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  1. Avatar von Sprachlos
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Mir fiel - gerade auch im Zusammenhang mit Weihnachten - noch ein, dass ich mir unbedingt so viel geistige Flexibilität wie möglich bewahren will. Also: keine Regeln, Traditionen, Gewohnheiten etc. die man nicht bei Bedarf auch überdenken und verändern kann.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

  2. Inaktiver User

    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von Lea1958 Beitrag anzeigen
    Das stellt sich für mich ganz anders dar, meine eigene Erkenntnis im Zuge des Älterwerdens. Liebe hat rein gar nichts mit Leistung zu tun, nicht mit eigener und nicht mit fremder.
    Sehe ich anders. Im psychologischen Sinne ist Leistung mit einem Ziel verknüpft, für das ich Energie aufbringen muss.

    Das andere, wo dann Fähigkeiten, Lernen und Anpassungsvermögen gefordert sind, ist die Pflege der sozialen Kontakte, ggf. einschließlich des Führens einer Partnerschaft.
    Was ist "das andere"? Unabhängig von der Frage sind die oben genannten Fertigkeiten Leistungen. Ich denke, das Wort "Leistung" ist häufig zu negativ assoziiert oder auf bestimmte Bereiche beschränkt.


  3. Registriert seit
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Liebe ist - für mich - mit keinem Ziel verbunden. Man liebt einfach. Punkt.

    Das "andere", wie beispielhaft benannt, ist mit dem Ziel von Bedürfnisbefriedung verbunden und wird auch immer mal wieder Leistungen von uns verlangen. Das sehe ich genauso. Die Leistungen können mit Liebe in Verbindung stehen, sind aber nicht von der Liebe an sich verursacht oder gefordert.

    Hakenschlag zurück zum Thema: Nach meiner Beobachtung gelingt es mit zunehmendem Alter besser, Liebe und die anderen Bedürfnisse voneinander abtrennen zu können.

  4. Avatar von Fyona
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von Lea1958 Beitrag anzeigen
    Liebe ist - für mich - mit keinem Ziel verbunden. Man liebt einfach. Punkt.
    Ich sehe auch keinerlei Ziel oder Anstrengung. Allerdings muss sie gehegt und gepflegt werden.
    Man bekommt sie geschenkt, erarbeiten kann man sie nicht und wenn man sich noch so anstrengt.
    Sie ist sozusagen nicht machbar.
    Hakenschlag zurück zum Thema: Nach meiner Beobachtung gelingt es mit zunehmendem Alter besser, Liebe und die anderen Bedürfnisse voneinander abtrennen zu können.
    Mein Hakenschlag: mit zunehmendem Alter weiß man sie erst richtig zu schätzen.
    Nobody is perfect but me


  5. Registriert seit
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von Kara_Thrace Beitrag anzeigen
    Als ich kürzlich dagegen mal wieder in Asien war, ist mir jedoch aufgefallen, dass a) deutlich mehr Leute dort Englisch können und b) man mit Google Translate prima durchkommt. Das Pauken von Japanisch-Vokabeln als „Challenge“ würde ich daher nicht mehr machen, ebenso wenig wie irgendwas, das man „auswendig“ lernt. Weil es für den Zweck, den es mal hatte (sich in dem fremden Land zurecht zu finden) nicht mehr notwendig ist.
    Naja, Kara, so gesehen hat ein Marathon auch keinen wirklichen Zweck.

    Wenn es Dir wirklich drum geht einen bestimmten Ort zu erreichen, dann geht das heute auch unkomplizierter und schneller, wenn Du Fahrrad oder Auto nimmst.

    Mir ging das tatsaechlich beim Klettern so.
    Ich mag es auf Berge zu gehen, aber anders als meine Freunde damals muss es eben nicht die Steilwand vorne sein, wenn es auch einen gemütlichen Wanderweg hintenrum gibt.....
    Da war mir klar, meine Motivation zum Klettern ist einfach nicht groß genug.
    (Ich muss aber auch nicht mit dem Sessellift hoch - ich wander halt wirklich gern).

  6. Avatar von jofi2
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Das eine tun, das andere nicht lassen.
    Ich habe klettern und wandern immer gleichermaßen geliebt.
    Geld macht nicht glücklich, aber einen größeren Fernseher kann man immer brauchen (Weisheit aus einem Schüleraufsatz).


  7. Registriert seit
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von jofi2 Beitrag anzeigen
    Das eine tun, das andere nicht lassen.
    Ich habe klettern und wandern immer gleichermaßen geliebt.
    Ich kann ersteres einfach nicht richtig ....Das war wohl Hauptmotiv für die Unlust....

    "Theoretisch" finde ich auch beides schön.
    vindpinad ist schwedisch und heisst windzerzaust.

  8. Moderation Avatar von frangipani
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    Unbedingt!

    Derzeit ist meine Haupt-Challenge noch der Job. Jedes Projekt erfordert intensive Beschäftigung mit einem neuen Thema: Recherchieren, Einlesen, konzipieren, kreativ schreiben ... Gemeinsam ist diesen Themen nur, dass sie aus der Medizin und kompliziert sind und meist alles in Englisch abläuft.
    Daneben Kontakt und Auseinandersetzungen mit den Auftraggebern/Kunden, die visuelle Umsetzung und was alles so dazugehört.

    Als Privatmensch gibt es auch noch einiges: wieder ans Klavier - mit Unterricht, Musiktheorie, brachliegende Sprachen auffrischen, mich mit Grundrissen, Umbauten, Gestaltung befassen, vielschichtige Bücher ...

    Körperlich möchte ich so beweglich bleiben, also Yoga und lange Märsche. Schwimmen zur Gaudi, weil Wasser das obergeniale Element ist. Radeln zur Fortbewegung. Aber sportliche Ambitionen habe ich keine - im Sinne von 2000 Meter in 12 Sekunden schwimmen oder jemanden überholen.
    Geht mir aehnlich. Ich werd auch noch Jahre im Beruf verbringen, in der einen oder anderen Weise, und werde konstant weiterlernen duerfen.

    Sport und Bewegung sehe ich fuer mich nicht als Wettbewerb. Hab ich frueher schon nicht. Es war mir nicht wichtig, die Sekunde schneller zu sein oder den cm hoeher zu springen, wenn es in der naechsten Runde schon wieder jemand anderes tut. Aber das ist Typfrage und es ist ja gut, dass es da Unterschiede gibt.

    Ich sehe Bewegung und Fitness als Weg zu einem guten Koerpergefuehl und damit auch klaren Kopf (mens sana in corpore sano).
    Und das wird wohl ein dauerhaftes Thema bleiben. Im Job und privat. Sowohl Hobbies als auch Beruf sind zB abhaengig davon, dass meine Augen und Haende funktionieren. Ich sitze zwar nicht taeglich rum und male mir den worst case aus, aber ueberlege schon mal, ob ich wohl resilient genug waere, gut damit umzugehen, wenn das mal nicht mehr so funktioniert. Und was man tun koennte, um diese Resilienz zu staerken.

  9. Avatar von Michael_Collins
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Um noch einmal direkt auf die Frage, welche Strangthema ist, zu antworten.
    Die letzten Tage extrem belastend. Ich kann vor Schmerzen kaum geradeaus gucken. Und jede Todesnachricht, ob im direkten Umfeld, die es in den letzten beiden Wochen zuviel gab, oder Promis wie Jan Fedder, der einen quasi für Jahrzehnte begleitet hat, machen es fast unerträglich.


  10. Registriert seit
    20.05.2016
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von vindpinad Beitrag anzeigen
    Naja, Kara, so gesehen hat ein Marathon auch keinen wirklichen Zweck.).
    Das war nicht der Punkt - es ging um das Thema „geistige Challenges“, und Sprachen wurden als ein Aspekt genannt. Wie fast jeder musste ich in der Schule auch alle möglichen Sprachen lernen bzw hatte mich wie im Fall von Japanisch irgendwie geärgert, dass ich das nicht gelernt habe. Heute sehe ich das nicht mehr als Lernziel, weil die Welt sich eben weiter gedreht hat - Lernen dieser Art wird für den Zweck, den es damals hatte („Japanisch für den Urlaub“) nicht mehr gebraucht. Daher würde ich das für mich nicht mehr als „geistige Challenge“ ausrufen.

    Viele der hier benannten geistigen Challenges scheinen im Übrigen irgendwie humanistischer Natur zu sein (Sprache, Kultur, Kunst) - macht denn keiner Citizen Science oder so was? Künstliche Intelligenz? Quantencomputing? Ich ja auch nicht, aber ich mache auch nicht Sprache, Kultur oder Kunst als Lern-Hobby .

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