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  1. Avatar von Fyona
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Das mag sein, eins bedingt das andere, und wir werden das hier nicht klären können.
    Jeder muss sich sowieso primär um sich selber kümmern, und dazu gehört, dass der Mensch aktiv wird.
    Altwerden ist nichts für Feiglinge !

  2. Avatar von Liberta
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen
    Ebenso wie andere Beschwerden die ich habe, deutet eben vieles auch psychosomatisch hin, den medizinisch lässt sich nichts feststellen. Nach allen Werten und Untersuchungen bin ich fit wie ein Turnschuh.
    Kann es sein, dass du die Ursachen für deine Schlafprobleme und die "anderen Beschwerden" ziemlich genau kennst, nur eben den richtigen Dreh nicht findest, wie die Sache anzupacken? Wenn man zum Beispiel Zukunftsängste hat, die sich mit fortschreitendem Alter noch verstärken ... Wie geht man mit so einem Problem aktiv um? Ich will dir jetzt nichts unterstellen, ich weiß natürlich nicht, was dich nachts nicht schlafen lässt - es war nur ein Beispiel.

    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen
    Ich lese grade ein Buch mit einem neuen Ansatz.
    Wie heißt das Buch?
    Wer ein Jahr jünger ist, hat keine Ahnung. (Martin Walser, 92)

  3. Avatar von Brausepaul
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    Paul,

    siehst Du noch die Blumen am Straßenrand, oder fährst Du mit starrem Blick auf die Straße gerichtet von A nach B?
    Wohin schaust Du, wenn Du spazieren gehst?
    Auf den Boden, damit Du nicht stolperst, oder in den Himmel... oder auch mal nach rechts und links?
    Sprichst du über Achtsamkeit, Rotfuchs?
    Falls ja, ich versuche es, aber meist läuft man tatsächlich auf Autopilot

    Machst Du Dir denn gelegentlich mal selbst eine Freude, wenn es sonst schon niemand tut?
    Kannst Du ein leckeres Eis (nur als Beispiel) so richtig genießen, oder isst Du es nur einfach auf?

    Unternimmst Du irgendetwas Schönes, einfach nur, weil Du Lust darauf hast?
    Gönnst Du Dir (neben dem Sport, der für Dich ja auch mehr oder weniger Alltag ist, weil Du ihn regelmäßig betreibst) einfach mal etwas Gutes?
    Einen Ausflug dorthin, wo Du noch nie warst.
    Ein Essen in einem Restaurant, in dem Du noch nie warst?
    Eine Unternehmung (muss ja nicht gleich Bungee-Jumping sein ), die doch noch nie gemacht hast?
    Eine Verabredung mit Dir selbst, bei der es nur um Dich und Deine Freude geht.
    Ja, manchmal. Aber ich gebe zu es fällt mir schwer zu geniessen.
    Ich müsste länger nachdenken wann ich das letzte mal wirklich Spaß oder Genuß hatte.
    Die ständige Müdigkeit motiviert auch nicht unbedingt zu neuen Taten.

    Frag Dich mal, was Dir Spaß machen würde.
    Gute Frage ...

    Aber das war genau der Weg, mit dem ich durch und später auch aus einer sehr ungemütlichen und dunklen Zeit gekommen bin, in der ich nur mit Tunnelblick meinen Verpflichtungen nachgekommen bin und sonst kaum etwas wahrgenommen habe. Am wenigsten mich selbst. Und dann war da diese Leere, wenn es gerade keine Verpflichtung gab.
    Ja, diese Leere kenne ich auch.
    Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht.
    Du wirst auf jeden Fall recht behalten.

    - Henry Ford -

  4. Avatar von Brausepaul
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von Fyona Beitrag anzeigen
    @Paul
    Hier wissen einige mehr über dich als ich, z.B., dass du massive Schlafprobleme hast.
    Dazu habe ich gerade eben einen interessanten Artikel gelesen, diesen:

    Warum schlafen wir? - Spektrum der Wissenschaft
    Danke, ich schaue mir den Artikel mal an

    Zitat Zitat von Liberta Beitrag anzeigen
    @Paul, worüber denkst du nach, wenn du dich mit schlaflosen Nächten herumquälst? Hat dich schon mal ein Arzt, der dir Schlaftabletten verschrieben hat, danach gefragt? Vermutlich nicht. Oder?
    Worüber ich dann nachdenke? Über alles und nichts.
    Es ist jedenfalls nicht so das ich Probleme wälze.
    Aber mir gehen tausend Dinge durch den Kopf ... die Nachrichten, ein Song den ich gehört habe, alte Erinnerungen, Projekte die ich grade habe, das treffen mit Bekannten am Vorabend, Überlegungen wie ich irgendwas wieder reparieren könnte ..... tausend Dinge, ziemlich schnell, als würde man eine Fernbedienung haben und ständig umschalten.
    Daher auch der Ansatz zum Meditieren, um etwas Ruhe reinzubringen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und @ Brauspaul, gibt es einen Grund dafür, dass Du Dich um Dich und Deine Schlafprobleme nicht kümmerst? Ich verstehe das nicht. Willst Du Dich denn überhaupt besser fühlen? Woher soll das kommen, wenn Du Deine eigenen Probleme nicht angehst?
    Wenn ich wüsste wie ich das Schlafproblem in den Griff kriege, hätte ich es schon getan.

    Zitat Zitat von juli-elli Beitrag anzeigen
    Möglicherweise ist aber auch das diffuse Unbehagen am Leben der Grund für den Schlafmangel?! Schlafmangel kann Depressionen/Unwohlsein/Wie-auch-immer-man-es-nennen-mag auslösen. Aber umgekehrt können auch Depressionen/Unwohlsein/Wie-auch-immer-man-es-nennen-mag Schlafmangel auslösen. Wer weiß schon immer so genau, was die eigentliche Ursache und was die Wirkung ist?
    Ja, möglich, eine generelle, diffuse Unzufriedenheit.
    Es gab auch schwierige Phasen, die ein Auslöser hätten sein können oder vielleicht sogar waren. Das ist allerdings schon ewig her. Ich habe aber gelesen das Schlaflosigkeit irgendwann auch eine Art Selbstläufer werden kann, also bestehen bleibt, obwohl er eigentliche Grund nicht mehr besteht.

    Zitat Zitat von Liberta Beitrag anzeigen
    Kann es sein, dass du die Ursachen für deine Schlafprobleme und die "anderen Beschwerden" ziemlich genau kennst, nur eben den richtigen Dreh nicht findest, wie die Sache anzupacken? Wenn man zum Beispiel Zukunftsängste hat, die sich mit fortschreitendem Alter noch verstärken ... Wie geht man mit so einem Problem aktiv um? Ich will dir jetzt nichts unterstellen, ich weiß natürlich nicht, was dich nachts nicht schlafen lässt - es war nur ein Beispiel.
    Hmm, nicht wirklich.
    Es ist eben die besagte diffuse Unzufriedenheit, die ich nicht genau an einzelnen Punkten festmachen kann. Ich könnte also nicht nicht sagen "Wenn x und y und z, dann wäre ich im Gleichgewicht".
    Ich denke manchmal, ich kenne mich eigentlich gar nicht richtig.
    Da ist irgendetwas, das ich nicht benennen kann und nicht zu fassen kriege.

    Wie heißt das Buch?
    "Schlaf gut" von Guy Meadows
    Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht.
    Du wirst auf jeden Fall recht behalten.

    - Henry Ford -

  5. VIP Avatar von Rotfuchs
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen
    Sprichst du über Achtsamkeit, Rotfuchs?
    Falls ja, ich versuche es, aber meist läuft man tatsächlich auf Autopilot
    Nicht unbedingt über Achtsamkeit (ja, das gehört wohl auch dazu), aber vorrangig über den Blick aus dem gewohnten Hamsterrad heraus.

    Versuche doch mal, den Autopiloten gelegentlich abzuschalten.

    Gerade, wenn Du nicht zu einem Termin jagst, sondern Zeit hast und es eigentlich egal ist, ob Du 10 Minuten eher oder später am Ziel bist. Ist da irgendwas am Straßenrand, was Dich ablenken oder aufhalten könnte?

    Das kann Natur sein... oder eine kleine Kirmes oder ein Zirkus... oder ein schönes Café mit Sonnenterrasse. Oder was auch immer. Je nach Deinen Interessen.

    Ich habe jahrelang in meiner regionalen Tageszeitung gelesen, was wann wo so los ist.
    Ausstellungen, Theatervorstellungen, Konzerte, Märkte.... und alles mögliche sonst.
    Oft habe ich gedacht: Oh, das würde mich interessieren.
    Aber hingegangen bin ich nicht.
    Auch weil ich immer dachte, allein ist das sowieso doof.

    Und dann habe ich es in einem Anflug von Leichtsinn einfach mal gemacht.

    Guck an... und es hat mir Spaß gemacht.
    Jetzt mache ich sowas öfter.
    Ja, es geht auch mal daneben und es gefällt mir nicht.
    Aber dann gehe ich eben wieder und beim nächsten Mal kann es wieder ganz anders sein.

    Ja, manchmal. Aber ich gebe zu es fällt mir schwer zu geniessen.
    Ich müsste länger nachdenken wann ich das letzte mal wirklich Spaß oder Genuß hatte.
    Das ist schade. Vielleicht ist das aber ein Ansatz?

    Magst Du Eis? Dann geh hin, kauf Dir eins, schließe die Augen und konzentriere Dich mal ganz auf den Geschmack.
    (Funktioniert auch mit anderen Dingen, die Du magst. Kuchen, Wurst, Pudding... egal. Hauptsache, es schmeckt Dir. )

    Du bist kein Einzelfall.
    Viele Menschen haben heute verlernt, zu genießen. Sie konsumieren nur noch.
    Weil ja auch alles in Mengen verfügbar ist.
    Ich bin da auch keine Ausnahme.
    Aber ich habe inzwischen ein wenig gelernt und kann das eine oder andere wieder anders annehmen und genießen.
    Ja, da kommt vielleicht doch die Achtsamkeit ins Spiel.

    Die ständige Müdigkeit motiviert auch nicht unbedingt zu neuen Taten.
    Das verstehe ich gut. Aber vielleicht bedingt das eine das andere?
    (Falls es keine medizinisch/physische Diagnose Ursache für die Schlaflosigkeit gibt).

    Ich muss mich auch oft mit viel Mühe aufraffen, irgendetwas zu tun, was mir eigentlich Spaß macht und führe lange Diskussionen mit mir selbst.
    Meistens bin ich hinterher froh, wenn ich es gemacht habe.

    Beispiel:
    Ich hatte heute eine Einladung zu einem kleinen Oktoberfest in unserem Stadtteil (im Ruhrpott... wir sind nicht umsonst über 600 km von der Wiesn entfernt. )
    Ich habe mit ziemlich langen Zähnen meine Dirndl-Verkleidung angelegt und bin nur hingegangen, weil ich es jemandem leichtsinnig, aber fest versprochen hatte.
    Lust hatte ich keine. Aber so gar nicht.
    Gegangen bin ich mit dem Gedanken: "Wenn es mir zu doof ist, gehe ich eben wieder."

    Fazit: Ich hatte einen wunderschönen, sehr lustigen Abend... es wäre sehr schade gewesen, hätte ich meiner Trägheit nachgeben und wäre allein auf dem Sofa geblieben.

    Manchmal muss man sich auch mal auf etwas einlassen und sich selbst besiegen.

    Wäre ich heute zuhause geblieben, hätte ich auf dem Sofa abgehangen, hätte gelesen oder ferngesehen, in der Bricom herumgedaddelt, mir über sonstwas Gedanken gemacht, vielleicht was getrunken, mich alleine gefühlt, traurig geworden, vielleicht noch was getrunken... und dann vermutlich auch schlecht geschlafen. Weil unausgelastet und unzufrieden.

    Dann doch lieber kurz aufraffen, einen schönen Abend haben... und zufrieden schlafen gehen.

    Das klappt nicht immer und kann auch schief gehen, aber wenn man es nicht versucht, klappt es nie.
    Wer die Welt bewegen will, sollte erst sich selbst bewegen. (Sokrates)



  6. Inaktiver User

    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen

    Wenn ich wüsste wie ich das Schlafproblem in den Griff kriege, hätte ich es schon getan.
    Und was hast Du da bis jetzt unternommen außer Schlaftabletten? Wie sieht der Rat der Fachleute aus?


  7. Registriert seit
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Paule,
    ich schätze mal - im Urlaub wirds besser sein?

    Wenn du dich auf deiner Arbeit so unwohl, nicht geschätzt, unterschätz fühlst - und was weiß ich.
    Und wenn gerade ja wohl bei dir die Arbeit einen großen Stellenwert einnimmt. Vielleicht auch zu großen, dann resultieren daraus eben sehr negative Gefühle.

    Wut, Traurigkeit, eigenes Versagen.

    Zu recht: wir sind ja hier beim Theam älter werden.
    Und Leben ist für mich Entwicklung. Wenn keine Entwicklung mehr statt finden kann - ist Stillstand, Stau.

    Du kannst ja auch abrwarten bis dich ne gewisse Fehlerquote auf der Arbeit mal zwingen sollte dir ne andere Arbeit zu suchen, ist gar nicht soo selten, oder ....

    Aber, du kannst auch aktiv werden.
    Kannst ein offenes Gespräch mit deinem Chef führen.
    Du ahnst es nicht wie viel Verständnis die oft aufbringen können.

    Ist mir mal passiert - als mich der Geschäftsführer nach meiner Kündigung fragte, ob was vorgefallen ist.
    Die können dir nicht nen anderen Job auf dem Silbertablett servieren.

    Ich fürchte mal, dein größter Feind bist du.
    Siehst den Menschen der du bist - mit all deinen Talenten und Hoffnungen die du mal hattest.

    Schlafstörungen können wirklich einfach so verschwinden.
    Um ein tadelloses Mitglied
    einer Schafherde sein zu
    können, muß man vor allem
    ein Schaf sein.
    Albert Einstein


  8. Registriert seit
    01.10.2019
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    145

    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen
    Es ist eben die besagte diffuse Unzufriedenheit, die ich nicht genau an einzelnen Punkten festmachen kann. Ich könnte also nicht nicht sagen "Wenn x und y und z, dann wäre ich im Gleichgewicht".
    Ich denke manchmal, ich kenne mich eigentlich gar nicht richtig.
    Da ist irgendetwas, das ich nicht benennen kann und nicht zu fassen kriege.
    Lieber Paul,
    ins Alter einzutreten, ohne sich selbst im wesentlichen zu kennen, halte ich für keine gute Idee. Was hält Dich denn davon ab, Dich kennenzulernen?
    - Fehlt Dir die Idee, wie Du das erreichen könntest?
    - Hast Du Angst vor dem Ergebnis?
    - Hast Du das Gefühl, hinter dem Nebel ist gar nichts?

    Ich möchte Dich ermutigen, auf die Reise zu Dir selbst zu gehen!
    Denn ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass danach auf einmal Farbe da ist, wo es jetzt grau ist.
    The sky is always blue above the clouds.

  9. Moderation Avatar von frangipani
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Grad gelesen, ein Zitat der Autorin Madeleine L'Engle:

    "The great thing about getting older is that you don’t lose all the other ages you’ve been."


    Und das hier:

    Ashton Applewhite: Lets end ageism | TED Talk
    “We cannot confront these issues alone, none of us can. But the answer to them lies in a simple concept that is not bound by domestic borders, that isn’t based on ethnicity, power base or even forms of governance. The answer lies in our humanity." Jacinda Ardern, 29.3.19

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
    Geändert von frangipani (21.10.2019 um 03:24 Uhr)

  10. Avatar von Brausepaul
    Registriert seit
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    Ich habe jahrelang in meiner regionalen Tageszeitung gelesen, was wann wo so los ist.
    Ausstellungen, Theatervorstellungen, Konzerte, Märkte.... und alles mögliche sonst.
    Oft habe ich gedacht: Oh, das würde mich interessieren.
    Aber hingegangen bin ich nicht.
    Auch weil ich immer dachte, allein ist das sowieso doof.

    Und dann habe ich es in einem Anflug von Leichtsinn einfach mal gemacht.

    Guck an... und es hat mir Spaß gemacht.
    Jetzt mache ich sowas öfter.
    Ja, es geht auch mal daneben und es gefällt mir nicht.
    Aber dann gehe ich eben wieder und beim nächsten Mal kann es wieder ganz anders sein.
    Och, ich sitze nicht nur zuhause und schmöker in der Bri.
    Ich bin durchaus unterwegs, meist auch allein.
    Aber (da hast du recht), es sind selten neue Dinge, sondern meist Orte oder Veranstaltungen, die ich schon kenne.
    Ok, ich werde mal die Zeitung studieren.


    Magst Du Eis? Dann geh hin, kauf Dir eins, schließe die Augen und konzentriere Dich mal ganz auf den Geschmack.
    (Funktioniert auch mit anderen Dingen, die Du magst. Kuchen, Wurst, Pudding... egal. Hauptsache, es schmeckt Dir. )

    Du bist kein Einzelfall.
    Viele Menschen haben heute verlernt, zu genießen. Sie konsumieren nur noch.
    Weil ja auch alles in Mengen verfügbar ist.
    Ich bin da auch keine Ausnahme.
    Aber ich habe inzwischen ein wenig gelernt und kann das eine oder andere wieder anders annehmen und genießen.
    Ja, da kommt vielleicht doch die Achtsamkeit ins Spiel.
    Ja, das ist der achtsame Ansatz.
    Weniger denken, eher fühlen, wahrnehmen ... im hier und jetzt.

    Das verstehe ich gut. Aber vielleicht bedingt das eine das andere?
    (Falls es keine medizinisch/physische Diagnose Ursache für die Schlaflosigkeit gibt).
    Ja, es denke auch es ist eine Wechselwirkung.

    Ich muss mich auch oft mit viel Mühe aufraffen, irgendetwas zu tun, was mir eigentlich Spaß macht und führe lange Diskussionen mit mir selbst.
    Meistens bin ich hinterher froh, wenn ich es gemacht habe.
    Das kenne ich.
    Ab und zu ziehe ich los, obwohl ich gar keine Lust dazu habe, aber ich denke mir auch, ich werde ja nicht jünger.

    Beispiel:
    Ich hatte heute eine Einladung zu einem kleinen Oktoberfest in unserem Stadtteil (im Ruhrpott... wir sind nicht umsonst über 600 km von der Wiesn entfernt. )
    Ich habe mit ziemlich langen Zähnen meine Dirndl-Verkleidung angelegt und bin nur hingegangen, weil ich es jemandem leichtsinnig, aber fest versprochen hatte.
    Lust hatte ich keine. Aber so gar nicht.
    Gegangen bin ich mit dem Gedanken: "Wenn es mir zu doof ist, gehe ich eben wieder."

    Fazit: Ich hatte einen wunderschönen, sehr lustigen Abend... es wäre sehr schade gewesen, hätte ich meiner Trägheit nachgeben und wäre allein auf dem Sofa geblieben.

    Manchmal muss man sich auch mal auf etwas einlassen und sich selbst besiegen.
    Freut mich das du einen schönen Abend hattest
    Ja, sowas kommt natürlich vor.
    Ich muss aber zugeben, dass ich mir in den meisten Fällen im nachhinein denke "Das hättest du dir auch schenken können".
    Ich weiß nicht genau woran die zunehmende Motivationslosigkeit liegt.
    Am zunehmenden Alter?
    Daran, das man vieles schon so oft gemacht hat?
    An der Schlaflosigkeit?
    Dem Blei im Hintern?

    Es ist natürlich richtig. Man sollte sich aufraffen und auch mal neues probieren, aber meiner Erfahrung nach führt blinder Aktionismus nicht unbedingt zu mehr Zufriedenheit.

    Wäre ich heute zuhause geblieben, hätte ich auf dem Sofa abgehangen, hätte gelesen oder ferngesehen, in der Bricom herumgedaddelt, mir über sonstwas Gedanken gemacht, vielleicht was getrunken, mich alleine gefühlt, traurig geworden, vielleicht noch was getrunken... und dann vermutlich auch schlecht geschlafen. Weil unausgelastet und unzufrieden.
    Das kenne ich auch.
    Oft ärgere ich mich dann, dass ich mittlerweile relativ wenig aus meiner Zeit und meinem Leben mache, aber da ist einfach nicht mehr viel, was mich so motiviert, dass ich mich dazu aufraffen würde.
    Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht.
    Du wirst auf jeden Fall recht behalten.

    - Henry Ford -

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