gedanke.

    (Gerhard Polt)

  9. Avatar von Mediterraneee
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Was ich auch noch einen ganz tollen Aspekt des Älterwerdens finde:
    sich erinnern
    Ich habe immer schon gerne in der Vergangenheit geschwelgt, schon als junger Mensch.
    Inzwischen ist ein halbes Jahrhundert vergangen, in dem ich viel gelebt habe, viel gereist bin, vielen Menschen begegnet bin.
    Ich blicke unheimlich gerne zurück.

    Für mich ist das wie ein gut gefülltes Schatzkästchen, das ich immer wieder öffne und darin herumstöbere.
    Da meine beiden Eltern dement geworden sind, wird mich dieses Schicksal wohl auch ereilen. Deshalb genieße ich das Erinnern so lange ich kann.
    Manche Menschen leben so vorsichtig, die sterben wie neu.


  10. Avatar von Blila1
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von jofi2 Beitrag anzeigen
    Ich habe bereits mit Mitte 30 Kübler-Ross gelesen, mich also mit Tod und Sterben befasst.
    Aber damals war das weit weg.
    Jetzt ist es vergleichsweise nah, und da ist die Beschäftigung mit dem Thema viel existentieller.
    dito!

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